Klare Worte vom Bundesverteidigungsminister in den Medien

Pis­to­ri­us sag­te: “Aber gleich­zei­tig darf man eben auch nicht negie­ren, dass, wenn jemand die AfD wählt, dann weiß er anders als viel­leicht noch vor 8 Jah­ren oder vor 10 Jah­ren, dass er eine AfD wählt, die rechts­extrem und in Tei­len faschis­tisch ist, die ras­sis­tisch daher­kommt und die nichts Gutes vor­hat mit unse­rer Demo­kra­tie und mit unse­rem Land.”

Man muss es so klar aus­spre­chen wie es der Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter tut:  Wer der Apo­ka­lyp­se für Deutsch­land sei­ne Stim­me gibt, der macht sich zum Mit­tä­ter. Er kann sich spä­ter nicht dar­auf zurück­zie­hen, das er ja von nichts wuss­te. Heu­te kann jeder wis­sen, wie es Ende der 1920 Jah­re ange­fan­gen hat und wel­che Gesin­nung vie­le die­ser Akteu­re haben. Das kann jeder sehen, wenn er einen Wahl­stand die­ser Par­tei in Bre­men besucht.

Und das Schlim­me ist, dass man anneh­men kann, das weit über­wie­gend Men­schen die­se Par­tei wäh­len, die vom Wahl­pro­gramm die­ser Par­tei stark benach­tei­ligt wer­den. Denn hin­ter die­ser Par­tei steckt ja die Ideo­lo­gie eines mög­lichst schwa­chen Staa­tes und “mehr Reich­tum für die Rei­chen”. Jeder soll sich selbst hel­fen. Also kei­ne so hohe Grund­si­che­rung wie heu­te. Weni­ger Steu­ern für Rei­che. Obsku­re Plä­ne wie Tren­nung in den Schu­len nach Her­kunft. Es wer­den The­men auf­ge­bauscht, die völ­lig neben­säch­lich für die Zukunft Deutsch­lands sind, das Land in ein Cha­os stür­zen und von den wirk­lich wich­ti­gen Din­gen ablenken.

Es gibt nur eine Rea­li­tät — und die ist mit­un­ter hart — egal was die Par­tei­en­ver­tre­ter ver­spre­chen. Da kann man sich nicht “auf der Sim­son”  in Tag­träu­me “von der guten alten Zeit” flüch­ten. Die Rea­li­tät ist die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung — mehr alte Men­schen und weni­ger jun­ge Men­schen. Und das hat kos­ten­trei­ben­de Fol­gen für die Ren­te, für die Pfle­ge, für das Gesund­heits­sys­tem. In Sach­sen-Anhalt, in Deutsch­land, in Bre­men. Die Rea­li­tät sind die krie­ge­ri­schen Kon­flik­te in der Welt. Die Rea­li­tät ist das wirt­schaft­li­che Agie­ren Chi­nas im Export — also das Expor­tie­ren in Mas­sen zu Dum­ping­prei­sen, statt die För­de­rung der Bin­nen­nach­fra­ge in Chi­na selbst.

Sach­sen-Anhalt hat bereits um 25 % ihrer Bevöl­ke­rung ver­lo­ren. Es hat in Deutsch­land die ältes­te Bevöl­ke­rung. Der Migra­ti­ons­an­teil liegt mit auf dem nied­rigs­ten Niveau knapp über 10 %. Die füh­ren­den Unter­neh­men for­dern eine posi­ti­ve Grund­stim­mung für Zuwan­de­rung und Offen­heit für Aus­län­der — sonst wer­den sie nicht mehr inves­tie­ren bzw. wan­dern not­ge­drun­gen ab. Der Ver­lust an Arbeits­kräf­ten in das Ren­ten­al­ter wird sich in den öst­li­chen Bun­des­län­dern schnel­ler als in west­li­chen Bun­des­län­dern voll­zie­hen — und zwar rasant. Weil nach der Wen­de vie­le jun­ge Men­schen in den Wes­ten — auch nach Bre­men — gezo­gen sind und die­se heu­ti­gen 40‑, 50-Jäh­ri­gen im Osten feh­len. Ohne star­ke Zuwan­de­rung wird Sach­sen-Anhalt wirt­schaft­lich und auf allen Ebe­nen der Infra­struk­tur abbau­en müssen.

Der Gegen­ent­wurf zu die­sem Nie­der­gang ist qua­si Bre­men. Hier sind vie­le jun­ge Men­schen, hier ist Zukunft. Aber jeder muss sich auch bewusst sein, das das nicht selbst­ver­ständ­lich ist. Jede und jeder  muss wis­sen, das sie/er mit der Stim­me für die Apo­ka­lyp­se für Deutsch­land zum Mit­tä­ter wird.

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