KiTa Ausbauplanung

Bei unse­rem letz­ten Grü­nen­treff hat­ten wir u.a. die letz­te Sit­zung des Bil­dungs­aus­schus­ses auf­ge­ar­bei­tet, bei der es u.a. um den KiTa-Aus­bau ging. Die vor­ge­leg­ten Zah­len der letz­ten Aus­schuß­sit­zung war­fen Fra­gen auf, wenn man sie in den Kon­text der Vor­jah­re stellt.

So gab es laut frü­he­ren Pla­nungs­un­ter­la­gen im Stadt­teil zum 01.10.2018 1.273 Plät­ze für Kin­der Ü3. Danach hat es klei­ne­re Erwei­te­run­gen in bestehen­den Ein­rich­tun­gen und klei­ne­re neue Ein­rich­tun­gen gege­ben sowie den Umzug der KiTa Bun­tes Haus im Schwar­zen Weg aus ihrer Mobil­bau­an­la­ge in den Neu­bau. Für das kom­men­de Kin­der­gar­ten­jahr wer­den hin­ge­gen nur 1.189 Plät­ze für 3 — 6 jäh­ri­ge gemel­det. Das sind 84 Plät­ze im Stadt­teil weni­ger als 2018. Die Ver­sor­gungs­quo­te von erreich­ten 97 % in 2018 fällt stark zurück. Wor­an liegt das? — Wir haben noch ein­mal nach­ge­fragt.

Die Begrün­dung teilt sich in 2 Berei­che auf.

Ers­tens wird eine Ein­rich­tung umge­baut und hat tem­po­rär 60 Ü3-Plät­ze in den Stadt­teil Wal­le ver­legt. Die­se wer­den somit aktu­ell in Wal­le mit­ge­zählt — keh­ren aber nach dem Umbau (redu­ziert) als dann U3-Plät­ze in den Stadt­teil zurück. Eine wei­te­re Ein­rich­tung hat eine zwei­stel­li­ge Anzahl an KiTa-Plät­zen abge­baut und es gab klei­ne­re Ver­schie­bun­gen. Damit ist der o.g. “Abbau” von 84 Plät­zen erklärt.

Die Ver­sor­gungs­quo­te von schon ein­mal erreich­ten 97 % im Jahr 2018 soll im kom­men­den Kin­der­gar­ten­jahr 2020/2021 nach der­zei­ti­ger Pla­nung bei 79 % lie­gen und im Kin­der­gar­ten­jahr 2021/2022 bei 84 %. Das setzt eine frist­ge­rech­te Fer­tig­stel­lung aller geplan­ten Pro­jek­te sowie das Ein­tref­fen der Bevöl­ke­rungs­pro­gno­se des Sta­tis­ti­schen Lan­des­am­tes vor­aus. Die­se Pro­gno­se­da­ten haben sich näm­lich seit 2018 deut­lich erhöht und somit ist das der zwei­te Teil der Ant­wort.

Man kann also fest­stel­len, das auch in Grö­pe­lin­gen trotz vie­ler behörd­li­cher Anstren­gun­gen der Aus­bau der Kin­der­gar­ten­plät­ze Ü3 zuletzt nicht mit dem Anstieg der Kin­der­zah­len Schritt hal­ten konn­te. Das ist natür­lich ein her­ber Rück­schlag. Ande­rer­seits ist der gröss­te Teil der o.g. Ü3-Plät­ze im Nach­bar­stadt­teil Wal­le wei­ter vor­han­den und nach dem letz­ten Pla­nungs­stand sol­len auch Kapa­zi­tä­ten in Burg-Grambke genutzt wer­den kön­nen. Des­wei­te­ren ist die offe­ne Fra­ge, inwie­weit die Per­so­nal­ka­pa­zi­tä­ten über­haupt noch mehr Plät­ze her­ge­ben, wenn eine Ein­rich­tung bereits Plät­ze redu­ziert hat.

Aus die­ser Auf­klä­rung ergibt sich die Fol­ge­fra­ge, inwie­weit die Pro­gno­sen des Sta­tis­ti­schen Lan­des­am­tes und auch die tat­säch­li­chen aktu­el­len Anmel­de­zah­len im Aus­bau der Schul­stand­ort­pla­nung und hier ins­be­son­de­re der Grund­schu­len berück­sich­tigt ist. Bis­her gibt es als Neu­bau in Grö­pe­lin­gen nur die neue Grund­schu­le Humann­stra­ße, bei der aller­dings auch schon Kin­der in Grund­schul­klas­sen ein­ge­schult wur­den und wer­den.

Bericht im Weser-Report: Kippen sind echter Sondermüll

Jeder kennt das Pro­blem. Es scheint gesell­schaft­lich akzep­tiert zu sein, Ziga­ret­ten­kip­pen ein­fach da wo man steht in die Land­schaft zu ent­sor­gen. Das es — wenn es jeder macht — in Sum­me dann gro­ße Umwelt­schä­den mit sich bringt, das wird nicht bedacht. Und es ist dann eben auch wich­tig selbst den ers­ten Schritt zu tun. Denn wenn man die Aus­re­de hat: “War­um ich als einer von Mil­lio­nen?”, dann hat jeder ande­re auch die­se Aus­re­de und es ändert sich nichts und wir lau­fen kol­lek­tiv in die Zer­stö­rung unse­res Pla­ne­ten.

Wenn man etwas falsch macht, soll­te man es kor­ri­gie­ren. Und nicht mit Ver­weis dar­auf, das alle ande­ren ja auch etwas Fal­sches machen, auch selbst wei­ter falsch han­deln.
.

.
Ein Taschen­aschen­be­cher gibt es in ver­schie­de­nen Vari­an­ten und er kos­tet nur wenig — trotz­dem ist er ein sel­ten sinn­vol­ler All­tags­ge­ge­stand für Rau­cher und auch alle Men­schen die von Ziga­ret­ten­stum­meln beläs­tigt wer­den und die Arbeit mit dem Weg­räu­men haben. Man soll­te gesetz­lich ein­füh­ren, das Tabak­wa­ren nur noch gegen Vor­la­ge eines Taschen­aschen­be­chers ver­kauft wer­den dür­fen.

.

Pechspiel im Jahr 2020

Das Innen­res­sort bringt eine Pres­se­mit­te­lung zu die­sem The­ma:

Wett­bü­ros wer­den mit Nach­druck kon­trol­liert — Innen­se­na­tor Mäu­rer zieht nach Ände­run­gen am Glücks­spiel­ge­setz ers­te posi­ti­ve Bilanz

https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.341681.de

Auch die Pres­se berich­tet dar­über und noch mit mehr Details. U.a. wird von einem Pech­spiel­sa­lon in Grö­pe­lin­gen geschrie­ben, der nach einer Bege­hung vor Ort sofort geschlos­sen wur­de, weil er sehr vie­le Ver­stö­ße hat­te. Wer auf­merk­sam die Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße bis zum Ende ent­lang geht und die Auf­schrif­ten an den geschlos­se­nen Pech­spiel­lä­den sieht, der kann das Geschäft auch iden­ti­fi­zie­ren.

Gegen­über dem Stand von vor eini­gen Jah­ren — sie­he hier unter “Info’s — Pech­spiel in Grö­pe­lin­gen” hat sich die Situa­ti­on vor Ort ver­bes­sert. Der mit dem Pech­spiel ein­ge­zo­ge­ne Dro­gen­han­del ist den­noch geblie­ben und ver­teilt sich groß­flä­chi­ger im Stadt­teil.

Inwie­weit das Pech­spiel in das Inter­net über­ge­gan­gen ist und dort ggf. familä­re Tra­gö­di­en aus­löst, das ist wohl nicht sicher ein­zu­schät­zen.

Auch war­ten Gebäu­de wie das ehe­ma­li­ge Haus­halts­wa­ren­ge­schäft Rein­hard in der Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße 179 nach Schlie­ßung des Pech­spiel­ge­schäfts auf eine dem Stadt­teil die­nen­de Nach­nut­zung. Hier sind die Gebäu­de­ei­gen­tü­mer mit Ideen gefragt. An mög­li­cher Hil­fe aus dem staat­li­chen Bereich — Grö­pe­lin­ger Mar­ke­ting, Wirt­schafts­res­sort, spe­zi­el­les gene­rö­ses Fas­sa­den­pro­gramm — man­gelt es nicht.

Wegeverbindung im Kleingartengebiet In den Wischen

Seit der 29. Kalen­der­wo­che 2020 soll die Her­stel­lung eines Rund­we­ges mit Aus­gangs- und End­punkt Wal­ler Feld­mark­see lau­fen. Es ste­hen dafür an ver­schie­de­nen Stel­len Aus­bes­se­rungs­ar­bei­ten an — aber auch die Schaf­fung kom­plett neu­er Wege. Wann das Pro­jekt zu Ende ist, lässt sich u.W. der­zeit nicht abse­hen.
.

.

Treffen der an Grüner Politik Interessierten am Montag den 27.07.2020

um 19:30 Uhr im Tor­haus Nord — natür­lich mit Mund-Nase-Schutz. Schon in der Som­mer­pau­se — aber wir arbei­ten natür­lich immer für Grö­pe­lin­gen. 😉

Wie immer bei unse­ren Tref­fen hal­ten wir eine Rück­schau auf die letz­ten Gre­mi­en­sit­zun­gen und ande­ren Ter­mi­ne und arbei­ten dabei diver­se The­men auf.

Wei­te­re Din­ge sind die Abstim­mung des Sit­zungs­ka­len­der für das 2. Halb­jahr 2020.

Dann geht es um den KiTa-Aus­bau, wo die vor­ge­leg­ten Zah­len der letz­ten Aus­schuß­sit­zung doch Fra­gen auf­wer­fen, die so bis­her nicht klar beant­wor­tet wur­den.

Ein wei­te­res The­ma soll die  Teil­fort­schrei­bung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan sein. Hier hat­ten wir die Tage schon einen Ver­wei­se auf die lau­fen­de Teil­nah­me des Ver­kehrs­res­sorts gemacht.

Und es geht auch wie­der um das The­ma Müll. Wie man im Stadt­teil hört, ist es gelun­gen einen Klein­ge­wer­be­trei­ben­den “in Fla­gran­ti” zu erwi­schen, wie er sei­nen Müll ille­gal abla­ger­te. Das ist ja Teil unse­res Beschlus­ses auf der letz­ten Bei­rats­sit­zung gewe­sen. Denn neben dem acht­lo­sen Umgang mit ihrer Umwelt durch sehr vie­le Pri­vat­bür­ger in Grö­pe­lin­gen und Oslebs­hau­sen lässt die Dimen­si­on und der Art des Abfalls an man­chen Stel­len dar­auf schlie­ßen, das sich hier Gewer­be­trei­ben­de zu Las­ten der ehr­li­chen Gewer­be­trei­ben­den einen ille­ga­len Kos­ten­vor­teil ver­schaf­fen.

Verkehr in Bremen — Mischen Sie sich ein!

Teil­fort­schrei­bung und Umset­zung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans

Die Ana­ly­se wird Ihnen in den fol­gen­den vier Vide­os vor­ge­stellt. Anschlie­ßend sind Sie an der Rei­he, Ihre Fra­gen, Anmer­kun­gen und Ideen ein­zu­brin­gen. Bis zum 2. August 2020 haben Sie sowohl die Mög­lich­keit, Hin­wei­se zum vor­lie­gen­den Zwi­schen­be­richt zu geben als auch ihre Anre­gun­gen und Ideen für Maß­nah­men ein­zu­brin­gen, die das Mobi­li­täts­res­sort in der nächs­ten Pha­se modell­haft unter­su­chen und bewer­ten wird. Ihre Hin­wei­se zur Ana­ly­se wer­den wir Mit­te August in einem wei­te­ren Video auf­grei­fen und vor­stel­len, aber auch auf häu­fig gestell­te Fra­gen ein­ge­hen:

https://www.bauumwelt.bremen.de/vep

Fernfahrer: EU verbietet Wochenend-Übernachtung im Lkw

https://www1.wdr.de/nachrichten/fernfahrer-neue-eu-regeln-100.html

Das ist ein The­ma, das auch Grö­pe­lin­gen berührt. Denn ist man am Wochen­en­de im Indus­trie­ha­fen oder im Bre­mer Indus­trie­park unter­wegs, dann kann man dort regel­mä­ßig (aus­län­di­sche) Fern­fah­rer sehen, die in ihren LKW’s das Wochen­en­de ver­brin­gen.

Nach Deut­schen Recht ist das schon seit 2017 ver­bo­ten. Aber vllt. gibt es da euro­pa­recht­li­che Gegen­ar­gu­men­te wie etwa beim Pech­spiel, die das aus­ge­he­belt haben. Jetzt mit der Ände­rung dürf­te das am kom­men­den Jahr aller­dings vor­bei sein. Dann stel­len sich aller­dings die offe­nen Fra­gen der prak­ti­schen Umset­zung — Zitat aus dem Arti­kel:

Wo sind die Hotels? Wer bewacht die Fracht? Und wenn sie ein Hotel ansteu­ern, fin­den es die Anwoh­ner ganz bestimmt auch nicht toll, wenn 40-Ton­ner durch ihr Wohn­ge­biet don­nern.” … “Selbst wenn ein Low-Bud­get-Hotel 40 Euro die Nacht kos­tet — das sind 320 Euro im Monat, das will kein Auf­trag­ge­ber über­neh­men.”

Und natür­lich die Fra­ge, ob das über­haupt kon­trol­liert wird und wie sinn­voll eine Kon­trol­le ist, wenn es aus­rei­chend und güns­ti­ge Über­nach­tungs­an­ge­bo­te mit LKW-Abstell­flä­chen in den Rand­be­zir­ken von Bre­men gar nicht gibt.

11. Juli 2020 — eine kleine Fahrt durch den Stadtteil


.
An der Werft­stra­ße ist neben dem Alt­klei­der­con­tai­ner auch der Glas­con­tai­ner abge­baut wor­den. Das soll­te so nach dem Bei­rats­be­schluss nicht sein, da nur die Klei­der­con­tai­ner ent­fernt wer­den soll­ten. Der Platz ist eine der weni­gen idea­len Stand­or­te für Alt­glas­be­häl­ter im Stadt­teil. Die SPD-Frak­ti­on im Bei­rat woll­te laut ihrem jüngs­ten Antrag an die­ser Stel­le sogar eine gro­ße Recy­cling­sta­ti­on haben, was Die Bre­mer Stadt­rei­ni­gung natür­lich abge­lehnt hat. Fest­zu­stel­len war eine Rat­ten­grup­pe, die sich an dem ille­gal abge­stell­ten Müll zu schaf­fen mach­te. Über den Män­gel­mel­der gemel­det.
.

.
Der Mehr­ge­nera­tio­nen­platz Greifs­wal­der Platz ist im Total­um­bau. Hof­fent­lich wer­den die Anwoh­ner zu wür­di­gen wis­sen, was für ein tol­ler Platz dort ent­steht — auch im Ver­gleich zur vor­he­ri­gen in die Jah­re gekom­me­nen Gestal­tung.
.

Der Neu­bau für die Ober­schu­le Ohlen­hof kommt augen­schein­lich vor­an. “Wenn der Paprier­kram erle­digt ist”, dann geht es immer recht schnell und die Men­schen sehen kon­kre­te Ergeb­nis­se.
.

.
Der Roh­bau des Ohlen­hof­car­rée geht in den ers­ten Stock. Wenn es fer­tig ist, wird das Gebäu­de mit der neu­en Spar­kas­sen­fi­lia­le für den Bre­mer Wes­ten im Erd­ge­schoss das gesam­te Erschei­nungs­bild schon sehr deut­lich ver­än­dern. Ob es noch ein gas­tro­no­mi­sches Ange­bot um den Hans-Koschnick-Platz geben wird, das wer­den zukünf­ti­ge Bera­tun­gen auch unter Ein­be­zie­hung von Nach­bar­ge­bäu­den zei­gen. Lei­der ist man da im Moment etwas zurück­ge­wor­fen.
.

.
Beim Umbau des Stra­ßen­bahn­de­pots kann man jetzt die Lage der pro­vi­so­ri­schen Umstiegs­an­la­ge erken­nen. Wenn man bedenkt, das die­se Anla­ge nahe zur Fahr­bahn auch in der kom­men­den dunk­len Jah­res­zeit den gesam­ten Einstiegs‑, Umstiegs- und Aus­stiegs­ver­kehr auf­nimmt, dann ist Vor­sicht und gegen­sei­ti­ge Rück­sicht­nah­me ALLER zwin­gend not­wen­dig, damit Unfäl­le ver­mie­den wer­den.
.

.

.
Hier war unser Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der selbst mit dem Fahr­rad über den schon deut­li­chen Huckel gefah­ren — gefähr­lich. Gemel­det, sofort abge­sperrt, etwas spä­ter wur­de er “platt­ge­macht” und die Stel­le war wie­der ver­kehrs­si­cher.
.

.

Die­se Stel­le im Schwar­zen Weg hat­ten wir auch in unse­rem ange­nom­me­nen Antrag für die Bei­rats­sit­zung genannt, in dem poli­zei­li­che Unter­stüt­zungs­maß­nah­men gefor­dert wer­den. Das ers­te Foto ist von einem der Tage, an dem der Müll­berg schon fort­ge­schrit­ten war. Die ille­ga­le Müll­an­samm­lung ist jeden Tag gewach­sen. Man­cher hat dort Sperr­müll abge­la­den, der vllt. auch sonst mit einer Sperr­müll­an­mel­dung umsonst abge­holt wor­den wäre. Aber der Groß­teil ist schon Müll­ent­sor­gung zu Las­ten des Bre­mer Müll­sys­tems. Und man konn­te auch eher gewerb­li­chen Müll ent­de­cken, wo sich man­cher kos­ten­sei­tig einen schlan­ken Fuß ggü. ehr­li­chen Gewer­be­trei­ben­den macht. För­de­rung der Rat­ten­po­pu­la­ti­on. Evtl. Umwelt­ver­schmut­zung mit Fol­ge­schä­den. Ein­fach nur immer wie­der weg­räu­men — das reicht nicht!
.

.

.
Vie­le Anwoh­ner gera­de zwi­schen Mor­gen­lan­stra­ße und Rosen­ak­stra­ße (Moor­stra­ße) wer­den für die von ihnen wahr­ge­nom­me­ne Weg­nah­me ihrer Park­plät­ze sicher noch immer kein Ver­ständ­nis haben. Das Amt für Stra­ßen und Ver­kehr hat in einer schrif­li­chen Stel­lung­nah­me an den Stadt­teil­bei­rat auch einer teil­wei­sen Rück­nah­me eine Absa­ge erteilt. Ledig­lich eine vor fast 60 Jah­ren geneh­mig­te und bis­her nicht her­ge­stell­te Über­fahrt auf ein anlie­gen­des Grund­stück wird aus­ge­führt. Wenn Autos zwi­schen den Bäu­men und über den Rad- und Fuss­weg auf ihr Grund­stück fah­ren, dann ist für den Baum­schutz nichts gewon­nen und zudem erhöht sich das Gefähr­dungs­po­ten­ti­al gera­de für Rad­fah­rer. Glück­lich ist die Ent­schei­dung nicht.

Und für die Anwoh­ner wird es wohl noch unver­ständ­li­cher, wenn sie das Par­ken andern­orts an der Herr­stra­ße sehen, wo Autos wei­ter sehr dicht an Bäu­men par­ken und sogar teil­wei­se bei über­lan­gen Autos in den Rad­weg hin­ein. Wenn ASV und UBB kon­se­quent sind, müss­te man erwar­ten, das das die längs­te Zeit so gewe­sen ist.
.

.
Auf dem Gelän­de der Grund­schu­le Oslebs­hau­ser Heer­stra­ße kann man jetzt schon deut­li­cher die Arbei­ten für die neue Sport­hal­le erken­nen. Es wird gemun­kelt, das Ziel­ter­mi­ne für die Fer­tig­stel­lung der Sport­hal­le Juni 2021 und für das Jahr­gangs­haus der 4. Klas­se Juni 2022 sind.
.

.
Klar — über die Wald­ro­dung an die­ser Stel­le kann man strei­ten. Aller­dings sind wir hier in einem Ziel­kon­flikt, da die Ent­wick­lung der Kin­der­zah­len nur begrenzt plan­bar war und ist. Wir Grü­nen Grö­pe­lin­gen hat­ten sei­ner­zeit einen Stand­ort für die 4. Klas­sen der Grund­schu­le näher zur Grund­schu­le favo­ri­siert, wo kei­ne bzw. nicht so vie­le Bäu­me hät­ten gefällt wer­den müs­sen. Es ist anders ent­schie­den wor­den und die Flä­che ist ja sowie­so bau­recht­lich eine der wich­tigs­ten Poten­ti­al­flä­chen für Woh­nungs­bau in Bre­men. Aus heu­ti­ger Sicht ist es schon ein schö­ner Mobil­bau. Eigent­lich viel zu scha­de zum zügi­gen abrei­ßen — auch ange­sichts der Her­stel­lungs­kos­ten.
.

.
Auf der Neu­bau­flä­che an der Rit­ter­hu­der Heer­stra­ße gab es in den letz­ten Wochen erheb­li­che Boden­be­we­gun­gen. Noch sol­len die Käu­fer der Flä­che inner­halb des vor­ge­ge­be­nen Zeit­rah­mens sein, die die Stadt Bre­men beim Ver­kauf der Flä­che gesetzt hat. Vor eini­gen Mona­ten war ein­mal ganz kurz­zei­tig ein Bild der dort geplan­ten Häu­ser im Inter­net zu sehen.
.

Parken gegen Bäume — Bäume gegen Parken

Eine Maß­nah­me des Umwelt­be­triebs ent­lang der Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße sorgt der­zeit für Auf­re­gung. Z.B. im stadt­ein­wär­ti­gen Bereich des Abschnitts zwi­schen der Mor­gen­land­stra­ße und der Moor­stra­ße.

Was ist pas­siert? — In dem Abschnitt wur­den ca. 200 Stahl­pol­ler gesetzt. Sie­he das Foto:

.

In der Bre­mer Baum­schutz­ord­nung https://www.bauumwelt.bremen.de/umwelt/natur/baumschutz-31500  heisst es:

§ 3 Ver­bo­te­ne Maß­nah­men
Es ist ver­bo­ten, geschütz­te Bäu­me oder Tei­le von ihnen zu ent­fer­nen, zu zer­stö­ren, zu beschä­di­gen oder in ihrem Wei­ter­be­stand zu beein­träch­ti­gen. Das Ver­bot erstreckt sich auch auf Maß­nah­men im Wur­zel­be­reich unter­halb der Kro­ne geschütz­ter Bäu­me, die zu Beschä­di­gun­gen oder Beein­träch­ti­gun­gen füh­ren kön­nen.

Der Umwelt­be­trieb Bre­men (UBB) hat die Auf­ga­be, die­sen Auf­trag aus­zu­füh­ren. Ver­stö­ße gegen die Baum­schutz­ord­nung sind eine Ord­nungs­wid­rig­keit und kön­nen mit einer Stra­fe bis zu 20.000 € belegt wer­den. Ein gro­ßer Stra­ßen­baum erreicht mit­un­ter zudem den Gegen­wert einer Eigen­tums­woh­nung. Daher wur­den vor eini­gen Jah­ren an den Bäu­men jeweils 4 Schutz­pol­ler ange­bracht.

D.h., es war mit Vor­sicht noch mög­lich, zwi­schen den Bäu­men mit einem klei­nen Auto zu par­ken. Die Tie­fe zwi­schen Fahr­bahn und Rad­weg beträgt 3 Meter — für einen Smart for two ein aus­rei­chen­der Wert sogar zum quer­par­ken! Aller­dings errei­chen vie­le heu­ti­ge über­di­men­sio­nier­te PKW Län­gen an die 6 Meter und mehr. Rech­net man in ande­ren Berei­chen der Heer­stra­ße wie etwa vor dem TEDI oder der Spar­kas­se 4 Meter Schutz­raum um den Baum, dann ist der ver­blei­ben­de Abstand von ca. 6 Metern zwi­schen den aller­meis­ten Bäu­men nicht aus­rei­chend.

Über die Zeit sind daher die­se Pol­ler immer mehr umge­fah­ren oder abge­baut wor­den — von wem auch immer. Damit konn­te die Schutz­wir­kung nicht erzielt wer­den. Ohne Rück­sicht auf den Baum­schutz haben in dem Abschnitt zuvor min­des­tens 30 Kraft­fahr­zeu­ge geparkt. Obwohl die Baum­schutz­ver­ord­nung den kom­plet­ten Kro­nen­be­reich — also das kom­plet­te Blatt­werk und beim Wuchs der Bäu­me fast den gesam­ten Stra­ßen­ab­schnitt — umfasst.

Die­se Maß­nah­me war also ein Kom­pro­miss, der aber lei­der nicht gewür­digt wur­de. Des­halb hat der Umwelt­be­trieb jetzt den Baum­schutz kon­se­quent durch­ge­setzt und bis auf einen Behin­der­ten­park­platz das Par­ken zwi­schen den Bäu­men kom­plett unter­bun­den.

Die Anwoh­ner von der Moor­stra­ße bis ca. 5 Häu­ser vor der Rosen­ak­stra­ße ver­fü­gen über eine rück­wär­ti­ge Zufahrt/Garagen auf ihren Grund­stü­cken. Somit ist nur die rest­li­che Hälf­te gegen­über dem Zustand zuvor deut­lich nega­tiv betrof­fen. Und evtl. die Geschäfts­leu­te auf der ggü. lie­gen­den Stra­ßen­sei­te. Schaut man mit Goog­le Earth im Umkreis, dann ent­deckt man eini­ge vllt. noch freie Park­mög­lich­kei­ten in z.B. Hin­ter­hö­fen der Mor­gen­land­stra­ße. Und auch tags­über sind oft Park­plät­ze ggü. auf der Sei­te der Geschäf­te frei.

Der Bei­rat hat die­ses The­ma in sei­ner Sit­zung am 10.06.2020 noch­mal erör­tert. Aus unse­rer der­zei­ti­gen Sicht war die Abpol­le­rung über­trie­ben, da es neben den Zwi­schen­räu­men mit ver­blei­ben­den ca. 6 Metern auch Zwi­schen­räu­me mit ver­blei­ben­den 10 oder 13 Metern gibt. Aller­dings ist es mög­lich, das in die­sen Zwi­schen­räu­men noch Bäu­me nach­ge­pflanzt wer­den. Dann wäre es ver­ständ­li­cher.

Im Umfeld mit gepflas­ter­ten Park­buch­ten sind die Abstän­de zwi­schen den Bäu­men grö­ßer als bei den meis­ten Bäu­men im besag­ten Abschnitt:

.

Zwi­schen­zeit­lich liegt Anfang Juli 2020 auch eine Ant­wort der Behör­den vor, die das Anlie­gen des Bei­ra­tes, das Par­ken wie­der zu erlau­ben (zumin­dest in den gro­ßen Zwi­schen­räu­men), abschlä­gig beant­wor­tet.

Ist einem Grund­stücks­ei­gen­tü­mer das Par­ken sehr wich­tig, muss er daher über­le­gen, ob er dies auf sei­nem eige­nen Grund­stück mög­lich macht. Er muss dann aber auch die Bord­stein­ab­sen­kung etc. bezah­len. Mehr Infor­ma­tio­nen dazu gibt es hier: https://www.service.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen128.c.720018.de . Ob ein Antrag geneh­migt wer­den wür­de, das wis­sen wir nicht.

Letzt­lich gibt es kei­nen Anspruch auf einen Park­platz vor der Tür. Das wer­den auch die Anwoh­ner ggü. dem Stra­ßen­bahn­de­pot in eini­gen Jah­ren erfah­ren, wenn das Par­ken auf öffent­li­chem Grund dort nicht mehr erlaubt sein wird. Und wir den­ken, das wei­te­re Baum­schutz­maß­nah­men auch in ande­ren Berei­chen des Heer­stra­ßen­zugs umge­setzt wer­den, wo der­zeit ähn­lich oder teil­wei­se noch näher an Bäu­men geparkt wird:

.

Eine bei uns wei­ter dis­ku­tier­te Mög­lich­keit wäre, das man den ver­füg­ba­ren Raum für PKW umplant. In dem man z.B. die Ein­fahrt von der Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße in die Mor­gen­land­stra­ße auf der Sei­te von Wool­worth sperrt. Eine Zu- und Abfahrt wäre dann nur noch über den Pas­to­ren­weg mög­lich. Man hät­te dann in Höhe Wool­worth eine Sack­gas­se geschaf­fen und könn­te in der gan­zen Brei­te den vor­de­ren Stra­ßen­raum zur Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße als Park­raum gestal­ten. Wobei eine Zufahrt zum Park­hof des ehe­ma­li­gen Post­ge­bäu­des mög­lich sein müss­te. Pro­blem wäre dann ggf. die man­geln­de LKW-Zufahrt zum Wool­worth-Gebäu­de.

Hin­ter­grund ist letzt­lich, das Grö­pe­lin­gen zwar zu den Stadt­tei­len mit einer gerin­gen PKW-Dich­te zählt. Jeden­falls bei den PKW mit inlän­di­schem Kenn­zei­chen. Im Schnitt sind die PKW aber grö­ßer gewor­den und bean­spru­chen damit mehr Park­raum. Durch län­ge­re und brei­te­re Autos — aber auch durch die Zunah­me von par­ken­den Trans­por­tern, die eine PKW-Anmel­dung haben. Und durch den Zuzug nach Grö­pe­lin­gen ist nach unse­ren Berech­nun­gen die PKW-Anzahl in Grö­pe­lin­gen über die letz­ten 10 Jah­re min­des­tens um 1.000 Fahr­zeu­ge gestie­gen. Also im Zwei­fel — Schicht­diens­te berück­sich­tigt — ca. 1.000 Fahr­zeu­ge mehr die abends Park­raum suchen. So ent­steht trotz rela­tiv gerin­ger sta­tis­ti­scher PKW-Dich­te im Stadt­teil trotz­dem Park­druck.

Raimund Gäbelein verstorben

Am Sonn­tag ereil­te uns die Nach­richt und mach­te uns alle sehr trau­rig. Am Mitt­woch zuvor hat­ten wir zusam­men noch unse­re ers­te öffent­li­che Bei­rats­sit­zung. Im Video der Sit­zung kann jeder noch die Wor­te von Rai­mund sehen. Am Don­ners­tag hat­ten wir intern noch Emails aus­ge­tauscht. Am Sonn­tag dann die Nachicht, das er in der Nacht zuvor gestor­ben ist. Mit­ten aus dem Leben geris­sen.

Der Weser-Kurier berich­tet heu­te: https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-antifaschist-und-ortspolitiker-raimund-gaebelein-gestorben-_arid,1921171.html