Einwanderung aus Bulgarien und Rumänien ab 2014

Der Vor­stand der Bun­de­sagen­tur für Arbeit Herr Alt hat der Saar­brück­er Zeitung ein Inter­view gegeben.

2014 erwartet er eine Zuwan­derung von 180.000 Arbeitssuchen­den aus Bul­gar­ien und Rumänien. Nor­maler­weise sagt man, Bre­men ist 1 % von Deutsch­land. Im Gegen­satz zu Flüchtlin­gen kön­nen die Men­schen aber ihren Aufen­thalt frei wählen. D.h., städtis­che Bere­iche sind ggf. stärk­er betrof­fen. Und inner­halb der Stadt Bre­men war der Stadt­teil Gröpelin­gen bzw. hier der Ort­steil Lin­den­hof bish­er ein Schw­er­punkt des Zuzugs.

Wenn man aufmerk­sam durch den Stadt­teil geht, kon­nte man schon in den let­zten Jahren Verän­derun­gen fest­stellen. Die auch Her­aus­forderun­gen mit sich bracht­en, wie z.B. Niedrigstlöhne auf Baustellen, Sprachkurs­be­darf in den Schulen, Lück­en in der Gesund­heitsver­sorgung, Aus­beu­tung der Men­schen per Mietwuch­er, Ver­mül­lung und Bet­telei im öffentlichen Raum, ganz neue Fal­lkon­stel­la­tio­nen im Job­cen­ter.

Außer­dem muss man sehen, das es auch für die Angle­ichung der Lebensver­hält­nisse in Bul­gar­ien und Rumänien an den EU-Durch­schnitt nicht förder­lich ist, wenn dort qual­i­fizierte Men­schen das Land ver­lassen. Aber es ist ver­ständlich, wenn man die poli­tis­chen Nachricht­en aus den bei­den Län­dern bzw. ins­beson­dere Bul­gar­ien ver­fol­gt, die eher von Parteien­stre­it und Kor­rup­tion statt Wirtschaft­sauf­bau geprägt sind. Die EU müsste die Nicht­fortschritte der dor­ti­gen Regierung viel stärk­er anprangern. Aus Rumänien ist immer­hin die Automarke Dacia bekan­nt, es gab kür­zlich den Osteu­ropa-Chi­na-Gipfel in Bukarest mit etlichen Wirtschaftsverträ­gen und chi­ne­sis­che Banken wollen Mil­liar­den Euro in Rumänien investieren.

Desweit­eren stellt Herr Alt fest, das die Inte­gra­tion von Langzeitar­beit­slosen in die Betriebe nicht funk­tion­iert. Man braucht neue Ansätze. Das kann man auch aus den sta­tis­tis­chen Zahlen zum Stadt­teil ent­nehmen.

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