Umbau Gröpelinger Heerstr. 178–180 zu einem Quartierstreff für Beratung, Beschäftigung und Qualifizierung

Auf der nächs­ten Sit­zung de Depu­ta­ti­on für Mobi­li­tät, Bau und Stadt­ent­wick­lung dürf­te eine für Grö­pe­lin­gen wich­ti­ge Um- und Aus­bau­maß­nah­me beschlos­sen wer­den: Der Um- und Aus­bau des Gebäu­des Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße 178 — 180 — mit dem Tedi-Markt im Erd­ge­schoss — zu einem Quar­tiers­treff für Bera­tung, Beschäf­ti­gung und Qua­li­fi­zie­rung. In der Vor­la­ge heisst es:

Der Stand­ort bie­tet nicht nur der WaBeQ GmbHg geeig­ne­te Flä­chen, son­dern auch den Kooperationspartner:innen ArBiS, Bin „Beschäf­ti­gung in Nach­bar­schaf­ten“, Gro­ne-Bil­dungs­zen­tren Bre­men GmbHg, Ver­ein für Inne­re Mis­si­on in Bre­men, AWO Bre­men-Grö­pe­lin­gen, Bre­Soc e. V., Syri­scher Exil Kul­tur­ver­ein e. V., Netz­werk Inte­gra­ti­on im Bre­mer Wes-ten, Job­Kick plus 1 u. Job Kick plus 2 mit Lern­ca­fé und Ökonet/ GRI (Quar­tiers­ser­vice). Das Quar­tiers­ma­nage­ment Grö­pe­lin­gen soll die­sen Stand­ort eben­falls nut­zen und über einen sepa­ra­ten Ein­gang erreich­bar sein. Der bis­her genutz­te Stand­ort im QBZ Mor­gen­land wird dadurch frei und erhöht die Kapa­zi­tä­ten für drin­gen­de ande­re Dienst­leis­tun­gen im QBZ. Die Ange­bo­te rich­ten sich über die Ziel­grup­pe der Lang­zeit­ar­beits­lo­sen hin­aus auch spe­zi­ell an Geflüch­te­te und Frau­en, aber auch an alle im Quar­tier Wohnenden.

Wir hal­ten das für eine sehr gute Lösung zur Nut­zung die­ses Lang­zeit­leer­stan­des im ers­ten Ober­ge­schoss. Denn die Auf­sto­ckung wur­de damals de fac­to abge­bro­chen. Bei einer Besich­ti­gung vor eini­gen Jah­ren war ein Loch im Flach­dach zu sehen und auch die Außen­wän­de waren in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wor­den durch die Wet­ter­ein­flüs­se ohne Hei­zung. Wir hat­ten uns schon seit 10 Jah­ren für die arbeits­markt­po­li­ti­sche Nut­zung die­ses Stand­orts ein­ge­setzt, weil sowas zen­tral ein­fach fehlt. Und sind froh, das die WaBeQ und das Part­ner­netz­werk das jetzt umset­zen wollen.

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Beiratssitzung am 16.11.2022 um 19:00 Uhr im Saal des Nachbarschaftshauses Helene Kaisen

Es waren ca. 35 Gäs­te anwesend.

Wir schlos­sen an die letz­te Bei­rats­sit­zung an und brach­ten einen Antrag zum Par­ken ein, der bei einer Ent­hal­tung ansons­ten ein­stim­mig ange­nom­men wur­de: Beschlussvorlage_Parken_z_Bäumen

Ein wei­te­rer Antrag behan­del­te das die Stra­ßen­bahn behin­dern­de Par­ken an der Hal­te­stel­le Lin­den­hof­stra­ße: Beschlussvorlage_Parken_z_Bäumen. Die­ser Antrag wur­de ein­stim­mig angenommen.

Wei­te­re ange­nom­me­ne Anträ­ge ande­rer Frak­tio­nen bzw. aus der Bevöl­ke­rung han­del­ten von der Anbin­dung des Gewer­be­ge­bie­tes San­der-Cen­ter an den Bus­ver­kehr und es ging um eine bes­se­re Beleuch­tung im Gewer­be­ge­biet Riedemannstraße

Ver­tre­ter aus dem Grö­pe­lin­ger Jugend­fo­rum berich­te­ten von ihren ver­gan­ge­nen und geplan­ten Akti­vi­tä­ten (Fahrt zum Bun­des­tag, Nacht der Jugend; Insta­gram­grup­pe, Thea­ter­be­such, Pod­cast, Graf­fi­ti-Pro­jekt bei der KiTa Schwar­zer Weg.

Unser Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der berich­te­te von einem tag­glei­chen Besuch bei der Fir­ma Mile­way an der Lou­is-Kra­ges-Stra­ße. Das sind die aktu­el­len Eigen­tü­mer des gro­ßen Lou­is-Kra­ges-Gelän­des, das unter die­sem Namen noch immer bekann­ter sein dürf­te. Im April 2020 hat­te es dort einen Groß­brand von Alt­hal­len gege­ben, die u.a. mit asbest­hal­ti­gen Plat­teb ver­se­hen waren. An der Stel­le ist nun­mehr ein neu­er gro­ßer Hal­len­kom­plex in der Ent­ste­hung. Zuvor war schon im August die Fir­ma DHL Express von der Hüt­ten­stra­ße in ein neu­es Gebäu­de auf dem Gelän­de umge­zo­gen. Es wur­de uns mit­ge­teilt, das die noch bestehen­den Alt­hal­len im vor­de­ren Teil des Gelän­des und in der Mit­te des Gelän­des abge­ris­sen und eben­falls durch moder­ne Neu­bau­ten ersetzt wer­den sol­len. Ange­peilt ist hier­für das Jahr 2024. Des ist inso­fern erfreu­lich, weil dann die Anwoh­ner kei­ne Angst mehr haben müss­ten, das bei einem Brand wie­der asbest­hal­ti­ge Luft  in den Stadt­teil wehen könn­te. Hof­fen wird mal, das die Hal­len auch bis zum Abriss stehen. 🙂

Als Tages­or­dungs­punk­te ging es dies­mal um städ­te­bau­li­che Ent­wür­fe im Ohlen­hof­vier­tel. Gemeint war damit die 10.000 qm gro­ße Frei­flä­che am Ende des Hal­mer­we­ges / Lan­ge Rei­he / Klit­zen­burg / Wum­men­sie­der Stra­ße. Ergänzt um wei­ter umlie­gen­de Flä­che wie den Vono­via Betriebs­hof und (noch) heu­ti­ges Bahn­ge­län­de. Um eine rea­le abseh­ba­re Umset­zung gingt es dabei weni­ger — ehr um Kon­zep­te was mög­lich wäre. Allen prä­sen­tier­ten Ent­wür­fen war gemein­sam, das ein S‑Bahn-Hal­te­punkt vor­ge­se­hen war.

Es ging dann um die Mit­tel­ver­ga­be für das Jahr 2023 im Bereich der Offe­nen Jugend­Ar­beit (OJA) im Stadt­teil. 1,3x Mil­lio­nen Euro beträgt dies­mal das Bud­get. Mit 9 Ja-Stim­men und einer Nein-Stim­me (von uns Grü­nen) wur­de der Vor­schlag zur Mit­tel­ver­wen­dung ange­nom­men. Bis auf einen Antrag wur­den alle Anträ­ge voll zuge­teilt. Der nicht voll zuge­teil­te Antrag bekam ca. 23 % der bean­trag­ten Gel­der. Begrün­dung war, das bei die­ser Auf­ga­be ein sehr hoher Anteil von Kin­dern unter 10 Jah­ren dabei ist. Und das ist dann nicht Auf­ga­be der Jugend­ar­beit, son­dern müss­te aus ande­ren Töp­fen etwa des Bil­dungs­res­sorts (Nach­mit­tags­be­treu­ung) oder des Sozi­al­res­sort (Eltern­be­ra­tung) durch­ge­führt wer­den. Ob der Trä­ger das hin­be­kommt, war an dem Abend offen. Viel Zeit zur Klä­rung ist nicht mehr und die Nein-Stim­me hät­te sich eine früh­zei­ti­ge­re kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on an den Trä­ger gewünscht.

Dann ging es um eine Stel­lung­nah­me zum Gewer­be­ent­wick­lungs­plan 2030. Hier hat­ten wir uns die Vor­la­ge kom­plett und inten­siv durch­ge­le­sen und erst­mals seit Jah­ren kei­ne Stel­lung­nah­me erar­bei­tet. Weil alle Punk­te die wir in der Ver­gan­gen­heit genannt hat­ten, nun­mehr Inhalt waren. Ob uns die­se jeweils gefal­len ist eine ande­re Sache. Aber sie waren auf­ge­nom­men. Mit einer Ent­hal­tung (?) wur­de der Plan vom Bei­rat dann auch begrüsst.

Im nicht-öffent­li­chen Teil im Anschluss ging es dann um die Ver­tei­lung von rest­li­chen Glo­bal­mit­teln des Jah­res 2022. Da kön­nen sich sie­ben sozia­le Trä­ger ein wenig freu­en zum Jahresende.

November 2022: GTL Grundstück am Ölhafen — die Bodensanierung beginnt (endlich)

Ein Bei­trag vom Buten & Bin­nen — für 1 Jahr anschaubar:

https://www.butenunbinnen.de/videos/projekt-oslebshausen-technologiezentrum-urban-mining-100.html

Hier wird eine ehe­ma­li­ge gro­ße Indus­trie­flä­che von Alt­las­ten berei­nigt und anschlie­ßend wie­der genutzt. Es gibt ent­lang der Hüt­ten­stra­ße noch wei­te­re sol­cher Flä­chen, die aber ver­mut­lich noch kom­pli­zier­te­te Boden­ver­hält­nis­se haben.

Wahlvorbereitung am 07.11.2022

Wir bie­ten an die­sem Abend von 19:30 bis ca. 21:45 Uhr ein Tref­fen in den Räum­lich­kei­ten des Quar­tiers­bil­dungs­zen­trums in der Mor­gen­land­stra­ße 43 im ers­ten Ober­ge­schoss an. Zuwe­gung über die hin­te­re Trep­pe. Bei Bedarf ist auch ein Zugang über den Auf­zug möglich.

Haupt­the­ma des Abend soll die Vor­be­rei­tung auf die Bei­rats­wahl am 14. Mai 2023 und die nächs­te Legis­la­tur­pe­ri­ode sein.

Was soll dann the­ma­ti­siert werden?

Gibt es neue Schwerpunkte?

Viel­leicht auch neue Schwer­punk­te durch neue Men­schen die sich mit ihren Anlie­gen ein­brin­gen wollen?

Falls Sie oder Du an die­sem Abend kei­ne Zeit haben, ist es auch mög­lich die Ideen oder Wün­sche per Mail oder Tele­fon mit­zu­tei­len, damit sie in unser Wahl­pro­gramm ein­flie­ßen können.

Wir sind gespannt, ob noch “jemand Neu­es” den Mut auf­bringt sich für Grö­pe­lin­gen und Oslebs­hau­sen effek­tiv zu engagieren.

Neunutzung der Fläche der Hafeneisenbahn zwischen Kap-Horn-Straße und Depot

Vor eini­gen Jah­ren haben wir vor­ge­schla­gen, das der Platz zwi­schen den Glei­sen ab der Brü­cke Kap-Horn-Stra­ße über den Tun­nel Debsted­ter Stra­ße hin­aus mit zulau­fend Rich­tung Oslebs­hau­sen eine schö­ne Flä­che für eine Hun­de­aus­lauf­flä­che wäre. Auch wenn die Kos­ten für die Ein­zäu­nung vllt. sehr hoch gewe­sen wären — aber das ist ja bei vie­len Hun­de­aus­lauf­flä­chen so.

Ein Groß­teil die­ser Flä­che ist aller­dings schon vor eini­gen Mona­ten gero­det wor­den und jetzt fin­den auch Bau­maß­nah­men wie eine Über­we­gung für LKW statt. Sie­he das Foto:


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Wie unschwer zu ver­mu­ten ist, han­delt es sich tat­säch­lich um eine Ersatz­flä­che für Lager­flä­chen, die bis­her An der Reit­bra­ke genutzt wur­den. Ver­mut­lich geht bre­men­ports also nicht davon aus, das sie die Flä­chen an der Reibra­ke nach dem erklär­tem Ende der Aus­gra­bungs­ar­bei­ten dort wie­der als Zwi­schen­la­ger­flä­chen nut­zen können.

Somit hat sich die bis­her nicht genutz­te Flä­che doch ganz erheb­lich redu­ziert. Immer­hin ist (noch) Rich­tung Debsted­ter Stra­ße der wild ent­stan­de­ne Bewuchs ste­hen­ge­blie­ben. Aber eine inof­fi­zie­le Nut­zung wie bis­her schon durch eini­ge Hun­de­hal­ter aus der Nähe wird wohl nicht mehr mög­lich sein.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratuliert dem Künstler Gunter Demnig zum 75. Geburtstag

https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2022/10/221026-Glueckwunsch-Gunter-Demnig.html

Im Deutsch­land­funk gab es heu­te mor­gen dazu auch einen Bei­trag. Beson­ders wur­de her­vor­ge­ho­ben, das die­se Art “Muse­um” zu den Men­schen kommt. Es ist kein klas­si­scher Gedenk­ort zu dem man gehen muss. Bei der Viel­zahl an Stol­per­stei­nen läuft man zumin­dest in städ­ti­schen Lagen im Zwei­fel von ganz allein dar­auf zu — wenn man denn zu Fuß geht. Damit erreicht es zig­fach mehr Men­schen als ein klas­si­scher zen­tra­ler Gedenkort.

Auch in Bre­men wird es not­wen­dig sein, das nach dem Ster­ben der Zeit­zeu­gen die Erin­ne­rung an die Ver­bre­chen wäh­rend der Nazi-Dik­ta­tur auf ande­re Wei­se wach­ge­hal­ten und auch mög­lichst erleb­bar ver­mit­telt wird. Unse­re Stadt­teil­grup­pe hat u.a. dazu einen Antrag für die lau­fen­de Erstel­lung des Grü­nen Lan­des­wahl­pro­gramms eingereicht.

Für den Bre­mer Wes­ten ist dies mora­lisch ein wich­ti­ger Punkt, da in der Zeit des Zwei­ten Welt­krie­ges es hier sehr vie­le Rüs­tungs­be­trie­be, Zwangs­ar­beits­la­ger und auch die Stel­le an der Reit­bra­ke gab, wo durch Arbeit oder Krank­heit umge­kom­me­ne Zwangs­ar­bei­ter anfangs noch beer­digt und spä­ter wohl eher “irgend­wie unter die Erde gebracht wur­den”. Von einem Fried­hof im Sin­ne von “Ruhe in Frie­den und einer ange­mes­se­nem Abschieds­ze­ro­mo­nie” kann man ja nicht schreiben. 

Baumarbeiten in der aktuellen Saison vom 01.10.22 — 28.02.2023

Wie jedes Jahr gibt auch die­ses Jahr der Umwelt­be­trieb den Bei­rä­ten eine Über­sicht für die­sen Bereich. Für den o.g Zeit­raum ste­hen im Stadt­teil Grö­pe­lin­gen 178 Baum­fäl­lun­gen an.

Auf­ge­schlüs­selt im Detail:

  • 45 Bäu­me sind abgestorben,
  • 45 Bäu­me (an Stra­ßen oder in Parks) sind ein Sicher­heits­ri­si­ko — abfal­len­de Äste bei Sturm etwa
  • 37 im Absterben,
  • 28 Bäu­me ste­hen in Kon­kur­renz — neh­men sich also gegen­sei­tig das Sonnenlicht
  • 7 Bäu­me haben einen ermit­tel­ten Schädlingsbefall
  • 6 Bäu­me sind krank
  • 3 Bäu­me haben einen Pilzbefall
  • 3 Bäu­me haben einen Sturmschaden
  • 1 Baum ist akut umsturzgefährdet
  • 1 Baum hat eine man­geln­de Standsicherheit
  • 1 Baum hat einen Blitzschaden
  • 1 Baum ohne expli­zi­te Zuordnung

Zu die­sem recht frü­hen Sta­di­um sind 23 Neu­an­pflan­zun­gen geplant — da kommt aber noch eini­ges mehr hin­zu. Die Anzahl der Stra­ßen­bäu­me ist in den letz­ten Jah­ren noch ein­mal von 69.000 auf 73.000 gestie­gen. Das Ziel von Bünd­nis 90 / DIE GRÜNEN sind 100.000 Stra­ßen­bäu­me im Jahr 2040 und Pro­jek­te wie den Kli­ma­wald in Grambke zu duplizieren.

Wer es ganz genau wis­sen möch­te und kon­kret wel­cher Baum war­um gefällt wird, der kann das auf einer Goog­le-Maps-Kar­te nachschauen:

Über­sicht der Fäl­lun­gen auf Baumebene