Neu­bau­ge­biet ehe­mals Gewer­be­flä­che Machu­ra in Oslebshau­sen

Über den Som­mer hat es eine Aus­schrei­bung für die­ses ca. 12.500 qm gro­ße Grund­stück gege­ben. Das ist ein Bau­vor­ha­ben des­sen Anfangs­pla­nung sicher schon 10 Jah­re her ist. Auf unse­rer Sei­te kann mit der Suche „Machu­ra” eine Befas­sung mit dem The­ma am 07.05.2014 lesen — weil das Pro­jekt damals nicht vor­an kam. Zumin­dest offi­zi­ell soll es nicht an Per­so­nal­man­gel bzw. wich­ti­ge­ren Auf­ga­ben bei Immo­bi­li­en Bre­men gele­gen haben, son­dern mit Unter­su­chun­gen z.B. nach Alt­las­ten und dem schwie­ri­ge­ren wei­chen Bau­grund, auf dem man nicht ein­fach so eine Beton­plat­te set­zen kann.

Über den Ver­weis „Bebau­ungs­plä­ne” hier auf der Sei­te kann man sich den gül­ti­gen Bebau­ungs­plan 2071 für das Gebiet anschau­en. Maxi­mal ist der Bau von 27 Ein­fa­mi­li­en­häu­sern- bzw. Dop­pel­haus­hälf­ten vor­ge­se­hen. Eine Sozi­al­bin­dung gibt es aus­nahms­wei­se nicht.

Gerüch­ten im Stadt­teil nach soll es bei der Aus­schrei­bung einen Zuschlag gege­ben haben. Den Gerüch­ten nach auch an eine Bie­ter­ge­mein­schaft o.ä., die im Stadt­teil selbst ansäs­sig ist. Die Anwoh­ner am Rand­weg sind natür­lich nicht froh über den Ver­lust der hin­zu­ge­pach­te­ten Grund­stü­cke und der nach dem Abriss der Maschi­nen­fa­brik Machu­ra ent­stan­de­nen Wie­se, deren Pfle­ge sie wohl selbst mit­über­nom­men habe. Letzt­lich war da wo heu­te ihre Häu­ser ste­hen aber auch mal Wiese/Wald. Der Lauf der Zeit in einer wach­sen­den Stadt bzw. bei dem Anspruch auf mehr qm pro Per­son als noch vor Jahr­zehn­ten.

Die Aus­schrei­bungs­be­din­gun­gen sehen eine Auf­nah­me der Bau­tä­tig­keit inner­halb von 2 Jah­ren nach Ver­trags­ab­schluss vor. Da vor den Bau­maß­nah­men an den Häu­sern wahr­schein­lich noch Maß­nah­men im Bereich Stra­ßen­bau bzw. Lösun­gen für das anfal­len­de Regen­was­ser auf dem Grund­stück not­wen­dig sind, müss­ten kon­kre­te Maß­nah­men auf dem Grund­stück wohl deut­lich frü­her ein­set­zen. Ande­rer­seits gibt es beim Ver­stoß gegen die Baupflicht kei­ne Rück­ab­wick­lung, son­dern „nur” eine pro­zen­tu­al zwei­stel­li­ge Ver­trags­stra­fe auf den Zuschlags­preis. Ob also eine kon­kre­te Bau­tä­tig­keit bzw. zuvor der Start von Ver­mark­tungs­be­mü­hun­gen ein­set­zen, muss man abwar­ten.

Von der Lage her muss man objek­tiv fest­stel­len, das sich Oslebshau­sen in den letz­ten Jah­ren posi­tiv ver­än­dert hat. Durch die Bebau­ung auf dem Oslebshau­ser Bahn­hofs­vor­platz und der bereits erfolg­ten und noch vor­ge­se­he­nen Ansied­lung diver­ser Geschäf­te des täg­li­chen Bedarfs. Durch die Ein­füh­rung der Regio-S-Bahn. Durch die Umwand­lung und Aus­baus des San­der-Cen­ters in einen Mehr­flä­chen­markt. Den Regi­ne-Hil­de­brandt-Platz für den Oslebshau­ser Markt­platz. Die Pfle­ge­wohn­ein­rich­tun­gen um auch im Alter im Stadt­teil woh­nen zu blei­ben. Den stre­cken­wei­se Bau einer Lärm­schutz­wand durch die Deut­sche Bun­des­bahn. Gro­ße Ver­bes­se­run­gen bei der Schad­stoff­mi­ni­mie­rung etwa des Stahl­werks. Etc.

Das Grund­stück hat zwar ein bewis­ses lei­ses Grund­rau­schen durch die Auto­bahn — ande­rer­seits sieht man von der Auto­bahn nichts und man ist eben durch die Auf­fahrt Nahe dem San­der-Cen­ter auch schnell auf der Auto­bahn. O.g. Regio-S-Bahn mit 8 Minu­ten bis zum Haupt­bahn­hof und die viel­fäl­ti­gen Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten in Geh­wei­te. Dazu grenzt es an das gro­ße Klein­gar­ten­ge­biet Bau­ern­wei­de und idyl­li­schen Orten wie dem Nacht­wei­densee an. Aus unse­rer Sicht dürf­te die Lage­qua­li­tät damit bes­ser sein als etwa auf der ande­ren Sei­te der Bahn­li­nie beim Grund­stück Reihersiedlung/Tucholskystraße, das an das Gewer­be­ge­biet angrenzt und näher an der Bahn­li­nie liegt.

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