Kurzbericht “Bauausschuss” vom 19.01.2011

Anwe­send im Bürg­er­haus Osleb­shausen, Am Non­nen­berg 40, waren ca. 16 Gäste.

Um 18:00 Uhr gab es zuvor eine Ein­wohn­erver­samm­lung zum The­ma “Erweiterung Schule Am Osleb­shauser Park”. Anwe­sende Nach­barn fragten hier ins­beson­dere zur geplanten Park­si­t­u­a­tion nach. Der bish­er öffentliche Park­platz vor dem Bunker an der Osleb­shauser Heer­str. wird Stell­fläche für die Schule. Ins­ge­samt wird es damit ca. 15 Park­plätze geben. Für alle Mit­glieder des im Rah­men der Ober­schule aufge­stock­te Lehrper­son­als — Pla­nun­gen laufen hier auf eine Fer­tig­stel­lung zum Schul­jahr 2012/2013 hin — reicht das aber nicht, obwohl man damit wohl über den geset­zlichen Anforderun­gen liegt. Auf unsere Nach­frage hin ist beim Aus­bau der Schule keine Sanierung der Turn­halle geplant. Der Baustel­len­verkehr soll im Gegen­satz zum früheren Aus­bau dies­mal über die Zufahrt am Park laufen. Dieser Umstand soll auch bei den anste­hen­den Wege­verbesserun­gen im Osleb­shauser Park — siehe Waller Park — berück­sichtigt wer­den.

Auf der anschließen­den Auss­chuss­sitzung wurde dann die unter dem Arbeit­sti­tel Quatier­szen­trum Gröpelin­gen laufende Sanierung “rund um Ex-Opel Burr” nochmals durch die Architek­ten vorgestellt. Es hat sich nichts an den schon ein­mal in ein­er öffentlichen Beiratssitzung vorgestellen Plä­nen geän­dert. Ca. im Juni 2011 sollen die ersten neuen Flächen bezo­gen wer­den. Zwis­chen 60 und 70 % der Flächen sind ver­mi­etet. Freie Flächen gibt es noch im ehe­ma­li­gen Auto­haus, das völ­lig neu gestal­tet wird. Hier hat es sich wohl als hin­der­lich erwiesen, Miet­inter­essen­ten beim Anblick des derzeit­i­gen Zus­tands den Plan-Zus­tand zu ver­mit­teln. O.k. — es ist nicht die Überseestadt — dafür aber verkehrlich durch die Nähe zum Straßen- und Bus­de­pot sowie zur Hafen­rand­str. bess­er erschlossen sowie durch die zahlre­ichen Geschäfte lebendi­ger.

Wesentlich­er Tage­sor­d­nungspunkt war die beantragte Errich­tung ein­er Wind­kraftan­lage am Stan­dort Riespot. Es gab hier keinen ein­stim­mi­gen Beschluss, so dass am 9.2. das The­ma abschließend auf ein­er Beiratssitzung in Osleb­shausen berat­en wird. Die Anlage befind­et sich inner­halb der mit der 76. Änderung des Flächen­nutzungs­plans fest­gelegten Vor­rangfläche C. Allerd­ings wurde bei dessen Beschlussfas­sung im Jan­u­ar 2007 eine Begren­zung auf eine Gesamthöhe von 150 Meter fest­gelegt. Die enorme tech­nis­che Enwick­lung kon­nte man damals noch nicht vorausse­hen, so dass jet­zt eine ins­ge­samt 180 Meter hohe 3,2‑MW-Anlage beantragt wurde. Ver­weis zur 76. Änderung des FNP (0076 in das Feld eingeben; dann zeigt Plan 2 die Wind­kraft­fläche C und Plan 5 die Wind­kraft­fläche F, mit Klick auf Begrün­dung kommt man zum detail­lierten Text­teil).

Die Vertreter von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, DIE LINKE und CDU stimmten für die 180-Meter-Vari­ante. Die Vertreter der SPD dage­gen, weil sie weit­ere Belas­tun­gen in Osleb­shausen ablehnen. Wir hal­ten dies für eine pop­ulis­tis­che Vor­wahlkampfhal­tung.

Aus unser­er Sicht muss Poli­tik ehrlich zu den Men­schen sein.

  • Der Stan­dort ist 1.180 Meter von der näch­sten Wohn­be­baung (Wohlers Eichen) ent­fer­nt — somit ein rel­a­tiv opti­maler Stan­dort.
  • Auf den Lärm­pegel hat der Höhe­nun­ter­schied von 150 auf 180 Meter prak­tisch fast keinen Ein­fluss — die meis­ten Men­schen kön­nen die Höhe auch gar nicht abschätzen.
  • Der Schorn­stein des Hafenkraftwerks ist 260 Meter hoch.
  • Inner­halb der Vor­rangfläche C wären auch Stan­dorte mit nur ca. 750 Metern Ent­fer­nung zu Wohlers Eichen möglich. Bei der Auf­stel­lung des Flächen­nutzungs­plans waren 3 — 5 2,2 MW-Anla­gen angedacht.
  • Es gibt bere­its weit­ere 180-Meter-Anla­gen im Land Bre­men.
  • In See­hausen ist vor eini­gen Monat­en eine 142,5‑Meter-hohe Ersatz-Wind­kraftan­lage für die alten Wind­kraftan­la­gen auf dem Gelände des Klär­w­erks gebaut wor­den. Ent­fer­nung ca. 500 Meter von der Wohn­be­bau­ung (Schule).
  • Z.B. beim real­isierten Mit­tel­ka­lorikkraftwerk beim Hafenkraftwerk (Ver­bren­nung von z.B. Ver­pack­ungsresten anstatt Kohle) gehen wir davon aus, das alles wie genehmigt ver­läuft. Eine Restun­sicher­heit bleibt aber immer, das jemand etwas anliefert was nicht erlaubt ist, das nicht ent­deckt wird und die Fil­ter­an­la­gen es auch nicht her­aus­fis­chen. Eine Wind­kraftan­lage hat keinen Schorn­stein.
  • Viel prob­lema­tis­ch­er ist die Vor­rangfläche F hin­ter der A27 in nur schlecht­en­falls 400 Meter Ent­fer­nung vom Wohnge­bi­et Bauerndobben/Piepengraben/Heppengraben. Der Beirat hat­te sich 2006 gegen diese Fläche aus­ge­sprochen — die Bürg­er­schaft hat 2007 aber trotz­dem diesen Stan­dort aufgenom­men.
  • Falls die SPD ihre Hal­tung Ernst meint, müsste sie den mit viel Steuergeld unter der rot-schwarzen Regierung herg­erichtetem Bre­mer Indus­triepark in ein Naturschutzge­bi­et umwid­men. Dito gilt dies für weit­ere Indus­trieflächen an der Hüt­ten­straße und wohl auch für Ansied­lun­gen im See­hafenge­bi­et Indus­triehafen.

Dann gab es noch ein Schreiben des Bau­res­sorts zu “Am Krähen­berg”. Die Ein­bahn­straßen­schilder sind wohl noch nicht aufgestellt, da noch an der Finanzierung ein­er Schranke gear­beit­et wird. Bei Beobach­tun­gen vor Ort haben wir fest­gestellt, das prak­tisch alle Verkehrsregeln mis­sachtet wer­den — allerd­ings von Auto’s, die vor Häusern in der Straße hiel­ten bzw. von dort kamen. (Aus­fahrt aus Am Krähen­berg nach links auf die Rit­ter­hud­er Heer­str. , Ein­fahrt in Am Krähen­berg von der Rit­ter­hud­er Heer­str. über die Nase, Mis­sach­tung des Rechtsab­biege­ver­bots vom Ross­mann-Park­platz in Am Krähen­berg …)

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