Beiratssitzung vom 13.11.2013

Anwe­send waren abzüglich der gelade­nen Gäste und der Beiratsmit­glieder ca. 15 Bürg­er. Als kul­tureller Beitrag wur­den dies­mal 2 Filme des 1. Osleb­shauser Kurz­film­fes­ti­val gezeigt.

Der Bürg­ervere­in Osleb­shausen machte auf den schlecht­en Zus­tand des viel­be­fahre­nen Rad­wegs im Grünzug West in Höhe der Schule Osleb­shauser Heeer­str. aufmerk­sam. Dort bilden sich ziem­lich große Regenpfützen. Durch die Entwid­mung und Entsiegelung der bish­er par­al­lel laufend­en Asphalt­strecke “Am großen Heck” wird das Prob­lem dringlich­er.

Aus dem Pub­likum gab es einige Berichte zu Schmutz- bzw. Lär­mauf­fäl­ligkeit­en. Im Nach­hinein ist dazu meis­tens nichts zu sagen. Es hil­ft nur, sich in einem solchen Fall Stan­dort, Uhrzeit, Dauer, Win­drich­tung, Art der Beläs­ti­gung zu notieren, evtl. Staubrück­stände o.ä. in einem Beu­tel zu sich­ern und sich an die Gewer­beauf­sicht zu wen­den. Hil­fre­ich ist auch, wenn man die Möglichkeit hat bei Geruchs­beläs­ti­gun­gen selb­st der Win­drich­tung zu fol­gen, um die mögliche Quelle einzuschränken. Der Stadt­teil­beirat hat­te erre­icht, das die Umweltmesssta­tion von der Gohgräfen­str. in den Menkenkamp ver­legt wurde. Mes­sauf­fäl­ligkeit­en gab es dort bish­er nicht.

 

Die Vertreter von Arcelor Mit­tal nan­nten nochein­mal kurz die durchge­führten Maß­nah­men “Mod­ernisierung Giesshalle” und “Kon­vert­er­gas­nutzung”. Diese Maß­nah­men haben zu 30 % Staub- bzw. 40 % NOx-Reduzierung geführt, was auch die beson­ders betrof­fe­nen Anwohn­er­grup­pen aus See­hausen und Burg-Gram­bke zur Ken­nt­nis genom­men haben.

Vorgestellt wurde das aktuelle Pro­jekt Hüt­ten­gaskraftwerk. Die erste Teil­genehmi­gung für die Baufeld­vor­bere­itung gab es dafür Anfang des Jahres. Ziel ist ein flex­i­bler Ein­satz von Erdgas, Kon­vert­er­gas und Gicht­gas für den eige­nen Strom- und Wärme(Dampf)bedarf. Von den 1.400 GWh jährlichen Strombe­darf sollen rech­ner­isch 1.000 GWh zukün­ftig selb­st erzeugt wer­den. Das Investi­tionsvol­u­men wurde auf ca. 200 — 250 Mio. Euro tax­iert — in der Spitze wür­den 600 Mitar­beit­er auf der Baustelle arbeit­en. Die CO2-Einsparung läge bei 60.000 T pro Jahr.

Mit welchem Part­ner der Betrieb durchge­führt wer­den würde, ist derzeit offen. Z.Zt. betreibt die swb AG noch eines der bei­den älteren Gicht­gaskraftwerke. Die Investi­tion­sentschei­dung an sich ist auch noch nicht gefall­en, da der geset­zliche Rah­men — Stich­wort EEG-Umlage, Eigen­stromerzeu­gung, KWG-Gesetz — passen muss. Das Bre­mer Werk ste­ht — jet­zt mal im Gegen­satz zur von der EEG-Umlage befre­it­en BSAG — im inter­na­tionalen Wet­tbe­werb. Die Energiekosten sind in einem Stahlw­erk ein ganz entschei­den­der Kosten­punkt im Wet­tbe­werb. Wenn Arcelor Mit­tal das neue Kraftwerk ohne die swb AG betreibt, hätte dies angesichts der dann bei der swb AG nicht mehr erzeugten Strom­men­gen ggf. Auswirkun­gen dort.

 

Danach berichtete die swb AG über das Kraftwerk Hafen. Der Betrieb des Mit­tel­ka­lorikkraftwerks mit seinen 300.000 Ton­nen Ein­gangsvol­u­men hat sich mit­tler­weile einge­spielt. Es gibt in Deutsch­land mehr Kraftwerke als passende Ein­gangsstoffe, so dass die swb AG auch Abfall importiert. Im Som­mer fiel dies auf, da aus Eng­land angeliefer­t­er Abfall nicht richtig ver­packt war bzw. der Umfang der Anliefer­ung nicht zur Ver­bren­nungs­menge passte und es so zu ein­er Fliegen­plage kam. Daraus hat man lt. dem Leit­er des Hafenkraftwerks gel­ernt.

Das Pro­jekt “Retro­fit Block 6” mit einem Investi­tionsvol­u­men von 47 Mio. Euro ist abgeschlossen wor­den. Der Wirkungs­grad dieses mit Steinkohle betriebe­nen Kraftwerks aus dem Bau­jahr 1979, das auch für die Fer­n­wärme im Bre­mer West­en sorgt, kon­nte von 36 auf 40 % gesteigert wer­den, die Leis­tung stieg von 300 MWe/39 MWth auf 330MWe/39MWth. Zudem kon­nte die Flex­i­bil­ität erhöht wer­den, was beim Ein­spei­sevor­rang der Erneuer­baren Energien wichtig ist. Denn Pho­to­voltaik­strom lässt sich anhand der Son­nen­schein­dauer recht gut prog­nos­tizieren, aber der Wind ist rel­a­tiv schlecht vorherzusagen und so muss die Kraftwerkleis­tung häu­figer und schneller rauf- und run­terg­eregelt wer­den.

Ende des Jahres wird der Block 5 am Hafenkraftwerk abgeschal­tet. Dadurch wer­den sich die Emis­sio­nen am Stan­dort um etwa 30 % reduzieren. Man kann dies als Erfolg der maßge­blich von Bünd­nis 90 / DIE GRÜNEN auf der Bun­de­sebene ein­geleit­eten Energiewende beze­ich­nen. Natür­lich heisst das auch, daß Arbeit­splätze bei den fos­silen Energi­eträgern ver­loren gehen.

 

An Anträ­gen aus dem Beirat gab es einen ein­stim­mig angenom­men Antrag zum Schiff­bauer­weg der fordert, das Bre­men­Ports im Zuge der Ein­rich­tung der Flüchtling­sun­terkun­ft möglichst schnell für eine bessere Beleuch­tung der Straße sor­gen soll.

Wie zu erfahren war, ist es selt­samer­weise wohl so, dass die Umbau­maß­nah­men im Schiff­bauer­weg noch nicht begonnen haben, obwohl der Betrieb noch in diesem Jahr aufgenom­men wer­den soll — ???

Dann wurde ein­stim­mig eine Ini­tia­tive des Gesund­heit­str­e­ff­punk­ts West unter­stützt, die den Erhalt des Bal­ance-Lokals von quirl in der Lin­den­hof­str. fordert.

Abschließend gab es einen Antrag zum West­bad. Im Kern ging es im mehrheitlich angenomme­nen Beschluss darum, das das West­bad im Zuge ein­er möglichen Uni­bad­sanierung nicht hin­ten run­ter­fall­en darf. Derzeit ist es so, das vom Sportres­sort Repara­turen zur Aufrechter­hal­tung des Betriebes — siehe die Reparatur des Hubbeck­ens im Klein­bad — zuge­sagt wur­den. Eine Sanierung ist nicht in Sicht.

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