Leerstand beseitigen — das Wohnraumschutzgesetz praxisgerecht aktualisieren!

DIE ZEIT berichtet sehr inter­es­sant über ein Vorhaben in Berlin ana­log zu einem bere­its durchge­führten Vorhaben in Ham­burg: “Weg mit dem Geis­ter­haus”

http://www.zeit.de/wirtschaft/2019–11/leerstand-wohnungsmarkt-wohnungspolitik-immobilien/komplettansicht

Bre­men hat zwar 2018 auf Lan­desebene ein Wohn­raum­schutzge­setz erlassen, das aber irgend­wie untauglich für die Prax­is zu sein scheint. Weil es zur Anwen­dung konkrete kom­mu­nale Rechtsverord­nun­gen geben muss. Und diese dür­fen nicht pauschal für ganz Bre­men fest­gelegt wer­den, son­dern nur für vorher unter­suchte Bere­iche. Der­lei Unter­suchun­gen hat es wohl noch nicht gegeben.

Stattdessen hat man im Mai 2019 das Gesetz so geän­dert, das für die Stadt­teile Schwach­hausen, Mitte, Neustadt, Find­orff und Walle auf­grund der dor­ti­gen Miet­steigerun­gen “eine Gefährdung der Bevölkerung mit aus­re­ichend Wohn­raum” fest­gestellt wurde. Das nur für die Zeit vom 01.09.2019 bis zum 30.11.2020.

In diesen Stadt­teilen kann das Wohn­raum­schutzge­setz also ange­wandt wer­den. Allerd­ings war wesentlich­er Fokus sein­erzeit auf Drän­gen der SPD eher die Unterbindung von zuviel Airbnb-Ver­mi­etung.

Ein Instru­ment gegen die Umwand­lung von Wohn­raum zur bet­ten­weisen Ver­mi­etung in Gröpelin­gen, wie wir es hier fest­stellen, ist es also nicht. Wobei sich die generelle Frage stellt, wo die in Deutsch­land auf Zeit arbei­t­en­den aus­ländis­chen Bauar­beit­er denn wohnen sollen, wenn es keine aus­re­ichende und gün­stige Motels o.ä. gibt? Auch in Bre­men wird die Bauwirtschaft ohne diese Men­schen gar nicht mehr auskom­men kön­nen. Würde man das unterbinden, dann kön­nten evtl. gar keine neuen Woh­nun­gen mehr in Bre­men entste­hen. Die mögliche Ungle­ich­be­hand­lung führt dann let­ztlich auch das heutige Anliegen mit Airbnb ad absur­dum und in einen Raum, der vor dem Gericht keinen Bestand haben kön­nte.

Vor allem fehlt in dem Gesetz aber die soge­nan­nte Treuhän­der­regelung, wie es die Geset­ze in Ham­burg und Berlin haben. Nur mit dieser Regelung ist es möglich, das man akutelle Eigen­tumsver­hält­nisse oder Stre­it­igkeit­en, die ein­er Nutzung ent­ge­gen­ste­hen, außen vor­lässt. Es ist auch nicht notwendig, das die Stadt ver­sucht mit im Zweifel viel Geld ein Haus aufzukaufen und dadurch selb­st zum Preistreiber am Woh­nungs­markt wird. Die Stadt rührt nicht am Eigen­tum — aber an der Nutzung. Und darauf kommt es an! D.h., es wird ein Treuhän­der einge­set­zt, der die Immo­bilie begutachtet und evtl. Sanierungs­maß­nah­men durch­führt. Anschließend erfol­gt die Ver­mi­etung der Woh­nung. Aus den Mietein­nah­men wer­den die vorheri­gen Aus­gaben für die Sanierung der Woh­nung und die laufend­en Kosten für die Woh­nungsver­wal­tung und des Treuhän­ders beglichen. Sind diese Kosten beglichen, gehen die Mietein­nah­men an den Eigen­tümer. Wahlweise kann der Eigen­tümer auch die ent­stande­nen Sanierungskosten in größeren Beträ­gen bezahlen, wie es im Beispiel in Ham­burg in dem ZEIT-Artikel beschrieben wird.

Die Stadt set­zt also dort an, wo der Eigen­tümer aus welchen Grün­den auch immer selb­st nicht hand­lungs­fähig ist. Und er ver­hil­ft let­ztlich dem Eigen­tümer zu ein­er wirtschaftlichen Nutzung seines Eigen­tums und auch der Eigen­tümer hat damit einen Vorteil. Rechtlich möglich — in Ham­burg durchge­führt.

So eine Regelung benöti­gen wir auch in Gröpelin­gen für die hier seit vie­len Jahren leer­ste­hen­den Häuser. Für die Nutzung von bere­its vorhan­de­nen Wohn­raum braucht kein Baum gefällt zu wer­den, es muss keine Infra­struk­tur erstellt wer­den. Es kann schnell gehen, weil das Haus ja schon ste­ht und vllt. nur ganz wenig saniert wer­den muss. Und mit der Treuhän­der­regelung kostet es der Stadt let­ztlich keinen einzi­gen Cent. Nur ein Anschub für die ersten Objek­te ist notwendig. Aus unser­er Sicht muss so eine Regelung unter einem rot-grün-rotem Sen­at kom­men — drin­gend!

Wir erwarten die als­baldige Über­ar­beitung des Bremis­chen Wohn­raum­schutzge­set­zes mit prax­is­gerechter kom­mu­naler Unter­füt­terung ana­log der Regelung in Ham­burg und Berlin und dann ein Pilot­pro­jekt vllt. im Rah­men des Inte­gri­erten Entwick­lungskonzeptes Gröpelin­gen für eine Treuhän­der­regelung in Gröpelin­gen. Aus den gesam­melten Erfahrun­gen hier kann man es dann stadtweit aus­dehnen. In Gröpelin­gen kommt man geschätzt wohl auf ca. 100 Wohnein­heit­en die im Extrem­fall seit über 20 Jahre leer­ste­hen. Das ist doch nicht nichts — ein Haus ist schon zuviel!

Jahresendspurt 2019

und der hat es in der Gröpelinger Beirat­spoli­tik wahrlich in sich wie sel­ten zuvor.

Am 4.12. gab es eine Bil­dungsauss­chußsitzung, in der darüber berat­en wurde, wie Beirat und Bil­dungsres­sort zukün­ftig miteinan­der umgeben soll­ten.

In dieser Woche gibt es den ersten von 2 Work­shops zur evtl. Fort­set­zung des Inte­gri­erten Entwick­lungskonzeptes Gröpelin­gen über das Jahr 2020 hin­aus.

Und es ste­ht eine nicht-öffentliche Sitzung des Bauauss­chuss­es mit je einem The­ma aus Osleb­shausen und Gröpelin­gen an, auf die schon bei einem Punkt viele Jahre gewartet wurde und ein ander­er Punkt viele Men­schen deut­lich in ihrem täglichen Leben betr­e­f­fen dürfte.

Desweit­eren gibt es ein Gespräch von Vertretern des Beirates mit der Inter­essen­vertre­tung der Hafen­be­triebe, wie es auf der let­zten Beiratssitzung bere­its als Möglichkeit angek­lun­gen ist.

Zudem wurde der Bauantrag zur Klärschlam­mver­bren­nungsan­lage gestellt und die Unter­la­gen kön­nen einge­se­hen wer­den.

Brebau Sanierungen Greifswalder Platz

Die Bre­bau ist bei ihren sys­tem­a­tis­chen Kom­plettsanierun­gen von Rich­tung Schwarz­er Weg zum Halmer­weg am Greif­swalder Platz angekom­men und hat das erste Gebäude saniert. Der Unter­schied ist auch hier wieder enorm wenn es sich vor Ort anschaut. Im näch­sten Jahr gibt es auch einen Umbau des dor­ti­gen Spielplatzes.

Bre­bau Bestand vor Sanierung um den Greif­swalder Platz 12/2019
Bre­bau Bestand nach Sanierung um den Greif­swalder Platz 12/2019

2 kleine Sachen in 12/2019

Wir hat­ten hier zuvor darüber berichtet, das wir die Stadtreini­gung bzgl. Alt­glas­be­häl­ter kon­tak­tiert hat­ten. Wir kön­nen mit­teilen, das im Lin­den­hofvier­tel jet­zt tat­säch­lich 2 Alt­glas­be­häl­ter beim Pier 2 ste­hen:

Im Ort­steil Gröpelin­gen wird über­prüft, ob bei der Bezirkss­portan­lage der Bromberg­er­straße Höhe Marien­werder­straße abge­baut­en Behäl­ter neu aufgestellt wer­den kön­nten.

Anson­sten ist die Stadtreini­gung offen für neue Platzierungsvorschläge für die Ort­steile Gröpelin­gen und Ohlen­hof. Es muss eine öffentliche Fläche sein, die auch mit dem PKW anfahrbar sein muss, da die Behäl­ter per LKW an- und abtrans­portiert wer­den müssen. Haben Sie einen guten Vorschlag, um den Man­gel an Plätzen abzustellen?

Eben­falls auf unsere Ini­tia­tive hin gibt es jet­zt einen Müll­be­häl­ter an der Grü­nen Dock­straße Höhe Gar­den Hotel. Hier tre­f­fen 6 Wege aufeinan­der — kein schlechter Platz für einen Müll­be­häl­ter, zumal man umzu öfters Müll liegen sah.

Ken­nen Sie ähn­liche Stellen, an denen ein Müll­be­häl­ter sin­nvoll wäre? — Dann kön­nen auch Sie Vorschläge mit ein­er Orts­beschrei­bung und Begrün­dung an die Stadtreini­gung machen.

Bericht Beiratssitzung vom 20.11.2019 – Teil 3 Straßenbahnverlängerung

Ein weit­er­er Tage­sor­d­nungspunkt waren zwei vor­liegende Anträge zur Straßen­bah­n­ver­längerung vom Depot in Gröpelin­gen nach Osleb­shausen von SPD und CDU.

Der SPD-Antrag wurde als frak­tion­süber­greifend­er Antrag vorgelegt — obwohl zuvor gar nicht darüber mit unser­er Frak­tion gesprochen wurde. Ein Rück­fall in nicht mehr vorhan­dene “All­macht­sphan­tasien der Genossen”? 😉

Wir haben bei dem Antrag mit ein­er Zus­tim­mung und ein­er Enthal­tung ges­timmt, weil wir ein­er­seits natür­lich die Beschlus­slage auch unser­er Partei und den Koali­tionsver­trag ken­nen, ander­er­seits aber auch offene Fra­gen haben.

Aber man muss auch rel­a­tivieren: Der Antrag sieht die Bere­it­stel­lung von Pla­nungsmit­teln für den Dop­pel­haushalt 2022/2023 vor. Also in mehr als 2 Jahren. Das Vorhaben unter der Num­mer E1 geniesst auch im Verkehrsen­twick­lungs­plan 2025 keine Pri­or­ität — im Gegen­satz zur Ver­längerung nach Oster­holz unter E4.

Der obere Finanzierungsp­fad sieht jährliche Mit­tel von 200 Mil­lio­nen Euro vor, der mit­tlere Pfad ca. 120 Mio. Euro und der untere Pfad ca. 60 Mio. Euro. Der obere Pfad würde eine starke Erhöhung der Mit­tel bedeuten — auch von Bre­mer Seite. Das ist eher nicht zu erwarten:

Aktuell ste­hen andere Dinge im Vorder­grund — vor allem der Neubau des Straßen­bah­n­de­pots Gröpelin­gen. Wenn man sich verge­gen­wär­tigt, was manch­mal für Men­schen­men­gen im Oval des Straßen­bah­n­de­pots auf die Bahn bzw. den Bus warten und die An- und Abfahrt­zone vorüberge­hend auf einem schmalen Abschnitt der Deb­st­edter Straße reduziert wer­den soll, dann ist das schon eine große Her­aus­forderung beim Punkt Sicher­heit. Ger­ade in der dun­klen Jahreszeit mit ja weit­er Verkehr ent­lang der Deb­st­edter Straße.

Dito dürften weit­ere The­men aktueller sein. Wie die Ein­führung ein­er Buslin­ie durch den Weser­tun­nel zum GVZ, wenn der Tun­nel 2024 fer­tig wer­den sollte. Schnellfähren über die Weser im VBN-Netz. Eine Buslin­ie vom Bahn­hof Osleb­shausen (nicht von Burg) über die A27 zur Uni­ver­sität. Und das drän­gen­ste Prob­lem dürften bessere Fahrtzeit­en der Regio-S-Bahn sein, wofür ggf. auch das Dritte Gleis zwis­chen Haupf­bahn­hof und Burg notwendig ist. Etwas, was unser­er in diesem Jahr ver­stor­bene Mit­stre­it­er Hel­mut Kas­ten schon seit vie­len Jahren gefordert hat.

Offene Fra­gen die wir haben:

  • Es gab bish­er nur Parteibeschlüsse — aber kein wirk­lich­es Votum der Men­schen vor Ort. Wie denken die Men­schen vor allem in Osleb­shausen über das The­ma? So ein Antrag sollte sowieso auch auf ein­er Beiratssitzung in Osleb­shausen beschlossen wer­den.
  • Wenn die Schienen­ver­legung kommt, soll nach den bish­eri­gen Plä­nen nur eine Lin­ie diese nutzen. Genan­nt wur­den bish­er die Lin­ie 2 oder die Lin­ie 10.
  • Wenn die Schienen­ver­legung kommt, dann fahren keine 90er-Busse mehr. Die Straßen­bahn fährt in den Hauptverkehrszeit­en aktuell alle 10 Minuten — die Busse in der Heer­straße ca. alle 5 Minuten. Eine Ver­schlechterung. Die vllt. auch Bre­men-Nord mehr “abhängt” vom Rest der Stadt?
  • Wenn nur eine Lin­ie ver­längert wird, dann muss man bei der Nutzung der anderen Lin­ien ein­mal mehr am Depot als heute umsteigen — Anschluss, Wet­ter. Eine Ver­schlechterung.
  • Am Bahn­hof Osleb­shausen hal­ten viel weniger Züge als am Bahn­hof Burg. Man kann heute am Depot ein­steigen, bis nach Burg mit dem Bus fahren und da in einen Zug nach Bre­mer­haven ein­steigen.
  • Wie stellt sich die Streck­en­führung dar? — Wo ist der Platz dafür? Muss man beste­hende Häuser enteignen und abreißen? Busse fahren heute schon den Bahn­hof Osleb­shausen nicht an, weil sie bei dem zeitweise starken Autoverkehr auf der Rit­ter­hud­er Heer­straße als Zu-/Ab­weg zur Auto­bahn zuviel Zeit ver­lieren wür­den.
  • Wo sollen sich die Gelenkbusse aus Bre­men-Nord auf­stellen?
  • Wie funk­tion­iert das vom Betrieb­sablauf, da die Straßen­bah­nen dann qua­si mit­ten­drin am Depot in Gröpelin­gen ihren End­halt haben und nicht an der End­hal­testelle?
  • Schienenge­bun­dene Straßen­bah­nen wer­den gebaut, weil sie der Bund fördert — obwohl sie sehr teuer sind. Im Verkehrsen­twick­lungs­plan 2025 wer­den Kosten von bis zu 50 Mil­lio­nen Euro für den Streck­e­naus­bau nach Osleb­shausen genan­nt. Trolly­busse auch mit eigen­er Fahrspur wer­den nicht gefördert — kön­nten aber viel bil­liger sein. Es gab schon bis 1961 eine Trol­ley­busverbindung von Gröpelin­gen bis nach Burg. Mit heutiger Bat­teriekom­po­nente kön­nte ein Aus­bau viel gün­stiger sein, da so ein Bus auch kurze Streck­en ohne Strom fahren kann.
  • Die Beschlus­slage der Grü­nen sieht die Ver­längerung nach Osleb­shausen nur als Zwis­ch­ene­tappe zu ein­er Ver­längerung nach Burg.
  • Mit ein­er Ver­längerung nur nach Osleb­shausen erschliesst man keine neuen Bewohn­er ent­lang der Fahrstrecke — ein wesentlich­er Unter­schied etwa zur Ver­längerung der Lin­ien 1 und 8 nicht weit­er durch Hucht­ing, son­dern auch ins Umland. Hat schon mal jemand über eine Straßen­bahn­lin­ie nach Rit­ter­hude nachgedacht?

Bericht Beiratssitzung vom 20.11.2019 – Teil 2

Mehrere Anwohn­er Bürg­er erkundigten sich dann nach der in einem Artikel im Weser Kuri­er berichteten Nach­nutzung des Max Bahr Bau­mark­tes in der Rei­her­straße als Hochzeitssaal. Kurzum: Der Beirat kann sich auf diese Pläne auch keinen Reim machen. Wir gehen davon aus, das ein Antrag abgelehnt wird, weil direkt anliegend bere­its eine Wohn­be­bau­ung geplant ist und die Rei­her­straße an sich bis zum Max Bahr Markt eine Wohn­straße ist.

Ein ein­stim­mig angenommen­er Antrag befasste sich mit der Fort­führung des City- und Stadt­teil­mar­ket­ings. Hier gab es im Novem­ber eine Dep­u­ta­tionsvor­lage mit ein­er Ver­längerung über 4 Jahre, die von der SPD zurück­ge­zo­gen wurde. Ein SPD Bürg­er­schaftsab­ge­ord­neter erk­lärte die Hin­ter­gründe und sagte, das im Dezem­ber ein neuer Antrag mit ein­er im Schnitt 20 % Auf­s­tock­ung und Finanzierung bis Ende 2020 einge­bracht wird. Im ersten Quar­tal 2020 soll es dann eine grund­sät­zliche Neuregelung geben, die weg von ein­er Pro­jek­t­fi­nanzierung über EFRE-Mit­tel hin zu ein­er dauer­haften insti­tu­tionellen Förderung (aus dem Wirtschaft­sres­sort) kommt. Und es sollen auch andere Stadt­teile mit Bedarf — genann wurde Blu­men­thal — ein­be­zo­gen wer­den.

Unsere Frak­tion brachte einen zuvor mit der SPD abges­timmten gemein­samen Antrag zur Lärm­si­t­u­a­tion im Indus­triehafen ein, der fast ein­stim­mig angenom­men wurde:

Die Beiratssprecherin sagte, das sie bere­its von Fir­men­seit­en auf den Antrag ange­sprochen wurde — wie immer der dahin gelangt ist. Also wird er nicht so ganz falsch sein. 😉

Ganz kurzfristig bracht­en wir noch einen Antrag zur Per­son­al­si­t­u­a­tion im Ort­samt ein, der ein­stim­mig angenom­men wurde:

Es wurde auch ein Konzept vorgestellt, mit dem die Möglichkeit­en der Jugend­beteili­gung im Stadt­teil erforscht wer­den sollen. Der Jugend­beirat hat sich bish­er nicht bewährt. Vllt. war bish­er die Unter­stützung der Schulen bei der Wahl zu ger­ing. Vllt. ist es auch nicht das richtige Konzept. Was funk­tion­iert aber bess­er? Dazu gibt es 2019 und weit­er 2020 mehrere Work­shops mit Trägern der Jugen­dar­beit und Jugendlichen aus dem Stadt­teil.

Im nicht-öffentlichen Teil wur­den die restlichen Glob­almit­tel ver­aus­gabt.

Bericht Beiratssitzung vom 20.11.2019 — Teil 1

Anwe­send waren ca. 40 Gäste. Der Innense­n­a­tor, der Pro­jek­tleit­er “Sichere und saubere Stadt” und der Abteilungsleit­er Nord/West der Polizei stell­ten den aktuellen Stand des Pro­jek­tes vor.

Die Zusam­me­nar­beit zwis­chen dem neuen Ord­nungs­di­enst — der ja auch von unser­er Grü­nen Stadt­teil­gruppe jahre­lang gefordert wurde — und der neu aufgestell­ten Bre­mer Stadtreini­gung hat ersichtlich erste Erfolge beim The­ma Müll gebracht. Klar ist aber auch, das es eine Dauer­auf­gabe ist. Und man von zunächst nur 25 Mitar­beit­ern des Ord­nungs­di­en­stes keine Wun­der erwarten kann. Kann diese Zahl bis Ende der Leg­is­laturpe­ri­ode auf 100 erhöht wer­den, dürfte es mehr Erfolge geben.

Es gibt einige Stellen im Stadt­teil, wo die Bemühun­gen wie Kon­trolle des Müll­be­häl­ter­vol­u­mens im Umfeld, bish­er nicht erfol­gre­ich waren und der abgelegte Müll nicht zuge­ord­net wer­den kann. Ver­mut­lich wird der Müll nachts abgelegt. Der Ord­nungs­di­enst bit­tet alle Bewohn­er “die etwas sehen”, Kon­takt mit ihm aufzunehmen. Es ist an diesem Punkt auf Zivil­courage gefragt und man darf nicht darauf ver­trauen, das das was man sieht schon ein ander­er meldet. Es sollen an diesen Stellen Schilder “hier kein Müll able­gen” aufgestellt wer­den. Auch ver­sucht man tem­poräre Kam­er­aüberwachun­gen doch noch ein­set­zen zu kön­nen.

Beim The­ma “Parken auf Gehwe­gen” erg­ing die Anre­gung an den Beirat, die brisan­testen Straßen­bere­iche im Stadt­teil zu erfassen. Stadtweit gibt es 25 Mitar­beit­er in der Verkehrsüberwachung, die bis zum Ende Leg­is­laturpe­ri­ode eben­falls auf 100 Mitar­beit­er aufge­stockt wer­den sollen. Ob das finanziert wer­den kann, das wird man sehen. Die Nachbe­set­zung des Gröpelinger Verkehrssach­bear­beit­ers ist in der Einar­beitung. Es soll auch dem­nächst 2 Nachbe­set­zun­gen bei den KOP-Stellen im Stadt­teil geben.

Beim The­ma Beleuch­tung — siehe den Vor­beitrag — wird die swb Gruppe im Stadt­teil noch aktiv wer­den.

Eine Spielplat­zord­nung ist in Arbeit. Darin soll z.B. das Rauchen auf Spielplätzen unter­sagt wer­den, was damit auch gle­ichzeit­ig das Kif­f­en umfassen würde. Das Weg­w­er­fen ein­er Zigarette auf einem Spielplatz kann schon heute mit 50 Euro Strafzahlung geah­n­det wer­den.

Beim The­ma Dro­gen­han­del ist man real­is­tisch: Solange es Nach­frage gibt, wird es Ange­bot geben. Das Prob­lem lässt sich nur auf Bun­de­sebene lösen und der Innense­n­a­tor wird das auf der Innen­min­is­terkon­ferenz ansprechen. Es gibt dazu auch eine Pub­lika­tion des Par­itätis­chen Wohlfahrtsver­ban­des Bre­men: https://www.paritaet-bremen.de/veroeffentlichungen-des-landesverbandes-bremen.html?file=files/paritaet_2017/media/aktuelles/2019/Neue%20Wege%20in%20der%20Drogenpolitik.pdf . Die Polizei hat erfol­gre­ich den Dro­gen­han­del direkt in der Heer­straße stark reduziert und fasst hier auch nach. Die Beson­der­heit in Gröpelin­gen ist, das sowohl die Dro­gen­deal­er als auch wesentliche Teile der Kon­sumenten im Stadt­teil wohn­haft sind. Das ist im Vier­tel oder am Bahn­hof anders.

Beim The­ma “Sportwet­tbüros” sind endlich Erfolge zu verze­ich­nen. Alle bau­rechtlich ille­galen Sportwet­tlä­den sind geschlossen. Es soll im Hin­ter­grund auch Verurteilun­gen gegeben haben. Eine hohe Geld­straße und einem anderen Fall mehrere Monate Bewährungsstrafe.

Der Innense­n­a­tor forderte auch die Beteili­gung des Bau­res­sorts beim Punkt Schrottimmobilien/Wohnungsleerstand, bei denen die Stadt wieder für eine gute Ver­mi­etung sor­gen muss. Im Bau­res­sort soll die Beset­zung von 2 Stellen für die Aus­führung speziell des Woh­nungsauf­sichts­ge­set­zes — also jen­seits der all­ge­meinen Bauauf­sicht — “in der Mache sein”.

Gröpelingen begehrt wie nie?

Eine Nachricht ver­wun­dert denn doch: Eine Fir­ma namens Ostra GmbH hat 24 Woh­nun­gen in Gröpelin­gen gekauft. Soweit so gut oder auch schlecht.

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Intak­te Infra­struk­tur und ein Stadt­teil im Aufwind

Beim aktuellen Objekt investieren die Immo­bilienex­perten in eine intak­te Infra­struk­tur: Alle Woh­nun­gen sind bere­its ver­mi­etet. Und auch der Stadt­teil Gröpelin­gen befind­et sich im Auf­bruch: In direk­ter Nach­barschaft zur Überseestadt, dem mod­ernisierten ehe­ma­li­gen Hafenare­al und einem der größten städte­baulichen Revi­tal­isierung­spro­jek­te Europas, prä­gen Alt­bre­mer Häuser genau­so das Straßen­bild wie mehrgeschos­sige Häuserblocks und eine mul­ti­kul­turelle Kreativszene. Ein Indiz für die wach­sende Beliebtheit des Quartiers: Die meis­ten in der Hans­es­tadt Bre­men verkauften Alt­bau-Rei­hen­häuser befan­den sich im Jahr 2018 in Gröpelin­gen. 143 neue Eigen­tümer ließen sich hier bei ver­gle­ich­sweise mod­er­at­en Preisen nieder.