Ansied­lung von Abfall­be­trie­ben in Bre­men

Der Weser-Kurier berich­tet heu­te von einer geplan­ten Demons­tra­ti­on gegen die Ansied­lung des Bio­müll­um­schlag­la­gers ziem­lich am Ende der Wind­huk­stra­ße: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-widerstand-gegen-biomuellzwischenlager-waechst-_arid,1727035.html

Die ört­li­chen SPD-Orts­ver­ei­ne set­zen sich an die Spit­ze die­ser Bewe­gung bzw. erzeu­gen sie durch ihr unver­ant­wort­li­ches Vor­ge­hen eher selbst. Wel­cher Bür­ger und auch Wäh­ler soll dem glau­ben? — Es ist die ört­li­che SPD die den Bür­gern nicht sagt, das auf besag­tem Weser­port-Gelän­de schon stin­ken­de Din­ge wie Tier­ka­da­ver oder Klär­schlamm umge­schla­gen wurde/wird. Es ist die Bre­mer SPD, deren Wirt­schafts­se­na­tor 7,5 Mio. Euro Steu­er­gel­der dafür gezahlt hat, das die Kai­mau­er der Fir­ma Weserport/Rhenus — mehr­heit­li­ches Schwes­ter­un­ter­neh­men von Remon­dis! — am Ter­mi­nal 1 3,5 Meter zurück­ver­setzt wur­de. Es ist die Bre­mer SPD, deren Wirt­schafts­se­na­tor den Hüt­ten­ha­fen hat aus­bag­gern las­sen, damit dort grö­ße­re See­schif­fe wen­den kön­nen. Es ist die Bre­mer SPD die seit über 70 Jah­ren in Bre­men regiert und für die Flä­chen­ein­tei­lung ver­ant­wort­lich ist. Es ist die Bre­mer SPD, die offen­bar in den 80iger Jah­ren die Abfall­wirt­schaft für Bre­men als Arbeits­platz­mo­tor ent­deckt und geför­dert hat. Es ist die Bre­mer SPD, die in einer Not­la­ge des Stahl­werks dem Stahl­werk ein Teil­ge­län­de abge­kauft hat und dort den Bre­mer Indus­trie­park ver­wirk­licht. Es ist die Bre­mer SPD, die nicht den Mumm hat den Bür­gern in Grö­pe­lin­gen und Oslebshau­sen offen zu sagen, das Grö­pe­lin­gen und Oslebshau­sen nach ihren Pla­nun­gen in Bre­men die Stand­or­te mit einem Schwer­punkt der indus­tri­el­len Ansied­lung sind.

Man muss das nicht gut fin­den — aber man darf die Bür­ger nicht anlü­gen. Wel­che SPD wählt der Wäh­ler bei der nächs­ten Wahl, wenn er ein Kreuz bei der SPD macht? Die SPD die emis­sons­rei­chen Unter­neh­men die Vor­tei­le der See­ha­fen- und Indus­trie­stand­or­te in Grö­pe­lin­gen schmack­haft macht? Oder die SPD, die eiin­zel­nen Bür­gern nach dem Mund redet, die am liebs­ten auch die Stahl­wer­ke und ande­re Betrie­be im Indus­trie­ha­fen kom­plett schlie­ßen las­sen wür­den?

DIE LINKE ist im übri­gen nicht bes­ser, son­dern eher noch schlim­mer. Mitt­ler­wei­le scheu­en dort Bei­rats­mit­glie­der auch vor per­sön­li­chen Ver­un­glimp­fun­gen von Grü­nen Bei­rats­mit­glie­dern auf ihrer öffent­li­chen Face­book­sei­te nicht mehr zurück. Ein Sit­ten- und Moral­ver­fall nie gese­he­nen Aus­ma­ßes im Grö­pe­lin­ger Bei­rat.

Wir Grü­ne wer­den uns an die­sen popu­lis­ti­schen Aktio­nen nicht betei­li­gen. Wir Grü­ne wol­len ehr­lich zu den Men­schen sein. Wir als Grü­ne Grö­pe­lin­gen waren die ein­zi­ge Par­tei die auf der denk­wür­di­gen Bei­rats­sit­zung am 11.04.2018 im Bür­ger­haus Oslebshau­sen har­te Geneh­mi­gungs­auf­la­gen für die Fa. Remon­dis am Stand­ort Wind­huk­stra­ße gefor­dert haben — 100 % Abluft­fil­te­rung, gekap­sel­te Schleu­sen­zu­fahrt und vor­ge­ge­be­ne Haupt­an­fahr­rou­ten über die A281-Span­ge. Das hat­te der Remon­dis-Ver­tre­ter auf der Bei­rats­sit­zung sofort als über­zo­gen abge­lehnt. Unser Antrag auf wei­test­mög­li­chen Schutz der Bür­ger wur­de min­des­tens von den Frak­tio­nen der SPD und DIE LINKE abge­lehnt, obwohl die Orts­amts­lei­te­rin noch inter­ve­nier­te, das das doch ein sinn­vol­ler Antrag wäre dem man zustim­men könn­te. Abge­lehnt in einer von SPD und DIE LINKE unver­ant­wort­lich auf­ge­heiz­ten Stim­mung, in der sie offen­bar selbst nicht mehr zu einem kla­ren Gedan­ken fähig waren. Oder war das dann wie­der die Wirt­schafts-SPD die da abge­stimmt hat?

Wir Grü­ne Grö­pe­lin­gen wer­den die­se Dop­pel­zün­gig­keit nicht durch­ge­hen las­sen. Wenn man für die Bür­ger etwas errei­chen will, dann muss man als Poli­ti­ker kei­ne Unter­schrif­ten­lis­ten und Demons­tra­tio­nen orga­ni­sie­ren. Man muss als Poli­ti­ker in den Par­la­men­ten arbei­ten! Genau das haben wir am 11.04.2018 mit unse­rem Antrag getan — lei­der mit dem fol­ge­rei­chen Ergeb­nis der Ableh­nung durch min­des­tens SPD und DIE LINKE und dar­aus resul­tie­rend dem Umstand, das es jetzt vllt. gar kei­ne Auf­la­gen für Remon­dis am Stand­ort Wind­huk­stra­ße gibt.

Wir sind auch nicht bereit, die erziel­ten Erfol­ge unse­rer grü­nen Poli­tik bei der Emis­si­ons­min­de­rung nicht den Bür­gern mit­zu­tei­len. Es ist ein­fach nicht rich­tig wie die SPD und DIE LINKE behaup­ten, das es immer schlim­mer wird:

  • Die swb-Grup­pe hat den Koh­le­block 5 des Hafen­kraft­wer­kes in die Kalt­re­ser­ve über­führt — aus dem Schorn­stein kommt seit Jah­ren nichts mehr raus! Das ist ein Erfolg der von rot-grün ein­ge­leit­ten Ener­gie­wen­de!
  • Die swb-Grup­pe beab­sich­tigt nach ihren letz­ten Mit­tei­lun­gen, den gro­ßen Koh­le­block 6 mit dem gro­ßen Schorn­stein im Jahr 2025 still­zu­le­gen.
  • Arcelor Mit­tal hat über die letz­ten Jah­re 100 Mil­lio­nen Euro inves­tiert, mit denen auch die Emis­si­ons­be­las­tun­gen deut­lich zurück­ge­gan­gen sind. Man kann das in den Mit­tei­lun­gen die wir hier genannt haben lesen und man kann es auch vor Ort sehen. Das ist auch ein Erfolg der rot-grü­nen Ener­gie­wen­de und der hart­nä­cki­gen Arbeit der Bre­mer Behör­den.
  • Der Fa. Nehlsen an der Stra­ße Rie­s­pot ist ein Bio­fil­ter vor­ge­schrie­ben wor­den, mit des­sen Ein­satz die Geruchs­be­läs­ti­gung stark nach­ge­las­sen hat.
  • Der Bei­rat Grö­pe­lin­gen bzw. wir GRÜNEN GRÖPELINGEN haben eine Schad­stoff-Meß­sta­ti­on nach Oslebshau­sen gebracht und zwar dort wo die Bür­ger sie haben woll­ten: Am Men­ken­kamp. Die Bür­ger kön­nen sich deren Meß­da­ten im Inter­net anse­hen.
  • Der Bei­rat Grö­pe­lin­gen hat nach eini­gen klei­ne­ren Betriebs­un­fäl­len die Fir­ma Nehlsen-Plump besucht und sich ein eige­nes Bild gemacht. Das war auch als Signal zu ver­ste­hen.
  • Nur wir GRÜNEN Grö­pe­lin­gen haben erfolg­reich dafür gekämpft, das im Fal­le einer Verr­rin­ge­rung des Auto­bahn­lärms auch die Lärm­emis­sio­nen der Wind­kraft­an­la­gen im Bereich Bau­erndob­ben über­prüft und ggf. abge­senkt wer­den müs­sen.
  • etc.

Wir Grü­nen fin­den es auch nicht in Ord­nung, das die Res­te aus den Bre­mer Klär­wer­ken der­zeit teil­wei­se auf Fel­dern um Bre­men und auch wei­ter weg auf­ge­bracht wer­den. Denn über die Nah­rungs­ket­te gelan­gen die Schad­stof­fe dann vllt. doch wie­der direkt in unser Essen. In ande­ren Län­dern wie der Schweiz ist das ver­bo­ten und wird es in eini­gen Jah­ren für Klär­an­la­gen grö­ßer 100.000 Ein­woh­ner auch in Deutsch­land so sein. Klär­schlamm muss dann in nur für die­sen Zweck genutz­ten Ver­bren­nungs­an­la­gen ver­brannt wer­den — auch um den begrenzt för­der­ba­ren lebens­wich­ti­gen Roh­stoff Pho­spor zurück­zu­ge­win­nen. Es darf dann nicht mehr wie bis­her von Bre­men aus in ande­re weit ent­fern­te Städ­te zur Mit­ver­bren­nung gebracht wer­den. Und da bie­tet sich dann auf­grund der räum­li­chen Nähe zwi­schen den Klär­an­la­gen in See­hau­sen und Far­ge eine Nut­zung für den Bre­mer Klär­schlamm am Stand­ort des weg­fal­len­den Koh­le­kraft­wer­ke an. Jeden­falls muss man dar­über sach­lich dis­ku­tie­ren, „wie wir mit unse­rer Schei­ße umge­hen — die Klo­spü­lung drü­cken heisst nicht, das es weg ist.” Die kom­men­den zwin­gen­den gesetz­li­chen Ände­run­gen ein­fach zu igno­rie­ren, das ist unver­ant­wort­lich.

Das DIE LINKE, solan­ge sie Oppo­si­ti­ons­par­tei ist, „den Bürgern/Wählern den Him­mel auf Erden” ver­spre­chen kann, das ist klar. Aber das die SPD dem folgt und meint, mit ihrer Dop­pel­zün­gig­keit ein­mal der Wirt­schaft und ein­mal den Bür­ger vor Ort gegen­über beim Wahl­volk Erfolg zu haben, das bewahr­hei­tet sich hof­fent­lich nicht. Oder sind Sie so dumm?

Wir GRÜNE GRÖPELINGEN Grö­pe­lin­gen wer­den das jeden­falls nicht durch­ge­hen las­sen und berei­ten inhalt­lich der­zeit einen wei­te­ren Antrag vor. Dann muss sich zei­gen, wo die Lan­des-SPD tat­säch­lich steht: Bei den SPD-Orts­ver­ei­nen Grö­pe­lin­gen und Oslebshau­sen oder bei ihrer seit mehr als 70 Jah­re ver­folg­ten Poli­tik.

Abfall­wirt­schaft in Bre­men — Debat­te im Land­tag am 26.04.2018

Hier kann man sich die ca. halb­stün­di­ge Debat­te auf eine umfas­sen­de Ant­wort auf eine Gro­ße Anfra­ge vom Febru­ar 2018 anhö­ren: https://vimeo.com/266724776. Ab Lauf­zeit 2:25 Stun­den ca. eine hal­be Stun­de lang.

Der Ver­tre­ter der SPD ver­blieb in All­ge­mein­plät­zen und wur­de der Ver­ant­wor­tung als Regie­rungs­par­tei an einem der wich­tigs­ten Indus­trie­stand­or­te Deutsch­lands nicht gerecht. Unse­re Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de und ins­be­son­de­re der Bau-, Ver­kehrs- und Umwelt­se­na­tor Herr Dr. Loh­se kamen aller­dings mit ihrer jewei­li­gen umfas­sen­den Berufs­er­fah­rung auf den Punkt und zu den Fak­ten, wie wir sie auch teil­wei­se bereits in den Vor­bei­trä­gen dar­ge­legt haben.

Der im Stadt­teil Oslebshau­sen woh­nen­de Ver­tre­ter der CDU stell­te immer­hin fest, das es auch beim Punkt Ent­sor­gung des Bio­ab­falls aus der Haus­müll­samm­lung bes­ser ist die Ener­gie nicht wie bis­her „durch Ver­gam­meln” in die Atmo­sphä­re ent­wei­chen zu las­sen, son­dern ener­ge­tisch zu nut­zen und damit z.B. die Ver­feue­rung von Koh­le ein­zu­spa­ren. Dito stell­te er die Sinn­haf­tig­keit der Müll­ver­bren­nung in Bre­men her­aus.

Man kommt letzt­lich um die Fak­ten nicht her­um: Die stadt­bre­mi­schen Häfen sind See­hä­fen. Sie sind damit Indus­trie­ge­bie­te, in denen beim Punkt Lärm noch mehr mög­lich ist als in einem Indus­trie­ge­biet wie etwa dem Bre­mer Indus­trie­park, weil in einem See­ha­fen­ge­biet die bun­des­ge­setz­li­chen Rege­lun­gen der Tech­ni­schen Anlei­tung (TA) Lärm nicht zum Tra­gen kommt. Zudem gilt hier noch immer die Gewer­be­klas­se 1 aus dem Gewer­be­plan von 1912, der 1921 rechts­kräf­tig wur­de. Den kann man sich über den Link „Bebau­ungs­plä­ne” hier auf unse­rer Sei­te auch im Inter­net anse­hen (BPlä­ne vor 1945).

Zudem ver­wies Herr Sena­tor Loh­se auf die Ent­schei­dung unter einer SPD-Regie­rung in den 80iger Jah­ren, den Abfall­sek­tor in Bre­men stra­te­gisch aus­zu­bau­en und zu einem Schwer­punkt der Ansied­lung zu machen. In Reak­ti­on auf vie­le vor­he­ri­ge Umwelt­skan­da­le, nach denen mit gesetz­li­chen Ände­run­gen eine Abfall- und Kreis­lauf­wirt­schaft ent­stan­den ist. Heu­te gibt es sehr spe­zia­li­sier­te Behand­lungs­ver­fah­ren für Abfäl­le, die sich wirt­schaft­lich aber nur mit einer gewis­sen Men­ge rech­nen. Und des­halb kommt es heu­te auch ver­mehrt zu Abfall­trans­por­ten nach Bre­men zu Fir­men wie Nehlsen Plump oder Zech Umwelt — aber auch aus Bre­men her­aus.

Man kann auch nach die­ser Debat­te fest­hal­ten: Bre­men hat­te wohl noch nie solch einen fach­lich ver­sier­ten Umwelt­se­na­tor wie heu­te in der Per­son von Dr. Loh­se. Die­ser euro­pa­weit aner­kann­te Exper­te und ehe­ma­li­ge lang­jäh­ri­ge Geschäfts­füh­rer des Frei­bur­ger Öko-Instit­tus ist ja erst im fort­ge­schrit­te­nen Lebens­al­ter von über 50 Jah­ren in die Poli­tik gewech­selt. Ein Glücks­fall für Bre­men.

Das zeigt sich auch dar­in, das Herr Loh­se 2014 im Bei­rat in Oslebshau­sen war, als es um die Ansied­lung eines klei­ne­ren Zwi­schen­la­gers für Abfäl­le aus Bre­mer Fir­men und Kli­ni­ken im Bre­mer Indus­trie­park ging, wo die Fir­ma sich schlu­ßend­lich aber dann doch im von ihr favo­ri­sier­ten See­ha­fen­ge­biet in Heme­li­gen ange­sie­delt hat. Ein Ver­tre­ter der SPD aus dem Wirt­schafts­res­sorts hat dazu ggü. den Bür­gern noch nie Stel­lung bezo­gen. 2015 ist in einem sehr brei­ten Betei­li­gungs­ver­fah­ren der Flä­chen­nut­zungs­plan über­ar­bei­tet wor­den, der an den Gewer­be-/In­dus­trie­flä­chen in Bre­men nichts geän­dert hat. Wo war da die Stim­me der ört­li­chen SPD- oder DIE LIN­KE-Ver­tre­ter?

Tref­fen der Stadt­teil­grup­pe Grü­ne Grö­pe­lin­gen am 08.05.2018

Wie immer bli­cken wir zurück auf die zwi­schen­zeit­li­chen Ter­mi­ne seit dem letz­ten Tref­fen. Und wir bli­cken vor­aus auf die anste­hen­den Ter­mi­ne und berei­ten uns inhalt­lich auf die evtl. kom­men­de Son­der­bei­rats­sit­zung zum West­bad vor. Hier die Ein­la­dung für alle Inter­es­sier­te:

Ein­la­dung Stadt­teil­grup­pe 2018

Wir wer­den auch auf das The­ma der Gewer­be­klas­se 1 ein­ge­hen, in der „beson­ders stö­rungs­in­ten­si­ve Betrie­be” ange­sie­delt wer­den sol­len. Dar­un­ter fällt dann z.B. auch ein Bio­ab­fall­um­schlags­la­ger. Die stadt­bre­mi­schen Häfen und damit auch das Hafen­ge­biet in Grö­pe­lin­gen und Oslebshau­sen fal­len bis­lang unter die­se Ein­stu­fung. Dazu hat es 2016 auch ein Gerich­tur­teil gege­ben:

Die im Flä­chen­nut­zungs­plan blau ein­ge­zeich­ne­ten Flä­chen sind die Gewer­be­klas­se 1 aus der recht­li­chen Fest­le­gung im Jahr 1921 — also vor jetzt fast 100 Jah­ren. Der Koh­le­ha­fen ist als sol­cher dar­in geson­dert gekenn­zeich­net. Die davon her­aus­ge­nom­me­ne Water­front ist als heu­ti­ge Son­der­flä­che Ein­zel­han­del gelb gekenn­zeich­net. Drum­zu ist der Bereich Use Akschen und Schiff­bau­erweg als Gewer­be­ge­biet in grau.

Bil­dungs­aus­schuss vom 25.04.2018 in der Gesamt­schu­le West

The­men waren u.a. die Stel­lung­nah­me des Bei­ra­tes zur Pla­nungs­kon­fe­renz des Bil­dungres­sorts zur Schul­stand­ort­pla­nung am 7.4.2018. Aus dem Publi­kum kamen dazu auch diver­se Mei­nun­gen der Schul­ver­tre­ter zu Wort.

Ein Haupt­ta­ges­or­dungs­punkt war die Vor­stel­lung des Bil­dungs­res­sorts zum Schwimm­un­ter­richt. Die gemach­ten Aus­sa­gen vari­ier­ten wie­der­um zu den Aus­sa­gen der Bre­mer Bäder GmbH. Gleich­zei­tig gab es auf Ebe­ne der Bür­ger­schaft und der Senats­res­sorts Beschlüs­se zum Schwimm­un­ter­richt. Sie­he z.B. https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.298642.de&asl=bremen02.c.732.de.

Der Aus­schuss ent­schied daher, das es noch­mal eine Zusam­men­kunft von Bre­mer Bäder, dem Bil­dungs­res­sorts und Ver­eins­ver­tre­tern geben soll, um die Sanie­rungs­plä­ne des West­ba­des im Lich­te der neu­en Erk­ent­nis­se auf ihre Zukunfts­fä­hig­keit zu prü­fen.

Bür­ger­dia­log des euro­päi­schen Aus­schus­ses der Regio­nen am 17.04.2018

Der Prä­si­dent des Euro­päi­schen Aus­schus­ses der Regio­nen, der deutsch­spra­chi­ge Bel­gi­er Karl-Heinz Lam­bertz, und das Bre­mi­sche Mit­glied im Euro­päi­schen Aus­schuss der Regio­nen (AdR), Staats­rä­tin Ulri­ke Hil­ler, luden Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zum Gespräch in das Café Brand ein.

Die Ver­an­stal­tung dau­er­te von 17:00 bis ca. 20:00 Uhr. Ein­ge­setzt wur­de eine Dis­kus­si­ons­soft­ware namens SLIDO. Damit stell­ten die Besu­cher ihre Fra­gen nicht münd­lich, son­dern per Ein­tip­pen auf ein (ihr) Smart­pho­ne und die Fra­ge wur­de dann auf der Lein­wand ange­zeigt. Vor­teil­haft für Schüch­ter­ne und Men­schen mit einem Sprach­feh­ler wie unser Bei­rats­mit­glied Dei­ter Stein­feld. Dito konn­ten Fra­gen auch schon vor­her gestellt wer­den, so dass sich die Podi­ums­teil­neh­mer bes­ser vor­be­rei­ten konn­ten.

Gespro­chen wur­de über die kon­kre­ten greif­ba­ren Din­ge die Euro­päi­sche Geld­mit­tel in Grö­pe­lin­gen bewirkt haben. Z.B. seit 1995 das URBAN-Pro­gramm mit dem Bau der Stadt­teil­bi­blio­thek, der Sanie­rung des Licht­hau­ses und der Lin­den­hof­stra­ße. Aktu­ell das Inte­grier­te Ent­wick­lungs­pro­gramm Grö­pe­lin­gen. Dazu die Teil­fi­nan­zie­rung z.B. des Grö­pe­lin­ger Mar­ke­tings und ande­rer Insti­tu­tio­nen. Über die Jahr­zehn­te ganz vie­le Hilfs­pro­gram­me für Arbeits­lo­se. Und unzäh­li­ge gro­ße und klei­ne bür­ger­na­he Pro­jek­te als Teil­fi­nan­zie­rung in den WIN-Gebie­ten in Grö­pe­lin­gen und Oslebshau­sen.

Auch wur­den Herrn Lam­bertz die Pro­ble­me geschil­dert, die die Zuwan­de­rung aus Bul­ga­ri­en und die Arbeits­mi­gra­ti­on aus ande­ren EU-Län­dern im Stadt­teil ver­ur­sa­chen. Wobei ande­rer­seits vie­le Wirt­schafts­be­rei­che in Deutsch­land ohne die­se Migra­ti­on gar nicht funk­tio­nie­ren wür­den. Ins­ge­samt eine schö­ne Ver­an­stal­tung.

Kon­se­quenz aus dem Ver­lauf der Bei­rats­sit­zung vom 11.04.2018

Auch 5 Tage nach der Bei­rats­sit­zung sind wir trau­rig über das, was ins­be­son­de­re die SPD im Stadt­teil die letz­ten Wochen macht.

Man schaue und höre sich die Bericht­erstat­tung bei Buten & Bin­nen — hier ins­be­son­de­re ab Minu­te 2:29 das State­ment der SPD-Frak­ti­ons- und auch Bei­rats­spre­che­rin — an: https://www.butenunbinnen.de/videos/beirat-zu-biomuell100.html. Oder lese den heu­ti­gen Bericht im Stadt­teil­ku­rier West. Das hat mit einem sach­ori­en­tier­ten Han­deln nichts mehr zu tun — es ist rei­ner Popu­lis­mus gepaart mit feh­len­dem Wis­sen.

Eine Peti­ti­on ist etwas ande­res als das Sam­meln von Namen und Frust­ab­bau über eine Inter­net­sei­te. Mit der schon in der Über­schrift falsch for­mu­lier­ten Peti­ti­on wird ein Instru­ment ver­schenkt. Denn die Über­schrift „Kein Zwi­schen­la­ger für Bio­müll in Bre­men-Oslebshau­sen” dürf­ten selbst die Ver­tre­ter von Remon­dis unter­schrei­ben — weil sie gar kein Zwi­schen­la­ger errich­ten wol­len! Z.B. sind die Atom­müll­la­ger an den still­ge­leg­ten Kern­kraft­wer­ken alle Zwi­schen­la­ger, weil es kein End­la­ger gibt. Wann es ein End­la­ger gibt, ist völ­lig offen. D.h., die Zwi­schen­la­ge­rung kann und wird wahr­schein­lich auch 10 Jah­re und mehr dau­ern. Eine Peti­ti­on hat kei­ne Aus­wir­kung auf den Ver­fah­rens­ver­lauf eines Bun­des­ge­set­zes — aber immer­hin hät­te man dar­aus rich­tig for­mu­liert eine ernst­haf­te Prü­fung machen kön­nen. Die wei­te­ren Feh­ler in der For­mu­li­erng hat­ten wir schon genannt. So ist die­ses Instru­ment durch völ­lig vor­ei­li­ges Han­deln der SPD ver­ge­ben wor­den.

Dann hat­ten ein­zig wir GRÜNE GRÖPELINGEN auf der Bei­rats­sit­zung dafür plä­diert, die Alter­na­tiv­va­ri­an­te Wind­huk­stra­ße für Remon­dis so teu­er wie mög­lich zu machen. Denn wenn das rich­tig teu­er wird, steigt doch die Wahr­schein­lich­keit, das Remon­dis sich mit der Fa. Nehlsen auf eine Nach­nut­zung am bis­he­ri­gen Stand­ort einigt! Wir hat­ten eine 100 % Abluft­fil­te­rung der Hal­le und abge­dich­te­te Schleu­sen­to­re gefor­dert. Das hät­te man dem Umwelt­res­sort als For­de­rung des Bei­ra­tes mit­ge­ben kön­nen. Man hät­te auch noch Anfahr­rou­ten auf­neh­men kön­nen oder ande­re Din­ge. Aber die SPD im Ver­bund mit DIE LINKE hat unse­ren Antrag abge­lehnt. So gibt es gar kei­ne For­de­rung des Bei­ra­tes für den Fall, das sich Remon­dis und Nehlsen nicht eini­gen. „Der Oslebshau­ser Dorf­chro­nist” Har­ry Win­kel hat­te in der Sit­zung auch noch dar­auf hin­ge­wie­sen, das Remon­dis und Weser­port zum glei­chen Kon­zern­ver­bund der Reth­mann Grup­pe gehö­ren — einem Abfall­rie­sen im Ver­gleich zur Fa. Nehlsen.

Es ist unfass­bar: Da sam­melt die SPD wochen­lang Unter­schrif­ten im Stadt­teil gegen ein Bio­müll­la­ger und macht in unver­ant­wort­li­cher Art und Wei­se Stim­mung gegen den Umwelt­se­na­tor. Aber wenn es dar­auf ankommt — in der Bei­rats­sit­zung — da sind sie offen­bar geis­tig nicht prä­sent und machen etwas ganz ande­res und ent­las­sen den Ver­tre­ter des Umwelt­res­sorts ohne jede For­de­rung an den Stand­ort. Das ist wei­ter rät­sel­haft für uns.

Am 19.04.2018 ist eine klei­ne Ände­rung beim Bebau­ungs­plan 2477 auf der Tages­ord­nung der Bau­de­pu­ta­ti­on. Das ist der Bebau­ungs­plan für die Erschlie­ßung des 5. Bau­ab­schnitts des Bre­mer Indus­trie­parks. Direkt­ver­weis auf das PDF-Doku­ment: https://www.bauumwelt.bremen.de/deputation/detail.php?gsid=bremen213.c.72460.de&asl=bremen213.c.4691.de

Dort schreibt die Han­dels­kam­mer auf PDF-Sei­te 5, das die­ser Aus­bau drin­gend gebo­ten sei, um restrik­ti­ons­ar­me Indus­trie­flä­chen (!) zu bekom­men. Sie for­dert, das das Gebiet aus­drück­lich auch als Gebiet für Betrie­be der Recy­cling- und Abfall­wirt­schaft gekenn­zeich­net wird. Die Ant­wort lau­tet dar­auf — Zitat- : „Zur expli­zi­ten Auf­füh­rung von Betrie­ben aus der Recy­cling- bzw. Abfall­wirt­schaft: Gem. § 9 Abs. 2 BauN­VO sind in Indus­trie­ge­bie­ten Gewer­be­be­trie­be aller Art zuläs­sig. Hier­zu zäh­len auch Betrie­be aus der Recy­cling- bzw. Abfall­wirt­schaft. Auf die ledig­lich klar­stel­len­de Ergän­zung im Hin­blick auf die Zuläs­sig­keit von Betrie­ben aus den dem Bereich der Recy­cling- bzw. Abfall­wirt­schaft wird ver­zich­tet, da auch kei­ne wei­te­ren Tätig­keits­be­rei­che expli­zit auf­ge­führt wer­den.”

Mit die­sem Plan wer­den also alle Bestim­mun­gen für die Zukunft fest­ge­legt — auch die maxi­mal erlaub­te Lärm­emis­sio­nen, die dort aus­führ­lich vor­ge­stellt wer­den. Das ist wie­der die Grund­la­ge auf der sich spä­ter Fir­men ansie­deln — ein Pro­test bei einer kon­kre­ten Fir­men­an­sied­lung kommt dann zu spät.

Wir Grü­nen Grö­pe­lin­gen wer­den aus den Gescheh­nis­sen unse­re Kon­se­quen­zen zie­hen müs­sen. Es kann nicht sein, das sich die SPD vor Ort als „Beschüt­zer der Men­schen” auf­spielt und unse­re Par­tei in übler Art und Wei­se atta­ckiert, aber tat­säch­lich im Land oder auch wie am 11.04.2018 gesche­hen auf der Bei­rats­sit­zung dann ganz anders han­delt.

Emis­si­ons­ka­tas­ter für Bre­men bzw. auch für Grö­pe­lin­gen

Auch auf der Bei­rats­sit­zung am 11.04.2018 kam aus Rei­hen der SPD wie­der die Fra­ge nach dem Emis­si­ons­ka­tas­ter auf. Die­ses gibt es bereits seit Jah­ren im Rah­men der der­zei­ti­gen Geset­ze.

Auf die­ser Inter­net­sei­te des Bre­mer Umwelt­res­sorts gibt es die Details: https://www.bauumwelt.bremen.de/umwelt/industrieanlagen__stoerfallrecht/emissionen-32060

Alle 4 Jah­re wird ein Emi­si­ons­ka­tas­ter für Luft­schad­stof­fe erstellt. Das letz­te Jahr war 2016 — die Aus­wer­tung dürf­te noch nicht vor­lie­gen (?). In Bre­men waren 2012 auf­grund der Über­schrei­tung einer defi­nier­ten Grö­ße 130 Betrie­be zur Mel­dungs­ab­ga­be ver­pflich­tet. Es wird geschätzt, das man damit 90 % aller Emis­sio­nen aus dem indus­tri­el­len Bereich abge­deckt hat. Nicht abge­deckt hat man damit die Emis­sio­nen aus dem pri­va­ten Bereich (Hei­zun­gen, Kami­ne, Gril­len, Oster­feu­er), der Gas­tro­no­mie u.ä. und dem gro­ßen Ver­kehrs­be­reich. Die­se Schät­zun­gen wur­den auf einer Pla­nungs­kon­fe­renz im Jahr 2012 mit­ge­teilt, die WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN mit unse­rem Bei­rats­mit­glied Die­ter Stein­feld wesent­lich vor­be­rei­tet hat­ten.

Zusätz­lich gibt es auf euro­päi­scher Ebe­ne das PRTR (Pol­lutant Release and Trans­fer Regis­ter), das man sich über den Ver­weis auf der o.g. Sei­te anse­hen kann. Letz­te Daten dort sind aktu­ell von 2015 ver­füg­bar und gehen bis 2007 zurück. Z.B. kann man sich dort dann anse­hen, was Arcelor Mit­tal 2007 und im Ver­gleich 2015 an Schad­stof­fen emit­tiert hat. Da erkennt man beim Blick auf den Fein­staub die mass­si­ve Ver­bes­se­rung wäh­rend die­ser Zeit — sie­he die Anla­ge.


Im Ver­gleich zum Jahr 2000 sol­len die Emis­sio­nen lt. Arcelor Mit­tal beim C02 um ca. 30 % und beim NOx um ca. 20 % zurück­ge­gan­gen sein.

Es gibt dann Stim­men die sagen: „Ja — 30 % weni­ger heisst, das noch 70 % da sind. Wir wol­len aber 0 Emis­sio­nen”. Dann muss man aber auch wis­sen, was man damit de fac­to for­dert, denn eine Stahl­pro­duk­ti­on mit null Emis­sio­nen wird es nicht geben. Man for­dert dann die Schlie­ßung der Stahl­wer­ke — also 3.000 Arbeits­plät­ze plus wei­te­re im Umfeld bei Dienst­leis­tern oder im Han­del weg. Dito vllt. auch gleich die 2.400 Arbeits­plät­ze im Indus­trie­ha­fen mit den vie­len LKW-Ver­kehr und ande­ren Emis­sio­nen dort weg? — Das wür­de Grö­pe­lin­gen wohl in die voll­stän­di­ge Ver­ar­mung mit einer Arbeits­lo­sen­quo­te von weit über 50 % schie­ben. Ist es das was gewünscht ist?

Das dürf­ten die Men­schen in Grö­pe­lin­gen die in die­sen Berei­chen arbei­ten wohl ganz anders sehen. Auch die jun­gen Men­schen, die nach der Schu­le auf eine Arbeit usw. hof­fen. Irgend­wie soll­te „die Kir­che im Dorf gelas­sen wer­den.” D.h. nicht, das man nicht wei­ter an einer Redu­zie­rung der Emis­so­nen arbei­tet.

Pla­nungs­kon­fe­renz Bil­dung West am 07.04.2018

Auf die­ser auch öffent­li­chen Sit­zung wur­de eine Über­sicht über die Schul­stand­ort­pla­nung mit Blick auf die Schü­ler­pro­gno­sen ver­teilt: SOP — RPK West — Han­dout

Man erkennt dar­in für Grö­pe­lin­gen, das die Pla­nun­gen im Grund­schul­be­reich ein Hoch­lau­fen der neu gegrün­de­ten Grund­schu­le Humann­stra­ße und im Ober­schul­be­reich ein Hoch­lau­fen der Neu­en Ober­schu­le Ohlen­hof sowie einen 4. Klas­sen­zug der Ober­schu­le im Park vor­se­hen. Ob das bei der Ober­schu­le im Park mög­lich ist, das wird man sehen.

Die Situa­ti­on im Stadt­teil Wal­le ist hin­ge­gen viel unkla­rer, da für die dort not­wen­di­ge neue Grund­schu­le und auch Ober­schu­le nur der Stand­ort „Kel­loggs” grob umris­sen ist. Und auf die­sem Stand­ort soll erst 2025 ein Neu­bau fer­tig sein. Für die Über­gangs­zeit wird ein Über­gangs­bau benö­tigt, des­sen Stand­ort aber auch noch unge­klärt sein soll.

Man kann aus den Erfah­run­gen der Über­see­stadt mit­neh­men, das man die Pla­nung eines sol­chen Gelän­des doch bes­ser nicht der Wirt­schafts­be­hör­de hät­te über­las­sen sol­len. Denn dort sind die Flä­chen wei­test­ge­hend für Büro- und spä­ter Wohn­an­sied­lun­gen ver­kauft wor­den — die sons­ti­ge Infra­struk­tur ist dabei irgend­wie run­ter­ge­fal­len. Des­halb ist es auch gut, das der grü­ne Bau­se­na­tor Herr Loh­se recht­zei­tig für das Kel­loggs­ge­län­de eine ande­re Pla­nung ange­mahnt hat.

Auf die­ser Pla­nungs­kon­fe­renz ging es ein­zig und allein um die vom sta­tis­ti­schen Lan­des­amt pro­gnos­ti­zier­te Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung und Schul­stand­or­te. Es ging nicht um die Fra­ge, wie die­se Schu­len mit Leh­rern, Sozi­al­päd­ago­gen etc. ver­se­hen wer­den.

Bau-, Umwelt-, Ver­kehrsau­schuss vom 04.04.2018

Das The­ma Neu­bau Tuchol­sky­stra­ße und ggf. benacht­bart soll auf der nächs­ten Sit­zung behan­delt wer­den. Der Eigen­tü­mer der Flä­che hat zunächst noch Bera­tungs­be­darf mit dem Bre­mer Bil­dungs­res­sort.

Ein gro­ßer Tages­ord­nungs­punkt war die Befas­sung der Trä­ger öffent­li­cher Belan­ge für den Neu­bau des Stra­ßen­bahn­de­pots Grö­pe­lin­gens. Der jet­zi­ge Pla­nungs­ent­wurf hat­te kei­ne gro­ßen Ände­run­gen zum ers­ten Pla­nungs­ent­wurf. Die bis­he­ri­ge Über­da­chung der Umstei­ge­flä­che kann nicht wei­ter genutzt wer­den. Zwschen­zeit­lich gibt es neue­re Bau­vor­schrif­ten z. B. zur Schnee­last. Eine Über­da­chung ( 3 x 70 Meter) wird mit 1,5 Mil­lio­nen Euro taxiert und ist im Bau­vo­lu­men nicht ent­hal­ten. Die Fahr­gäs­te müs­sen bei Regen oder­so also nur in den Fahr­gast­häus­chen ste­hen oder dar­auf hof­fen, das ein Bus / eine Bahn vor­fährt in der sie ein­stei­gen kön­nen. Der Bei­rat for­dert eine Über­da­chung.

Dito fällt der bis­her vor­han­de­ne Fahr­rad­un­ter­stand mit sei­nen 42 Plät­zen ersatz­los weg, weil die BSAG auch kei­nen Rad­ver­kehr auf dem Umstei­ge­ge­län­de möch­te. Im Bereich des öffent­li­chen Gelän­des sol­len evtl. ca. 45 neue Abstell­bü­gel ent­ste­hen — aber wohl ohne Über­da­chung. Wir for­dern ins­ge­samt min­des­tens 100 Fahr­rad­stell­plät­ze — davon wie bis­her auch über­dach­te und abschließ­ba­re Fahr­rad­bo­xen. Die­se kön­nen mit den BSAG-Pla­nun­gen nur noch im öffent­li­chen Raum ent­ste­hen und auf Kos­ten der öffent­li­chen Hand. Nicht schön. Im Mai soll die Pla­nung für den öffent­li­chen Raum vor­ge­stellt wer­den. Ggf. erge­ben sich im Bereich des heu­ti­gen Kiosk und der wei­te­ren Flä­che stadt­aus­wärts Mög­lich­kei­ten dafür. Das wird auch für die Car­sha­ring-Sta­ti­on erhofft, die eben­falls auf dem BSAG-Gelän­de weg­fällt.

Das neue BSAG Gebäu­de erhält ein Gründ­ach — damit ist kein Solar­dach mehr mög­lich.

Ein wei­te­rer ganz wich­ti­ger Punkt war das Pro­gram „Per­spek­ti­ve Arbeit Sau­be­re Stadt“ (PASS). Denn im Zuge des Aus­lau­fens der bis­he­ri­gen Abfall­ver­trä­ge läuft auch die Finan­zie­rungs­mög­lich­keit für den Quar­tiers­ser­vice zur Mit­te des Jah­res aus. Über PASS soll eine Wei­ter­fi­nan­zie­rung zunächst bis Ende 2019 ermög­licht wer­den. Durch den Umfang des Pro­gramms — 130 Stel­len lan­des­weit — sind im Bre­mer Wes­ten auch wei­te­re Auf­ga­ben mög­lich — ggf. auch Umwelt- bzw. Quar­tiers­wäch­ter.

Die neue Bun­des­re­gie­rung möch­te wie­der einen sozia­len Arbeits­markt rea­li­sie­ren. Details sind noch unklar. Eine Vor­aus­set­zung soll evtl. eine Arbeits­lo­sig­keit von 8 Jah­ren sein. Der Ver­tre­ter des Arbeits­res­sorts hofft auf ca. 2.000 Arbeits­mög­lich­kei­ten für Bre­men. Das wäre eine Dimen­si­on, die Bre­men allei­ne durch Beschäf­ti­gungs­pro­gram­me in der Ver­gan­gen­heit nicht mit Abstand rea­li­sie­ren konn­te.

Es ging dann um die Fra­ge, wo im Umfeld die abge­bau­ten Glas­con­tai­ner an der Kul­mer­stra­ße wie­der auf­ge­baut wer­den kön­nen. Haben Sie einen Platz dafür parat?

In gehei­mer Sit­zung ging es dann um die Beschluss­fas­sung zur BSAG-Pla­nung und um aller­lei Bau­an­trä­ge aus dem Stadt­teil.