Volksentscheid: Keine Bebauung des Rennbahngeländes

Auch in Grö­pe­lin­gen haben sich sich lei­der 56 % gegen eine 50%ige Bebau­ung und eine öko­lo­gi­sche Auf­wer­tung und Nutz­bar­ma­chung der ande­ren 50 % für die Bewoh­ner der Vahr aus­ge­spro­chen.

Wenn die SPD nicht Ihr Wahl­ver­spre­chen bricht und doch mit der CDU die nächs­te Regie­rung bil­det, dann dürf­ten WIR GRÜNEN Teil der Regie­rung sein. Und dann dürf­te es kei­ne Bebau­ung (viel) wert­vol­le­rer Grün- und Wald­flä­chen wie z.B. in Brok­huch­t­ing oder im Kern­teil der Oster­hol­zer Feld­mark geben.

Der Bre­mer Bau­se­na­tor stellt berech­tigt die Fra­ge, von wel­chem Geld eine Auf­be­rei­tung des rie­si­gen ca. 30 Hekt­ar gro­ßen Gelän­des der Renn­bahn gesche­hen soll. Man kann das Geld nur ein­mal aus­ge­ben und muss dann abwä­gen, ob man eine Schu­le oder eine Stra­ße nicht saniert und das Geld in das Gelän­de steckt. Schwie­rig.

Schwie­rig ist es auch, das damit eine gro­ße Chan­ce für den Bau von güns­ti­gen Woh­nun­gen in Erb­pacht ver­tan wur­de. Denn bei vie­len ande­ren in der Dis­kus­si­on ste­hen­den Flä­chen ist die Stadt eben nicht Eigen­tü­mer und kann nur stark begrenzt dar­auf ein­wir­ken, das die Eigen­tü­mer zu Pot­te kom­men. Und wenn die bau­en, wird das mit der Refi­nan­zie­rung der Grund­stücks­kos­ten eher höher­prei­sig sein.

Die direk­te Fol­ge auch in Grö­pe­lin­gen wird also sein, das es lei­der nicht mög­lich ist, mit den geplan­te 1.200 neu­en Wohn­ein­hei­ten (etwas) den Druck vom Bre­mer Miet­markt zu neh­men. Auch in Grö­pe­lin­gen wer­den damit die Miet­prei­se wohl noch ein biß­chen stär­ker stei­gen als sie es mit einer 50 % Bebau­ung und 50 % neu­er nutz­ba­rer Natur­raum für die Men­schen vor Ort mög­li­cher­wei­se getan hät­ten.

Nach­voll­zieh­bar ist die Ent­schei­dung ratio­nal nicht. Denn die­se Volks­ent­scheid-Initia­ti­ve “Dage­gen” hat­te sich gebil­det ohne das es über­haupt kon­kre­te Plä­ne für die Bebau­ung gab. Das soll­te alles erst noch gemacht wer­den. Auch die Umwelt­schutz­ver­bän­de hat­ten sich für eine teil­wei­se Bebau­ung aus­ge­spro­chen — eben­so wie Gewerk­schaf­ten und gro­ße sozia­le Trä­ger wie der Pari­tä­ti­sche Ver­band.

Lei­der wur­de auch sehr popu­lis­tisch mit klar fal­schen Argu­men­ten und Rech­nun­gen auf Unter­schrif­ten- bzw. Stim­men­fang gegan­gen. Die Men­schen wur­den wie bei der BRE­X­IT-Kam­pa­gne in Gross­bri­tan­ni­en glatt von der Bür­ger­initia­ti­ve belo­gen.

Man kann auch in ande­ren Zusam­men­hän­gen beob­ach­ten, das sich Men­schen über Dis­kus­si­ons­fo­rum im Inter­net mit fal­schen Behaup­tun­gen wie in einer ein­sei­ti­gen Mei­nungs­bla­se gegen­sei­tig radi­ka­li­sie­ren und dann außer­halb des Moni­tors für die Rea­li­tät nicht mehr zugäng­lich sind. Eine gefähr­li­che Ent­wick­lung. 🙁

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