Angestoßene Diskussion zur Gewerbeflächenentwicklung

Eine “Mei­nung am Frei­tag” von unse­rem Par­la­ments­re­fe­ren­ten für Wirt­schaft …

https://gruene-bremen.de/emanuel-herold-der-gep-2030-karikaturenwettbewerb/

Es ist bequem die Augen vor der Wirk­lich­keit zu ver­schlies­sen und pole­misch in die Mot­tenks­te zu grei­fen — aber es hilft nicht. Wenn wir wei­ter wie in der Ver­gan­gen­heit in Bre­men Flä­chen für Gewer­be­an­sied­lun­gen ver­brau­chen, dann sind in ca. 10 Jah­ren alle noch mög­li­chen frei­en Flä­chen belegt. Wei­te­re Flä­chen gibt es nur dann, wenn (gro­ße) Betrie­be auf­ge­ben. Z.B. Air­bus, Daim­ler oder Arcelor­Mit­tal. Das will aber NIEMAND!

Was dann? — Dann muss man an die Flä­chen ran die bis­her ander­wei­tig belegt sind. Natur­schutz­ge­bie­te wird man nicht angrei­fen kön­nen. Bleibt als ers­te Opti­on das Klein­gar­ten­ge­biet in Wal­le um die Bay­ern­stra­ße. Dann viel­leicht die auton­bahn­na­hen Klein­gar­ten­ge­bie­te in Grö­pe­lin­gen. DAS WOLLEN WIR GRÜNE NICHT!

Des­halb macht es Sinn vor­aus­schau­end zu pla­nen. Z.B. die Fra­ge, wie man Logis­tik­ob­jek­te baut. Alles in einer Eta­ge oder kann man auf eine Logis­tik­hal­le auch den Ver­wal­tungs­trakt set­zen? Kann man mit effek­ti­ven Auf­zug­sys­te­men zwei­stö­ckig bau­en? Kann man mit Trans­port­sys­te­men auch in die Höhe gehen und so die Flä­chen für Kom­mis­sio­nie­rung und Ver­pa­ckung klei­ner hal­ten? — Braucht man wirk­lich 30 LKW-Anfahr­ram­pen?

Wenn man auch in 10, 20 Jah­ren Erwei­te­rungs­flä­chen für eta­blier­te Bre­mer Unter­neh­men haben möch­te, dann muss man bereits heu­te umsteu­ern. Und ja: Viel­leicht ist die ein oder ande­re groß­flä­chi­ge Ansied­lung ohne vie­le Arbeits­platz­ef­fek­te dann im Umland bes­ser anzu­sie­deln als im Stadt­ge­biet.

Und es ist not­wen­dig, das man frei gewor­de­ne Flä­chen kon­se­quent wie­der neu nutzt. Gera­de führt die Wirt­schafts­för­de­rung eine Aus­schrei­bung für eine 120.000 qm gro­ße Land­flä­che am Ölha­fen in Oslebs­hau­sen durch:

https://www.wfb-bremen.de/de/page/call/72816#book/2

Der Käu­fer muss sich dabei zur Boden­sa­nie­rung ver­pflich­ten — ähn­lich wie es im bereits vor eini­gen Jah­ren im Ein­gangs­be­reich der Hüt­ten­stra­ße mit Zuschlag an die Fir­ma Zech gemacht wur­de. Eigent­lich kommt es schon zu spät. Aber die Klä­rung der Eigen­tü­mer- und Schuld­fra­ge hat auch lei­der Jahr­zehn­te gedau­ert und es wer­den noch vie­le Jah­re in’s Land gehen, bis die­se Flä­che wie­der nutz­bar ist. Aber das muss der Weg sein.


Bild­quel­le: Wirt­schafts­för­de­rung Bre­men

Kern­for­de­rung unse­rer Grün Stadt­teil­grup­pe Grö­pe­lin­gen ist, das die Fort­schrei­bung des GEP auch KLARE Aus­sa­gen zur Ansied­lung von zukünf­ti­gen Indus­trie- und Abfall­be­trie­ben trifft. Kein Wischi-Waschi mehr! Und auch eine Aus­sa­ge ent­hält, ob in Bre­men nach ca. dem Jahr 2030 eine neue Flä­che für eine Müll­de­po­nie vor­han­den ist oder nicht.

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