Antrag in der Bürgerschaft: Bremen und Bremerhaven zu Solar Cities machen!

Ein schon län­ger über­fäl­li­ger Antrag, zu dem auch die Grü­nen Grup­pen aus dem Bre­mer Wes­ten einen klei­nen Bei­trag geleis­tet haben:

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Wenn man sich anschaut, wie güns­tig Strom aus Pho­to­vol­ta­ik gewor­den ist und wel­chen Bei­trag er zur Sen­kung der Miet­ne­ben­kos­ten leis­ten kann, dann muss es viel­mehr Pho­to­vol­ta­ik auf Dächern geben. Auch los­ge­löst vom Umwelt­schutz­ge­dan­ken, der natür­lich eine Haupt­mo­ti­va­ti­on ist.

Man darf nicht den Feh­ler machen, das mit der Ener­ge­ti­schen Moder­ni­sie­rung in einen Topf zu wer­fen, die auch nicht sel­ten für Mie­ter so umge­setzt wird, das die­se zwar mehr Mie­te zah­len müs­sen, aber die Heiz­kos­ten im Gegen­zug gar nicht ent­spre­chend sin­ken. Sie also im Grun­de mehr zah­len ohne einen Nut­zen zu haben.

Mit den heu­ti­gen Prei­sen ist auf dem Dach pro­du­zier­ter Strom i.d.R. güns­ti­ger als aus dem Netz bezo­ge­ner Strom, wobei es da je nach Grö­ße und Zah­lung der EEG-Umla­ge Unter­schie­de gibt. Die Amor­ti­sa­ti­ons­zeit kann unter 10 Jah­re lie­gen. Die­sen Vor­teil hat aller­dings der­je­ni­ge der den Strom auch ver­braucht — also der Mie­ter. Im Gegen­satz zu einer ener­ge­ti­schen Gebäu­de­sa­nie­rung, bei der der Eigen­tü­mer bis zu 8 % der Inves­ti­ti­ons­kos­ten auf die Mie­te umle­gen darf und so im Opti­mal­fall nach 12,5 Jah­ren die Inves­ti­ti­ons­kos­ten wie­der vom Mie­ter erstat­tet bekommt.

Solan­ge die Nach­fra­ge nach Woh­nun­gen höher ist als das Ange­bot, macht es also aus Ver­mie­ter­sicht vllt. gar kei­nen wirt­schaft­li­chen Sinn, in eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge zu inves­tie­ren, wo der Nut­zen davon beim Mie­ter liegt. Wäre der Woh­nungs­markt anders, dann könn­te ein Ver­mie­ter Mie­ter auch mit güns­ti­gem Strom anlo­cken — ana­log zu einem neu­en Bad, Ein­bau­kü­che o.ä..

Aber auch in einem ange­spann­ten Woh­nungs­markt muss es gelin­gen, bei The­ma Nut­zung der Solar­kraft vor­an­zu­kom­men. Des­halb sind wir gespannt, wie der Antrag schlu­ßend­lich umge­setzt wird.

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