Lärmbelästigung aus dem Industriehafen

Es gibt viele Lär­mquellen aus dem Indus­triehafen. Als beson­ders störend wird (zeitweise) der Lärm der Fir­ma TSR Recy­cling GmbH an der Water­bergstraße emp­fun­den. Von den Betrieben wird all­ge­mein argu­men­tiert, das sie im Son­derge­bi­et Hafen gewisse Rechte haben und die Wohn­be­bau­ung zu Nahe an dieses Indus­triege­bi­et geführt wurde. Dies sei eine Fehlpla­nung der (frühen) Bre­mer Baupoli­tik und schafft zwangsläu­fig Kon­flik­te.

Die rechtliche Lage ist so, das die Tech­nis­che Anleitung (TA) Lärm nicht für ein See­hafenge­bi­et gilt. Dies ist hier der Fall. See­hafen-Umschlagsan­la­gen dür­fen prak­tisch jeden Tag rund um die Uhr soviel Lärm verur­sachen, wie sie wollen. Im Falle der Fa. TSR Recy­cling GmbH kommt hinzu, daß diese Fir­ma zur Wet­tbe­werb­s­fähigkeit darauf angewiesen ist, die Schiffe möglichst schnell im Rah­men der Gezeit­en­ströme abzufer­ti­gen, da Liegezeit­en sehr teuer sind. Der Regel­be­trieb läuft dort zwis­chen 6:00 und 22:00 Uhr. Muß ein Schiff abge­fer­tigt wer­den, wird aber auch über mehrere Tage rund um die Uhr gear­beit­et. In einem solchen Fall erfol­gt eine vorherige Bekan­nt­machung u.a. beim Ort­samt West.

Schrottberg TSR April 2014

Schrot­tberg TSR April 2014

 

Rechtlich gibt es gem. TA Lärm keine Hand­habe gegen die Lärm­beläs­ti­gung. Von älteren Gröpelingern wird auch gesagt, das es zu Zen­itzeit­en der AG Weser wesentlich lauter gewe­sen ist.

Die Gewer­beauf­sicht hat bere­its mehrfach Mes­sun­gen und Gespräche durchge­führt. Ob es gemäß dem BIm­SchG eine Hand­habe gibt — z.B. bei Ausstrahlung auf das DIAKO — ist derzeit nicht sich­er. Wahrschein­lich gilt die TA Lärm auch dann nicht, wenn ein Bin­nen­schiff  an ein­er See­hafenumschlagsan­lage ent­laden wird.

Die Fa. TSR Recy­cling GmbH ist ihrer­seits gewil­lt, Maß­nah­men zur Lär­m­min­derung zu ergreifen und hat dies auch bere­its getan. Z.B. wurde ein neuer Kran angeschafft, der den Be-/Ent­lade­vor­gang beschle­u­nigt und so neben­bei auch zur Lär­m­min­derung zu ungün­sti­gen Zeit­en beitra­gen soll. Desweit­eren wur­den am zur Hafen­rand­straße gren­zen­dem Fir­men­gelände höhere Schrot­tberge (bzw. danach Con­tain­er­stapel) aufgetürmt und es sollen lär­minten­sive Tätigkeit­en auf Flächen weit­er weg von der Hafen­rand­straße platziert wer­den.

Im Zuge der “Altau­toab­wrack­prämie” wur­den im Spät­som­mer 2009 viele Blech­pakete alter Autos in den Export ver­schifft. Die Mes­sun­gen der Gewer­beauf­sicht haben ergeben, das diese Ver­ladear­beit­en an der Straße “An der Finke­nau” bis zu 80 db(A) Spitzen­schall erzeugten. Beobach­tun­gen zeigten, das hier Blech­pakete aus eini­gen Metern Höhe fall­en gelassen wur­den. Dies ist der Fa. von der Gewer­beauf­sicht unter­sagt wor­den. Lt. Auskun­ft der Gewer­beauf­sicht gilt zwar die TA Lärm im See­hafenum­schlag nicht, aber unab­hängig davon beste­ht ein Lär­m­min­derungs­ge­bot.

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