Ent­set­zen auch bei uns über den Über­fall auf den Bre­mer Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Herrn Magnitz

Die Medi­en berich­ten dar­über. Wir hof­fen, das sich Zeu­gen fin­den, die Täter gefasst wer­den und die Jus­tiz ent­spre­chend der Schwe­re der Straf­tat urteilt.

Ein gewähl­ter Man­dats­trä­ger steht nicht für sich allei­ne — er ver­kör­pert die Mei­nung von hun­der­ten, tau­sen­den Men­schen die ihn gewählt haben. Ob einem die Mei­nung nun passt oder nicht — man muss so einem Men­schen mit Respekt begeg­nen. Die oft zu hören­de und zu lesen­de Ver­ächt­lich­ma­chung von Poli­ti­kern ist der Anfang vom Ende der Demo­kra­tie. Und die Demo­kra­tie ist die bes­te Gesell­schafts­form für ein Zusam­men­le­ben vie­ler unter­schied­li­cher Men­schen. Das heisst nicht, das man per­sön­li­che Ver­feh­lun­gen Ein­zel­ner nicht anpran­gern soll. Aber der Hass der in man­chen Leser­brie­fen und in der Spra­che in den angeb­li­chen „sozia­len Medi­en” aus­ge­tauscht wird, ist schon sehr bedenk­lich. Auch so man­cher ehren­amt­lich in sei­ner Frei­zeit agie­ren­de Bei­rats­po­li­ti­ker fragt sich manch­mal: „War­um mache ich das? — War­um las­se ich mich öffent­lich belei­di­gen oder beschimp­fen, wo ich doch nur aus mei­ner Sicht Gutes für den Stadt­teil tun möch­te? — War­um gehe ich so ein Lebens­ri­si­ko ein? — War­um ducke ich mich nicht weg?”

In der poli­ti­schen Dis­kus­si­on geht es für uns dar­um, den poten­ti­el­len Wäh­lern z.B. der AfD auf­zu­zei­gen, das wesent­li­che Haupt­an­lie­gen die­ser Par­tei nicht wei­ter­hel­fen, son­dern im Gegen­teil schwe­ren Scha­den für die poten­ti­el­len Wäh­ler selbst anrich­ten kön­nen. Ent­schei­den die Wäh­ler anders oder gehen wie in Grö­pe­lin­gen vie­le nicht zur Wahl weil ihnen offen­bar alles egal ist, dann muss jeder das mit Respekt behan­deln und mit Argu­men­ten in der Sach­ar­beit im Par­la­ment damit umge­hen. Genau das ist Demo­kra­tie. So ein Schlä­ger­trupp ist ein Anschlag auf die Demo­kra­tie, die Tole­ranz, die Offen­heit und das fried­li­che Zusam­men­le­ben.

Wir wün­schen Herrn Magnitz, das er mög­lichst rasch voll­stän­dig wie­der gesund wird.

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