Kommendes Kindergartenjahr 2018/2019

Die zweite Planungskonferenz mit den Trägern der Kinderbetreuungseinrichtungen wurde in diesem Jahr abgesagt, da für die vorliegende Anmeldesituation der Eltern ausreichend Betreuungsplätze vorhanden sind. Das war in den Vorjahren nicht so.

Es ist auch kein Grund um sich auszuruhen, da die Mobilbauten nur befristet sind und durch feste Bauten ersetzt werden müssen, wozu es Planungen gibt. Gleichfalls soll z.B. das Kinder- und Familienzentrum Am Nonnenberg erneuert werden, wofür die Planungen angelaufen sind. Und wir wissen, das nicht alle Eltern ihr Kind anmelden bzw. die Anmeldequote stadtweit betrachtet in Gröpelingen zu niedrig ist. Und es kann sein das sich Eltern nicht an das postalisch gestartete Anmeldeverfahren halten und erst zum Start des Kindergartenjahres in einer KiTa vorstellig werden. Aber auf so einer Grundlage kann man nicht planen.

Dennoch kann man festhalten, das die enormen Anstrengungen des Vorjahres doch Wirkung gezeigt haben und auch der Stadtteilbeirat in der Beurteilung der Lage nicht verkehrt lag. Jetzt muss der Fokus im KiTa-Bereich auf die Realisierung der Festbauten und die Sanierung Am Nonnenberg liegen.

Als aktuell größere Baustelle zeichnet sich der Grundschulbereich ab. Und die Turnhallensituation verschlimmert sich eher noch mit dem bevorstehenden Abriss der Turnhalle Oslebshauser Heerstraße mit anschließendem Neubau. Schon heute kann das Unterrichtsfach Sport offenbar nicht wie vorgesehen unterrichtet werden.

Wir GRÜNEN GRÖPELINGEN hatten zu Beginn der Legislaturperiode im Jahr 2015 die Bildung eines nichtständigen Ausschusses Turnhallen beantragt, dem die anderen Parteien im Beirat leider nicht gefolgt sind. Aus unserer Sicht wäre das gut gewesen, um die geballten Probleme auf diesem Themenfeld gezielt angehen zu können. So müssen wir die Zeit von den übrigen Ausschussterminen abzwacken und es zieht sich in die Länge.

Ausstellung zur Reihersiedlung noch bis zum 28.02.2018 in der Stadtteilbibliothek West

Zu einem Bericht zum studentischen Wettbewerb

Derzeit scheint es so zu sein, das sich die Vonovia AG als Eigentümer der Reihersiedlung auf die konkreten Baumaßnahmen an den Schlichtbausiedlungen in Hemelingen und Walle konzentriert. Die Miete der neuen Häuser soll ja „günstige 9,50 Euro“ betragen, wie bei der Vorstellung des Bauprojektes bekannt wurde. Man beachte die Anführungsstriche. Das ist natürlich schon sehr viel mehr als die 5 – 6 Euro die der genannte Bauunternehmer realisieren wollte und 9,50 Kaltmiete sind für viele einfach nicht bezahlbar. Natürlich wären auch die 5 – 6 Euro viel mehr als die ca. 2,50 Euro die heute bezahlt werden. Aber wenn man mehr Wohnraum schaffen möchte, muss eben auch investiert werden und man hat dann keine „abgewohnten Bestandsbauten“ in die nichts mehr vom Eigentümer investiert wird, durch die diese ca. 2,50 Euro Miete erst ermöglicht werden.

Die Vonovia war zuvor auf dem Blatt Papier bereit, dem Verein Wohnungslosenhilfe das Grundstück zu einem günstigen Preis zu überlassen – in gewisser Weise auch als soziale Komponente der Gesamtmaßnahmen. Sie hatten sogar ihre Mieter angeschrieben, das das so kommt und die Bewohner langfristig in den Häusern wohnen bleiben könnten. Das war in dem Verein selbst offenbar nicht mehrheitsfähig und die hatten ihre damalige Leitung entlassen und vom Projekt Abstand genommen.

Von alledem scheint jetzt keine Rede mehr zu sein. Die Vonovia AG hat sich offenbar weggeduckt und verhandelt im Hintergrund mit unbekannten Interessenten über einen Verkauf der Reihersiedlung. Es steht zu befürchten, das auswärtigen (ausländischen) Finanzinvestoren vorgegaukelt wird, das man an diesem Standort Mehrfamilienhäuser mit hunderten Wohneinheiten bauen könne; das die Nähe zum Hauptbahnhof via Regio-S-Bahn und die Nähe zu Nahversorgern und Autobahn angepriesen und somit ein unrealistisch hoher maximaler Verkaufspreis erzielt werden soll.

Falls das hier ein solcher Finanzinvestor lesen sollte: Es ist baurechtlich nicht so. Es wird an diesem Standort keine gewinnmaximierende Bebauung geben.

If such a financial investor should read here about this Vonovia project offer at postcode 28239 Bremen: It is not like that in terms of building law. There will be no profit maximising development at this location. If you are told that, then it is not true and you are only to be encouraged to pay a high purchase price.

Klärschlamm

Ein vielleicht unappetitliches Thema. Aber wie bei so vielen Sachen gilt auch hier: „Aus den Augen ist nicht aus der Welt“.

Aktuell gab es in der ARD einen Bericht über  gefährliche Keime in Bächen, Flüssen und Seen.

Das sind zum Teil die Stoffe, die in einer Kläranlage nicht aus dem Abwasser herausgelöst werden können. Aber es sind auch die Stoffe, die aus dem Abwasser herausgelöst werden und im Klärschlamm stecken. Und wo dann dieser Klärschlamm auf landwirtschaftlichen Flächen als Dünger aufgebracht wird. Und damit neben z.B. Phospat auch Stoffe, die sich über nachfolgendes Regenwasser in Gewässern ansammeln. Oder die über die angebaute Nahrung wieder in unsere Nahrungskette gelangen.

Z.B. in der Schweiz wurde die landwirtschaftliche Nutzung von Klärschlamm schon im Jahr 2003 verboten. In Deutschland gibt es mit der Klärschlammverordnung Vorgaben, die z.B. maximale Schwermetallkonzentrationen für Klärschlamm festsetzt, der auf Felder verstreut werden darf. Mit einer Änderung der Klärschlammverordnung Ende 2017 darf zukünftig auch in Deutschland Klärschlamm in Bremen ab 2029 nicht mehr landwirtschaftlich genutzt oder ohne vorherigem Phosporauszug verbrannt werden. Hintergrund dafür ist die Reduzierung der Schadstoffe in den Böden und die Rückgewinnung des kritischen Rohstoffs Phospor. Kleinere Kläranlagen bis 50.000 Einwohner dürfen auch weiterhin Klärschlamm auf landwirtschaftliche Flächen ausbringen.

Bei der Vorstellung von Hansewasser zu den Plänen zum Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage in Bremen wurde mitgeteilt, das Bremen bisher ca. die Hälfte des Klärschlamms auf landwirtschaftliche Flächen im weiteren Umkreis von Bremen und im größeren Umfang auf Felder im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ausbringt. Die andere Hälfte wird zu weit entfernten Braunkohlekraftwerken transportiert und dort mitverbrannt.

Man kann also sagen, das es sich Bremen bisher sehr einfach gemacht hat. Bremen zapft das Grundwasser in Verden etc. an und sorgt dort bei Umweltschützern für Besorgnis, weil dort der Grundwasserspiegel absinkt und zuviel Wasser gefördert wird. Gleichzeitig wird der Klärschlamm aus dem Abwasser über hunderte Kilometer per LKW außerhalb Bremens transportiert. Die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind sicher auch nicht glücklich darüber, das sich „Bremer Scheisse“ auf ihren Feldern verteilt und sich Bremer Schadstoffe in ihren Gewässern anreichert. Und wir Grüne wollen aufgrund der CO2-Problemaik die Braunkohlekraftwerke zügig abschalten und durch in der Erzeugung klimaneutrale erneuerbare Energien ersetzen

Das ist der Ausgangspunkt und darüber wird zu reden sein. Wie oben geschrieben: „Aus den Augen ist nicht aus der Welt“.

Kurzbericht Beiratssitzung vom 31.01.2018

Anwesend waren ca. 30 Gäste.

Für den am 01.11.2017 verstorbenen Beiratssprecher Dieter Adam (SPD) wurde Barbara Wulff (SPD) als Beiratssprecherin benannt (14 ja, 2 Enthaltungen, 1 x entschuldigt gefehlt).

Die bisherige Koordinierungsrunde des Beirates wurde einstimmig durch einen Sprecherausschuss aller im Beirat vertretenen Parteien/Wählervereinigungen ersetzt.

Einstimmig wurde auch erneut ein Antrag angenommen, der bei der Fahrradpremiumroute die Führung über den Mählandsweg vorsieht. Allerdings steht das Thema jetzt nicht unmittelbar im Stadtteil an.

Unser zuvor genannter Antrag zum Gebiet Tucholskystraße wurde in den Bauausschuss verwiesen. Dort soll mit dem neuen Grundstückseigentümer zuvor ein Gespräch geführt werden. Wir finden das nicht richtig, sondern hätten uns die Zustimmung gewünscht, da momentan nach dem Baurecht auch eine gewerbliche Nutzung am Standort möglich wäre und wir diese in Nachbarschaft der Reihersiedlung nicht haben möchten. Wir müssen dann abwarten, wie Ernst es der Grundstückseigentümer wirklich mit seinen Plänen an diesem Standort meint und ob er finanziell überhaupt in der Lage wäre, ein größeres Wohnprojekt zu stemmen bzw. ob in dieser Lage überhaupt für seine Pläne so große Nachfrage ist.

Unser Antrag zum Westbad wurde einstimmig angenommen und wird noch durch Passagen eines anderen Antrages ergänzt bzw. schärfer formuliert. Es soll jetzt zeitnah ein Gespräch mit den Bremer Bädern, den Schwimmverband bzw. den für Sport zuständigen Behördenmitarbeitern geben.

Bzgl. des Neubaus des Straßenbahndepots wurde offiziell mitgeteilt, das es die Überlegung gibt, das auch das Polizeikomissariat West mit seinem Einsatzdienst auf das Gelände zieht. Es findet ein Abstimmungsprozess statt, der allerdings spätestens Mitte des Jahres zu einer Entscheidung führen muss, da die neuen Straßenbahnen ja bestellt sind und die BSAG daher Zeitdruck hat.

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Grob soll der Beginn der Bauarbeiten im Frühjahr 2020 sein und mit einer provisorischen Umsteigeanlage für Busse und Bahnen entlang der Debstedter Straße starten, wo für diesen Zwecke Schienen verlegt werden. So schnell wie möglich soll dann die neue Umsteigeanlage gebaut werden. Anschließend erfolgt bis 2023 die Fertigstellung der internen Räumlichkeiten der BSAG bzw. ggf. des Polizeikommissariats.

Ab so Frühsommer 2018 soll die nächste Planungsstufe – in der die zahlreichen Anregungen aus der Bevölkerung eingeflossen sind – abgeschlossen sein und dann soll darüber die Bevölkerung auch wieder informiert werden.

Der Umbau des Platzes an der Marienwerder Straße / Brombergerstraße soll noch im Jahr 2018 starten. Der Umbau des Greifswalder Platzes ist vom Finanzvolumen her größer und muss durch die Deputation beschlossen werden. Daher ist hier eine Umsetzung in 2019 geplant.

Beiratssitzung am 31.01.2018 – Straßenbahndepot, Bäderkonzept und Tucholskystraße

Auf unserer Vorbereitungssitzung am 23.01.2018 hatten wir u.a. auch die Themen der Beiratssitzung diskutiert, die wie gewohnt hier auf der Seite des Ortsamtes West angesehen werden können.

Wir haben auch 2 Anträge für die Sitzung formuliert.

Einmal geht es um den Umgang mit der Präsentation der Entwurfsplanung zum Westbad vom 30.11.2017. Auf der Beiratssitzung wurde gesagt, das es mehr als im Bäderkonzept 2014 festgelegt nicht geben kann und wird.

Also etwa die Sauna wird es nicht weiter geben. Allerdings wurde seinerzeit auch von weniger als 30 Besucher pro Tag und den schwächsten Besuchszahlen aller Saunen der Bremer Böder geschrieben. Wenn diese Zahlen stimmen, kann das nicht so dramatisch sein und Saunen ist im Gegensatz zu Schwimmen eben auch kein staatlicher Bildungsauftrag. In Baumärkten etc. werden heute schon kleine Saunen für den privaten Keller oder das große Badezimmer für unter 1.000 Euro angeboten. Und wer mehr will, der will eher Angebote wie die Oase – also ein Investitionsvolumen das nicht im Bereich der Bremer Bäder möglich sein dürfte.

Aber ansonsten muss man beim Abgleich mit dem Bäderkonzept feststellen, das die vorgelegte Entwurfsplanung doch deutlich hinter dem zurückbleibt, was das Bäderkonzept für das Westbad festgelegt hat. Z.B. wurde 2014 geschrieben – hier der Verweis zur damaligen Senatspressemitteilung -:

Die geplanten neuen Schwimmhallen in Horn (zehn 50m-Bahnen) und im Bremer Westen (sechs 25m-Bahnen, ein Solekursbecken und ein kombiniertes Springer- Tauch- und Lehrbecken mit Hubboden) werden sich in beiden Bädern an dem Modell „Simply Swimming“, des niederländischen Schwimmverbandes als Vorbild orientieren. Dieses bedeutet im Wesentlichen den Verzicht auf nicht zwingend erforderliche Zusatzausstattungen und ein sehr kostenbewusstes Bauverfahren. Auch wenn im künftigen Westbad keine Saunaausstattung mehr vorgesehen ist, so soll in jedem Fall wieder ein Eltern-Kind-Bereich geschaffen werden, um auch Familien mit kleinen Kindern den Aufenthalt zu verschönern.

In der Entwurfsplanung ist das Solekursbecken allerdings weggefallen! Das Lehrbecken hat keinen Hubboden und fällt offenbar um 28 % kleiner aus bei prozentual zweistellig höherer Schüleranzahl! Eine Reduzierung des Planschbeckens um offenbar 50 % bei gleichzeitigem starken Anstieg der Familien mit Kleinkindern passt auch nicht zum o.g. Geist der Pressemitteilung. Und schaut man in das Bäderkonzept selbst, fallen noch mehr gravierende Abweichungen nach unten vom Bäderkonzept auf. Hier unser Antrag:

Antrag Westbadplanung

Ein weiterer Antrag befasst sich mit dem Gelände des ehemaligen Max Bahr Baumarktes und dem daneben gelegenen Grundstück an der Tucholskystraße: Antrag Reiher+Tucholsky.

Es werden noch andere Anträge anderer Parteien aufgerufen werden – z.B. zur Fahrradpremiumroute oder zur Personalsituation im Ortsamt West. Der Beirät Gröpelingen mit seinen ehrenamtlichen „Feierabendpolitikern“ ist bemüht über die Parteigrenzen hinaus effektiv für das Wohl des Stadtteils zusammenzuarbeiten – wir denken, das das auch die Bürger wollen und keinen Streit um Formalien „und Drehen um sich selbst“, wie ihn etwa die AfD im Beirat Walle wiederholt praktiziert.

Zusammen mit den Punkten der Tagesordnung wie der Vorstellung der fortgeschrittenen Planung für das Straßenbahndepot Gröpelingen wird es wieder eine interessante Veranstaltung. Kommen Sie doch vorbei und sehen und hören sich an, wie Politik ganz konkret funktioniert und was in Ihrem Lebensumfeld so passiert.

Entscheidung bei der Bundes-SPD über die Sondierung

Zugegeben – eine grüne Regierungsbeteiligung wäre besser gewesen. :-) Gerade mit Blick auf den Klimaschutz, der ja nicht auf die Menschheit wartet. Da wird auch bei der nächsten GroKo wohl eher vertagt als gehandelt.

Und z.B. hatten auch die Grünen den Passiv-Aktiv-Transfer bei HartzIV-Leistungen verhandelt und damit für Gröpelingen etwas Positives erreicht. Nur mal als ein Beispiel. Aber die FDP, die im Wahlkampf gross „mehr Mut haben – keine German Angst“ plakatiert hat, hat in den Verhandlungen in Berlin der Mut verlassen. Oder sie haben mit ihrer Unerfahrenheit schlecht verhandelt. Jedenfalls hat die FDP die Verhandlungen mit CDU/CSU und Grüne abgebrochen und somit war die SPD dann doch gefordert.

Wenn man sich das Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD anschaut, dann ist es ganz beachtlich, was die SPD da erreicht hat. Da wurden teilweise Meilensteine erreicht, die in Jahrzehnten zuvor nicht erreicht werden konnten. Warum da einige Sozialdemokraten so auf die fehlende Bürgerversicherung (siehe Beitrag zuvor) hinweisen, bleibt da unverständlich. Natürlich muss die SPD auch ihre Erfolge auf Bundesebene erklären – der Mindestlohn z.B. hat doch vielen „kleinen“ Menschen ganz konkret etwas im Portemonnaie gebracht.

Was hat die SPD jetzt z.B. als Ergebnis verhandeln können?:

Offenbar sollen 3,5 Mrd. Euro in die Gebührenfreiheit von KiTa’s fließen. Manche Facharbeiterfamilie muss mehrere hundert Euro im Monat für einen KiTa-Platz berappen. Das wäre schon eine große Entlastung für gut verdienende Haushalte mit Kleinkindern und obendrein ein lange überfälliger Schritt um auch Kinder in bildungsfernen Haushalten frühzeitig besser zu fördern, damit die wenn die die Grundschule verlassen zumindest einfaches Deutsch lesen und schreiben können.

Das Kooperatonsverbot des Bundes bei der Schulfinanzierung (Artikel 104c Grundgesetz) soll fallen. Es soll eine Investitionsoffensive für Schulen geben. Elternbeiträge für das Mittagsessen oder für Schultransporte sollen wegfallen. Es soll einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich geben. Eine Austattungsoffensive an Berufsschulen soll es geben.  Es soll eine Mindestausbildungsvergütung geben.
Dann soll endlich endlich der Passiv-Aktiv-Transfer von SGBII-Leistungen kommen – ebenfalls seit mehreren Legislaturperioden überfällig und bisher immer an der CDU oder der FDP gescheitert.

Und eine Reihe von Verbesserungen im Pflegebereich – was heute in manchen Seniorenheimen und auch Krankenhäusern abläuft ist ja beschämend. Und das Schulgeld für Heilberufe soll abgeschafft werden – auch das kann man ja niemandem erklären, warum es das überhaupt immer noch gibt. Ein Physiotherapeut in einer Krankengymnastikpraxis oderso verdient ja nicht wie ein Pilot – und selbst dort kann man sich ja schon bei der Lufthansa umsonst ausbilden lassen.

Mindestens plus 15.000 Sicherheitskräfte, mindestens 2.000 zusätzliche Justizbeamte. 1,5 Millonen Wohnungen sollen in den 4 Jahren neu gebaut werden – das wären nochmal ca. 30 % mehr als bisher schon. Investitionen in den Straßenbau sollen verstetigt und der Giganetzausbau kommen. Und und und.

Da sind Dinge dabei, die in Gröpelingen wirklich weiterhelfen würden. Man weiss gar nicht richtig, was die SPD in einer Koalition für ihre Wähler noch Besseres erreichen könnte. Ja meinen denn die, das sie sich in der Oppositon erneuern und dann bei der nächsten Wahl auf 50 % kommen? – Hoffentlich kommen die Kritiker in der SPD bis Sonntag nochmal auf den Boden der Tatsachen zurück.

Ansonsten muss man festhalten: Die AfD will nur medienwirksam protestieren. Die FDP will nicht in einer Koalition regieren. Die SPD will nicht in einer Koaliton regieren. DIE LINKE ist innerlich zerstritten und weiss nicht was sie will. Als ernsthafte Alternative für eine Regierung in Deutschland zur CDU bleibt da eigentlich nur noch Bündnis 90 / DIE GRÜNEN. :-)

Zusammenbrechendes Gesundheitssystem in Grossbritannien

Ein aktueller Artikel von Spiegel Online: Eine Grippewelle – und das System wankt

Gerade wird ja wieder vom Deutschen Gesundheitssystem gesprochen. Einige SPD’ler lehnen das Sondierungsergebnis ab, weil die Bürgerversicherung nicht darin enthalten ist. Es wird oft von einer „Zweiklassenmedizin“ gesprochen. Befürworter des jetzigen Systems sprechen das nicht ab, sagen aber, das das zusätzliche Geld der Privatversicherten das System stabilisiert und für Innovationen sorgt, die letztlich allen zu Gute kommt. Würden Privatversicherte nur noch das bezahlen was ein gesetzlich Versicherter bezahlt, so würde im Gesundheitssystem ein zweistelliger Milliardenbetrag fehlen und das hätte dann auch negative Folgen für die gesetzlich Versicherten.

Ergo: Das will alles gut überlegt sein. Die Hauptprobleme liegen u.E. derzeit sowieso woanders. Z.B. in der Verteilung der Ärzte auf Regionen (Stadt/Land und innerhalb der Städte). Oder in der offenbar im Vergleich zu anderen Ärzten zu geringen Vergütung von Hausärzten und somit auch zu wenigen Absolventen der Allgemeinmedizin. Oder in einer Arbeitsbelastung der vorhandenen (Haus)-Ärzte, die potentielle Medizinstudenten abschreckt. Oder nicht optimaler Angebotsstruktur von Krankenhäusern oder speziellen Problemen wie der Schließung von Geburtsabteilungen in Krankenhäusern rund um Bremen. Oder den Problemen der Hebammen. Und und und.

Dennoch: Im Verhältnis zu ganz vielen anderen Ländern ist das Gesundheitssystem in Deutschland gut. Gefährliche Demagogen haben in Grossbritannien den Briten erzählt, das Ausländer aus der EU ihnen die Arzttermine wegnehmen würden. Mit dem Brexit könnte Grossbritannien Milliarden an Zahungen an die EU einsparen und die in das Gesundheitssystem stecken. Zudem blieben die Ausländer weg und alles wird für die Briten dann viel besser. Das war für viele eine Hautpmotivation für den Brexit zu stimmen.

Das die EU-Ausländer in Grossbritannien Krankenkassenabgaben und Steuern zahlen, nach einigen Jahren viele wieder gehen und der Staat gar keine Gegenleistungen für diese Gelder zahlen muss, das wurde nicht erzählt. Auch nicht, das ganz viele Ärzte und Krankenschwestern auch aus dem EU-Ausland das System stützen, während britische Ärzte sich in privat finanzierten Bereichen betätigen. Ohne diese Zuwanderer soll der Nationale Gesundheitsdienst NHS zusammenbrechen. Schon heute muss man in Grossbritannien für ganz viele Leistungen privat bezahlen. Wer das Geld nicht hat, der muss im Zweifel sterben, weil der NHS nur Basisleistungen abdeckt. DAS ist dann eher die Zweiklassenmedizin – nicht das Deutsche System.

Nichts Politisches: Kleine Hilfe für die Ein- und Ausgaben

Unser Beiratsmitglied Dieter Steinfeld führt als gelernter Kaufmann seit über 30 Jahren auch eine private kleine Buchhaltung über seine Ein- und Ausgaben. Dazu nutzt er ein Finanzprogramm. Es geht aber auch viel leichter mit einer einfachen Tabellenkalkulation. Will man das auch machen, steht man am Anfang häufig vor einem leeren Tabellenblatt und weiss nicht so recht wie man es machen soll. Und gibt vielleicht doch wieder auf mit dem guten Jahresvorsatz.

Dafür gibt es – Tusch TARA! -: Diese kleine Excel-Datei.

Man kann die Tabelle sowohl zur Jahresplanung für die Zukunft, als auch zur täglichen (wöchentlichen) Notierung seiner Ein- und Ausgaben nutzen und bekommt so eine erste gute Übersicht über sein Ein- und Ausgabenverhalten bzw. seine Finanzen.

Die Tabelle ist dabei absichtlich einfach gehalten – aber der praktische Nutzen ist dann doch erstaunlich!

Eine kurze Erläuterung zur Handhabe der Tabelle:

Beispielfoto des Übersichttabellenblattes:

E_A_Buchhaltung_Leerdatei

Die Datei besteht aus einem Übersichtsblatt in dem man auch die festen Ein- und Ausgaben einträgt. Dafür gibt es 5 Einnahme- und 10 Ausgabekategorien. Das können z.B. das Gehalt oder die Hartz4-Bezüge sein, Kindergeld, Mini-Job … . Bei den Ausgaben sind es die (monatlich) anfallenden festen Kosten wie Miete, Telefon, GEZ, Versicherungen … . Natürlich kann man monatliche Abweichungen wie etwa Nachzahlung von Strom- oder Heizkosten auch dort über die Zahleneingaben unterschiedlich eingeben.

Dann gibt es mit dem Übersichtsblatt verknüpfte 12 Tabellenblätter für die Monate Januar – Dezember, in denen man die täglichen Ausgaben wieder verteilt auf bis zu 10 Kategorien einträgt. Die Namen der Kategorien trägt man dabei im Übersichtstabellenblatt ein und sie werden dann in die Monatsblätter übernommen. Ebenso werden die Monatssumme dieser 10 Kategorien in das übersichtsblatt überommen.

Dann gibt es noch ein Tabellenblatt für flexibles Einkommen, was über die 5 festen Einnahmekategorien hinausgeht. Das wird wohl in der Praxis weniger häufig gebraucht werden.

Als letztes Blatt gibt es noch eine grafische Übersicht.

Man kann die Anzahl der Kategorien nach Aufhebung des Blattschutzes (kein Kennwort) durch Erweiterung der Kategorien auch vergrößern – dann passt das Bild der Jahresübersicht in 100%-Ansicht aber nicht mehr voll auf eine übliche Monitorseite. In Summe 20 verschiedene Ausgabekategorien – das dürfte für den Anfang genügen. Man kann ja zusammenfassen z.B. in „Essen und Trinken“ und muss nicht „Aldi, „Lidl“, „ReWe“, „Edeka“ getrennt aufführen. Dito „Kleidung“ anstatt „Oberbekleidung“, „Unterbekleidung“, „Kinderbekleidung“, „Schuhe“.

Im Übersichtsblatt in der Spalte E ist eine Prozentfunktion integriert, mit der man den prozentualen Anteil einer der 20 Ausgabekategorien an den Ausgaben sehen kann.

Ganz oben werden alle Ein- und Ausgaben automatisch zusammenaddiert und man erhält dann die Monatssalden und eine Jahreszahl.

Für eine Vorausplanung des Jahres bietet es sich zur Vereinfachung an, „den täglichen Kleinkram“ in einer Gesamtzahl im Übersichtsblatt einzutragen. Man kann auch die Datei kopieren, die Vorausplanung gesondert abspeichern, in einer neuen Datei die tatsächlichen Ein- und Ausgaben eintragen und dann am Ende des Jahres einen Soll-Ist-Vergleich machen, was eingetreten ist und was nicht.

Diese Vorgehensweise genügt keinen Profi-Ansprüchen mit mehrjähriger Planung, Abschreibungen, Umsatzsteuerbuchungen etc.. Aber für einen Einstieg in eine Buchhaltung bietet diese kleine Datei schon einiges und ist weit besser als ein handschriftliches Haushaltsbuch, mit dem man nie diese längerfristige Übersicht „auf einem Blick“ bekommt.

Wichtig: Regelmäßiges Sichern der Datei auf immer zwei Medien – etwa Festplatte und einem USB-Stick oder der Speicherkarte des Smartphones – nicht vergesssen.

Müllprobleme – Leitstelle Saubere Stadt

Für Probleme mit der Müllbeseitigung gibt es die Leitstelle Saubere Stadt. Die Anrufe dort werden von einem zentralen Callcenter entgegengenommen. Auf der Internetseite der Leitstelle sind auch weitere Informationen zu bekommen.

Telefon-Nr. (0421) 361-15 850; eMail: info@dbs.bremen.de

Die eMail-Adresse und die Internetseite haben sich zum 01.01.2018 geändert, da auch die Leitstelle Saubere Stadt in die neu gegründete Anstalt öffentlichen Rechts „Die Bremer Stadtreinigung“ übergegangen ist. Die Telefon-Nr. ist (noch) gleich geblieben.

Die Abfuhr des Gelben Sackes ist jedoch ein privatwirtschaftliches organisiertes System aus den Einnahmen des Gelben Punktes auf den Verpackungen. Seit dem 01.01.2018 hat es hier durch die zuständige Firma nach einer Ausschreibung einen Wechsel des Dienstleisters vor Ort gegeben. Beschwerden sind daher an diese Firma zu richten. Alles weitere ist hier zu erfahren.

Bei Behinderungen auf öffentlichen Verkehrswegen ist die für Gröpelingen und Walle zuständige Stelle beim Amt für Straßen und Verkehr unter der Telefon-Nr. 361-1 71 72 erreichbar.

Für besondere Aufgaben kann man sich auch direkt an den  Quartierservice wenden.

Falls der Abfuhrtag nicht bekannt ist oder man seinen Abfallkalender verloren hat, kann man sich hier informieren: Abfallkalender neu ausdrucken. Der Stadtteilbeirat hat in den letzten Jahren darauf gedrungen, das der Abfuhrtag von einem Montag auf einen anderen Wochentag gelegt wird. Dies soll in den nächsten Jahren umgesetzt werden.