Seewenjestraße 88 (?)

Vor ca. 1,5 Jahren wur­den die ersten Bau­pläne im Beirat vorgestellt. Nun ist auch der ehe­ma­lige Gara­gen­hof leerge­zo­gen und abge­baut wor­den. Die Erdar­beit­en haben begonnen

Der vorgelegte Plan sah damals 74 Woh­nun­gen von 1 bis 6 Zim­mer bzw. 32 bis 117 qm vor.

Nach den gel­tenden Vorschriften waren 102 Fahrrad­ab­stellplätze auf dem Grund­stück nachzuweisen, die auch mit 10 Einze­lab­stellplätzen und 92 in ein­er Dop­pel­stock­an­lage gebaut wer­den.

Für Autos hät­ten bei “nor­malen” Woh­nun­gen 61 PKW-Stellplätze hergestellt wer­den müssen. Das hat sich auf 53 reduziert wegen Woh­nun­gen für Betreutem Wohnen. Von diesen 53 Stellplätzen waren 20 % der Min­dest­wert der tat­säch­lich hergestellt hätte wer­den müssen. Hergestellt wer­den 14 Stellplätze — also 3 mehr als min­destens notwendig.

80 % der Stellplätze wer­den über ein Mobil­ität­skonzept dargestellt. D.h., sie wer­den nicht erstellt, son­dern es wird davon aus­ge­gan­gen, das die neuen Bewohn­er kein Auto haben, son­dern Fußgänger bzw. Rad­fahrer sind bzw. öffentliche Verkehrsmit­tel nutzen. Dafür wurde mit der 50 Meter ent­fer­n­ten Hal­testelle der Lin­ie 81 und der ca. 400 Meter ent­fer­n­ten Straßen­bahn­halt­stelle Moorstraße gute Voraus­set­zun­gen gese­hen. Die Bewohn­er ohne Stellplatz bekom­men dafür z.B. in Höhe der Ablös­esumme je Stellplatz (vergün­stigte) Zeitkarten der BSAG. Natür­lich ist die Summe nach einiger Zeit aufge­braucht. Let­ztlich stellt sich hier die Frage, ob man für Autos oder Men­schen baut. Es gibt auch Forderun­gen, die Stellplatzverord­nung als Baupreistreiber ganz abzuschaf­fen.

Nach den Bes­tim­mungen wer­den für das Bau­vorhaben weit­ere 21 Stellplätze für Besuch­er benötigt. In ein­er Par­krau­m­analyse mit dem Ver­gle­ich der vorhan­de­nen Park­plätze und der Anzahl der Haushalte im Umfeld wurde fest­gestellt, das zum Zeit­punkt der höch­sten Aus­las­tung (24:00 Uhr nachts) 77 Park­plätze im Umkreis von 200 Metern frei sein müssten. Wieviele Autos pro Haushalte dabei die Grund­lage waren, das ist uns aktuell nicht bekan­nt.

Auch in Zurech­nung der wegge­fal­l­enen 89 Gara­gen auf dem Grund­stück ergab die Analyse, das der freie Par­kraum im Umfeld aus­re­ichend ist, da weniger als die Hälfte der Gara­gen von Men­schen im Wohnum­feld von 200 Metern angemietet waren. In eini­gen Gara­gen stand auch kein Auto, son­dern Haus­rat.

Diese Rech­nung geht dann im unmit­tel­baren Umfeld von 200 Metern nicht mehr auf, wenn von den 74 neuen Woh­nun­gen, nicht nur 14, son­dern weit mehr Haushalte über 1 oder gar 2 Autos pro Haushalt ver­fü­gen soll­ten.

Für das benach­barte Grund­stück 77 ist zu Leb­seit­en der Leser hier wohl keine Lösung in Sicht.

Altglasbehälter in Gröpelingen

Wir haben uns ein­mal diesem The­ma gewid­met. Es gibt Unstim­migkeit­en zwis­chen der im Inter­net vorhan­de­nen Liste https://www.die-bremer-stadtreinigung.de/privatkunden/recycling_stationen/containerplaetze-12115 und den tat­säch­lichen Gegeben­heit­en vor Ort.

In Osleb­shausen gibt es mit einem pri­vat­en Stellplatz ins­ge­samt 7 Stellplätze für Alt­glas­con­tain­er. In den Ort­steilen Lin­den­hof (Werftstraße/Geeststraße/Grasberger Straße) und Ohlen­hof (Zamen­hof) jew­eils einen. Im Ort­steil Gröpelin­gen gar keinen. Das entspricht über­haupt nicht der Bewohn­er­struk­tur im Stadt­teil und damit wohl auch dem Anfall von Alt­glas.

Nach unseren Recherchen führt das dazu, das ger­ade im Ort­steil Gröpelin­gen mehr Alt­glas im Rest­müll lan­det. Um hier zu ein­er Verbesserung zu kom­men, haben wir uns an die Bre­mer Stadtreini­gung gewandt.

Haben Sie einen prak­tik­ablen Vorschlag für einen neuen Stan­dort in den 3 Ort­steilen? — Dann melden Sie sich doch bitte.

Luftmessprogramm 2018 — alle Grenzwerte eingehalten

Es gibt eine Pressemit­teilung zum The­ma

https://www.senatspressestelle.bremen.de/detail.php?gsid=bremen146.c.325580.de&asl=bremen02.c.730.de

Haupt­prob­lem­zo­nen sind die Bere­iche mit viel Verkehr. Das trifft in Gröpelin­gen nach dem Messergeb­nis der Sta­tion an der Nord­straße mit Sicher­heit auf Teile der Hafen­rand­straße — etwa der Werft­straße — zu. Es wird hier­bei auf den erhe­blichen ent­las­ten­den Effekt ver­wiesen, der mit der Fer­tig­stel­lung des Weser­tun­nels der A281 erwartet wird. Das soll laut der let­zten Beiratssitzung im Jahr 2024 der Fall sein — falls nicht heute Unvorherse­hbares wie Prob­leme bei den Auss­chrei­bun­gen dazwis­chenkommt.

Man kann ver­muten, das auch in anderen Bere­ichen Gröpelin­gens mit viel Kraft­fahrzeugverkehr die Meßw­erte für NO2 nahe an den Gren­zw­erten liegen kön­nten. Dito kön­nte die Fein­staubbe­las­tung rel­a­tiv höher sein.

Zeitweise ist der Heer­straßen­zug in Gröpelin­gen wenig befahren und man kann als Fußgänger bequem an jed­er Stelle die Straße über­queren. Das ist etwa an der Kat­ten­turmer Heer­straße eher nicht er Fall. Den­noch gibt es ger­ade im mor­gendlichen und abendlichen Verkehr auch viele Stun­den, in der sich der Verkehr stark staut. Dito gibt es öfters auf der Strecke Rit­ter­hud­er Heerstraße/Oslebshauser Tor Staus. Das dürften Zeit­en sein, in denen die Meßw­erte hoch sind, wenn man dort messen würde.

Die Nutzung des PKW- und LKW-Verkehrs einzuschränken, das wird in Deutsch­land oft als “Angriff auf die per­sön­liche Frei­heit” gese­hen. Wichtig ist es, attrak­tive Alter­na­tiv­en zu bieten. Wie es z.B. mit der Pre­mi­um­radroute, die auch durch Gröpelin­gen führt geschehen soll.

Herbstferien 2019, aber

denken Sie, denkst Du bloss nicht, da wir in der Hänge­mat­te liegen! NEIN — Die kom­menden Ereignisse wollen ja auch vor­bere­it­et wer­den.

Am 23.10.2019 um 18:30 Uhr find­et im Ort­samt West die näch­ste Sitzung des Bau- und Verkehrsauss­chuss­es statt. Dort wer­den die Pläne für die neue KiTa in der Marien­werder Straße in Gröpelin­gen vorgestellt. Es geht um das Stadt­teil­bud­get Verkehr, zu dem wir Vorar­beit geleis­tet haben. Und ganz wichtig geht es um den Bebau­ungs­plan 2434 “Beim Struck­en­berge” in Osleb­shausen, mit dem ein bish­er nicht geplanter Innen­bere­ich mit auch Indus­triebe­trieben in ein wesentlich Indus­triege­bi­et verän­dert wer­den soll. Es wäre dann ab nur 200 Metern Ent­fer­nung zur näch­sten Wohn­be­bau­ung (Wohlers Eichen) Indus­triege­bi­et — wenn der erste Pla­nen­twurf so beschlossen wer­den sollte. Das wäre nach Ein­schätzung unseres langjähri­gen Beiratsmit­glieds Dieter Ste­in­feld die neg­a­tivste Entschei­dung seit über 20 Jahren im Stadt­teil. Die Bioab­fal­lum­schlagsan­lage wäre 1,5 Kilo­me­ter ent­fer­nt gewe­sen. Das Hafenkraftwerk soll min­i­mal 350 Meter ent­fer­nt sein — mit einem bre­it­en Wall als Tren­nung. Es soll in Osleb­shausen noch neue Wohn­be­bau­ung etwa in der Rei­her­straße geben, die nur 500 Metern ent­fer­nt wäre. Das zeigt schon, um was es hier geht. Ein­mal ein­gerichtet, wird man ein Indus­triege­bi­et nie wieder los!

Am 30.10. tagt der Bil­dungsauss­chuss. WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN wollen keine Abstriche von unserem Beschluss machen, zukün­ftig zeit­näher über alle Änderun­gen bei den Bil­dungs­baut­en informiert zu wer­den. Wir wollen endlich tragfähige Aus­sagen von den Akteuren und keine unre­al­is­tis­chen Auskün­fte. Das Neg­a­tivbeispiel ist jet­zt wieder die Über­gangs-Turn­halle beim SVGO, die wieder nicht zu diesem Herb­st gekom­men ist. Was nützen uns opti­mistis­che Auskün­fte der Bil­dungs­be­hörde, wenn sie nicht gedeckt sind durch die Zeit­pläne die Grund­stück­sun­ter­suchun­gen, Pla­nun­gen oder was auch immer benöti­gen? Wichtig ist hier auch, das die kom­mende haushalt­slose Zeit keine Zeitverzögerun­gen bei Bau­vorhaben bedeuten, wie wir sie mehrmals bei der Sanierung der Turn­halle Auf den Heuen erlebt haben. Auch auf solche Sitzun­gen bere­it­en wir uns inhaltlich vor.

Am 06.11. tagt dann der Auschuss “Wirtschaft …” mit einem Zusam­men­tr­e­f­fen mit dem Job­cen­ter West. Auch dazu haben wir uns in Ken­nt­nis der Entwick­lun­gen im Stadt­teil wieder Fra­gen über­legt, auf die sich die Job­cen­ter­leitung inhaltlich vor­bere­it­en kann.

Am 20.11. find­et die näch­ste und let­zte Beiratssitzung in diesem Jahr statt. Auch für diesen Ter­min arbeit­en wir an einem Antrag den wir stellen wollen.

Also auch wenn Sie / wenn Du nichts hörst — gear­beit­et wird trotz­dem. 🙂

Änderungen im Stadtteilbeirat im September 2019

Die Wahl war erst im Mai — aber jet­zt gab es doch schon eine bedeu­tende Änderung.

Eine Partei, die bei der Wahl 11,2 % der Stim­men erhal­ten hat, ist man­gels Nachrück­kan­di­dat­en und eines Parteiaus­tritts in Rich­tung parteilos­er Abge­ord­neter nicht mehr im Beirat vertreten.

Das führt dazu, das der Stadt­teil­beirat anstatt reg­ulär 19 nur noch 18 Mit­glieder hat. Und die Partei hat ihren Frak­tion­ssta­tus ver­loren, mit dem sie stimm­berechtigt in den Auss­chüssen war.

Das führt wiederum dazu, das in den Auss­chüssen anstatt 7 jet­zt nur noch 6 stimm­berechtigte Mit­glieder vorhan­den sind. 3 davon wer­den dabei von der Frak­tion der SPD gestellt.

Hätte die SPD also vorher the­o­retisch (!) von den Stim­men­ver­hält­nis­sen über­stimmt wer­den kön­nen, so kann sie es mit dem Patt bei vollem Erscheinen ihrer Auss­chuss­mit­glieder nicht mehr. Und das, obwohl sie bei der Wahl nur 36,3 % der Stim­men bekom­men hat.

Das zeigt, wie wichtig es ist, das sich genü­gend Men­schen find­en, die ihre poli­tis­che Überzeu­gung auch mit der Bere­itschaft zur Kan­di­datur für eine Partei verbinden, weil son­st der Wäh­ler­wille unter Umstän­den gar nicht mehr in den Par­la­menten abge­bildet wer­den kann.

Aus unser­er parteipoli­tis­chen Sicht ist es um die Auflö­sung dieser Frak­tion nicht Schade, weil wir eine gän­zlich andere Rich­tung vertreten, wie sich z.B. aktuell auch bei der Kli­made­bat­te zeigt.

Den­noch muss man als Demokrat fest­stellen, das der Stadt­teil­beirat jet­zt man­gels Men­schen, die sich ehre­namtlich mit beträchtlichem Zeitaufwand engagieren wollen, nicht mehr so aussieht, wie es bei der Wahl entsch­ieden wurde.

Wir Grü­nen in Gröpelin­gen hof­fen, das wir mit unser­er kurzen Liste alle möglichen noch kom­menden Ereignisse in den näch­sten Jahren per­son­ell abbilden kön­nen.

Stadtteilgruppe vom 30.09.2019

Wir gin­gen die ver­gan­genen Ter­mine noch ein­mal durch. Die Per­spek­tiv­en des Inte­gri­erten Entwick­lung­spro­gramms Gröpelin­gen über 2020 hin­aus. die erste Sitzung des Sozialauss­chuss­es mit evtl. Weit­er­ver­fol­gung des The­mas ärztliche Ver­sorgung im näch­sten Auss­chuss.

Es ging im Bil­dungs­bere­ich um die erste Sitzung auch dieses Auss­chuss­es. Die Turn­halle bei der SVGO kommt wieder nicht. Wir brauchen verbindliche Aus­sagen und keine isolierten Aus­sagen nur eines Ressorts! Das zieht sich wie ein rot­er Faden durch viele Dinge und wir hof­fen auf der näch­sten Sitzung des Bil­dungsauss­chuss­es am 30.10. entsprechend unseres Beirats­beschlusses zu mehr Verbindlichkeit und Infor­ma­tion­steil­habe kom­men zu kön­nen. Wir benöti­gen auch mit Blick auf die kom­mende haushalt­slose Zeit Aus­sagen zu den jew­eili­gen Pla­nungsstän­den der diversen Pla­nungsvorhaben. Eine Pla­nung­sun­ter­brechung auf­grund fehlen­der Haushaltsmit­tel muss ver­hin­dert wer­den.

Ein weit­er­er Punkt war das MKK.

Partei­in­tern wurde von der let­zten Kreis­mit­gliederver­samm­lung und dem Tre­f­fen mit dem Lan­desvor­stand berichtet. Dito über ein Tre­f­fen der Grü­nen Beiräte und das Ver­hält­nis zur Frak­tion.

Mit dem für Gröpelin­gen zuständi­gem Grü­nen Bürg­er­schaftsab­ge­ord­neten als Gast besprachen wir diverse Punk­te in Gröpelin­gen.

An zukün­fti­gen The­men neben den näch­sten Auss­chusster­mi­nen ging es um einen anste­hen­den Stadt­teilbe­such unser für Soziales zuständi­gen Bürg­er­schaftsab­ge­ord­neten Anfang Novem­ber.

Stadtteilbudget Verkehr

In der Sitzung des Bau- und Verkehrsauss­chuss­es am 19.09.2019 ging es im öffentlichen Teil u.a. um das Stadt­teil­bud­get Verkehr. Es wurde eine Rück­mel­dung des ASV für diverse vorgeschla­gene Maß­nah­men disku­tiert.

Erfreulich ist, das es für die von uns vorgeschla­gene wasserdichte Her­stel­lung der Wege­verbindung Am großen Heck ent­lang der Grund­schule Osleb­shauser Heer­straße eine pos­i­tive Prü­fung gab und die Sanierung vom Bauauss­chuss nun beauf­tragt wurde. Eine Änderung der Ampelschal­tung Höhe ReWe-Markt für den Grund­schul­weg zur Kan­tine des Haupt­stan­dortes ist nicht möglich. Das ASV emp­fiehlt, das die Klassen­ver­bände auf dem Hin- und Rück­weg der Seite von Buckmann/Aldi gehen und dann Höhe Grünzug­west die dor­tige Fußgänger­furt über­queren. Es soll auf unsere Ini­tia­tive nachge­fragt wer­den, ob an dieser Stelle dann ein Zebras­treifen aufge­bracht wer­den kann.

Lei­der gibt es noch keine Aus­sage zur eben­falls vorgeschla­ge­nen wohl größeren Maß­nahme der Wege­verbindung von der Rit­ter­hud­er Heer­straße in das Parzel­lenge­bi­et.

Neu von unserem verkehrspoli­tis­chen Sprech­er Hanspeter Halle wurde eine Prü­fung für den P+R‑Parkplatz an der Straßen­bahn­hal­testelle Use Akschen vorgeschla­gen. Dort kommt es immer wieder zu gefährlichen Szenen, weil P+R‑Nutzer nicht den offiziellen Weg nehmen, weil der völ­lig falsch angelegt ist. Dies ist aber wahrschein­lich keine Sache für das Stadt­teil­bud­get — trotz­dem wichtig. Gefährlich ist hier auch das Agieren der Mitar­beit­er des Postzustell­stützpunk­tes, die die gesamte Hafen­rand­straße auf dieser Höhe über­queren.

P+R Park­platz Use Akschen

Ein weit­er­er Vorschlag war in der Orts­de­tailken­nt­nis von Her­rn Halle der Rad­weg von der Moorstraße zur Seewen­jes­traße, der uner­wartet an ein­er Mauer endet:

In der Sitzung wurde anson­sten in nicht-öffentlich­er Runde noch über eine Vielzahl an kleinen und einem großen Bauantrag debat­tiert, so dass die Sitzung nach ca. 3,5 Stun­den endete.

Umweltbericht 2019 — Großteil des Grundwassers ist belastet

Ein­er von vie­len Bericht­en heute zum The­ma: https://www.n‑tv.de/politik/Grossteil-des-Grundwassers-ist-belastet-article21281054.html

Der Nord-West­en ist davon mit am Stärk­sten betrof­fen. Auch wir Bre­mer haben es uns jahrzehn­te­lang ein­fach gemacht und unseren Klärschlamm auf Äck­ern in der Umge­bung verteilt. Gle­ichzeit­ig beziehen wir von Teilen des Umlan­des haupt­säch­lich unser Trinkwass­er. Es ist nicht selb­stver­ständlich, wenn man den Wasser­hahn auf­dreht und dann kommt dort trinkbares Wass­er raus. Das ist Luxus und das weiss jed­er, der außer­halb Deutsch­lands schaut.

Daran sieht man, das Bre­men keine Insel ist, son­dern viel mit dem Umland ver­bun­den ist. In Zukun­ft stellt sich diese Verbindungs­frage auch, wenn die Bre­mer Müllde­ponie nun wirk­lich voll ist und nicht mehr erhöht wer­den kann.

Deshalb haben wir auch auf der let­zten Beiratssitzung gefragt, was die anderen Kom­munen im Nord­west­en machen, wenn es ihnen nicht mehr möglich sein sollte den Klärschlamm auf Felder zu verteilen, weil der Dün­gere­in­trag einen Ver­drän­gungswet­tbe­werb mit Gülle aus der Massen­tier­hal­tung verur­sacht. Die geplante Klärschlam­mver­bren­nungsan­lage im Indus­triehafen wird ca. die Hälfte der Men­gen im Nord-West­en aufnehmen. Man muss lei­der annehmen, das sich viele kleine Klär­w­erke im Nord­west­en noch nicht voll­ständig mit der Zukun­ft auseinan­derge­set­zt haben.

Beiratssitzung vom 11.09.2019 — Teil 2

Beirat­spoli­tik ist auch lehrre­ich. Ähn­lich wie “die große Poli­tik” muss ein ver­ant­wor­tungsvoller Beirat die Inter­essen aller Bürg­er des Stadt­teils im Blick haben.

Wir hat­ten hier zum The­ma bere­its geschrieben und beschränken uns daher auf die neuen Erken­nt­nisse der Infor­ma­tionsver­anstal­tung des KENOW-Ver­bun­des und der swb.

Der gesamte Anfall in der Nord-West-Region wird mit ca. 400.000 Ton­nen getrockne­nen Klärschlamm angegeben. Die geplante Anlage im Indus­triehafen soll ca. die Hälfte des Anfalls im Nord­west­en aufnehmen. Ca. 40 % der Kapaz­ität kom­men dann aus Bre­men, ca. 30 % vom OOWV und EWE und ca. 30 % von weit­eren Entsorg­ern aus der Region. Die Dif­ferenz ent­fällt zum Großteil auf kleinere Kläran­la­gen < 100.000 bzw. vllt. auch 50.000 Ein­wohn­er­w­erten, die auch noch einige Jahre mehr bzw. in Zukun­ft ihren Klärschlamm auf Äck­ern entsor­gen dür­fen. WENN sie eine Fläche find­en, was beim zunehmenden Druck auf die Dünger­aus­bringung noch schwieriger wer­den dürfte. Es kann also gut sein, das im Laufe der näch­sten Jahre noch eine weit­ere Klärschlam­mver­bren­nungsan­lage im Nord­west­en entste­ht. Jahrzehn­te­lang hat ja auch Bre­men es sich ein­fach gemacht und den Klärschlamm im Umland auf Feldern aufge­bracht.

Wie man den Zeitun­gen ent­nehmen kon­nte, entsor­gen die Stadtwerke Del­men­horst ihren Klärschlamm bere­its heute über die Mitver­bren­nung im Müll­heizkraftwerk in Findorff/Horn. Auch Hanse­wass­er ver­bren­nt dort ca. 15 % des Klärschlamms. Wer noch zuliefert und wieviel Klärschlamm bere­its heute mitver­bran­nt wird, das blieb unklar. Dito welche Fol­gen der Weg­fall des Klärschlamms für das Müll­heizkraftwerk hat.

Die Aschen aus der Ver­bren­nung sollen für ca. 3 — 5 Jahren auf der Block­land­de­ponie zwis­chen­ge­lagert wer­den, wie es bere­its seit etlichen Jahren mit der Asche aus der Monover­bren­nungsan­lage in Ham­burg passiert. Die Block­land­de­ponie ist in ver­schiedene Bere­iche — Haus­müll, Bauschutt, wieder abzu­trans­portierende Aschen — eingeteilt. Man kann das wohl nicht in Zusam­men­hang mit dem Kapaz­ität­sende der Deponie in eini­gen Jahren für den Haus­müll brin­gen. Evtl. ste­ht ja eine kleine Erweiterung der Deponie in Rich­tung Waller Feld­mark­see an, bevor im Umland eine ganz neue Deponie enste­hen muss, weil Bre­men selb­st keine Fläche dafür find­et.

Wenn eine Anlage zur Phos­pho­rgewin­nung fer­tig ist, dann wer­den die Aschen dor­thin trans­portiert. Nach der Phos­pho­rab­tren­nung wer­den die Aschen unter der Erde (Berg­w­erksstollen) deponiert; es ist kein Rück­trans­port nach Bre­men vorge­se­hen.

Die zusät­zlichen LKW-Trans­porte durch die Anlage sind ver­nach­läs­sig­bar angesichts des Verkehrs auf der Hafen­rand­straße. Die Plan­er geben eine Zunahme um 0,3 % an. Zu bedenken ist, das derzeit der 5. Bauab­schnitt des Bre­mer Indus­trieparks in Umset­zung und der let­zte 6. Bauab­schnitt in der Pla­nung ist. Dito dürften Flächen an der Hüt­ten­straße wieder reak­tiviert wer­den. Das alles bringt wesentlich mehr LKW-Verkehr, rel­a­tiv egal welche Fir­men sich dort eines Tages ansiedeln wer­den.

Die Steinkohle im Block 6 des Hafenkraftwerkes wird aus Rus­s­land und den USA antrans­portiert. Eine Anliefer­ung selb­st aus Aurich ist im Ver­gle­ich dazu qua­si nebe­nan. Der Vertreter der swb sagte, das der Block 6 spätestens im Jahr 2025 außer Betrieb geht. Einen Kauf durch einen anderen Betreiber schloss er aus. Im Block 6 sind derzeit 70 Mitar­beit­er beschäftigt. Die Klärschlam­mver­bren­nungsan­lage würde 20 Arbeit­splätze bieten.

Das Fer­n­wärmenetz im Bre­mer West­en hat keine Verbindung zu einem anderen Fer­n­wärmenetz. Derzeit wird es mit dem Mit­tel­ka­lorikkraftwerk und dem Block 6 betrieben. Das MKK allein kön­nte nicht aus­re­ichend Fer­n­wärme gener­ieren. 2.900 4‑Per­so­n­en-Haushalte sollen mit der Fer­n­wärme (der neuen Anlage?) ver­sorgt wer­den. Stellt man sich vor, das alle an das Fer­n­wärmenetz angeschlosse­nen Häuser einzelne Gase­ta­gen­heizun­gen instal­lieren müssten, dann wür­den wohl deut­lich mehr Emis­sio­nen aus­gestoßen wer­den. Der Hor­ror der Umwelt­be­hörde sind die pri­vat­en Kamine, in denen ggf. unsachgemäß Holz oder vllt. noch andere Dinge ver­bran­nt wer­den, und die die Emis­sio­nen dann stark über­pro­por­tion­al steigen lassen. Ganz abge­se­hen vom enor­men finanziellen Aufwand für viele Haushalte im Bre­mer West­en. Ein ganz wichtiger Punkt.

Die Arbeit­szeit in der Anlage soll von 6 — 22 Uhr liegen. Der Genehmi­gungsantrag wird wahrschein­lich in ca. 2 Wochen beim Gewer­beauf­sicht­samt gestellt. Es gibt dann im weit­eren Ver­lauf das übliche geset­zliche Genehmi­gungsver­fahren, in dem auch der Stadt­teil­beirat beteiligt wird und eine Stel­lung­nahme abgeben muss.

Es wird derzeit nicht davon aus­ge­gan­gen, das der Bau der Anlage höhere Abwasserge­bühren verur­sacht. Weil die Entsorgungslage derzeit kri­tisch und dadurch mit hohen Kosten ver­bun­den ist, die mit dem Bau der Anlage weg­fall­en.

WIR GRÜNEN haben uns schon immer klar posi­tion­iert: Klärschlamm gehört nicht auf Ack­er­flächen! Die derzeit­ige bun­des­ge­set­zliche Regelung geht insoweit nicht weit genug, in dem sie kleineren Kläran­la­gen weit­er die Aus­bringung auf Ack­er­flächen ermöglicht. Wobei das im Nod­west­en ggf. immer schwieriger wer­den wird.

Ein Trans­par­ent aus dem Pub­likum kam bei uns sehr gut an: “Denkt an unsere Kinder”. Genau das machen wir und sind daher für diese Anlage.

Die Anlage ermöglicht u.a.:

  • Erhe­blich weniger Verkehr dadurch, das heutige Trans­porte von Klärschlamm zu weit ent­fer­n­ten Ver­bren­nungsstellen oder Äck­ern nicht mehr notwendig sind.
  • Die Aufrechter­hal­tung der Fer­n­wärmev­er­sorgung im Bre­mer West­en ohne die dauer­hafte Nutzung von Kohle oder Gas als Haup­tquellen. Dadurch Ver­mei­dung von zusät­zlichen Emis­sio­nen durch Einze­lan­la­gen.
  • Sieht man den Klärschlamm alter­na­tiv zur Steinkohle, dann ver­ringern sich die Trans­portwege auf der Beschaf­fungs­seite drastisch, weil das Bren­ngut dann von vor Ort bzw. aus der Region kommt und nicht mehr aus Rus­s­land bzw. den USA.

Man kann dann die Inbe­trieb­nahme auch mit der Auf­gabe der Steinkohle­ver­bren­nung am Stan­dort sehen. Das Kraftwerk in Farge ist an einen US-Konz­ern verkauft wor­den, auch die Braunkohlekraftwerke in Sach­sen betreiben Aus­län­der. Der Wirkungs­grad der Block 6 erre­icht allerd­ings trotz Refit-Maß­nahme wohl bei weit­em nicht den des Kraftwerkes in Farge. Den­noch bleibt eine Unsicher­heit. Mit der Anlage kön­nte der Betreiber immer­hin 20 der 70 heuti­gen Mitar­beit­er wirtschaftlich weit­erbeschäfti­gen. Und es ist von Vorteil, wenn die Region einen eige­nen Energiev­er­sorg­er hat und keine Fir­ma, in der wichtige Entschei­dun­gen in Übersee fall­en.

Wenn man das dann mit ein­bezieht, dann wür­den sich bei ein­er Stil­l­le­gung auch des großen Blocks 6 des Hafenkraftwerks die Emis­sio­nen des Stan­dortes extrem ver­ringern, wie auf der Ver­anstal­tung anschaulich dargestellt wurde:

Wir teilen dur­chaus die Bedenken aus dem Pub­likum.

WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN hat­ten bei der Genehmi­gung der Bioab­fal­lum­schlagsan­lage Aufla­gen wie eine gekapselte Torz­u­fahrt gefordert, die unver­ständlicher­weise die anderen Beirats­frak­tion abgelehnt haben. Die Halle ist dann so genehmigt wor­den.

WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN haben die Bürg­erini­tia­tive über den Recht­srah­men von 1921 im Indus­triehafenge­bi­et informiert und einen Antrag im Sinne der Ini­tia­tive im Auss­chuß vorgelegt und eine Debat­te mit den Behör­den­vertretern geführt.

WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN machen auf den zur Zeit in der Bear­beitung befind­lichen Bebau­ungs­plan 2434 aufmerk­sam, der das Gebi­et zwis­chen Am Pul­ver­berg und Till­mannstraße ab 200 Metern zur Wohn­be­bau­ung in ein offizielles Indus­triege­bi­et ändern will. Das geht über­haupt nicht und ist eine Ver­sündi­gung an Osleb­shausen! Nach Ein­schätzung unseres seit dem Jahr 2002 Jahr im Beirat vertrete­nen Dieter Ste­in­feld wäre das die fol­gen­re­ich­ste Neg­a­tiventschei­dung in sein­er bish­eri­gen Ehre­namt­szeit. Wir hof­fen hier weit­er auf bre­it­en Protest aus dem Stadt­teil.

Weit­ere Punk­te wären evtl. Prü­fun­gen der rechtlichen Möglichkeit­en ggü. den Lärmw­erten der Fa. TSR Recy­cling, mehr Car­shar­ingsta­tio­nen, Las­ten­räder­sta­tion, ein Quartiers­bus, Bau­manpflanzun­gen … .

Die Klärschlam­mver­bren­nungsan­lage ist nicht der geeignete Ansatzpunkt, weil die Anlage ger­ade im Sinne der Anwohn­er dazu beiträgt, die Emis­sio­nen (erhe­blich) zu ver­ringern. Wir hof­fen, das sich diese Erken­nt­nis im Antragsver­fahren noch weit­er durch­set­zt.

Beiratssitzung vom 11.09.2019 — Teil 1

im Bürg­er­haus Osleb­shausen von 19 bis ca. 21:45 Uhr. Anwe­send waren ca. 150 Gäste, von denen vllt. so 100 zuvor vor dem Bürg­er­haus gegen die Klärschlam­mver­bren­nungsan­lage demon­stri­ert haben.

DIE LINKE beantragte eine Umbe­set­zung in einem Auss­chuss, dem ein­stim­mig zuges­timmt wurde. Damit ist die max­i­male Anzahl an möglichen Sachkundi­gen Bürg­ern aus­geschöpft. D.h. eine Partei kann jet­zt ohne Zurückziehen eines anderen Sachkundi­gen Bürg­ers keinen Sachkundi­gen Bürg­er mehr benen­nen.

Unser Haushalt­santrag wurde ein­stim­mig angenom­men. Unser Antrag zur Wieder­her­stel­lung des Lärm­schutzes an der Stapelfeldt­straße wurde lei­der nochmal in den Bauauss­chuss über­wiesen. Wir hof­fen, das er dort beschlossen wird.

Wir hat­ten im IEK Gremi­um am Vortag erfahren, das die derzeit­i­gen Mitar­beit­er im Quartiersser­vice via PASS-Stellen zum Jahre­sende aus­laufen. Im Moment erscheint nicht klar, ob und welch­es Anschlusspro­gramm es gibt. Wir beantragten eine Befas­sung im Umweltauss­chuss am 25.09.2019.

Im Okto­ber soll es einen Work­shop zur Jugend­beteili­gung in Gröpelin­gen geben. Der Jugend­beirat ist nicht so angenom­men wor­den, wie sich der Beirat das gewün­scht hat. Schade.

Die Vorstel­lung zum A281 Weser­tun­nel des DEGES Vertreters enthielt nicht viel Neues. Die Kosten wur­den mit 345 Mio. Euro tax­iert. Wenn alles rund läuft, dann ist der Fer­tig­stel­lungszeit­punkt weit­er 2024. Die grösste Gefahr für einen Zeitverzug geht vllt. davon aus, das unter­botene Bieter von Auss­chrei­bun­gen kla­gen kön­nten. Es wird weit­er davon aus­ge­gan­gen, das die Emis­sions­be­las­tung in Gröpelin­gen nach Fer­tig­stel­lung sinken wird. Z.B. dadurch, das LKW’s aus dem Güter­verkehrszen­trum auf dem Weg in den Indus­triehafen nicht mehr über die Werft­straße, Louis-Krages-Straße etc. fahren. Wenn die noch freien Gewer­be­flächen etwa an der Hüt­ten­straße oder im Bre­mer Indus­triepark neue Betriebe anlock­en, dann entste­ht natür­lich auch wieder mehr Verkehr. Aber der entste­ht im Zweifel vllt. auch ohne den Tun­nel.