Ausbau beim Bremer Industriepark in Grambke

Der Weser-Kurier berich­tet über die bevor­ste­hen­de Voll­endung des 5. Bau­ab­schnitts und die Vor­ar­bei­ten zum (letz­ten) 6. Bau­ab­schnitt: https://www.weser-kurier.de/region/die-norddeutsche_artikel,-industrieparkwest-fuenfter-abschnitt-vor-fertigstellung-_arid,1955781.html

Dar­in erwar­tet die Wirt­schafts­för­de­rung Bre­men GmbH in Zukunft für das pro­du­zie­ren­de und ver­ar­bei­ten­de Gewer­be eher noch eine gestei­ger­te Nach­fra­ge nach Flä­chen im Indus­trie­park. Weil das Gebiet durch den Weser­tun­nel wesent­lich bes­ser ange­bun­den sein wird. Und dies gilt eben auch für die Gewer­be­flä­chen in Oslebs­hau­sen. Sei­en es die frei­en Flä­chen etwa in der Hüt­ten­stra­ße oder brach­ge­fal­le­ne oder aktu­ell unter­ge­nutz­te Flä­chen in ande­ren Gewerbegebieten.

Bemer­kens­wert ist, das die Eisen­bahn­in­fra­struk­tur bei der Erschlie­ßung die­ses mit viel Trans­port­vo­lu­men ver­se­he­nen Gebiets offen­bar über­haupt kei­ne Rol­le spielt. Man setzt offen­bar aus­schließ­lich auf die Erreich­bar­keit per LKW. Ob das wirk­lich schlau ist? Falls eine Bahn­werk­statt für den Per­so­nen­ver­kehr aktu­ell wer­den soll­te, ist auch die­ser lang­fris­ti­ge Aspekt sicher zu berücksichtigen.

Debatte der Stadtbürgerschaft vom 27.01.2021 zu Oslebshausen

Die 21. Stadt­bür­ger­schaft­sit­zung kann man hier nach­hö­ren: https://vimeo.com/buergerschaft

Ab Stun­de 3 und Minu­te 22 wird ca. 40 Minu­ten über einen Run­den Tisch Oslebs­hau­sen debat­tiert, wozu ein Antrag der Koali­ti­ons­frak­ti­on ein­ge­bracht wur­de. Der Ein­gangs­red­ner von DIE LINKE stellt dabei fest, das der Stand­ort Oslebs­hau­sen der idea­le Stand­ort für die Klär­schlamm­ver­bren­nungs­an­la­ge ist! Die Posi­ti­on der Ver­tre­ter von DIE LINKE hier vor Ort war eine ganz ande­re. Sei es drum.

Es soll laut dem Antrag um die Abläu­fe bei der Klär­schlamm­ver­bren­nungs­an­la­ge gehen, die aber eigent­lich schon geklärt sind. Offen ist in die­sem Kom­plex u.W. noch das The­ma (Zwischen)-Lagerung von Aschen und Fil­ter­stäu­ben aus der Ver­bren­nung. Es gibt hier­zu zwar einen Ver­trag mit der Bre­mer Müll­de­po­nie. Ob der tat­säch­lich in Anspruch genom­men wird, ob nicht woan­ders im Umfeld zwi­schen­ge­la­gert wird, wann die Phos­phor­rück­ge­win­nungs­an­la­ge in Bit­ter­feld funk­tio­niert und wie lan­ge die Lager­ka­pa­zi­tä­ten in Bre­men rei­chen, das ist u.W. offen. Dies hat­ten wir sei­ner­zeit auch in unse­rem Posi­ti­ons­pa­pier zur Klä­rung angemahnt.

In einem ande­rem Kom­plex soll es dann um die The­men Müll, Lärm und Ver­kehr gehen, bei denen der Orts­teil ent­las­tet wer­den soll. Eine sehr gro­ße Ent­las­tung gibt es bereits mit der dau­er­haf­ten Abschal­tung des gro­ßen Koh­le­kraft­werks­block, die die Emis­sio­nen am Stand­ort auch mit Inbe­trieb­nah­me der Klär­schlamm­ver­bre­nungs­an­la­ge stark redu­ziert. Zuvor ja auch schon in den Vor­jah­ren mit den gro­ßen Inves­ti­tio­nen von Arcelor­Mit­tal, wie wir hier schon berich­tet hatten.

Als einen wei­te­ren Ent­las­tungs­schritt kann man eine neue Bahn­werk­statt anse­hen, die Vor­aus­set­zung u.a. auch für einen bes­se­ren ÖPNV nach Bre­men-Nord, Oster­holz-Schar­m­beck etc. ist. Dar­auf gilt es in den nächs­ten Jah­ren bei der LNVG zu drin­gen und dann könn­te (!) sich die Zahl der Autos die Oslebs­hau­sen nur durch­que­ren, deut­lich ver­rin­gern, wenn die Men­schen im Umland dann vom Auto auf den Zug umstei­gen. Die­se Aspek­te hat­ten wir auch in unse­rer Vor­la­ge für die Über­ar­bei­tung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans ein­ge­bracht, die im April im Bau­aus­schuss wie­der The­ma sein soll.

Sicher­lich wird hier auch zu dis­ku­tie­ren sein, ob eine Ver­län­ge­rung der oder einer Straßenbahnlinie(n) bis zum Bahn­hof Oslebs­hau­sen ziel­füh­rend ist. Denn sie wür­de die Anzahl der Fahr­spu­ren und der Park­plät­ze im betrof­fe­nen Heer­stra­ßen­zug stark redu­zie­ren, was wie­der­um die Anwoh­ner an der Heer­stra­ße gar nicht gut fin­den könn­ten und die Stau­si­tua­ti­on der Autos ver­schlim­mert bzw. die Erreich­bar­keit z.B. des Gewer­be­ge­bie­tes San­der-Cen­ter evtl. erheb­lich ver­än­dert. Wei­te­re The­men sind hier vllt. die Bus­ver­bin­dun­gen gera­de auch in den Rand­stun­den. Oder die ver­stärk­te Bereit­stel­lung von Car­sha­ring, was aber — wie am Togo­platz zu beob­ach­ten — auch auf Miss­fal­len der direk­ten Anwoh­ner stösst, wenn man ihnen Park­plät­ze weg­nimmt. Oder das Lang­zeit­the­ma der Park­ein­schrän­kun­gen Am Fuchs­berg, was dor­ti­ge Anwoh­ner for­dern. Oder das “wil­de Par­ken” ent­lang der Heer­stra­ße unge­ach­tet des Baum­schutzes.

Beim The­ma Müll geht es viel­leicht um die Aus­wei­tung des Quar­tiers­ser­vice im Lin­den­hof­vier­tel auf den gesam­ten Stadt­teil oder die Ein­rich­tung des Umwelt­wäch­tersys­tems in Oslebs­hau­sen. Die noch für 2021 geplan­te Ände­rung des Abfall­orts­ge­set­zes ist auch wich­tig in die­sem Zusammenhang.

Beim The­ma Lärm geht es z.B. um die Ein­rich­tung fes­ter Lärm­mes­sun­gen etwa beim DIAKO bzw. die von uns ange­sto­ße­ne Durch­füh­rung von recht­li­chen Maß­nah­men ana­log der Lärm­schutz­re­ge­lung wie sie das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Bre­men für den Con­tai­ner­ter­mi­nal in Bre­mer­ha­ven fest­ge­legt hat. Die Auf­nah­me auch der Hafen­ei­sen­bahn und nicht nur der Deut­sche Bahn in die Umge­bungs­lärm­be­trach­tung wur­de vom Bei­rat bereits angestoßen.

Aus unse­rer Sicht muss man auch noch­ein­mal auf den Brand der Kra­ge­shal­len zu spre­chen kom­men, weil wir mit dem Brand­schutz der noch ste­hen­den Hal­len nicht ein­ver­stan­den sind. Die omi­nö­sen Stein­um­la­dun­gen im Hafen F und deren Geneh­mi­gung ist auch auf­zu­ar­bei­ten. Wei­te­re Plä­ne für die Gewer­be­ge­bie­te Rie­de­mann­stra­ße und Rei­her­stra­ße. Die Zunah­me von defac­to Auto­schrott­plät­zen mit evtl. erheb­li­chen nega­ti­ven Lang­zeit­fol­gen für die Umwelt.

Sicher­lich ist das nur ein ers­ter Auf­schlag und es fin­den sich bei eini­ger Über­le­gung noch vie­le ande­re sinn­vol­le Din­ge. Das darf aber nicht dar­über hin­weg­täu­schen, das mit der Fer­tig­stel­lung des Weser­tun­nels ca. 2024/2025 die Indus­trie- und Gewer­be­ge­bie­te in Oslebs­hau­sen eine völ­lig neue Lage­qua­li­tät bekom­men wer­den und man davon aus­ge­hen muss, das es dadurch auch zu zahl­rei­chen neuen Ansied­lun­gen von Indus­trie- und Gewer­be­be­trie­ben in Oslebs­hau­sen kom­men könn­te. Abhän­gig ist dies auch davon, wie schnell es gelingt, das bis­her nicht markt­fä­hi­ge Grund­stü­cke wie z.B. am Ölha­fen wie­der saniert und für Ansied­lun­gen ver­füg­bar sind. Oder Gewer­be­bra­chen neu zuge­schnit­ten und ver­mark­tet wer­den. Auch davon gibt es eine Meh­rung z.B. ent­lang der Rei­her­stra­ße (ehe­mals Max Bahr, mög­li­che Schlie­ßung SAACKE, Umzug Berufs­schu­le). Die Umwand­lung um die Rie­de­mann­stra­ße in ein Indus­trie­ge­biet hat­ten WIR GRÜNE ja erst­mal verhindert.

Und z.B. die Bür­ger­initia­ti­ve muss auch aner­ken­nen, wel­che erheb­li­chen Fort­schrit­te es beim Umwelt­schutz in den letz­ten bei­den Jahr­zehn­ten  bereits gege­ben hat. Eben­so muss gewür­digt wer­den, das der Bre­mer Senat in den letz­ten Jah­ren rie­si­ge Geld­mit­tel im Orts­teil ver­aus­gabt und man das an den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen wie der Neu­en Ober­schu­le Grö­pe­lin­gen oder den Grund­schu­len oder den KiTa’s auch sehen kann. Oder das Oslebs­hau­sen mit dem Bahn­hofs­vor­platz und der Regio-S-Bahn stark an Attrak­ti­vi­tät gewon­nen hat, wie sich doch auch an etli­chen neu­en Wohn­häu­sern zeigt. Neue Men­schen wür­den nicht nach Oslebs­hau­sen zie­hen, wenn da alles schlecht wäre.

Wir Grü­ne in Grö­pe­lin­gen sind für die­se ehr­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on, die wir bei ande­ren Par­tei­en zumin­dest zeit­wei­se lei­der ver­mis­sen. Der Ver­tre­ter von DIE LINKE hät­te z.B. auch schon vor der Wahl den Men­schen vor Ort sagen kön­nen, das Oslebs­hau­sen aus sei­ner Sicht der idea­le Stand­ort für die Klär­schlamm­ver­bren­nungs­an­la­ge ist.

 

Recyclingstation wieder voll geöffnet

Eine Mit­tei­lung des Orts­am­tes West erreich­te die Bei­rats­mit­glie­der gestern:

Lie­be Bei­rä­te im Bre­mer Westen,

der Vor­stand der DBS freut sich, Fol­gen­des zu den Recy­cling-Sta­tio­nen in Bre­men mit­tei­len zu kön­nen: Dank der nun­mehr ver­bes­ser­ten Per­so­nal­si­tua­ti­on ist es trotz der anhal­ten­den Coro­na-Pan­de­mie wie­der mög­lich, den Bremer*innen die Dienst­leis­tung an allen Werk­ta­gen auf allen Recy­cling-Sta­ti­on anzu­bie­ten. Die Recy­cling-Sta­tio­nen Fin­dorff, Horn, Huch­t­ing und Oslebs­hau­sen wer­den ab dem 1. Febru­ar 2021 wie­der voll­stän­dig geöff­net sein und ihre Tore zu den gewohn­ten Öff­nungs­zei­ten öff­nen: mon­tags bis frei­tags von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr und sams­tags von 9:00 bis 13:00 Uhr. Somit sind die Öff­nungs­zei­ten aller Bre­mer Recy­cling-Sta­tio­nen wie­der auf dem Stand wie vor dem ers­ten Lock­down vor zehn Monaten.

Für die Zukunfts­pla­nung für die Recy­cling­sta­tio­nen wur­de nun­mehr eine gemein­sa­me Sit­zung der Stadt­teil­bei­rä­te Fin­dorff, Grö­pe­lin­gen und Wal­le am 23.02.2021 um 18:30 Uhr ange­setzt. Kom­men sol­len nicht nur Ver­tre­ter der Die Bre­mer Stadt­rei­ni­gung, son­dern auch Ver­tre­ter aus dem Ressort.

Wie von DBS Ver­tre­ter rich­tig vor­ge­tra­gen, ist es so, das die Stadt Köln laut Inter­net­an­ga­ben nur 2 Wert­stoff­hö­fe in ihrem Stadt­ge­biet hat. Nicht gesagt wur­de auf Sit­zun­gen zum The­ma in Obervieland/Habenhausen offen­bar, das es dazu 2 wei­te­re pri­va­te Wert­stoff­hö­fe gibt, auf die der städ­ti­sche Abfall­be­trieb in Köln eben­so hin­weist. Und in Köln gibt es 2 mal im Jahr eine kos­ten­lo­se Laub­ab­fuhr bis 3 Kubik­me­ter vom Bür­ger­steig. 3 (ver­dich­te­te) Kubik­me­ter ist rela­tiv viel. Zwar ist die Laub­an­nah­me in Bre­men in Klein­men­gen auch kos­ten­los — aber hier muss man zur Recy­cling­sta­ti­on hinfahren.

Angeb­lich soll es nach vie­len Jah­ren der Preis­sta­bi­li­tät ohne­hin zu einer Anhe­bung der Abfall­ge­büh­ren kom­men. Wenn man die zusätz­li­chen Kos­ten für die vol­le Auf­recht­erhal­tung der 7 Grün­sta­tio­nen auf die Bei­trags­zah­ler ver­teilt, kann da eigent­lich nur ein sehr nied­ri­ger monat­li­cher Cent­be­trag bei her­aus­kom­men. Da muss man auch die Fra­ge stel­len, ob das die Bre­mer nicht lie­ber wol­len, anstatt einr Gebüh­ren­er­hö­hung und einer Kom­fort­ein­schrän­kung. Oder ob die Bür­ger nicht auch ger­ne die Ein­füh­rung einer kos­ten­lo­sen halb­jähr­li­chen Laub­ab­ho­lung wie in Köln wol­len und dafür auf die Bring­leis­tung zur Recy­cling­sta­ti­on verzichten.

PS: Es gibt auch eine Peti­ti­on zur Erhal­tung des Ange­bots der Recy­cling­sta­ti­on Fin­dorff. Geo­gra­phisch gese­hen liegt die­se ja fast noch in Wal­le und es ist bekannt, das auch Grö­pe­lin­ge­rIn­nen die­se Sta­ti­on nutzen.

https://petition.bremische-buergerschaft.de/index.php?n=petitionsdetails&s=1&c=date_public&d=DESC&b=0&l=10&searchstring=&pID=3464

Ein Bericht zu China und Kohleverstromung

Ein aktu­el­ler Bericht der ARD Wirtschaftsredaktion:

Allen Klimazielen zum Trotz China setzt weiter voll auf Kohle

Chi­na insze­niert sich gern als Vor­rei­ter beim Kli­ma­schutz: Das Land will bis 2060 CO2-neu­tral sein. Dabei wer­den nach wie vor zwei Drit­tel des Stroms mit Koh­le erzeugt — Ten­denz steigend. …

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/china-kohle-klimaschutz-101.html

In Deutsch­land lag der Anteil der Erneu­er­ba­ren Ener­gien am ver­brauch­ten Strom 2020 erst­mals über 50 %. Klar war das auch begüns­tigt durch die Coro­na-Pan­de­mie mit zeit­wei­se weni­ger Strom­be­darf. Das sind die Lang­zeit­erfol­ge der unter der ers­ten rot-grü­nen Bun­des­re­gie­rung ein­ge­lei­te­ten Ener­gie­wen­de.

Auch in Grö­pe­lin­gen kön­nen wir die­se Ent­wick­lung mit der Abschal­tung der Koh­le­kraft­werks­blö­cke im Hafen­kraft­werk sehen. Das redu­ziert die Emis­sio­nen am Stand­ort sehr stark. Gleich­zei­tig ist mit der Ver­bren­nung von Rest­stof­fen im Mit­tel­ka­lo­rik­kraft­werk eine neue Anla­ge hin­zu­ge­kom­men. In andern Län­dern die­ser Erde wer­den sol­che Abfäl­le häu­fig ein­fach in die Land­schaft abgeladen.

Und die neu am Stand­ort des Hafen­kraft­werks ent­ste­hen­de Klär­schlamm­ver­bren­nungs­an­la­ge zeigt eben­falls, wie man eine Trans­for­ma­ti­on der Ener­gie­er­zeu­gung weg von der Koh­le zu ohne­hin anfal­len­den Abfäl­len rea­li­sie­ren kann. Grö­pe­lin­gen ist hier also gewis­ser­ma­ßen auch Vor­bild in der prak­ti­schen Anwen­dung für den Ein­satz weni­ger umwelt­schäd­li­cher Tech­no­lo­gien. Viel­leicht lässt sich in eini­gen Jah­ren man­cher Chi­ne­se per Video­kon­fe­renz durch die Grö­pe­lin­ger Anla­ge füh­ren, um so eine inno­va­ti­ve Anla­gen auch in Chi­na auf­zu­bau­en, anstatt ein neu­es Koh­le­kraft­werk zu bau­en? Heu­te füh­ren­de chi­ne­si­sche Wind­kraft­an­la­gen­her­stel­ler wie Xin­jiang Gold­wand oder Ming Yang Wind­power sind auch erst mit dem Kauf Deut­scher Tech­no­lo­gie bzw. Fir­men (Aero­dy­ne bzw. Ven­sys)  gross geworden.

Grö­pe­lin­gen — das ist schon toll was hier alles pas­siert. Auch im Welt­maß­stab betrach­tet. 🙂

2021 01 22 — Ein kleiner Spaziergang zu einigen aktuellen Punkten im Stadtteil

Beim Ohlen­hof-Car­rée kom­men die Roh­bau­ar­bei­ten lang­sam an ihr Ende. Das Fit­ness­stu­dio hat ein neu­es Pla­kat angebracht:


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Beim Neu­bau für die Neue Ober­schu­le Ohlen­hof ist die Außen­wand an der neu­en 2‑Feld-Turn­hal­le bereits ange­bracht. Im Schul­bau sind auch bereits fast alle Fens­ter eingesetzt.

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Der Neu­bau für die Grund­schu­le Humann­stra­ße am geplan­ten Hel­mut Kas­ten Weg nimmt auch immer sicht­ba­re­re For­men an:

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Auch am Alt­bau der Neu­en Ober­schu­le Grö­pe­lin­gen gehen die Bau­ar­bei­ten wei­ter. Es ist aber auch schon beein­dru­ckend, was dort ent­stan­den ist. Am Frei­tag gab es erneut einen ärger­li­chen Leser­brief im Weser-Kurier wo ein offen­sicht­lich sehr schlecht infor­mier­ter Oslebs­hau­ser von einer Kloa­ke schrieb, in der sich Oslebs­hau­sen ver­wan­de­le. Der Herr kann sich ger­ne mal an die Bahn­stre­cken in Schwach­hau­sen oder Ober­neu­land stel­len, die teil­wei­se direkt an den Gär­ten der dor­ti­gen Bewoh­ner ver­lau­fen und den Lärm auf sich wir­ken las­sen! Objek­tiv betrach­tet kann jeder sehen, wie von der Bre­mer Poli­tik Mit­tel im drei­stel­li­gen Mil­lio­nen Euro Bereich in Grö­pe­lin­gen und Oslebs­hau­sen inves­tiert werden.

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Die Neu­ge­stal­tung des Quar­tiers­platz am Greif­wald­er­platz scheint so gut wie abge­schlos­sen zu sein:

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2021 01 22 — Ein kleiner Spaziergang zu einigen aktuellen Punkten im Stadtteil

Der Eigen­tü­mer der Flä­che für das geplan­te Auto­pfle­ge­cen­ter in der Nähe der Water­front hat Zäu­ne ent­lang der Bäu­me auf­stel­len las­sen. Sind das die ers­ten Anzei­chen für in den nächs­ten Wochen und Mona­ten anste­hen­de Bau­ar­bei­ten? Oder doch eher ein ange­ord­ne­ter all­ge­mei­ner Schutz auf­grund der Park­vor­gän­ge auf dem Gelän­de, die nichts mit einer fol­gen­den Bau­tä­tig­keit zu tun haben?
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Für die Öffent­lich­keit wich­tig ist, das es für die erwar­te­te Bau­zeit und auch danach eine Rege­lung für die der­zeit auf dem Gelän­de par­ken­den Autos gibt und das der Grö­pe­lin­ger Zustell­punkt unein­ge­schränkt ange­fah­ren wer­den kann. Der Bei­rat bemüht sich, das die Eigen­tü­mer in die­sem Sin­ne agie­ren und nicht — gera­de in Zei­ten der Pan­de­mie — die Post­zu­stel­lung in Grö­pe­lin­gen unter­bro­chen wer­den muss.
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In Bei­rats­krei­sen wird das The­ma der Geschäfts­aus­la­gen aktu­ell wie­der ver­stärkt dis­ku­tiert. Ein Foto vom Lebens­mit­tel­la­den Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße / Ecke Dan­zi­ger Stra­ße zeigt gut wor­um es geht:
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Man sieht rechts neben dem roten Rad­weg eine Pflas­te­rung mit klei­nen Stei­nen, die den Rad­weg vom Geh­steig trennt. Rechts dane­ben ist wie­der eine klei­ne Pflas­te­rung, die offen­bar den Geh­steig vom pri­va­ten Vor­gar­ten abtrennt. Und eine drit­te Linie, die direkt am Gebäu­de ver­läuft. Oder sin­de es gar kei­ne Grenz­mar­kie­run­gen? — Der Geschäfts­in­ha­ber soll sei­ne Aus­la­gen bis an die Grund­stücks­gren­ze gestellt haben und aus Sicht des Ordnungdienstes/der Poli­zei ist es so in Ord­nung. Aller­dings kön­nen die Kun­den die Ware nur dann n Augen­schein neh­men, wenn sie auf dem Geh­weg ste­hen blei­ben. Fuß­gän­ger die vor­bei wol­len, wei­chen dann auf den Rad­weg aus, was wie­der­um zu Kon­flik­ten führt. Die zu beant­wor­ten­de Fra­ge ist also, ob der Geschäfts­in­ha­ber auch Platz für die Kun­den las­sen muss. Wäre das der Fall, könn­te der Geschäfts­in­ha­ber eigent­lich so gut wie kei­ne Ware mehr direkt an die Heer­stra­ße stellen.

Im o.g. Bei­spiel hat der Geschäfts­in­ha­ber einen der­ar­ti­gen Erfolg, das das Geschäft eigent­lich viel zu klein ist. Es fällt aber wohl schwer grö­ße­re Ersatz­räu­me in ähn­li­cher Lage­qua­li­tät zu fin­den, die logis­tisch bes­ser geeig­net sind. In die­sem Bezug ist die Umwand­lung des ehe­ma­li­gen Ede­ka-Mark­tes Höhe Mor­gen­land­stra­ße in ein Cafe nega­tiv zu sehen, weil sie geeig­ne­te Flä­che weg­ge­nom­men hat. Aber das sind pri­va­te Ent­schei­dun­gen. Ist dem Stadt­teil gedient, wenn der Laden leer­ste­hen wür­de? — Nein. Was also tun? — Kom­mu­nal­po­li­tik ist wirk­lich nicht einfach.

 

Umgestaltung im Oslebshauser Park

Am mor­gi­gen 18.01.2021 soll es soweit sein: Die im Rah­men des Inte­grier­ten Ent­wick­lungs­pro­gramm ent­wi­ckel­ten Umge­stal­tun­gen im Oslebs­hau­ser Park beginnen.

Die Maß­nah­men wer­den in 2 Bau­ab­schnit­te unterteilt.

Der ers­te Bau­ab­schnitt fin­det im alten Park­teil statt. Hier geht es wesent­lich um eine Neu­ge­stal­tung des Weges par­al­lel zur Oslebs­hau­ser Heer­stra­ße  (Pro­me­na­den­weg mit einer Stu­fen­an­la­ge in den Park) sowie der Her­stel­lung eines Schul­park­plat­zes auf der Brach­flä­che vor dem Bun­ker an der Oslebs­hau­ser Heer­stra­ße. Der Rad­weg ist bis­her für vie­le ein Angst­raum und zu schmal. Die Her­stel­lung der Park­plät­ze für die Schu­le wird seit mehr als 10 Jah­ren von Anwoh­nern der Schu­le gefordert.

Im sich dar­an anschlie­ßen­den zwei­ten Bau­ab­schnitt fin­det eine Trans­for­ma­ti­on einer vor­han­de­nen Wie­se zu einer Lie­ge­wie­se, der Sanie­rung der vor­han­de­nen und teil­wei­sen Neu­an­le­gun­gen von Fuß­we­gen sowie des Anschlus­ses des Schul­hofs der Ober­schu­le im Park an die­sen Park­teil statt.

Das Ende der Arbei­ten ist der­zeit für Anfang Juli 2021 vorgesehen.

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Mögliche Ansiedlung einer Bahnwerkstatt an der Reitbrake

Dem Qua­li­täts­jour­na­lis­mus des Weser-Kuriers konn­te man ent­neh­men, das es in der nächs­ten Woche ein Sach­stands­pa­pier zu die­sem The­ma geben soll, das vie­le Punk­te auf­grei­fen soll.

Auch unse­re Grü­ne Stadt­teil­grup­pe ist bei dem The­ma aktiv und hat sich ent­spre­chend ein­ge­bracht. Eini­ge Din­ge sind jetzt kla­rer — aber wir wol­len dem Papier an die­ser Stel­le nicht vorgreifen.

Wir den­ken nicht, das es in der Macht des Stadt­teil­bei­ra­tes Grö­pe­lin­gen steht, die Infra­struk­tur des Bahn­ver­kehrs in Nord­west­deutsch­land zu bestim­men. Die SPD Häfen­se­na­to­rin stell­te im Häfen­aus­schuss am Mitt­woch fest, das das Gelän­de heu­te unter­ge­nutzt ist. Die Wirt­schafts­se­na­to­rin von DIE LINKE weisst immer auf Arbeits­plät­ze hin, da nur Arbeit ein Weg aus Armut ist.

Das Gelän­de ist plan­fest­ge­stell­te Bahn­flä­che und man muss damit rech­nen, das dort Tag und Nacht Züge fah­ren oder auch ran­gie­ren. Tun sie es nicht, hat man als Anwoh­ner aus Sicht der Lärm­ent­wick­lung Glück. Aber es ist eben nicht der Nor­mal­fall und nicht ein­klag­bar. Wenn man direkt an eine Bahn­li­nie wohnt, weiss man, das dort Züge fah­ren kön­nen. Sie­he die Anwoh­ner in Schwach­hau­sen oder Ober­neu­land etc., die direkt an den Bahn­li­ni­en nach Han­no­ver bzw. Ham­burg woh­nen und von ihren Gär­ten und Bal­kons aus täg­lich vie­le Züge ent­lang fah­ren hören.

Inso­fern kann ein even­tu­el­ler Neu­bau auch mit einer ver­än­der­ten Nut­zung der Glei­se An der Fin­ken­au eine mög­li­che Chan­ce sein, zu mehr Lärm­schutz zu kom­men, den man sonst zumin­dest an der Stre­cke über­haupt nicht errei­chen könn­te. Lärm­schutz an den Fahr­zeu­gen (“Brem­sen­quit­schen”) wur­de ja bereits auf Bun­des­ebe­ne neu gere­gelt. Garan­tie­ren kann man das frei­lich der­zeit nicht, weil so ein Lärm­schutz natür­lich teu­er ist und wenn er gesetz­lich nicht not­wen­dig ist, eher nicht gemacht wird. Den­noch: Es kann eine Chan­ce sein und wir schau’n mal.

Parken 2021

2020 hat es mit der Weg­nah­me der Park­plät­ze zwi­schen den Bäu­men im Bereich zwi­schen der Mor­gen­land­stra­ße und der Moor­stra­ße stadt­ein­wärts eini­gen Unmut bei den Anwoh­nern gege­ben. Aus­lö­ser war letzt­lich aller­dings, das die auf­ge­stell­ten Pol­ler zum Baum­schutz umge­fah­ren wur­den. Sei es durch Unacht­sam­keit, zu gro­ße Autos für die unter­schied­lich gro­ßen Park­lü­cken oder auch Willkür.

Im Rah­men der Erstel­lung unse­rer Vor­schlä­ge für die Wei­ter­ent­wick­lung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans hat­ten wir errech­net, das gemäss den Anga­ben zum Kfz-Besitz des Kraft­fahrt­bun­des­am­tes und dem Ein­woh­ner­wachs­tum von 2008 bis 2018 ca. 1.000 Autos in Grö­pe­lin­gen hin­zu­ge­kom­men sein könn­ten. In die­ser Zahl müss­ten die Autos mit aus­län­di­schen Kenn­zei­chen, die das Kraft­fahrt­bun­des­amt nicht erfasst, nicht berück­sich­tigt sein. Eben­falls nicht die aus­wär­ti­gen Kfz mit Deut­schem Kenn­zei­chen — man den­ke an die Ama­zon-Trans­por­ter mit z.B. Ham­bur­ger oder Mün­che­ner Kenn­zei­chen. Und auch nicht die Ent­wick­lung zu grö­ße­ren bzw. brei­te­ren Autos (SUV’s) bzw. gene­rell mehr Klein­trans­por­ter z.B. vor Mon­teurs­woh­nun­gen in Wohn­stra­ßen. Der Park­raum nahm aber eher nicht zu, son­dern durch Bau­tä­tig­keit eher noch ab und das erklärt die stär­ke­re öffent­li­che Wahr­neh­mung des Themas.

Ama­zon Trans­por­ter in der vor­de­ren Walt­jen­stra­ße mit aus­wär­ti­gem Kenn­zei­chen. Anwoh­ner haben in der Spit­ze allein davon 18 Trans­por­ter gezählt. Zur Auf­nah­me­zeit Diens­tag um 9:30 Uhr waren es 9 Stück..

2021 muss man damit rech­nen, das der Baum­schutz auch in ande­ren Berei­chen der Heer­stra­ße wei­ter durch­ge­setzt wird. Und nicht nur der Baum­schutz, son­dern auch der Schutz schwä­che­rer Ver­kehrs­teil­neh­mer wie Rad­fah­rer. Z.B. stadt­aus­wärts ggü. dem Oslebs­hau­ser Park wird eben­falls sehr eng an Bäu­men geparkt oder sogar mit sehr lan­gen Autos in den Rad­weg hin­ein­ra­gend. Spe­zi­ell abends wird weit­läu­fig um die Ein­fahrt Wisch­hu­sen­stra­ße bzw. dem DIAKO auf dem Rad- oder Geh­weg geparkt. Oder beson­ders stadt­ein­wärts — aber auch stadt­aus­wärts — wird an der Oslebs­hau­ser Heer­stra­ße ab Rie­de­mann­stra­ße zu nahe an Bäu­men geparkt, eben­falls ein Teil des Rad­we­ges in Anspruch genom­men und auch zu dicht an Ein­fahr­ten etwa der Stra­ße Auf den Heu­en geparkt. Das alles sind Din­ge die 2021 auf die Tages­ord­nung kom­men könnten.

Eine etwas anders gela­ger­te Kon­stel­la­ti­on ergibt sich schon kon­kre­ter im Bereich Alten­escher Stra­ße, wie man dem Pro­to­koll der Bau­aus­schuss­sit­zung vom 16.12.2020 https://www.ortsamtwest.bremen.de/groepelingen/protokolle/protokolle_2019_2023-12129 ent­neh­men kann:

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Dort kann der­zeit beid­sei­tig geparkt wer­den und es gibt Platz für ca. 15 Autos auf jeder Sei­te. Eine Sei­te ist aller­dings ein bis­her nicht ein­ge­zäun­ter Strei­fen des Frief­hofs. Laut dem Umwelt­be­trieb kommt es zuletzt offen­bar häu­fi­ger zu ille­ga­len Müll­ab­la­ge­run­gen auf die­ser Flä­che, so dass der Umwelt­be­trieb über­legt, sei­nen Zaun bis an die Stra­ße vor­zu­zie­hen. Damit wür­den dann ca. 15 Park­plät­ze ent­fal­len. Noch ist es nur eine Über­le­gung, der der Bau­aus­schuss aber bereits zuge­stimmt hat. Die Anwoh­ner hier tun also gut dar­an, selbst ihre Augen offen zu hal­ten und Men­schen die dort ille­gal Müll abla­gern, mög­lichst zu doku­men­tie­ren und zur Anzei­ge zu brin­gen. Andern­falls kann man dem Umwelt­be­trieb nicht vor­wer­fen, wenn er selbst aktiv wird und die Anwoh­ner dann eben nicht mehr wie gewohnt vor der Tür par­ken kön­nen, son­dern ggf. etli­che hun­dert Meter wei­ter weg.

Die­se Eigen­vor­sor­ge z.B. zum Baum- und Rad­fah­rer­schutz gilt auch für die ande­ren o.g. Gebie­te und gene­rell. Es gibt kein Recht auf öffent­li­chem Grund vor der Haus­tür par­ken zu kön­nen. Son­der­re­ge­lun­gen gibt es nur für spe­zi­ell ein­ge­rich­te­te Behin­der­ten­park­plät­ze. Aber das auch nur dann, wenn es Park­raum gibt, auf dem die­se ein­ge­rich­tet wer­den können.