Anlage eines “Urbanen Klima-Waldparks” in Oslebshausen

Es war bereits im Inte­net ver­ein­zelt zu lesen — jetzt gibt es auch die offi­zi­el­le Bre­mer Mit­tei­lung dazu, wie wir zuvor auch bereits aus­ge­hend von unse­rem Antrag geschrie­ben hatten.

Da behaup­te noch­mal jemand, Oslebs­hau­sen wür­de nicht im Blick sein: Nicht irgend­wo in Bre­men, son­dern in Oslebs­hau­sen Beim Pul­ver­berg und der heu­te “Tep­pich­flä­che” genann­ten Flä­che zwi­schen der Wohn­sied­lung Woh­lers Eichen und dem Gewer­be­ge­biet Rie­de­mann­stra­ße wird ein Wald­park ange­legt — geför­dert durch ein Natio­na­les Pro­gramm . Fast 1,2 von bun­des­weit 100 Mil­lio­nen Euro flie­ßen so nach Oslebshausen.

Das Pro­jekt ‘Urba­ner Kli­ma-Wald­park’ ist ein tol­les Bei­spiel, wie mit einer Grün­flä­chen­ent­wick­lung sowohl ein Gewer­be­stand­ort als auch das wohn­bau­li­che Umfeld ent­schei­dend auf­ge­wer­tet wer­den kann”, sagt Kris­ti­na Vogt, Sena­to­rin für Wirt­schaft, Arbeit und Euro­pa. “Hier ent­steht ein Kli­ma-Wald­park, der sowohl den Men­schen, ins­be­son­de­re des Wohn­stand­or­tes ‘Woh­lerts Eichen’ als auch den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Gewer­be­ge­bie­tes Rie­de­mann­stra­ße die­nen und ins­ge­samt die Bedin­gun­gen in Oslebs­hau­sen auf­wer­ten wird.”

Im Orts­teil Oslebs­hau­sen plant Bre­men einen ca. 1,3 Hekt­ar gro­ßen Wald­park zwi­schen zwei nahe­zu kom­plett ver­sie­gel­ten Gewer­be- und Indus­trie­ge­bie­ten. Im Rah­men die­ses Pro­jek­tes sol­len die Stra­ßen des Gewer­be­ge­biets auf einer Stre­cke von 1.300 Metern begrünt und umge­stal­tet wer­den. Fuß- und Rad­we­ge sol­len ent­ste­hen, um die kli­ma­freund­li­che Erreich­bar­keit zu ver­bes­sern. Sitz‑, Erho­lungs- und Fit­ness­mög­lich­kei­ten sol­len geschaf­fen wer­den, die von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern des Gewer­be- und Indus­trie­ge­bie­tes und Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­nern genutzt wer­den können.

Die posi­ti­ve Ent­wick­lung des Bre­mer Wes­ten und die Ver­bes­se­rung der Lebens- und Arbeits­qua­li­tät der Men­schen in den Stadt­tei­len sind mir ein wich­ti­ges Anlie­gen”, sagt Sena­to­rin Vogt. “Es ist eine beson­de­re Aus­zeich­nung, dass die­ses Pro­jekt mit der För­de­rung des Bun­des in sei­ner Bedeu­tung für den Orts­teil Oslebs­hau­sen aner­kannt wird.”

Zur Pres­se­mit­tei­lung des Senats: https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.360956.de

Irreführende Plakatierung der Bürgerinitiative an der Zentralkreuzung

Offen­bar hat auch die Evan­ge­li­sche Kir­che ihre Neu­tra­li­tät ver­las­sen, in dem sie ihr Grund­stück für die­ses Pla­kat zur Ver­fü­gung stell­te — bedau­er­lich. Denn die­se Infor­ma­ti­on der Men­schen ist lei­der gleich mehr­fach falsch — und das müss­te eigent­lich auch den Initiatoren*innen bekannt sein.


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  1. Per­so­nen­zü­ge sind lei­ser als Güter­zü­ge. Ins­be­son­de­re die Aus­füh­rung hier als elek­tri­sche Trieb­wa­gen ggü. Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven. Die gekauf­ten Züge sol­len laut der Aus­schrei­bung die lei­ses­ten Regio­nal­zü­ge über­haupt in Deutsch­land sein.
  2. In vie­len Betrie­ben — etwas auch im DIA­KO-Kran­ken­haus — wird nachts gear­bei­tet. Das sagt an sich nichts aus. Die wohl beab­sich­tig­te Unter­stel­lung, das es des­we­gen Lärm gibt, ist sach­lich nicht rich­tig, da alle Arbei­ten die Lärm ver­ur­sa­chen, in der geschlos­se­nen Werk­statt­hal­le statt­fin­den. Sie­he die gera­de an der Debsted­ter Stra­ße ent­ste­hen­de BSAG-Werkstatt.
  3. Das Gelän­de war und ist NICHT als Grü­ne Puf­fer­zo­ne vor­ge­se­hen. Rich­tig, ist, das ein klei­ner Teil der Flä­che als Wald­flä­che vor­ge­se­hen ist. WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN hat­ten im Novem­ber 2020 einen Antrag dazu ein­ge­bracht: Beschlussvorlage_Wald_WohlersEichen . Wie zu hören ist, ist die­sem Antrag auch gefolgt wor­den und es soll dazu auf der nächs­ten Bei­rats­sit­zung am 7.7.2021 sehr schö­ne Neu­ig­kei­ten zur Neu­an­pflan­zung von Bäu­men geben.
  4. Bre­men ist der Netz­kno­ten­punkt der 3 Regio­nal­ex­press­li­ni­en. Daher hat man die gerings­ten Leer­fahr­ten, wenn man die Bahn­werk­statt am Netz­kno­ten­punkt baut und nicht an einem End­hal­te­punkt einer Linie wie etwa Han­no­ver, Wil­helms­ha­ven oder Osna­brück, wo die Züge der ande­ren bei­den Lini­en dann immer erst hin­trans­por­tiert wer­den müs­sen. Inso­fern ist Bre­men der opti­ma­le Stand­ort. WO in Bre­men dann der Stand­ort ist, das ist rela­tiv belang­slos im Ver­gleich zu Stand­or­ten am Netzrand.
  5. Die CO2-Anga­be ist nicht nach­voll­zieh­bar. Klar ist jedoch, das der Ver­kehr auf der Schie­ne gestärkt wer­den muss, weil er extrem viel weni­ger CO2 ver­ur­sacht und auch weni­ger ande­re Emis­sio­nen. Die Anga­ben rei­chen bis zu 110 x mehr CO2-Aus­stoß auf der Schie­ne als auf der Stra­ße. Die neue Dop­pel­stock­wa­gen sol­len die Beför­de­rungs­ka­pa­zi­tät in Rich­tung Oster­holz-Schar­m­beck um ca. 15 — 20 % erhö­hen. Wenn gleich die Züge nicht öfters fah­ren. Aber es ist ein klei­ner Fort­schritt ggü. der Situa­ti­on heu­te und für mehr muss ohne­hin auf den Regio­nal­bahn­ver­kehr und nicht die RE-Züge geschaut werden.
  6. Und was soll mit dem Ver­spre­chen gemeint sein — ??? Viel­leicht die Absicht im Koali­ti­ons­ver­trag, in Oslebs­hau­sen die The­men Müll, Lärm und Ver­kehr beson­ders im Blick zu behal­ten? - Der groß­flä­chi­ge Bau der Bahn­werk­statt auf der Reit­bra­ke wür­de die Staub­pro­ble­ma­tik aus der der heu­ti­gen Nut­zung für die Wohn­an­la­ge Woh­lers Eichen besei­ti­gen. Und die Bau­hö­he könn­te Lärm aus dem Indus­trie­ge­biet abhal­ten. Auch den Lärm der in Zukunft mög­li­cher­wei­se noch ent­steht, wenn es zu wei­te­ren Fir­men­an­sied­lun­gen z.B. im Ein­gangs­be­reich der Hüt­ten­stra­ße kommt. Die geplan­te Abstell­an­la­ge ent­lang An der Fin­ken­au wür­de vor­aus­sicht­lich den Bau einer Lärm­schutz­wand not­wen­dig machen, da dafür erst­ma­lig auch in die­sem Bereich die TA Lärm anzu­wen­den ist, was sonst im See­ha­fen­ge­biet nicht gilt. Der Lärm von den Glei­sen müss­te nachts von heu­te erlaub­ten 49 db(A) auf maxi­mal 40 db(A) sin­ken. D.h., mit der Abstell­an­la­ge wird sowohl der maxi­mal mög­li­che Lärm von den Glei­sen ver­rin­gert als auch mög­lich­wei­se Lärm aus dem Indus­trie­ha­fen abge­hal­ten, was sonst recht­lich gar nicht erziel­bar wäre. Mit der Ansied­lung der Bahn­werk­statt wür­de also das o.g. evtl. gemein­te Ver­spre­chen nicht gebro­chen, son­dern im Gegen­teil mög­li­cher­wei­se ein stück­weit eingelöst.

Rea­lis­tisch betrach­tet ist die­se mög­li­che Ansied­lung also so ziem­lich die am gerings­ten belas­ten­de Neu-Ansied­lung über­haupt. Möch­te man noch mehr bei tro­cke­nen Wet­ter­la­gen staub­pro­du­zie­ren­de Lage­run­gen dort? — Möch­te man lie­ber eine Aus­wei­tung des Schad­stoff­la­gers Nord von Nehlsen oder ähn­li­ches auf die­se Flä­che? — Oder eine Aus­deh­nung der benach­bar­ten Tank­la­ger? Oder einen (nächt­li­chen) Umschlags­punkt von Güter­wag­gons auf LKW’s?

Zu glau­ben, das man die Glei­se abbaut und Wald dafür anpflanzt, das ist ein­fach Träu­me­rei. Gera­de wo man doch weiss, das der CO2-Preis die nächs­ten Jah­re wei­ter anstei­gen wird und damit auch der Güter­ver­kehr wie­der kos­ten­sei­tig Vor­tei­le bekommt, die auch in eine wie­der stär­ke­ren Nut­zung der Glei­se der Hafen­ei­se­bahn mün­den kön­nen. Und Gewer­be­flä­chen gehen in Bre­men zur Nei­ge, mit dem Weser­tun­nel bekom­men Gewer­be­flä­chen in Oslebs­hau­sen eine ganz neue Zen­tra­li­tät und da wird das von DIE LINKE geführ­te Wirt­schafts­res­sort doch nicht vor­han­de­ne Gewer­be­flä­chen auf­ge­ben! Im Gegen­teil will die Wirt­schafts­sei­te ja neue Gewer­be­flä­chen wie das Nord-West-Zen­trum jen­seits der A28 zwi­schen der JVA Block­land und der Lan­des­stra­ße Rich­tung Rit­ter­hu­de bauen.

Man muss den Men­schen die Wahr­heit sagen und darf die ver­ant­wor­tungs­vol­le Poli­tik der Koali­ti­on aus SPD, DIE LINKE und Bünd­nis 90 / DIE GRÜNEN nicht ver­ächt­lich machen, wie es die Bür­ger­initia­ti­ve Oslebs­hau­sen und umzu auch mit ihrer Peti­ti­on lei­der betreibt. Trau­rig, das sich auch die Evan­ge­li­sche Kir­che dar­an aktiv beteiligt.

 

 

12.06.2021: Baufortschritte am Depot und in Oslebshausen

Beim Neu­bau des Stra­ßen­bahn­de­pots lie­gen die ers­ten Gleis­kör­per in der dar­über zu bau­en­den Wartungshalle:
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Auch ist der Bau der Lärm­schutz­wand zur Bas­dah­ler Stra­ße hin schon weit fort­ge­schrit­ten. Der Weg zum Apfel­kul­tur­pa­ra­dies hin­ter der Wand ist zur Zeit nicht begehbar:
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Der Neu­bau der Turn­hal­le an der Grund­schu­le Oslebs­hau­ser Heer­stra­ße wächst eben­falls sichtlich:
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Der ver­brei­ter­te Rad­weg ent­lang des Oslebs­hau­ser Parks ist in einer gesam­ten Län­ge noch nicht fer­tig. Dafür erkennt man bereits die schö­ne Gestal­tung des Leh­rer­park­plat­zes vor dem Bun­ker. Eine Weg­nah­me des Bun­ker­ein­gangs, mit dem die Park­platz­an­zahl noch­mals zuge­mom­men hät­te, hat sich lei­der offen­bar aus Kos­ten­grün­den nicht ermög­li­chen lassen.
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Der Abriss des Schlacht­ho­fes an der Schrage­stra­ße für den anschlie­ßen­den Neu­bau des Bau­mark­tes geht zügig voran:
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Hate Kirschlorbeer — love Feuerdorn :-)

Im Miet­gar­ten eines unse­rer Mit­ar­bei­ten­den wächst ein Feu­er­dorn, der mitt­ler­wei­le einen Durch­mes­ser von 2,5 Metern erreicht hat. In die­sem Jahr ist es auf­grund des sehr kal­ten April alles etwas spä­ter und man­ches wächst auch gar nicht mehr. Der Feu­er­dorn steht mit Ver­zö­ge­rung jetzt aber in vol­ler Blü­te und lockt gro­ße Men­gen an Bie­nen, Hum­meln etc. an.

 

 

Im Lau­fe des Jah­res bil­den sich klei­ne oran­ge Früch­te her­an, die man abge­kocht und aus­ge­presst zu Mar­me­la­den­ge­lee ver­ar­bei­ten kann. Alle­dings sind die Früch­te im Herbst/Winter ein wah­res Fest­ge­richt für z.B. Amseln und auch ande­re Vögel und man lässt das dann vllt. bes­ser. Wich­tig ist zum Herbst ein nicht so regen­rei­ches Wet­ter,  damit die Früch­te nicht ver­fau­len. Außer­dem ist je nach Regen­la­ge auf Blatt­schim­mel zu ach­ten — das ist mit leicht mit Spül­mit­tel ver­dünn­ten Was­ser aber gut in den Griff zu bekommen.

Der Feu­er­dorn besteht aus einer männ­li­chen klei­nern Pflan­ze und dem gro­ßen weib­li­chen Wuchs. Er bil­det sehr har­te Sta­cheln an sei­nen Zwei­gen aus und lässt sich über die Jah­re auch in Form schnei­den. Man kann ihn also auch als Hecke alter­na­tiv z.B. zu einem für die Tier­welt nutz­lo­sen Kirsch­lor­beer pflan­zen. Über oder durch die­se Hecke geht ein Ein­bre­cher nicht freiwillig!

EuGH: Entsendung mit heimischer Sozialversicherung muss Ausnahme bleiben

Ein Gerichts­ent­scheid auf euro­päi­scher Ebe­ne, das auch für Grö­pe­lin­gen prak­ti­sche Bedeu­tung haben könnte:

In Deutsch­land täti­ge Leih­ar­beit­neh­mer aus ande­ren EU-Staa­ten unter­lie­gen meist der deut­schen Sozi­al­ver­si­che­rung. Ihre Rekru­tie­rung im Her­kunfts­land reicht nicht aus, um sie auch dem dor­ti­gen Sozi­al­sys­tem zu unter­wer­fen, wie am Don­ners­tag der Euro­päi­sche Gerichts­hof (EuGH) in Luxem­burg ent­schied. (Az: C‑784/19) …

https://www.nau.ch/news/europa/hiesige-leiharbeitnehmer-aus-dem-eu-ausland-meist-in-deutschland-sozialversichert-65939964

Berichterstattung des Weser-Kuriers am 22.05.2021 im Kontext zur geplanten Bahnwerkstatt

Der Weser-Kurier geht unter dem Titel:

Tun­nel­bau stößt Inves­ti­tio­nen an

A 281: Geplan­ter Lücken­schluss unter der Weser zeigt posi­ti­ve Auswirkungen

in einem Arti­kel auf das jahr 2025  ein, an dem der Weser-Tun­nel vor­aus­sicht­lich fer­tig­ge­tellt sein soll. Es wird die gro­ße Zeit­er­spar­nis vom GVZ in Rich­tung Bre­mer­ha­ven erwähnt. Und ein Arbeits­kräf­te­po­ten­ti­al in Bre­men-Nord, das für die Fir­men im GVZ erschlos­sen wer­den könn­te. Dito wird über die in der Till­mann­stra­ße ansäs­si­ge Fa. CHS Con­tai­ner kurz geschrie­ben, die im Ver­trau­en auf die Fer­tig­stel­lung einen Erwei­te­rungs­bau im Bre­mer Indus­trie­park vor­nimmt. In einer dazu­ge­hö­ri­gen Gra­fik sind auch die Gewer­be­ge­bie­te Rie­de­mann­stra­ße und Rei­her­stra­ße eingezeichnet.

Wir haben hier in meh­re­ren Bei­trä­gen bereits dar­auf hin­ge­wie­sen, das die Indus­trie- und Gewer­be­ge­bie­te in Oslebs­hau­sen durch den Weser­tun­nel eine star­ke Auf­wer­tung ihrer Lage­qua­li­tät erfah­ren — gera­de vor dem Hin­ter­grund, das die Flä­chen­ver­füg­bar­keit im GVZ gemäß dem Flä­chen­nut­zungs­plan wohl an ihr Ende ange­kom­men ist. Man muss also damit rech­nen, das es in den nächs­ten Jah­ren und Jahr­zehn­ten noch eini­ge Gewer­be- oder auch Indus­trie­an­sied­lun­gen in Oslebs­hau­sen und im Indus­trie­ha­fen geben wird.

Das mag man gut fin­den oder auch nicht. Aber es wird so kom­men, da die frei­en Gewer­be­flä­chen in Bre­men ins­ge­samt zur Nei­ge gehen. Daher wird es wesent­lich dar­um gehen, mög­lichst wenig stö­ren­de Ansied­lun­gen zu bekom­men, wie es z.B. aktu­ell mit der Bahn­werk­statt mög­lich wäre. Denn dort fin­den alle Arbei­ten die irgend­wie Lärm ver­ur­sa­chen in einer Hal­le statt, es gibt sehr wenig LKW-Ver­kehr und außer einer Behei­zung der Hal­le auch kei­ne Abga­se oder der Umschlag von Abfäl­len wie beim Schad­stoff­la­ger der Fa. Nehlsen unmit­tel­bar in der Nähe.

Da par­al­lel via bun­des­po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen z.B. zur CO2-Beprei­sung der Güter­ver­kehr über die Schie­ne wie­der wirt­schaft­lich attrak­ti­ver wer­den wird, wird es viel­leicht auch wie­der zu deut­lich mehr (nächt­li­chen) Ran­gier­ver­kehr durch die Hafen­ei­sen­bahn kom­men als in den letz­ten 20, 30 Jah­ren. Auch mit die­sem Blick wäre der jetzt mög­lich erschei­nen­de Bau einer Lärm­schutz­wand zumin­dest für die Bewoh­ner An der Fin­ken­au auch zur Abhal­tung von Lärm aus dem Hafen­ge­biet eine gera­de­zu ein­ma­li­ge Chan­ce. Dito die Umnut­zung der direkt an den Häu­sern angren­zen­den bis­he­ri­gen Güter­glei­se mit Die­sel­loks für lei­se­re Per­so­nen­zü­ge mit elek­tri­schem Antrieb.

Die aktu­ell lau­fen­de Falsch­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne der Bür­ger­initia­ti­ve “Oslebs­hau­sern und umzu” ist daher unse­rer Mei­nung nach nicht im bes­ten Sin­ne der Men­schen in Oslebshausen.

Grund­le­gen­de Vor­aus­set­zung für eine mög­li­che Ansied­lung bleibt ent­spre­chend unse­rem Posi­ti­ons­pa­pier natür­lich die umfas­sen­de unzwei­deu­ti­ge geschicht­li­che Auf­klä­rung. Aktu­ell gibt es Zwei­fel, das dies geschieht, da die über Jahr­zehn­te gesam­mel­ten auch Zeit­zeu­gen­be­rich­te aus einer ört­li­chen Geschichts­grup­pe bzw. des His­to­ri­kers Har­ry Win­kel offen­bar bis­her nicht Bestand­teil der amt­li­chen Recher­chen sind.

Runder Tisch Oslebshausen

Am 27.01.2021 wur­de in der Bür­ger­schaft beschlos­sen, das es einen Run­den Tisch Oslebs­hau­sen geben soll. Hier der dama­li­ge Antrag der Regie­rungs­frak­tio­nen: 2021–01-21_Drs-20–392 S_7c0f6

Für den 8.6. und 17.6.2021 sind die “Run­den Tische” jetzt vir­tu­ell als je 2stündige Ver­an­stal­tun­gen ter­mi­niert wor­den. Teil­neh­men wer­den Ver­tre­ter von 4 Senats­res­sorts, Die Bre­mer Stadt­rei­ni­gung, Ver­tre­ter der BI “Oslebs­hau­sen und umzu”, je 1 Ver­tre­ter der im Bei­rat ver­tre­te­nen Frak­tio­nen, die Bei­rats­spre­che­rin und 1 Per­son aus dem Ortsamt.

Der Bür­ger­ver­ein Oslebs­hau­sen als Ver­tre­ter der Oslebs­hau­ser Bevöl­ke­rung ist selt­sa­mer­wei­se nicht ver­tre­ten. Dort sind auf unse­re Nach­fra­ge hin wohl eher älte­re Men­schen aktiv, die sich mit Inter­net und Video­kon­fe­ren­zen schwer tun. Coro­na schliesst somit lei­der auch einen Teil der Bevöl­ke­rung von der akti­ven Mit­spra­che aus. Schlimm, dass das gera­de die erfah­re­nen Men­schen sind. Wir haben ange­bo­ten, beim Bür­ger­ver­ein evtl. vor­han­de­ne Ansich­ten mitzunehmen.

Laut dem Beschluss soll es “um den Anlie­fe­rungs­ver­kehr des Klär­schlamms per Lkw in Abstim­mung mit dem Bau­stel­len­ver­kehr für den Weser­tun­nel der A 281 gehen, sodass der Ver­kehr auf der Hafen­stra­ße zügig abflie­ßen kann”. Das war u.E. aller­dings auch bereits Bestand­teil der Pla­nun­gen und die Fir­men wer­den natür­lich selbst ein Inter­es­se dar­an haben. Davon abge­se­hen, das die Anzahl der LKW in Anbe­tracht der bis­he­ri­gen Fahr­be­las­tung auf der Hafen­rand­stra­ße abso­lut ver­nach­läs­sig­bar ist.

Dann soll es Emis­si­ons­mes­sun­gen geben. Ein­mal in Bezug auf Luft­schad­stof­fe. Dazu hat­te es ein ein­jäh­ri­ges Son­der­mess­pro­gramm gege­ben, bei dem als Ergeb­nis kei­ne Auf­fäl­lig­kei­ten fest­ge­stellt wur­den. Wei­te­re kürz­li­che For­de­run­gen nach Mes­sun­gen aus Grambke wur­den mit Hin­weis dar­auf auch abge­lehnt vom Umwelt­res­sort. Wir den­ken nicht, dass sich dar­an etwas ändert. Die wirk­lich pro­ble­ma­ti­schen Berei­che in der Stadt Bre­men bezo­gen auf z.B. Fein­staub lie­gen nach den bis­he­ri­gen Mes­sun­gen nicht in Oslebs­hau­sen, son­dern in Innen­stadt­be­rei­chen mit viel Auto­ver­kehr wie etwa bei der Meß­sta­ti­on Am Dob­ben. Zudem hat es in den letz­ten Jah­ren enor­me Inves­ti­tio­nen von Arcelor­Mit­tal zur auch Ver­rin­ge­rung der Schad­stoff­be­las­tung gege­ben. Natür­lich kann man dar­über reden, wie man den pri­va­ten Auto­ver­kehr unat­trak­ti­ver machen kann, wenn das ein Wunsch z.B. der Bür­ger­initia­ti­ve sein sollte.

Als wei­te­res soll es Lärm­mes­sun­gen geben. Sie­he unse­ren Vor­bei­trag. Das wird wahr­schein­lich auch der Grund gewe­sen sein, das es zu einer Ver­zö­ge­rung bei der Ter­min­an­set­zung um ca. 1,5 Mona­te gekom­men ist. Es mach­te Sinn, die Aus­wer­tung der Lärm­mes­sung auf dem Dach des DIAKO abzu­war­ten und dann über Fak­ten zu reden. Das steht jetzt an. Aber auch ohne einen Run­den Tisch.

Wei­te­rer Inhal­te sol­len Din­ge sein, die auch bereits im Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren für die Klär­schlamm­ver­bren­nungs­an­la­ge abge­han­delt wur­den. Schlu­ßend­lich geht es um die lang­fris­ti­ge Ent­sor­gung von Aschen und Fein­stäu­ben aus der Klär­schlamm­ver­bren­nungs­an­la­ge. Wir gehen nicht davon aus, das es dazu bereits jetzt neue Erkennt­nis­se gibt. Im Rah­men unse­rer dama­li­gen Stel­lung­nah­me hat­ten wir das als kri­ti­schen Punkt iden­ti­fi­ziert. Aber da wird man sehen, wie lan­ge die Lager­ka­pa­zi­tä­ten auf der Block­land­de­po­nie rei­chen und wann die geplan­te Phos­phor­rück­ge­win­nungs­an­la­ge in Betrieb geht.

Soll­ten der Run­de Tisch sich also nur auf die­se beschlos­se­nen Punk­te kon­zen­trie­ren, sind wir etwas rat­los, was der Auf­wand letzt­lich soll. Wir wür­den daher auch ande­re grund­sätz­li­che Din­ge in die­sem Rah­men bespre­chen wol­len. Ob das mög­lich ist, wer­den wir sehen.

Was den­ken Sie? Was denkst Du? Gibt es Din­ge für die grund­sätz­li­che Ent­wick­lung in den The­men­be­rei­chen Müll, Ver­kehr und Lärm in Oslebs­hau­sen die behan­delt wer­den soll­ten? Oder auch Din­ge dar­über hin­aus? Dann wären wir für eine Rück­mel­dung dank­bar, damit wir Ihre/Deine Gedan­ken ggf. mit in die Gesprä­che neh­men können.

Platzgestaltung Bromberger Straße Ecke Kulmer Straße

Vor Ort ist es gar nicht so ein­fach die lau­fen­den Arbei­ten an Ver­sor­gungs­lei­tun­gen in der Kul­mer Stra­ße mit den Arbei­ten auf der Flä­che zu unter­schei­den. Man erkennt dann aber doch die Absper­rung der gesam­ten Flä­che und die Erstel­lung einer Beck­stein­mau­er, an der zukünf­tig ein Klein­kind-Spiel­feld ent­ste­hen soll.


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Man sieht es nicht — aber über die Jah­re war es eines der kom­pli­zier­tes­ten Vor­ha­ben, da der Unter­grund stark genutzt ist. Eine genaue­re PDF-Auf­nah­me vom Plan ist im Inter­net zu fin­den — hier nur ein gro­be­res Foto:
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MEGA-Erfolg unserer Beiratsarbeit!

Eine Nach­richt, die eine Genug­tu­ung für jah­re­lan­ges akri­bi­sches fak­ten­ori­en­tier­tes Enga­ge­ment ist: Das Ergeb­nis der Lärm­mes­sung aus dem Indus­trie­ha­fen­ge­biet liegt vor und hat es in sich! Nach­zu­le­sen ist es hier in einer Depu­ta­ti­ons­vor­la­ge für den 26.05.2021: https://sd.bremische-buergerschaft.de/vorgang/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZV_gNLF4WmmNN3jwzLfoGtA

Zur Erin­ne­rung: Auf der Bei­rats­sit­zung am 20.11.2019 wur­de unser Antrag zu Lärm­mes­sun­gen im Hafen­ge­biet beschlos­sen. Er ist hier noch­mal nach­zu­le­sen: Bei­rat-Grö­pe­lin­gen-20191120-Lärm-aus-dem-Hafen­ge­biet

Der Antrag selbst folg­te im Nach­gang einer umfas­sen­den Beleuch­tung auf einem Sit­zungs­ter­min am 15.10.2018 — unser Bericht ist hier nach­zu­le­sen: http://www.gruene-in-groepelingen.de/?p=7198 . Es ging dabei um den Rechts­rah­men im Indus­trie­ha­fen­ge­biet. In der Abfol­ge gab es auch einen Ter­min im Bei­rat mit der Inter­es­sens­ver­tre­tung der Fir­men und etli­chen Fir­men­ver­tre­tern, die sich unge­recht behan­delt fühl­ten. Wir haben durch­aus die Arbeits­plät­ze etc. im Blick — aber haben dar­auf bestan­den, das wir nur den recht­li­chen Rah­men geklärt haben woll­ten und das bis­her unse­rer Mei­nung nach nicht aus­rei­chend gemacht wurde.

Denn im Nach­gang die­ses 2018er Ter­mins wur­den wir auf ein Grund­satz­ur­teil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Bre­mens zum dor­ti­gen Con­tai­ner­ter­mi­nal IV aus dem Jahr 2001 auf­merk­sam, was uns bis­her unbe­kannt war. Aber in Ana­lo­gie auch für den Indus­trie­ha­fen anzu­wen­den sein dürf­te. Wir sind dann nach eini­gen Mona­ten an den Urteils­text gekom­men. Mit die­ser fak­ti­schen Unter­maue­rung gab es dann kein Vor­bei mehr an Lärm­mes­sun­gen ent­spre­chend dem Urteil. Es hat zuge­ge­be­ner­ma­ßen etwas gedau­ert — aber so ist es eben in kom­pli­zier­ten The­men­ge­bie­ten mit unter­schied­li­chen Interessenslagen.

Im Ergeb­nis der 3monatigen Lärm­mes­sun­gen vom Dach des DIAKO Kran­ken­hau­ses wur­de dann festgestellt:

… Der Mess­be­richt fin­det sich in der Anla­ge die­ser Depu­ta­ti­ons­vor­la­ge. Die Ergeb­nis­se zei­gen, dass die gemes­se­nen Pegel­wer­te am DIA­KO-Kran­ken­haus deut­lich über den Annah­men der Lärm­kar­tie­rung lie­gen. An einem reprä­sen­ta­ti­ven Tag lie­gen die Pegel­wer­te für den Tages­zeit­raum bei etwa 60 dB(A), in der Nacht bei bis zu 50 dB(A). Ins­be­son­de­re bei Anwe­sen­heit eines Schif­fes zur Schrott­ver­la­dung im Hafen kommt es zusätz­lich zu erheb­li­chen Pegel­spit­zen in der kri­ti­schen Nacht­zeit. Die­se sind in ihrer Anzahl so aus­ge­prägt, dass auf Dau­er gesund­heits­ge­fähr­den­de Auf­wach­re­ak­tio­nen zu ver­mu­ten sind.

Gesprä­che mit betrof­fe­nen Betrie­ben und wei­te­rer Betei­lig­ter mit dem Ziel der Redu­zie­rung der Lärm­be­las­tung im Umfeld des Indus­trie­ha­fens lau­fen bereits und wer­den fort­ge­setzt. Par­al­lel wer­den Gesprä­che mit der Sena­to­rin für Wis­sen­schaft und Häfen aufgenommen. …”

Unser Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Die­ter Stein­feld ist seit über 20 Jah­ren Mit­glied im Bei­rat. Sei­ne Ein­schät­zung: “An den jet­zi­gen Punkt sind wir bis­lang nie gekom­men. Aber wir sind jetzt dann doch durch hart­nä­cki­ges Dran­blei­ben an die­sen Punkt gekom­men. Es ist eine ganz neue Basis bei dem The­ma erreicht, da die Fir­men bis­her auf dem Stand­punkt stan­den, das die TA Lärm im Indus­trie­ha­fen­ge­biet nicht zur Anwen­dung kommt und sie damit ‘rund um die Uhr soviel Lärm machen kön­nen wie sie wol­len.’ Was sie aber natür­lich nicht machen, aber sie haben uns eben auch deut­lich gemacht, das sie es  könn­ten. Das ist nach dem Urteil des OVG Bre­men aller­dings kei­nes­wegs so, son­dern es gibt auch hier Gren­zen, auch wenn die TA Lärm nicht zur Anwen­dung kommt.”

Über die kon­kre­ten Aus­wir­kun­gen wird in den nächs­ten Wochen und Mona­ten zu reden sein.