Wir bitten um ein NEIN beim Volksbegehren zur Galopprennbahn

Als Bewohn­er in Gröpelin­gen oder Osleb­shausen kön­nte man meinen, das ist weit weg da in der Vahr bzw. Hemelin­gen. Aber das ist es nicht, denn auf dem Woh­nungs­markt Bre­men hat auch der Nicht­bau von geplant 1.200 Wohnein­heit­en Auswirkun­gen auf Gröpelin­gen.

Hier gibt es die notwendi­gen neu­tralen Infor­ma­tio­nen mit ganz vie­len Unter­stützern: https://rennbahnquartier.de/

Lei­der ist es so, das diese Bürg­erini­tia­tive von Wut­bürg­ern den Men­schen nicht die Wahrheit sagt. Wahr ist, das die Galop­prennbahn an sich bish­er nur an weni­gen Tagen im Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich war — und dann auch nur auf der Tribüne etc. an Ren­nta­gen. Man kon­nte da ja kein Pick­nick auf der Rennbahn abhal­ten. Ähn­lich ist es mit dem Golf­club, für den man gar nicht wenig Ein­tritt zahlen muss. Und für bei­de Sportarten braucht man kurzen Rasen — für eine Galop­prennbahn auch noch mit fes­ten Unter­grund drunter. Bis auf einen Wald am Rand­streifen kann man nicht ern­sthaft von ein­er ökol­o­gisch wertvollen Fläche sprechen — so sehen es auch die Umweltver­bände BUND und Nabu.

Die Gesamt­fläche der Rennbahn beträgt ca. 30 Hek­tar (ha). Davon ca. 5 ha. Wald. Grüne/SPD/Linke wollen, das 10 ha bish­er nicht zügängliche meist Ödfläche ökol­o­gisch aufgew­ertet und der umliegen­den Bevölkerung als Erhol­ungs­fläche zugänglich gemacht wer­den.

Es verbleiben dann 15 ha für eine Wohn­be­baung. Zieht man davon großzügig weit­ere 50 % für Gärten, Heck­en, ggf. dachbe­grünte Car­ports etc. ab, verbleiben 7,5 ha oder 75.000 qm für eine Wohn­be­bau­ung. Baut man dreistöck­ig mit eben­falls Gründäch­ern, kann man eine Brut­to­geschoss­fläche von 225.000 qm erricht­en. Für mögliche 1.200 Wohnein­heit­en ergibt sich so eine Brut­tofläche pro Wohnein­heit von rech­ner­isch 187,5 qm. Davon muss man Flächen für Ver­sorgungsleitun­gen, Flure etc. abziehen. Auf der anderen Seite sollen aber auch kleine Woh­nun­gen mit vllt. “nur” 50 qm gebaut wer­den.

Man erken­nt mit dieser ein­fachen Rech­nung gut, das mit ein­er tat­säch­lichen 3stöckigen Bebau­ung nur von einem Vier­tel der Gesamt­fläche über 1.000 Wohnein­baut­en gebaut wer­den kön­nen. Zudem würde der Stadt­teil eine sehr große Grün­fläche mit z.B. auch Spielflächen und parkähn­lichem Charak­ter gewin­nen.

Unter der vorheri­gen Regierungs­beteili­gung der CDU im Land Bre­men wur­den viele Mil­lio­nen an Steuergeldern für den Bau der Galop­prennbahn oder des Train­ingszen­trums in Mah­n­dorf aus­gegeben. Steuergelder für eine recht elitäre Gruppe, die das nicht nötig hat und wo der Mehrw­ert für die Stadt doch sehr begren­zt ist!

Der rot-grüne Sen­at musste eine Kom­pen­sa­tion­sleis­tung an den Golf­club leis­ten, um wieder die volle Ver­fü­gung über die Flächen zu bekom­men. Das ist bedauer­lich, aber jeden­falls nicht von den Grü­nen zu ver­ant­worten.

Man liest im Weser-Kuri­er das die Bürg­erini­tia­tive die den Volk­sentscheid ini­tiert hat, wieder “aus der Rennbah­necke” finanziert wird. Sie argu­men­tieren mit falschen bzw. absur­den Argu­menten — klas­sis­che “Fake-News”. Etwa, das man nur mit Hochhaus­baut­en die Wohnein­heit­en erricht­en kön­nte. Oder das die kurzgeschorene Rasen­fläche ökol­o­gisch sehr wertvoll wäre. Oder das die Stadt die Fläche an bösen Inve­storen ver­schachern will.

Unsere Bitte: Wenn Sie zur Wahl gehen, dann stim­men Sie doch auch für ein NEIN bei dieser Wahl und gehen den “Fake-News” nicht auf dem Leim. Bitte nehmen Sie sich die Zeit in der Wahlk­a­bine die Sie brauchen für die 4 Wahlen an diesem Wahlt­ag. Und jed­er Wäh­ler möge bitte für diese gle­ich 4 Wahlen die notwendi­ge Wartezeit ein­pla­nen. DANKE.

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