Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt vom 13.04.2021 – Teil 4

Flä­chen­aus­wahl

Dem zusam­men­ge­stell­tem Infor­ma­ti­ons­pa­pier 20210125 Info­pa­pier Bahn­werk­statt final vom 25. Janu­ar 2021 waren bereits vie­le wich­ti­ge Din­ge dazu zu entnehmen.

Es geht nur um die 3 Regionalexpress-Linien

  • Han­no­ver – Bre­men – Norddeich
  • Han­no­ver – Bre­men – Bre­mer­ha­ven und
  • Osna­brück – Bre­men – Bremerhaven

Daher macht die War­tung der Züge in Ham­burg oder Göt­tin­gen natür­lich von den Leer­fahr­ten her kei­nen Sinn und war unter Umwelt­ge­sichts­punk­ten der Aus­schrei­bung auch nicht zuläs­sig. Die wenigs­ten Leer­fahr­ten hat man im Netz­mit­tel­punkt und der ist in Bre­men. Des­halb sind Berech­nungs­ver­su­che der “Bür­ger­initia­ti­ve Oslebs­hau­sen und umzu” mit zu vie­len Leer­fahr­ten bereits in sich unlo­gisch, da jeder Stand­ort außer­halb der Netz­mit­te mit wesent­lich mehr Leer­fahr­ten ver­bun­den wäre. Inner­halb Bre­mens gibt es dann nur rela­tiv weni­ge in Fra­ge kom­men­de Flächen.

Zwar hat die Deut­sche Bahn vor ca. 20 Jah­ren ein­mal über­legt, das sie Tei­le des Ran­gier­bahn­hofs Grö­pe­lin­gen / Wal­le an die Stadt Bre­men ver­kau­fen könn­te. Das hat sie nach kur­zer Zeit aber wie­der revi­diert und in den letz­ten Jah­ren hat sie auch im Rah­men des See­ha­fen­hin­ter­land­ver­kehrs umfang­reich in die Ertüch­ti­gung der Stre­cken inves­tiert — man den­ke etwa an die lan­ge Sper­rung im Mäh­lands­weg mit der Erneue­rung der Brü­cken dort. Ein­zig das ehe­ma­li­ge Eisen­bah­ner­wohn­heim (Kan­ti­ne) am Schwar­zen Weg wur­de ver­kauft. Zur Zeit nutzt die Deut­sche Bahn u.W. sogar Flä­chen der Hafen­ei­sen­bahn zur Abstel­lung von Güterwaggons.

Die Deut­sche Bahn soll im Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren und auch danach erneut erklärt haben, das sie auf ihren Flä­chen kei­nen Platz für eine (frem­de) Bahn­werk­statt hat — nicht in Gröpelingen/Walle, nicht am Haupt­bahn­hof, nicht in Sebalds­brück oder sonst wo in Bre­men. Aus­rei­chend gro­ße Flä­chen in Pri­vat­be­sitz mit ent­spre­chen­der Anbin­dung und Platz sowohl für die Werk­statt als auch für die Abstell­an­la­ge gibt es offen­bar nicht. Ob die stadt­ei­ge­nen Flä­chen um den Haupt­bahn­hof die not­wen­di­ge Grö­ße haben, ent­zieht sich unse­rer Kennt­nis. Sie dürf­ten aller­dings eine erheb­lich grö­ße­re Arbeits­platz­dich­te haben als bei der Flä­che Reit­bra­ke mit den nur 5 Betrie­ben mit rela­tiv weni­gen Mitarbeitern.

Im anste­hen­dem Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren sol­len erneut mög­li­che Alter­na­tiv­stand­or­te geprüft wer­den. Vllt. besinnt sich die Deut­sche Bahn auch vor­her noch um. Erwar­ten tun wir dies aller­dings nicht nach den kla­ren NEIN’s zuvor. Und im Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren — sie­he Zeit­plan von Als­tom im Bei­trag zuvor — läuft dann bereits auch die Zeit weg.

Die Ent­schei­dung für den Stand­ort trifft aber kei­nes­falls ein Pri­vat­un­ter­neh­men! Son­dern der Flä­chen­ei­gen­tü­mer in Ver­ant­wor­tung des Häfen­res­sort will das bre­mi­sche Grund­stück, das ja wesent­lich für Eisen­bahn­zwe­cke seit Jahr­zehn­ten genutzt und plan­fest­ge­stellt ist — für die Bahn­werk­statt zur Ver­fü­gung stel­len. Die SPD Bür­ger­schafts­frak­ti­on hat sich klar und vehe­ment für den Stand­ort Reit­bra­ke aus­ge­spro­chen. DIE LINKE möch­te vor­her Alter­na­tiv­flä­chen geprüft haben — klar — aber das Ergeb­nis wird — sie­he oben — am Ende wohl nicht anders sein. BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN spre­chen sich eben­falls für den Stand­ort aus, wenn es kei­ne bes­se­re Alter­na­ti­ve gibt.

Für Grö­pe­lin­gen kann die Ansied­lung neben der bereits erwähn­ten end­lich durch­ge­führ­ten geschicht­li­chen Auf­ar­bei­tung Chan­cen erge­ben, die sich sonst so nie eröff­nen würden.

Selbst­ver­ständ­lich müs­sen für die auf der Flä­che täti­gen Fir­men Ersatz­stand­or­te gefun­den wer­den. Die müss­ten sich auch im Umfeld fin­den las­sen. Und in Treu und Glau­ben getä­tig­te Inves­ti­tio­nen müs­sen ent­schä­digt wer­den. Ent­spre­chen­de Gesprä­che hat es bereits gege­ben. Ange­sichts der nur 5 betrof­fe­nen Fir­men mit rela­tiv weni­gen Mit­ar­bei­ten müss­ten es lös­ba­re Din­ge sein. Klar ist aber auch, das die Fir­men nicht über­rei­zen dürfen.

Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt vom 13.04.2021 — Teil 3

Geschicht­li­che Aufarbeitung

Als gro­ßen Ver­dienst rund um das The­ma Bahn­werk­statt kann man bereits heu­te fest­hal­ten, das das Gelän­de end­lich geschicht­lich umfas­send auf­ge­ar­bei­tet wird. Denn offen­bar ist dies weder mit den Umbet­tun­gen der vom Nazi-Regime getö­te­ten Men­schen in den Jah­ren direkt nach dem Kriegs­en­de gesche­hen und auch nicht im Rah­men der Ansied­lung des Schad­stoff­la­gers Nord in den 1990iger Jahren.

Eine wesent­li­che Erkennt­nis der Ver­an­stal­tung war dann auch die Mit­tei­lung, das über den Ver­bleib von ca. 280 (sowje­tisch­stäm­mi­gen) Kriegs­ge­fan­ge­nen kei­ne Aus­sa­gen gemacht wer­den kön­nen. Den Recher­chen nach muss ver­mu­tet wer­den, das nach Kriegs­en­de doch nicht alle auf der Flä­che Reit­bra­ke begra­be­nen (ver­scharr­ten?) Kriegs­ge­fan­ge­nen auf den Fried­hof Oster­holz umge­bet­tet wur­den. Des­halb sind umfang­rei­che Aus­gra­bun­gen zwin­gend not­wen­dig. Durch erst nach Jahr­zehn­ten zugäng­li­che Luft­bil­der mit hoher Auf­lö­sung sol­len die mög­li­chen Grab­fel­der rela­tiv exakt loka­li­siert wer­den kön­nen. Es wer­den also nicht auf dem gesam­ten Gelän­de Aus­gra­bun­gen statt­fin­den. Aus den Unter­la­gen der Umbet­tun­gen nach Oster­holz konn­te sicher fest­ge­stellt wer­den, das unweit an ande­rer Stel­le begra­be­ne pol­ni­sche Kriegs­ge­fan­ge­ne alle­samt nach Oster­holz umge­bet­tet wurden.

Die Grab­fel­der lie­gen zum Teil auch auf Flä­chen auf denen heu­te eini­ge der 5 dort vor­han­de­nen Fir­men aktiv sind. Im ers­ten Schritt müs­sen die­se also recht zeit­nah umge­sie­delt wer­den. Dann wer­den nach dem Krieg auf­ge­schüt­te­te Sand­flä­chen mit Bag­gern abge­tra­gen, deren Volu­men auf dem Gelän­de zur Wie­der­ver­fül­lung ver­blei­ben sol­len. Die wei­te­ren Aus­gra­bun­gen erfol­gen per Schau­fel. Mini­mum wird ein hal­bes Jahr ange­setzt. Als Maxi­mum nach heu­ti­gem Stand 1 Jahr. Je nach Aus­gra­bungs­um­fang, Aus­gra­bungs­per­so­nal und wei­te­ren Erkennt­nis­sen wäh­rend der Aus­gra­bun­gen könn­te es aber auch län­ger dau­ern. Die Kos­ten dafür müss­te wohl das Häfen­res­sort voll­stän­dig übernehmen.

Als­tom hat einen Grob­ter­min­plan veröffentlicht:

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Dem­nach soll das Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren im August 2021 begin­nen und etwa 1 Jahr dau­ern. Der Rück­bau von heu­ti­gen Gleis­an­la­gen für den Hal­len­neu­bau soll im Febru­ar 2022 begin­nen und im Mai 2022 sol­len neue Glei­se und Ober­lei­tun­gen ver­legt wer­den. Wenn die­ser Ter­min­plan sicher ein­ge­hal­ten wer­den soll, dann müss­te ein Umzug der heu­te auf den Gra­bungs­feld vor­han­de­nen Fir­men prak­tisch bereits in den nächs­ten Wochen begin­nen und die Finan­zie­rung und die Pla­nung der Aus­gra­bun­gen sehr zeit­nah abge­stimmt sein und eben­falls beginnen.

Da die geschicht­li­che Auf­ar­bei­tung unab­hän­gig von einer spä­te­ren Neu-Ansied­lung zu betrach­ten und im Kern über­fäl­lig ist, dürf­te das auch kein Pro­blem sein. Eigent­lich hät­ten die heu­te auf dem Grab­feld akti­ven Fir­men dort nie ange­sie­delt wer­den dür­fen, solan­ge die his­to­ri­sche Auf­ar­bei­tung nicht abge­schlos­sen ist.

 

Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt vom 13.04.2021 — Teil 2

Bis­he­ri­ges Verfahren

In der Zeit­leis­te konn­te man den Start der Aus­schrei­bung im 3. Quar­tal 2018 noch­mals sehen:

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Der Stadt­teil­bei­rat Grö­pe­lin­gen hat­te auf sei­ner letz­ten Sit­zung am 10.02.2021 bereits eine recht­li­che Prü­fung in Hin­blick auf die Infor­ma­ti­ons­pflich­ten beschlos­sen. Wie in unse­rem Bericht zur Bei­rats­sit­zung geschrie­ben, ist für uns klar, das min­des­tens das Häfen­res­sort gegen den § 31 des Bei­rä­te­ge­set­zes (“… Pla­nungs­ab­sich­ten und ‑inhal­te sowie Ergeb­nis­se von Unter­su­chun­gen sind zum frü­hest­mög­li­chen Zeit­punkt mit­zu­tei­len … .”) ver­sto­ßen hat. Wahr­schein­lich in der Fol­ge auch das Ver­kehrs­res­sort. Bei den Bebau­ungs­plä­nen 2434 (umge­setzt) und 2530 (vom Bei­rat abge­setzt) ging es um die Flä­chen im Gewer­be­ge­biet Rie­de­mann­stra­ße, von der die Flä­chen an der Reit­bra­ke aus­ge­nom­men waren. Trotz­dem kann man anneh­men, das ins­be­son­de­re der noch­ma­li­ge Vor­stoss mit dem Bebau­ungs­plan 2530 zur Umwand­lung in ein Indus­trie­ge­biet vllt. auch die Pla­nun­gen an der Reit­bra­ke mit im Hin­ter­grund hat­ten. Trotz­dem liegt die Ver­ant­wor­tung klar beim Häfenressort.

Aller­dings darf man auch nicht naiv sein und nicht den­ken, das soet­was nicht immer mal wie­der vor­kommt. Des­halb ist es auch wich­tig, das die Men­schen kom­pe­ten­te und vor allem auch erfah­re­ne Bür­ger in Ihr Bei­rats­gre­mi­um wäh­len. “Popu­lis­ti­sche Laut­spre­cher” erwei­sen sich in der täg­li­chen Bei­rats­ar­beit eher als Leicht­ge­wich­te ggü. der Ver­wal­tung. Nur durch die erfah­re­nen Grö­pe­lin­ger Bei­rats­mit­glie­der konn­te z.B. ver­hin­dert wer­den, das der Bebau­ungs­plan 2530 in der Depu­ta­ti­on beschlos­sen wird.

Und es bleibt die Fra­ge, was eine offi­zi­el­le Infor­ma­ti­on schon vllt. Ende 2019 an der heu­ti­gen Lage geän­dert hät­te? — Des­we­gen hät­ten die Bie­ter wahr­schein­lich auch kei­ne bes­ser geeig­ne­te Flä­che gefun­den. Und die Ansied­lung der Bahn­werk­statt ist in Abwä­gung von Pro und Con­tra vllt. ja auch posi­tiv für den Stadtteil.

Nach dem wei­te­ren Zeit­plan soll (muss) die Bahn­werk­statt im drit­ten Quar­tal 2024 in Betrieb genom­men wer­den. Das sind noch ca. 3,5 Jah­re. Bzw. nur noch 3,5 Jahre.

Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt vom 13.04.2021 — Teil 1

Sicher muss man die spä­te Ein­la­dung mit der genau­en Uhr­zeit und den Beginn um 16:30 Uhr kri­ti­sie­ren. Gleich­wohl haben wir mit unse­ren Infor­ma­ti­ons­quel­len hier schon vor län­ge­rer Zeit auf das Datum an sich auf­merk­sam gemacht. Es waren in der Spit­ze ca. 108 Teil­neh­mer in der Video­kon­fe­renz — Pres­se­ver­tre­ter, Lan­des­po­li­ti­ker, Bei­rats­mit­glie­der, ört­li­che Hei­mat­for­scher, Mit­glie­der der ört­li­chen Bür­ger­initia­ti­ve Oslebs­hau­sen und umzu, geschätzt “normale“Anwohner bzw. Bür­ger. Sprich im Grun­de waren alle rele­van­ten Grup­pen dabei.

Pan­de­mie­be­dingt ist der Ablauf anders als in einer Ver­an­stal­tung vor Ort etwa im Bür­ger­haus Oslebs­hau­sen. Online hat­te jeder Teil­neh­mer die Mög­lich­keit sei­ne Fra­gen schrift­lich zu stel­len — das wäre zeit­be­dingt in einer Prä­senz­ver­an­stal­tung nicht mög­lich gewe­sen. Dort wären auch eher “Laut­spre­cher” zu Wor­te gekom­men und eher zurück­hal­ten­de Men­schen wären nicht zu Wort gekom­men. Evtl. wären unsach­li­che Emo­tio­nen viel höher gekocht, wie man man­chen Chat­kom­men­ta­ren ent­neh­men könnte.

Es wur­de von Sei­ten Als­toms eine Hot­line ein­ge­rich­tet, an die man sich bei wei­te­ren Fra­gen wen­den kann:

Num­mer der Hot­line: 030/28875870 von Mo-Fr 9–17 bzw. Email: stefan.brausse(at)alstomgroup.com

Es gab auf der Ver­an­stal­tung von den Vor­tra­gen­den eine Men­ge wich­ti­ger und neu­er Infor­ma­tio­nen, hin­ter die eigent­lich im wei­te­ren Ver­fah­ren auch nicht mehr zurück­ge­gan­gen wer­den kann. Z.B. zu den anste­hen­den Aus­gra­bungs­ar­bei­ten oder Lärm­schutz­wän­den. Trotz­dem sind vie­le ent­schei­den­de Din­ge wei­ter unklar. Und der Chat­ver­lauf zeig­te, das es auch noch bei eini­gen Teil­neh­mern viel Unwis­sen gibt.  Z.B. bezieht sich das Express­kreuz ja nur auf 3 Eisen­bahn­ver­bin­dun­gen in den Nord­wes­ten Nie­der­sach­sen mit Bre­men als Kno­ten­punkt. Es macht dann kei­nen Sinn, die Werk­statt z.B. in Braun­schweig anzusiedeln.

Jetzt kommt es dar­auf an, wie die Kom­men­ta­re der Teil­neh­mer in den nächs­ten Wochen, Mona­ten, Jah­ren berück­sich­tigt wer­den. Unser Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der hat eben­falls die Fra­gen aus dem Chat­ver­lauf gespei­chert und wird aus sei­ner Sicht ver­su­chen eini­ge hier zu beant­wor­ten. Auf­grund der Umfangs der Fra­gen wird dies aller­dings etwas dau­ern. Zugleich wer­den wir wie ange­kün­digt, aus den Ant­wor­ten Rück­schlüs­se für unser Han­deln als Grü­ne Bei­rats­frak­ti­on bzw. Stadt­teil­grup­pe ziehen.

 

Planung KiTa-Jahr 2021/2022

Dem Bei­rat liegt die Aus­wer­tun­gen der KiTa-Plan­zah­len vom Janu­ar 2021 vor. Dem­nach gab es zu die­sem Stand für den Alters­be­reich 0 bis klei­ner 3 Jah­re 22 weni­ger Anmel­dun­gen als der­zeit Plät­ze vor­han­den sind. Für den Alters­be­reich 3 bis klei­ner 6 Jah­re gab es 142 mehr Anmeldungen.

Die Pla­nun­gen sehen vor, das ins­ge­samt ca. 155 KiTa-Plät­ze in den bei­den Alters­grup­pen rela­tiv recht­zei­tig geschaf­fen wer­den. Das betrifft die Ein­rich­tun­gen in der Dan­zi­ger Stra­ße 22 vom Trä­ger PME, im Schiff­bau­er­weg 6 Kita vom Eltern­ver­ein Dra­chen­kin­der e.V.  sowie der Abschluss von Bau­ar­bei­ten im Kin­der- und Fami­li­en­zen­truam am Pas­to­ren­weg. Für den Alters­be­reich 3 bis klei­ner 6 Jah­re ist dann die Fra­ge, inwie­weit Ange­bo­te aus der jün­ge­ren Alters­klas­se umge­steu­ert wer­den kön­nen. Der Neu­bau einer klei­nen KiTa im Wabeq-Bau­vor­ha­ben in der See­wen­je­stra­ße soll eben­falls unmit­tel­bar anstehen.

Beim Schiff­bau­er­weg 6 wird dem Eigen­tü­mer vom Trä­ger hof­fent­lich “ordent­lich Druck” gemacht, da die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen des Bei­rats eher nega­tiv sind, weil dort schon viel geplant war, aber nie etwas rea­li­siert wurde.

Die Pla­nun­gen gehen natür­lich davon aus, das die Trä­ger auch genü­gend neu­es Per­so­nal fin­den, was nicht sicher ist.

Die Erfah­rung der letz­ten Jah­re zeigt, das sich der Sach­stands­be­richt vom Janu­ar im Lau­fe des Jah­res noch mehr oder weni­ger stark in jede Rich­tung ändern kann. Die Zah­len machen aber auch deut­lich, das ein wei­te­rer Aus­bau not­wen­dig ist, da evtl. nicht alle Anfra­gen von Eltern im Alters­be­reich 3 bis klei­ner 6 Jah­re (wohn­ort­nah) erfüllt wer­den kön­nen. Und das es immer zwei Sei­ten gibt beim Aus­bau: Anwoh­ner die den Grün­raum um sich erhal­ten wol­len und Eltern, die “hän­de­rin­gend” eine Betreu­ungs­mög­lich­keit für ihr Kind suchen, damit ihr Kind opti­mal auf die Schu­le vor­be­rei­tet wird und/oder damit sie einer im Zwei­fel auch gesell­schaft­lich drin­gend not­wen­di­gen Arbeit (wie­der) nach­ge­hen können.

Der Neu­bau der KiTa der Hans-Wendt-Stif­tung in der Lin­den­hof­stra­ße als Fol­ge-KiTa des Trä­gers Am Pul­ver­berg in Oslebs­hau­sen ist auf dem Weg.

Dito sind der Ersatz­bau der KiTa Am Non­nen­berg im Alten Heer­weg und der Neu­bau in der Mari­en­wer­der Stra­ße in der End­pha­se des Planungsverfahrens.

In wel­chem Pla­nungs­stand die KiTa’s Im Wein­ber­ge, Bas­dah­ler Stra­ße, Neu­bau KuFZ Hal­mer­weg und Lis­sa­er Stra­ße sind, das ent­zieht sich der­zeit unse­rer Kennt­nis. Nach dem Abriss der Turn­hal­le in die­sem Früh­jahr soll­te das Vor­ha­ben Im Wein­ber­ge schon wei­ter gedie­hen sein.

Buten und Binnen: Bremer Stadtteil zwischen Industrie und Wohnen

Nein — nicht Grö­pe­lin­gen bzw. Oslebs­hau­sen. Hier ist Heme­lin­gen gemeint:

https://www.butenunbinnen.de/videos/hemelingen-industrie-und-wohnen-100.html

Über die Lan­des­ebe­ne und den Grü­nen Men­schen in den Bei­rä­ten in den ande­ren Stadt­tei­len sind WIR GRÜNE GRÖPELINGEN stadt- bzw. lan­des­weit ver­netzt. Dadurch wis­sen wir, das die Pro­blem­la­gen in Grö­pe­lin­gen oder Oslebs­hau­sen kei­nes­wegs ein­ma­lig sind. Z.B. gibt es auch in Heme­lin­gen eine Nähe zwi­schen den Indus­trie­ge­bie­ten bzw. dem Heme­lin­ger Hafen und angren­zen­den Wohn­ge­bie­ten. Oder in Tei­len von Oster­holz-Tenever, von Huch­t­ing, von Ober­vie­land, von Blu­men­thal … gibt es ähn­li­che sozia­le Lagen.

Ergänzung zur Online-Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt am 13.04.2021

Wich­tig ist, das dies eine aller­ers­te Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung ist. Es ist noch kein Ver­fah­rens­be­ginn. Wer nicht teil­neh­men kann, für den wer­den wir hier berich­ten. Nach der Ein­la­dung sind 90 Minu­ten vor­ge­se­hen. Davon sind ca. 45 — 60 Minu­ten für die Pro­jekt­vor­stel­lung vor­ge­se­hen. Also

  • die Ein­lei­tung
  • sei­tens der LNVG Erläu­te­rung des Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren und der Bedin­gun­gen für den Werkstattstandort
  • sei­tens Als­tom Vor­stel­lung der Züge, des Ser­vice-Cen­ters und geplan­te Maß­nah­men zur Lärm­re­du­zie­rung, Wert­schöp­fungs­ef­fek­te, Zeitpläne
  • sei­tens des Staats­ar­chivs bzw. der Lan­des­ar­chä­lo­gie den aktu­el­len Sach­stand zur geschicht­li­chen Auf­ar­bei­tung des Grund­stücks An der Reit­bra­ke und dem not­wen­di­gen Umfang der Bodenuntersuchungen.

Es ver­blei­ben dann noch ca. 30 — 45 Minu­ten für geziel­te Nach­fra­gen aus dem Publi­kum und deren Beant­wor­tung. Die­ser Zeit­rah­men ist im Zwei­fel eher knapp bemes­sen und wird nicht zur Beant­wor­tung aller Fra­gen aus­rei­chen. Aber sie­he oben — es ist nur eine ers­te Infor­ma­ti­on dar­über, was über­haupt kon­kret geplant ist.

WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN haben uns heu­te vor­mit­tag (noch­mals) ein Bild der Lage vor Ort gemacht und sind (mit Abstand inner­halb unse­rer Grup­pe) das Gelän­de abge­schrit­ten. Sie­he die Foto’s:

Als ers­tes sieht man den Bahn­damm von Woh­lers Eichen aus — im Vor­der­grund das inzwi­schen abge­ris­se­ne Park­deck, das auch The­ma beim Vor-Ort-Besuch der Grü­nen Bür­ger­schafts­frak­ti­on war und wo es damals beim Nach­weis der Park­plät­ze Pro­ble­me gab. An der Stel­le soll übri­gens ein neu­es Gebäu­de mit Gemein­schafts­flä­chen ent­ste­hen, die heu­te noch in ein­zel­nen Woh­nun­gen sind. Man sieht hier gut, wie hoch der Bahn­damm zu den Erd­ge­schoss­woh­nun­gen liegt.
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Das nächs­te Foto ist von der ande­ren Sei­te von der Reit­bra­ke aus auf­ge­nom­men. Man sieht hin­ter dem “pro­vi­so­ri­schem Lärm­schutz­wall” noch eine rela­tiv sehr brei­te Frei­flä­che. Die­se Flä­che ist im Über­gang von einer Grün­flä­che am Pul­ver­berg bis zur Oslebs­hau­ser Land­stra­ße rei­chend als schma­le Wald­flä­che fest­ge­setzt. Hier besteht aller­dings noch Stei­ge­rungs­po­ten­ti­al, da ein Wald nicht zu erken­nen ist. Dar­auf bezog sich auch der von UNS GRÜNEN ein­ge­brach­te Antrag vom Novem­ber 2020 Beschlussvorlage_Wald_WohlersEichen, auf des­sen Ant­wort wir noch warten.
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Im Flä­chen­nut­zungs­plan kann man die Ein­zeich­nun­gen der Grün- und der Wald­flä­che genau­er erken­nen. Nicht ein­ge­zeich­net ist in die­sem Groß­plan ein ganz klei­ner pri­va­ter (tie­fer­lie­gen­der) Grün­strei­fen ent­lang der Stra­ße Gro­ße Rie­hen zum Gelän­de Reit­bra­ke hin.

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Läuft man dann wei­ter Rich­tung Water­front, fängt aus­gangs der Wohn­an­la­ge eine Art Lärm­schutz­wand an. Wel­cher Art die­se ist, lässt sich durch den star­ken Bewuchs nicht erkennen.
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Nach der Oslebs­hau­ser Land­stra­ße kommt dann der Abschnitt An der Fin­ken­au, an der eine Abstell­an­la­ge für Züge geplant ist. Auf dem Foto erkennt man den Gar­ten­gang der Häu­ser und der sich dar­an anschlie­ßen­de auf­stei­gen­de brei­te Bahn­damm, der sei­ner­seits bereits mit Bäu­men bewach­sen ist.
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Hin­ter dem Bäu­men ist auf dem Bahn­damm ein dop­pel­ter Stahl­zaun ange­bracht, der mit grü­ner Pla­ne umzäunt und im Zwi­schen­raum offen­bar ver­füllt ist.
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Danach folgt ein stre­cken­wei­se brei­ter, sehr dich­ter Bewuchs mit Efeu, Brom­beer­he­cken etc.
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Dar­an angren­zend gibt es einen Strei­fen, der schwan­kend 5 bis ca. 7 Meter bis zum Grenz­stein für die Gleis­an­la­gen breit ist. Auf dem Foto erkennt man dann die begin­nen­de geplan­te Abstell­an­la­ge nach dem bis zu die­ser Stel­le ein­glei­si­gem Stre­cken­ver­lauf. Die­se ins­ge­samt wohl ca. 20 Meter Abstän­de mit star­kem Bewuchs und Lärm­schutz zu Erd­ge­schoss­la­gen gibt es bei der heu­ti­gen Bahn­werk­statt bzw. Abstell­an­la­ge in Schwach­hau­sen so nicht, wie sich jeder auch auf Goog­le-Earth anse­hen kann.
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Im wei­te­ren Ver­lauf nach der Togo­stra­ße sieht man wie es auf der ande­ren Sei­te der Lärm­schutz­wand ent­lang des Rad­we­ges zwi­schem dem Stra­ßen­bahn­de­pot und der Togo­stra­ße aus­sieht. Näher zur Water­front an der Hafen­rand­stra­ße kann man auch Lärm­schutz­wän­de sehen — dito natür­lich die Bahn­lärm­schutz­wän­de etwa an der Reiherstraße.
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Die Flä­che an der Reit­bra­ke ist Gewer­be­flä­che und sie wird es auch blei­ben. Wenn ein gro­ßes Unter­neh­men dort eine sehr gro­ße über­dach­te Hal­le bau­en wür­de, dann wäre das unter Lärm­ge­sichts­punk­ten vllt. das Bes­te was auf der Flä­che pas­sie­ren könn­te. Denn kommt die­se Bahn­werk­tstatt dort nicht, dann kommt mit den Jah­ren etwas ande­res, was dann wesent­lich mehr Lärm ver­ur­sa­chen könnte.

Für die Lagen An der Fin­ken­au eröff­net eben­falls nur ein Neu­bau die Mög­lich­keit, das dort der maxi­mal erlaub­te nächt­li­che Lärm­pe­gel nachts von 49 db(A) auf 40 db(A) sin­ken muss. Ohne Neu­bau hät­te man die­se Lärm­re­du­zie­rung nicht. Wel­che bau­li­chen Maß­nah­men dafür not­wen­dig sind, das wis­sen wir der­zeit nicht und erhof­fen uns dazu Infor­ma­tio­nen auf der Ver­an­stal­tung. Dito zum wei­te­ren Ver­lauf der Stre­cke Rich­tung Oslebs­hau­ser Bahn­hof und der Wohn­la­ge der Rei­her­sied­lung. Zudem wür­den auf den Glei­sen direkt zur An der Fin­ken­au kei­ne Die­sel­loks und kei­ne Güter­wa­gen mehr fah­ren, was ein wei­te­rer Vor­teil wäre. Ein Nach­teil könn­te sein, das Lärm­schutz oft auch Sicht­be­hin­de­rung bedeu­tet, wenn er nicht in Glas aus­ge­führt wird, wie er teil­wei­se an Glas­ab­schnit­ten an der Hafen­rand­stra­ße Höhe Bih­wer­der zu sehen ist.

Die Bahn­werk­statt könn­te (!) also eine rela­tiv ein­ma­li­ge Chan­ce zur Lärm­re­du­zie­rung für die Anwoh­ner sein. Denn die seit eini­gen Jah­ren sehr gerin­ge Nut­zung und damit aktu­ell nachts aus­ge­hend von der Bahn sehr wenig Lärm, wird über die nächs­ten Jahr­zehn­te betrach­tet eher nicht der Nor­mal­zu­stand sein. Und vllt. redu­zie­ren Lärm­schutz­maß­nah­men für die Abstell­an­la­ge auch sons­ti­gen Lärm aus dem Hafengebiet?

Dito ist es eine Chan­ce zur seriö­sen Flä­chen­ver­wen­dung An der Reit­bra­ke, nach­dem dort Am Pul­ver­berg vie­le Jah­re lang der Boden u.W. durch unsach­ge­mä­ße Betriebs­füh­rung klei­ne­rer Betrie­be (Auto­ver­wer­ter) belas­tet wurde.

Sie bie­tet bereits jetzt die voll­stän­di­ge geschicht­li­che Auf­ar­bei­tung der Flä­che, was spä­tes­tens in den 1990iger Jah­ren bei der Ansied­lung des Schad­stoff­la­gers hät­te mit­an­ge­gan­gen wer­den müssen

Und sie bie­tet vllt. auch die Chan­ce, das in dem Gesamt­ver­fah­ren die Her­stel­lung der Grün- und Wald­flä­chen end­lich dem Namen nach auch aktiv rea­li­siert wird.

Mit der Bahn­werk­statt könn­te der Senat auch ent­spre­chend dem Koali­ti­ons­ver­trag han­deln, der einen Pas­sus ent­hält, mit dem die The­men Lärm, Ver­kehr und Müll in Oslebs­hau­sen beson­de­re Beach­tung bekom­men sol­len. Denn die Bahn­werk­statt wür­de nicht nur den erlaub­ten bzw. mög­li­chen Lärm für die Anwoh­ner redu­zie­ren, son­dern die neu­en Züge brin­gen ab 2025 auch eine klei­ne Ver­bes­se­rung auf der Fahr­stre­cke nach OHZ und damit vllt. auch ein ganz ganz klein wenig gerin­ge­ren Auto­ver­kehr durch den Ortsteil.

Wie auch immer: WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN haben uns ange­sichts der vie­len offe­nen Fra­gen noch nicht zum The­ma posi­tio­niert und erhof­fen uns von der Ver­an­stal­tung am 13.4. und wei­te­ren Ter­mi­nen mehr Infor­ma­tio­nen. Klar ist, das wir als Bei­rats­gre­mi­um eine Ansied­lung nicht wer­den ver­hin­dern kön­nen, wenn die Stadt- bzw. Lan­des­ebe­ne die­se will. Den­noch ist es aus unse­rer Sicht falsch, das Pro­jekt ein­zig und allein reflex­ar­tig unter dem Kapi­tel “Belas­tung” zu sehen, son­dern man muss auch mög­li­che Vor­tei­le und Alter­na­ti­ven für den Stand­ort sehen und dann abwägen.

Online-Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt der LNVG und Alstom

Die­se fin­det am Diens­tag, den 13.04.2021 von 16:30 bis 18:00 Uhr online statt. Man muss sich dafür vor­her bei einer E‑Mail-Adres­se anmel­den und bekommt dann die Zugangs­da­ten zur Video­kon­fe­renz zuge­sandt. Nach­ste­hend der Ein­la­dungs­text mit der Email-Adresse:

Ein­la­dung zur öffent­li­chen Online-Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung über das Bau­vor­ha­ben „EBN-Ser­vice­Cen­ter“ in Bre­men-Oslebs­hau­sen am Diens­tag, 13.04. von 16:30 bis 18:00 Uhr

Die Sena­to­rin für Wis­sen­schaft und Häfen lädt in Betei­li­gung mit der Sena­to­rin für Kli­ma­schutz, Umwelt, Mobi­li­tät, Stadt­ent­wick­lung und Woh­nungs­bau zu einer öffent­li­chen Online-Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung über das Bau­vor­ha­ben „EBN-Ser­vice­Cen­ter“ in Bre­men-Oslebs­hau­sen ein.

In den Län­dern Nie­der­sach­sen und Bre­men sol­len neue, hoch­mo­der­ne elek­tri­sche Dop­pel­stock­trieb­zü­ge für das soge­nann­te Express­kreuz Bremen/Niedersachsen (EBN) zum Ein­satz kom­men, das Bre­men, Han­no­ver, Olden­burg, Wil­helms­ha­ven, Nord­deich-Mole, Osna­brück und Bre­mer­ha­ven mit­ein­an­der ver­bin­det. Die Lan­des­nah­ver­kehrs­ge­sell­schaft Nie­der­sach­sen (LNVG) hat dazu den ins­ge­samt rund 760 Mil­lio­nen Euro umfas­sen­den Auf­trag Anfang die­ses Jah­res an den Kon­zern Als­tom ver­ge­ben, der die Instand­hal­tung die­ser Züge in einem neu zu errich­ten­den EBN-Ser­vice­Cen­ter in Bre­men-Oslebs­hau­sen durch­füh­ren möch­te. Ab Dezem­ber 2024 sol­len die Züge im kli­ma­freund­li­chen Schie­nen­per­so­nen­ver­kehr zum Ein­satz kommen.

Im Rah­men einer Online-Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung wer­den die LNVG und die Fir­ma Als­tom über die neu­en Fahr­zeu­ge und das geplan­te EBN-Ser­vice­Cen­ter in Bre­men-Oslebs­hau­sen infor­mie­ren. Wei­ter­hin wird es einen kur­zen Sach­stand zu dem für die Anla­ge vor­ge­se­he­nen Grund­stück durch die Lan­des­ar­chäo­lo­gie Bre­men geben. Im Anschluss an die Vor­trä­ge besteht die Mög­lich­keit, Fra­gen an die Refe­ren­ten zu stellen.

Die öffent­lich zugäng­li­che und mode­rier­te Ver­an­stal­tung fin­det am Diens­tag, den 13.04. von 16:30 bis 18:00 Uhr als Video­kon­fe­renz statt. Bereits ab 16:15 Uhr ist die Kon­fe­renz zur Prü­fung der Tech­nik geöff­net. Wir bit­ten um eine form­lo­se Anmel­dung per Email an kleyboldt@ctb-bremen.de, Stich­wort „Ser­vice­Cen­ter“. Die Zugangs­da­ten wer­den Ihnen nach der Anmel­dung recht­zei­tig vor Beginn der Ver­an­stal­tung zugesendet.

 

Dreiste” Grundstückspekulation auch in Gröpelingen?

Kürz­lich war zu lesen, das der Grund­stücks­aus­schuss für die Stadt Bre­men neue Boden­richt­wer­te per 31.12.2020 her­aus­ge­ge­ben hat. Man kann sich die­se auch über eine Inter­net­an­wen­dung kos­ten­los ansehen.

Z.B. für die Sten­dor­fer Stra­ße wird dar­in ein Boden­richt­wert von 290 Euro pro qm für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­ser und von 300 Euro für Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser ange­ge­ben. Sie­he: Boden­richt­wert­kar­te

Schaut man sich dann im Inter­net eini­ge Grund­stücks­in­se­ra­te an, dann kommt man in’s Grü­beln. So wird z.B. seit Mona­ten eine Bau­lü­cke mit 95 qm in der Sten­dor­fer Stra­ße mit einem Ver­kaufs­preis von 150.000 Euro inse­riert: https://www.immobilienscout24.de/expose/124909002#/

Das sind 150.000 Euro / 95 = 1.578 Euro (!) je Qua­drat­me­ter. Und Kauf­ne­ben­kos­ten kom­men noch oben drauf. Bei einem Boden­richt­wert von 300 Euro. Wie kann man das erklä­ren? — Machen wir einen Gedan­ken­feh­ler? — Wir haben mit in Immo­bi­li­en­din­gen erfah­re­nen Men­schen gespro­chen und die sagen uns: Nein.

Es gibt auch von ande­ren Maklern/Eigentümern Bau­lü­cken im Stadt­teil, wo das Baueres­sort eine Bau­pla­nung geneh­migt hat und wo auf die­ser Basis weit mehr als die maxi­mal im Stadt­teil (Lin­den­hof­vier­tel) erreich­ten 400 Euro erzielt wer­den sol­len. Kann man hier von dreis­ter Immo­bi­li­en­spe­ku­la­ti­on aus­ge­hen? Unrea­lis­ti­sche Ange­bo­te in der vagen Hoff­nung “einen Dum­men” oder jeman­den zu fin­den, der Schwarz­geld los­wer­den muss?

Jeden­falls kommt man mit sol­chen Erwar­tungs­hal­tun­gen bei Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mern eher nicht vor­an beim Abbau der Woh­nungs­not und schon gar nicht zu Mie­ten, die sich “ein Nor­mal­sterb­li­cher” leis­ten kann. Die Mit­ar­bei­ter im Bau­res­sort machen ihre Arbeit, prü­fen und geneh­mi­gen — aber es soll offen­bar gar nicht ernst­haft vom Antrag­stel­ler gebaut wer­den, son­dern der will mit der Pla­nung nur extrem viel Geld machen.

Lei­der haben wir Grü­ne Grö­pe­lin­gen es bis­her auch nicht geschafft, beim The­ma Wohn­raum­schutz­ge­setz und der Wie­der­nut­zung von jahr­zehn­te­lan­gem Woh­nungs­leer­stän­den durch die Ein­set­zung eines Treu­hän­ders wei­ter zu kommen.

Auch unse­re Hoff­nung, mit Blick auf das Land Ber­lin und die dor­ti­gen LINKEN durch den Regie­rungs­ein­tritt von DIE LINKE in Bre­men bei die­sen The­men vor­an­zu­kom­men, hat sich bis­her lei­der nicht erfüllt. Enttäuschend. 🙁

Reitbrake — ein Rückblick auf das Jahr 2011

Aus gege­be­nem Anlass möch­ten wir an die­ser Stel­le in das Jahr 2011 zurück­blen­den und wie es sei­ner­zeit auf dem Gelän­de an der Reit­bra­ke aus­sah. Wir holen hier­zu die Foto’s aus einem Bei­trag von 2011 wie­der hoch. Und einen erklä­ren­den Arti­kel des Weser-Kuriers. Was hof­fent­lich kei­ne Copy­right-Ver­let­zung ist — immer­hin hat­te Die­ter Stein­feld damals auch ein Bild zu die­sem 10 Jah­re alten Arti­kel beigesteuert:

Stadt­teil­ku­rier_-_Wes­t_20110815


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Angeb­lich soll­te es damals ein Lärm­schutz­wall zur Wohn­an­la­ge Woh­lers Eichen gewe­sen sein. Tat­säch­lich konn­te man dies ange­sichts der Aus­füh­rung eigent­lich nur als “ganz bil­li­ge Aus­re­de” anse­hen, denn einen pro­fes­sio­nel­len Lärm­schutz­wall baut man ganz anders. Defac­to kam es an tro­cke­nen Som­mer­ta­gen zu mas­sivs­ten Staub­ver­we­hun­gen in Rich­tung Woh­lers Eichen.

Und wer vor Ort auf der Flä­che war, der konn­te auch wahr­neh­men, das die im ers­ten Bild auf­ge­schüt­te­ten Wäl­le teil­wei­se übel rochen. Was dort abge­la­den wur­de, das wur­de u.W. nie mit­ge­teilt. Gera­de mit Blick auf die His­to­rie von Umwelt­schutz Nord an der Hüt­ten­stra­ße mit der dor­ti­gen mas­sen­wei­se ille­ga­len Ent­sor­gung von ver­seuch­ten Böden ein sehr unglück­li­ches Agie­ren. Nach dem ein­stim­mi­gen Beschluss des Bei­ra­tes kei­ne dau­er­haf­te Geneh­mi­gung für die Abla­ge­run­gen zu ertei­len, wur­den die­se rie­chen­den Erd­auf­häu­fun­gen und ande­re auch wie­der abge­fah­ren. Teil­wei­se fin­den sich aber auch heu­te noch mit Folie abge­deck­te Sand­wäl­le auf dem Gelän­de, die heu­te zum Teil über­wach­sen sind.

Auch die­ser Vor­gang zeigt, das es posi­tiv für die Anwoh­ner von Woh­lers Eichen sein kann, wenn die­se rela­tiv im Abseits lie­gen­de Flä­che eine ordent­li­che Nut­zung bekommt, die alle gel­ten­den Lärm­grenz­wer­te einhält.

Wir Grü­nen Grö­pe­lin­gen wer­den uns nicht instru­men­ta­li­sie­ren las­sen, son­dern wer­den ver­su­chen das Bes­te für die Men­schen in Oslebs­hau­sen zu errei­chen. Bit­te hören Sie nicht auf ande­re, die Ihnen beim The­ma Bahn­werk­statt das Gegen­teil erzählen. 

Wie wir es in die­sem Fal­le zusam­men mit den ande­ren Bei­rats­frak­tio­nen 2011 gemacht haben.

Oder wie wir 2020 feder­füh­rend ver­hin­dert haben, das der unge­plan­te Innen­be­reich des Gewer­be­ge­bie­tes Rie­de­mann­stra­ße in ein fak­ti­sches Indus­trie­ge­biet mit nur 200 Metern Ent­fer­nung zu Woh­lers Eichen umge­wan­delt wird, indem wir den skan­da­lös am Bei­rat vor­bei ent­wi­ckel­ten Bebau­ungs­plan 2530 auf Eis gelegt haben.

Wie es Grü­ne Poli­tik erreicht hat, das das Koh­le­kraft­werk im Indus­trie­ha­fen mit Koh­le aus ande­ren Kon­ti­nen­ten still­ge­legt wird und im klei­ne­ren Umfang durch eine Klär­schlamm­ver­bren­nungs­an­la­ge mit regio­na­lem Bezug und über die Jah­re auch Erneu­er­ba­ren Ener­gien wie Wind­kraft­an­la­gen und der Brü­cke Erd­gas ersetzt wird.