Gemeinsame Beiratssitzung mit Findorff und Walle am 17.05.2022

Die Sit­zung fand öffent­lich in Prä­senz in der Men­sa der Gesamt­schu­le West statt. Anlass waren 2 The­men die mehr oder weni­ger alle 3 West­bei­rä­te berühren.

Ers­tes The­ma war der Abriss und der Neu­bau des West­ba­des in der Wal­ler Heer­stra­ße. Das Sta­di­um der Dis­kus­si­on und der Kon­zep­ter­stel­lung konn­te nach meh­re­ren Anläu­fen hin­ter sich gelas­sen wer­den. Der Bei­rat stimmt dem vor­lie­gen­dem Bau­an­trag zu. Nächs­te Stu­fen sind die Ertei­lung der Bau­ge­neh­mi­gun­gen für den Abriss und den Neu­bau. Und die wei­te­re Detaili­sie­rung des Bau­vor­ha­bens in sei­nen ein­zel­nen Gewer­ken zur Aus­schrei­bungs­rei­fe. Also kon­kret wel­che Bau­leis­tung man brauch und wie­viel Mate­ri­al poten­ti­el­le Bau­fir­men dafür ein­pla­nen müs­sen. An Kos­ten sind bis­lang 21,8 Mil­lio­nen Euro für den Bau und 3,0 Mil­lio­nen Euro für die Außen­ge­stal­tung bud­ge­tiert. Letz­te­rer erscheint auf den ers­ten Blick aus­rei­chend, ers­te­res: Man weiss es nicht. Eine wich­ti­ge Neue­rung wird sein, das zukün­fig nur tat­säch­li­che Nut­zer den Park­platz kos­ten­los bele­gen kön­nen. Die vor­ge­se­he­ne Gas­tro­no­mie im EG soll sowohl den Vor­platz, einen Bereich im Ein­gang und den Schwimm­be­reich versorgen.

Bäder benö­ti­gen im Ver­gleich zu ande­ren Gebäu­den vor allem sehr vie­le Flie­sen. Da ist ein Blick auf die im Land Bre­men ansäs­si­ge Steu­ler Flie­sen­grup­pe (ehe­mals Nord­deut­sche Stein­gut) recht auf­schluss­reich. Die Fir­me ver­mel­de­te für das ers­te Quar­tal 2022 über­ra­schend gute Zah­len. Das konn­te man bei den Ener­gie­preis­stei­ge­run­gen nicht erwar­ten. Hin­ter­grund ist, das die Haupt­flie­sen­her­stel­ler in Euro­pa in Ita­li­en und Spa­ni­en pro­du­zie­ren. Vie­le die­ser Her­stel­ler haben auf Ton­er­den aus der Ukrai­ne (Russ­land?) gesetzt und waren mit dem Kriegs­be­ginn qua­si abge­schnit­ten von ihrem wich­tigs­ten Roh­ma­te­ri­al und in wei­ten Tei­len nicht mehr aus der Pro­duk­ti­on lie­fer­fä­hig. Die Steu­ler Flie­sen­grup­pe hat hin­ge­gen ande­re Lie­fer­quel­len, war so lie­fer­fä­hig und konn­te ganz erheb­li­che Preis­stei­ge­run­gen am Markt durch­set­zen. Denn begon­ne­ne Bau­vor­ha­ben müs­sen ja fer­tig wer­den. Soet­was war bei der Bud­get­be­reit­stel­lung für das West­bad nicht vor­aus­seh­bar. Inso­fern gilt es den wei­te­ren Ver­lauf abzu­war­ten. Es soll aber kei­nen iso­lier­ten Abriss geben ohne sicher zu sein, das der Neu­bau auch finan­ziert wer­den kann.

Das zwei­te The­ma war die Umset­zung der Psych­ia­trie­re­form “Ambu­lant vor sta­tio­när” und hier­für die Ein­rich­tung eines Zen­trums für see­li­sche Gesund­heit. Dazu gab es Irri­ta­tio­nen, weil 2 Trä­ger unter­schied­li­che Grund­stü­cke an der Wal­ler Heer­stra­ße und der Hafen­rand­stra­ße mit unter­schied­li­chen Kon­zep­ten ver­fol­gen. Der gesam­te bre­mi­sche Sek­tor in die­sem Bereich mit dem Gesund­heits­res­sort, der GENO und den Trä­gern will im Juni in Klau­sur gehen und ein abge­stimm­tes Ergeb­nis vor­stel­len. Inhalt­lich ist mal wohl nicht weit aus­ein­an­der. Nur könn­te an der Wal­ler Heer­stra­ße nur ein Teil umge­setzt wer­den, wobei ande­re Trä­ger sagen, es bedarf für einen Erfolg alles an einem Ort. An der Hafen­stra­ße könn­te das gelin­gen. Gespro­chen wur­de von 16 Not­fall­plät­zen und allen Fach­kräf­ten vor Ort, die die Unter­brin­gung der psy­chisch kran­ken Men­schen in der Flä­che bzw. (wei­ter) in ihren Woh­nun­gen von einer Stel­le aus koor­di­nie­ren und den jewei­li­gen, sich über die Jah­re ver­än­der­den Unter­stüt­zungs­be­darf fest­le­gen können.

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