160 Bäume möglicherweise vor der Fällung? — Werftinsel unbefristet gesperrt!

Eigen­tü­mer der Werft­in­sel beim Ein­kaufs­zen­trum Water­front ist eine Toch­ter der städ­ti­schen Wirt­schafts­för­de­rung Bre­men GmbH. Eine durch­ge­führ­te Baum­be­gut­ach­tung hat erge­ben, das 25 der 160 Pap­peln nicht mehr stand­si­cher sind und auch bei den rest­li­chen Pap­peln viel Tot­holz vor­han­den sein soll. Des­halb wur­de der Zugang zur Insel bis auf wei­te­res gesperrt:

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Pap­peln als Flach­wurz­ler fal­len nicht unter die Bre­mi­sche Baum­schutz­ord­nung. Selbst wenn Pap­peln unter die Baum­schutz­ord­nung fal­len wür­den, besteht bei einer Fäl­lung wegen Ver­kehrs­ge­fähr­dung kei­ne Pflicht zur Neu­an­pflan­zung. Wenn eini­ge der Pap­peln mit­ten­drin gefällt wer­den, dann besteht ggf. mehr Wind­an­griffs­flä­che für die rest­li­chen Pap­peln, was wie­der­um deren Stand­fes­tig­keit gefähr­den könn­te.

Die Werft­in­sel ist eine der weni­gen Räu­me an denen man in Grö­pe­lin­gen die Weser ganz nah erle­ben und aus dem Stadt­raum aus­bre­chen kann. Bis­wei­len wird ihr sogar eine Art “the­ra­peu­ti­sche Wir­kung für die See­le des gestress­ten Städ­ters” nach­ge­sagt. Die Pap­pel­rei­he ist seit Jahr­zehn­ten gewis­ser­ma­ßen stil­prä­gend aus ver­schie­de­nen Sicht­punk­ten Grö­pe­lin­gens, Wal­le und Wolt­mers­hau­sen.

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Wir wer­den das wei­te­re Vor­ge­hen nach der par­la­men­ta­ri­schen und behörd­li­chen Som­mer­pau­se ver­fol­gen und ggf. auf die Tages­ord­nung des Bei­ra­tes set­zen las­sen.

Nach­trag am 17.09.2014: Die Sper­rung der Insel hat ein rela­tiv star­kes Medi­en­echo erfah­ren. Bis­lang berich­te­ten die taz Redak­ti­on Bre­men, der Stadt­teil­ku­rier West des Weser-Kuriers, die BILD-Zei­tung Bre­men, das Regio­nal­fern­seh­maganzin Buten & Bin­nen von Radio Bre­men am 08.09. und das Sat1 Regio­nal­fens­ter Bremen/Niedersachsen am 16.09.2014. Die Bege­hung eines Baum­gut­ach­ters hat nach dem Sat1-Bericht statt­ge­fun­den — die Vor­la­ge sei­nes Berichts dau­ert wohl noch. Dann muss geschaut wer­den, ob die Insel wie­der geöff­net wer­den kann bzw. wel­che Kos­ten für eine Fällung/Neuanpflanzung anste­hen und wel­che unter­schied­li­chen Ansich­ten sich ggf. zwi­schen den Res­sorts Wirt­schaft, Bau und Umwelt erge­ben könn­ten.

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