Beiratssitzung vom 29.3.2017

Erin­nert und innege­hal­ten wurde an die jüng­sten Todes­fälle im Stadt­teil: Wil­fred Rode — Vor­sitzen­der des Plattdeutschen Vere­ins — im Jan­u­ar und Gün­ter Reichert — Vor­sitzen­der der Gröpelinger Geschichtswerk­statt — im März. Bei­de Vere­ini­gun­gen trifft dieser jew­eilige Ver­lust wohl schw­er.

Durch den migrantis­chen Wan­del im Stadt­teil ist es ver­ständlich, das es dem plattdeutschen Vere­in an Nach­wuchs fehlt. Geschichte ist ander­er­seits immer wichtig, denn wie heisst es so schön: “Nur wer weiss wo er herkommt, der weiss wohin er geht”. Und mit der Zeit ver­schiebt sich Geschichte auch, wenn man z.B. jew­eils 50 Jahre oder­so zurück­denkt. Insofern gibt es hier vllt. doch neue jün­gere Leute — sprich unter 70 — die das umfan­gre­iche Ver­mächt­nis — auch im Inter­net — und die wichtige Erin­nerungsar­beit lebendig erhal­ten.

Nach dem Gedenken startete die Tage­sor­d­nung.

Ein Bürg­er beschw­erte sich über die Schot­terorgie beim Net­to-Markt an der Moorstraße — siehe das hier zuvor gepostete Foto. Grober Schot­ter liegt auf Fuß und Rad­we­gen. Dito wurde fest­gestellt, das in der Königs­berg­er Straße offen­bar undichte Autos mit Ölver­lust etc. abgestellt wer­den.

Eine andere Bürg­erin erin­nerte an die unüber­sichtliche Kreuzung an der Sper­ber­straße / Am großen Heck / Osleb­shauser Bahn­hof.  Strenggenom­men han­delt es sich hier nicht um eine Kreuzung, da die Ein­fahrt der Sper­ber­straße ver­set­zt ist.  Es muss hier schon aufgepasst wer­den — ger­ade von Aut­o­fahrern die von der Rit­ter­hud­er Heer­straße kom­men. Nochmal Behand­lung im Bauauss­chuss.

Ein Bürg­er meldete sich zur Nutzung des Gebäudes Schwarz­er Weg 1, indem rechtswidrig offen­bar über einen Sportwet­t­laden nachgedacht wird. Wir schrieben dem Bürg­er im Nach­gang noch eine E‑Mail mit der rechtlichen Aus­gangslage des BPlan 1901, der dort all­ge­meines Wohnge­bi­et vor­sieht.

Dito gab es Berichte zum ver­wahrlost ausse­hen­dem Haus direkt an der Zen­tralkreuzung in Osleb­shausen, was ggf. eine Nach­frage bei der Bauord­nung erfordert, da von bis zu 18 Bewohn­ern berichtet wurde.

Und es ging um den Angstraum des Tun­nels Rit­ter­hud­er Heer­straße, für den die Deutsche Bahn zuständig ist. Die Ini­tia­tive der Osleb­shauser Geschäft­sleute zur Aufw­er­tung ist wohl nie in der Prax­is ange­laufen. In ein­er Beiratssitzung hat­ten wir die Bild­hauer­w­erk­statt der JVA zu Gast und bracht­en dort die Idee ein­er Reliefgestal­tung ein.

Ein Antrag der Bürg­er in Wut forderte, das das Job­cen­ter auch wieder fre­itags geöffnet ist. Zus­tim­mung, aber Ver­weis in den Auss­chuss um dort das Job­cen­ter zu hören. Ein Antrag aus der Bil­dungsauss­chußsitzung war gegen die Erhöhung des Preis­es für das Mit­tagsessen in den Schulen gerichtet und wurde ein­stim­mig angenom­men.

Dann ging es zum Haupt­punkt der Grund­schule Osleb­shauser Heer­straße und der Neu­grün­dung ein­er Grund­schule an der Humannstraße.

Es wurde jet­zt fest­gelegt, das die neue Grund­schule selb­ständig sein wird und keine Depen­dance ein­er anderen Grund­schule. Sie soll eine offene Ganz­tagss­chule sein. Einen Tag nach der Sitzung sollte es ein Gespräch zur Nutzung des heuti­gen Aschep­latzes als Erweiterungs­fläche der Schule geben. Auf­bau der Mobil­baut­en für den 2. Jahrgang ff. und die benötigten Flächen für den Neubau müssen abges­timmt wer­den.

Die 4. Klassen der Grund­schule Osleb­shauser Heer­straße wer­den vom 01.08.2017 — zum 01.02.2018 (Planter­min) in den Räum­lichkeit­en der Grund­schule selb­st unterkom­men müssen. D.h., bish­erige Dif­feren­zierungsräume müssen aufgegeben werden.Dies wurde notwendig, da mut­maßlich von Immo­bilien Bre­men falsche Aus­sagen an das Bil­dungsres­sort gegeben wur­den: Es kön­nen wed­er die frei­w­er­den­den Mobil­baut­en vom Halmer­weg genutzt wer­den noch ist die angedachte Fläche im Osleb­shauser Park geeignet. Deshalb sollen jet­zt auf ein­er städtis­chen Fläche im Ein­gangs­bere­ich der abge­hängten Rit­ter­hud­er Heer­straße / Bauern­dobben eine Fläche gerodet und dort neue Mobil­baut­en aufgestellt wer­den.

Wir GRÜNEN Gröpelin­gen find­en die Vorge­hensweise ins­ge­samt eher ama­teurhaft und hat­ten deshalb auch auf diesen Sitzung­ster­min gedrun­gen. Es wäre gut gewe­sen, wenn der Beirat viel frühzeit­iger einge­bun­den wor­den wäre, da die Nach­nutzung der im Som­mer heißen und im Win­ter kalten älteren Mobil­baut­en ohne­hin nicht auf Zus­tim­mung beim Beirat stiess. So hätte man sich vllt. an die Bestel­lung der Mobil­baut­en für die KiTa-Stan­dorte anheften kön­nen und ggf. doch eine Fläche im Bere­ich Sper­ber­straße in der Nähe der Grund­schule find­en kön­nen, denn der Platz reicht dafür alle­mal aus. So ist der Stan­dort Rit­ter­hud­er Heer­straße rel­a­tiv isoliert von jeg­liger schulis­ch­er Infra­struk­tur.

Deshalb forderte der Beirat auch einen detail­lierten Pro­jek­t­plan beim Erweiterungs­bau für die 4. Klassen der Grund­schule Osleb­shauser Heer­straße und für die vorge­se­hene 2fach-Turn­halle als Ersatz der heuti­gen Turn­halle. Es muss klar sein, wer — Immo­bilien Bre­men, Bil­dungsres­sort, … — wann — mit Ein­rechung ein­er evtl. haushalt­slosen Zeit … — was machen muss, damit 2020 der Neubau der Schule samt Turn­halle fer­tig ist. Das müsste auch kein Prob­lem sein, da ja nicht zum ersten Mal ein Erweiterungs­bau gemacht wird und viele Erfahrun­gen vor­liegen.

Dann wurde mit­geteilt, das nach der Brand­s­tiftung der Turn­halle der Ober­schule im Park diese in den Oster­fe­rien abgeris­sen wer­den soll. Die Fläche wird als mögliche Erweiterungs­fläche der Ober­schule reserviert. Ein Neubau der Turn­halle als Zweifeld­halle soll evtl. auf einem Teil der Wald­fläche entste­hen, die derzeit im Eigen­tum des Sozial­w­erkes der Freien Chris­tenge­meinde ist. An dieser Stelle war nach dem Zweit­en Weltkrieg allerd­ings ein Bomben­trichter, in dem “aller­lei Zeug” hineinge­wor­fen wurde mit der Folge, das der Boden verseucht ist. Eine 2fach-Turn­halle find­et auch die Unter­stützung des Sportres­sorts mit Blick auf das Sport­pro­fil der Schule, die ja auch mit­ten in der Park­land­schaft liegt, was für Lauf­s­port o.ä. noch aus­baufähig wäre.

Der Sportamt­sleit­er teilte auch mit, das es Gespräche bzgl. der Umk­lei­de- bzw. San­itär­räume von Schul­sporthallen gibt, für die das Sportres­sort nicht zuständig ist. Zuständig wäre das Bil­dungsres­sort als Nutzer, die Mit­tel aber im Zweifel eher in einen neuen Naturtech­nikraum o.ä. gibt. Zuständig wäre auch Immo­bilien Bre­men al Eigen­tümer, die bei den vie­len Wün­schen der nutzen­den Ressorts die Mit­tel aber auch eher anders ein­set­zt bzw. deren Pla­nungska­paz­itäten erschöpft sind. So kom­men Sporthallen außer­halb der Zuständigkeit des Sportres­sorts regelmäßig außer­halb des Fokus. Jet­zt hat es Gespräche zwis­chen dem in dieser Leg­is­laturpe­ri­ode GRÜN geführten Sportres­sort Finanzres­sorts (zuständig für Immo­bilien Bre­men) gegeben, um ab 2018 “2, 3 San­itär­räume” in das Gebäude­sanierung­spro­gramm unterzubrin­gen. Ein Start.

Ein­stim­mig beschloss der Beirat die Zus­tim­mung zum vor­liegen­den Plankonzept der Neue Ober­schule Ohlen­hof. Der Ersatzbau für das Spiel­haus erfol­gt nun doch an der vorher vorge­se­henen Stelle.

Der Beirat gab nochmal bekan­nt, das 3.000 Euro Beiratsmit­tel als Teil ein­er Aus­fall­bürgschaft für den Fährbe­trieb 2017 beschlossen wur­den. Der Jugend­beirat bekommt wieder 10 % der Glob­almit­tel — ca. 7.700 Euro. Allerd­ings müssen davon auch eine evtl. Ken­nen­lern­fahrt o.ä. bezahlt wer­den. Dito wur­den Beiratsmit­tel für den Neuauf­bau der Erin­nerungs-Stehle an die Depor­ta­tion aus dem ehe­ma­li­gen Jüdis­chen Altenheim an der Mor­gen­land­straße gewährt.

 

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