Parken gegen Bäume — Bäume gegen Parken

Eine Maß­nah­me des Umwelt­be­triebs ent­lang der Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße sorgt der­zeit für Auf­re­gung. Z.B. im stadt­ein­wär­ti­gen Bereich des Abschnitts zwi­schen der Mor­gen­land­stra­ße und der Moor­stra­ße.

Was ist pas­siert? — In dem Abschnitt wur­den ca. 200 Stahl­pol­ler gesetzt. Sie­he das Foto:

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In der Bre­mer Baum­schutz­ord­nung https://www.bauumwelt.bremen.de/umwelt/natur/baumschutz-31500  heisst es:

§ 3 Ver­bo­te­ne Maß­nah­men
Es ist ver­bo­ten, geschütz­te Bäu­me oder Tei­le von ihnen zu ent­fer­nen, zu zer­stö­ren, zu beschä­di­gen oder in ihrem Wei­ter­be­stand zu beein­träch­ti­gen. Das Ver­bot erstreckt sich auch auf Maß­nah­men im Wur­zel­be­reich unter­halb der Kro­ne geschütz­ter Bäu­me, die zu Beschä­di­gun­gen oder Beein­träch­ti­gun­gen füh­ren kön­nen.

Der Umwelt­be­trieb hat die Auf­ga­be, die­sen Auf­trag aus­zu­füh­ren. Ver­stö­ße gegen die Baum­schutz­ord­nung sind eine Ord­nungs­wid­rig­keit und kön­nen mit einer Stra­fe bis zu 20.000 € belegt wer­den. Ein gro­ßer Stra­ßen­baum erreicht mit­un­ter zudem den Gegen­wert einer Eigen­tums­woh­nung. Daher wur­den vor eini­gen Jah­ren an den Bäu­men jeweils 4 Schutz­pol­ler ange­bracht.

D.h., es war mit Vor­sicht noch mög­lich, zwi­schen den Bäu­men mit einem klei­nen Auto zu par­ken. Die Tie­fe zwi­schen Fahr­bahn und Rad­weg beträgt 3 Meter — für einen Smart for two ein aus­rei­chen­der Wert sogar zum quer­par­ken! Aller­dings errei­chen vie­le heu­ti­ge über­di­men­sio­nier­te PKW Län­gen von ca. 5 Meter und mehr. Rech­net man in ande­ren Berei­chen der Heer­stra­ße wie etwa vor dem TEDI oder der Spar­kas­se 4 Meter Schutz­raum um den Baum, dann ist mit Ran­gier­flä­che der Platz zwi­schen den aller­meis­ten Bäu­men für solch gro­ße heu­ti­ge Autos nicht aus­rei­chend.

Über die Zeit sind daher die­se Pol­ler immer mehr umge­fah­ren oder abge­baut wor­den — von wem auch immer. Damit konn­te die Schutz­wir­kung nicht erzielt wer­den. Ohne Rück­sicht auf den Baum­schutz haben in dem Abschnitt zuvor min­des­tens 30 Kraft­fahr­zeu­ge geparkt. Obwohl die Baum­schutz­ver­ord­nung den kom­plet­ten Kro­nen­be­reich — also das kom­plet­te Blatt­werk und beim Wuchs der Bäu­me fast den gesam­ten Stra­ßen­ab­schnitt — umfasst.

Die­se Maß­nah­me war also ein Kom­pro­miss, der aber lei­der nicht gewür­digt wur­de. Des­halb hat der Umwelt­be­trieb jetzt den Baum­schutz kon­se­quent durch­ge­setzt und bis auf einen Behin­der­ten­park­platz das Par­ken zwi­schen den Bäu­men unter­bun­den.

Die Anwoh­ner von der Moor­stra­ße bis ca. 5 Häu­ser vor der Rosen­ak­stra­ße ver­fü­gen über eine rück­wär­ti­ge Zufahrt/Garagen auf ihren Grund­stü­cken. Somit ist nur die rest­li­che Hälf­te wirk­lich betrof­fen. Und evtl. die Geschäfts­leu­te auf der ggü. lie­gen­den Stra­ßen­sei­te. Schaut man mit Goog­le Earth im Umkreis, dann ent­deckt man eini­ge vllt. noch freie Park­mög­lich­kei­ten in z.B. Hin­ter­hö­fen der Mor­gen­land­stra­ße.

Wir den­ken, das der Bei­rat die­ses The­ma noch­mal mit UBB erör­tern wird. Vllt. ist es mög­lich, das man doch den Raum seit­lich jeweils 2 Meter vom Baum ent­fernt als Park­flä­che her­rich­tet, in dem man die­sen durch eine klei­ne Mau­er von vllt. 50 cm Höhe bau­lich begrenzt. Dann könn­ten dort Klein­wa­gen par­ken — aber kei­ne über­di­men­sio­nier­ten Autos. An die­sem Bei­spiel sieht man auch gut, wie stark die Außen­ma­ße von Autos heu­te ggü. dem Pflanz­zeit­punkt der Bäu­me vor vie­len Jahr­zehn­ten zuge­legt haben. Vie­le heu­te ange­bo­te­ne und gekauf­te Autos mögen ein siche­res Gefühl geben, sind aber lei­der zum Par­ken in engen städ­ti­schen Räu­men unge­eig­net. Das muss man beim Auto­kauf bzw. Wahl sei­ner Mobi­li­tät bzw. sei­nem Wohn­ort berück­sich­ti­gen.

 

Bewegungs-KiTa hinter dem Gelände der Bezirkssportanlage Lissaer Straße

Es ist ein sehr schwie­ri­ges The­ma fin­den wir. Die Poli­tik steht wie schon geschrie­ben immer im Abwä­gungs­mo­dus. Wir hat­ten das hier vor eini­gen Tagen mit den erfolg­ten Baum­fäl­lun­gen Beim Ohlen­hof geschrie­ben. Dafür ist drin­gend benö­tig­ter moder­ner Wohn­raum auf einer zuvor ansons­ten bis auf weni­ge gro­ße Bäu­me bereits ver­sie­gel­ten Flä­che ent­stan­den.

Für die KiTa müss­te eine seit Jahr­zehn­ten sich frei ent­wi­ckel­te Flä­che gero­det wer­den. Wie­viel — ? Was ist das beson­de­re an dem Kon­zept und wie sieht es aus? Gibt es vor­mit­tags vie­le freie Zei­ten in den Turn­hal­len, wo sich die Klein­kin­der bewe­gen kön­nen?

Auf der letz­ten Sit­zung des Bei­ra­tes gab es drei neue Inter­es­sens­be­kun­dun­gen für KiTa’s auf bereits (teil­wei­se) bebau­ten Grund­stü­cken in den OT Lin­den­hof und Grö­pe­lin­gen. Eine neue KiTa ent­steht flä­chen­scho­nend mehr­stö­ckig an der Mari­en­wer­der Stra­ße eben­falls im OT Grö­pe­lin­gen und auch eine neue KiTa im OT Lin­den­hof ist bereits um Umbau. Auch in Oslebs­hau­sen soll es einen neu­en zen­tra­len Stand­ort geben. Im Gegen­satz zum Woh­nungs­bau gibt es also Alter­na­ti­ven und es gibt jeden­falls theo­re­tisch noch wei­te­re denk­ba­re Flä­chen, wenn sich die Pri­vat­ei­gen­tü­mer dafür ent­schei­den könn­ten. Ist das aus­rei­chend?

Es ist schwie­rig.


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Wieder mal Müll

Am 20.10.2019 hat­ten wir hier einen Bei­trag zu den Con­tai­ner­plät­zen für Alt­glas im Stadt­teil geschrie­ben. Damals hat­ten wir auch bei der Bre­mer Stadt­rei­ni­gung den öffent­li­chen Park­platz Lis­sa­er Stra­ße als neu­en Stand­ort vor­ge­schla­gen, der den Stand­ort Kul­mer Stra­ße im Orts­teil erset­zen könn­te. Posi­tio­nie­rung dabei lärm­min­dernd in Höhe des Gara­gen­hofs der Wohn­an­la­ge. Logis­tisch sehr sinn­voll, weil vllt. ohne­hin vie­le Men­schen zur Gesamt­schu­le West oder zur Bezirks­sport­an­la­ge bzw. den dor­ti­gen Sport­ver­ei­nen fah­ren. Zwi­schen­zeit­lich wur­de das umge­setzt:

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Ergo: Anpa­cken statt auf­ge­ben. Bei der nächs­ten nicht-öffent­li­chen Sit­zung von Ver­tre­tern des Grö­pe­lin­ger Bei­ra­tes in die­ser Woche wird das The­ma Müll wie­der eine Rol­le spie­len. Da es eini­ge Punk­te im Stadt­teil gibt, an denen immer wie­der Müll­ber­ge neu abge­legt wer­den, müs­sen aus unse­rer Sicht jetzt nächs­te Schrit­te ein­ge­lei­tet wer­den.

6. Bauabschnitt des Bremer Industrieparks

Klar — es ist das Bei­rats­ge­biet von Burg-Grambke. Aber an der Gren­ze zu Grö­pe­lin­gen. Da ist es auch mal inter­es­sant zu gucken, wie weit die Flä­chen­ent­wick­lung dort bereits ist. Und man kann sagen, das dort gewal­ti­ge Erd­men­gen bewegt wer­den. Zu beach­ten ist auch die Video­über­wa­chung.

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Wenn nicht jeder sofort weiss, wo das Bild ent­stan­den ist, zur Ori­en­tie­rung die Gesamt­über­sicht:

© Geo­Ba­sis-DE / Geo­In­for­ma­ti­on Bre­men [2020]

Etwa in der Bild­mit­te erkennt man den Ölha­fen mit dem Grund­stück im Kur­ven­be­reich ein­gangs der Hüt­ten­stra­ße, das im Besitz einer Fir­ma der Zech-Grup­pe ist und so ziem­lich saniert sein soll. Auf wei­ter­füh­ren­den Grund­stü­cken im Besitz der Stadt Bre­men wird seit Jah­ren Öl aus dem Boden gepumpt. Dar­an schliesst sich das Gelän­de von Weser­port mit dem Con­tai­ner­ter­mi­nal und wei­ter links im Bild der Schleu­se zum Indus­trie­ha­fen­be­cken an, das diess von der Weser trennt. Das ist noch Grö­pe­lin­ger Gebiet.

Von die­sem Ein­gangs­be­reich der Hüt­ten­stra­ße kann man in der Kur­ve rechts in den Bre­mer-Indus­trie­park abbie­gen, wo ein­gangs der­zeit Arbei­ten für die A281 Weser­que­rung statt­fin­den. Dann geht es über die Carl-Benz-Stra­ße in die Tie­fe des Indus­trie­parks, wo am der­zei­ti­gen Krei­se­len­de der Carl-Benz-Stra­ße das Foto ent­stand. Im Bild rechts ist der Grambker Sport­park­see zu sehen. Links dane­ben Glei­se der Hafen­ei­sen­bahn bzw. von Arcelor Mit­tal. Dann folgt links davon ein grö­ße­rer weis­ser Fleck, was die Sand­flä­chen sind, die der­zeit für die (vor­erst) letzt­ma­li­ge Erwei­te­rung des Indus­trie­parks auf­ge­schüt­tet wer­den. Im Anschluss wer­den dort wohl auch Stra­ßen und Bau­fel­der wie in den vor­he­ri­gen Bau­ab­schnit­ten errich­tet.

Selt­sam ist, das dort vie­le Stra­ßen nach der auto­mo­bi­len Geschich­te benannt wur­den, obwohl Auto­zu­lie­fer­fir­men selbst ja im Gewer­be­ge­biet Han­sa­li­nie ange­sie­delt sind. Viel­leicht sind für die Erwei­te­rung jetzt mal Namen von Erfin­de­rIn­nen der Fahr­rad­ge­schich­te dran. 😉

Beiratsgeschehen im Mai 2020

Als Ersatz der Bei­rats- und Aus­schuß­sit­zun­gen hat der Bei­rat not­ge­drun­gen sei­ne Arbeit in inter­nen Abstim­mungs­run­den unter den Mit­glie­dern ver­le­gen müs­sen. Ges­tern gab es dann die mitt­ler­wei­le 3. Zusam­men­kunft der Frak­ti­ons­spre­cher bzw. Ein­zel­ver­tre­ter die qua­si die Gre­mi­en ersetz­te.  Nor­ma­ler­wei­se tagt die­ses Gre­mi­um nicht­öf­fent­lich — aber in die­ser Aus­nah­me­si­tua­ti­on soll über die Ergeb­nis­se der Abstim­mun­gen die frü­her auch öffent­lich wur­den trotz­dem berich­tet wer­den.

Eine Prä­senz-Bei­rats­sit­zung wird für Mit­te Juni im größ­ten Saal im Stadt­teil ange­strebt. Beim The­ma Schul­stand­ort­pla­nung soll es eine Video-Kon­fe­renz (min­des­tens) den Mit­glie­dern des Bil­dungs­aus­schus­ses mit dem Ver­tre­ter der Bil­dungs­be­hör­de geben.

Es gab einen Bür­ger­an­trag, das die Schar­m­be­cker Stra­ße Ein­bahn­stra­ße wer­den soll. Wir mach­ten den Vor­schlag, dazu die Mei­nung des Ver­kehrs­sach­be­ar­bei­ters ein­zu­ho­len und danach evtl. Geschwin­dig­keits­sen­kungs­maß­nah­men aus dem Stadt­teil­bud­get zwi­schen der Mar­ße­ler Stra­ße und dem Kur­ven­be­reich Höhe Ron­del durch­zu­füh­ren. Eine Ein­bahn­stra­ße — in wel­che Richung? — erschien uns erst­mal nicht sinn­voll, da der Abschnitt zwi­schen Schwar­zer Weg und Mar­ße­ler Stra­ße oft beid­sei­tig voll beparkt ist.

Es gab die mehr­heit­li­che Zustim­mung zum Antrag von DIE LINKE, wegen fort­ge­setz­ter Ver­mül­lung die Klei­der­con­tai­ner in der Greifs­wal­der Stra­ße und der Goo­se­stra­ße weg­zu­neh­men. In der Greifs­wal­der Stra­ße steht er aller­dings auf pri­va­tem Grund:

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Ein von SPD und GRÜNEN erar­bei­te­ter Antrag zu den Schu­len fand eben­falls eine Mehr­heit: Anla­ge 6 — Antrag SPD, Grü­ne zu Kri­se nut­zen für Auf­bruch

Der Antrag der CDU zum Brand der Kra­ges Hal­len fand mit unse­rer Erwei­te­rung die ein­stim­mi­ge Zustim­mung. Wir wol­len die Aus­kunft zu den Brand­schutz­vor­keh­run­gen in den noch bestehen­den Hal­len und ggf. eine Nut­zungs­un­ter­sa­gung falls auch dort Asbest ver­baut ist. Nor­ma­ler­wei­se ist das nicht mög­lich, aber mit den 2 tage­lan­gen Groß­brän­den 2009 und 2020 und einem wei­te­ren Brand im Jahr 2012 ist es hier kei­ne Nor­ma­li­tät mehr, son­dern man muss befürch­ten, das durch was auch immer auch die am nächs­ten zur Wohn­be­völ­ke­rung ste­hen­den noch 9 (?) Hal­len eben­falls abbren­nen wer­den. Die Gefah­ren­ab­wehr soll­te daher solan­ge eine Nut­zungs­un­ter­sa­gung ermög­li­chen, solan­ge die Hal­len nicht saniert oder gleich durch einen Neu­bau ersetzt sind. Auf Goog­le Earth und vor Ort kann man erken­nen, das eine der Hal­len offen­bar ein neu­es Dach hat (in der Mit­te weiss):

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Es gab Inter­es­sens­be­kun­dun­gen für 3 neue KiTa-Stand­or­te im Stadt­teil, dem im Vor­feld der Depu­ta­ti­ons­be­hand­lung zuge­stimmt wur­de.

Der Bei­rat stell­te dann aus sei­nen Glob­la­mi­t­teln eine für sei­ne beschei­de­nen Ver­hält­nis­se grö­ße­re Sum­me für die Anschaf­fung eines klei­nen “Not­ge­rä­te­leih­pools” in den 4 Ober­schu­len des Stadt­teils zur Ver­fü­gung. Hin­ter­grund ist, das nicht alle Kin­der im Stadt­teil über die Mög­lich­keit ver­fü­gen, zu Hau­se mit einem Lap­top, IPad o.ä. an digi­ta­len Lern­an­ge­bo­ten teil­zu­neh­men. Auf gro­ßer poli­ti­scher Büh­ne ist eini­ges beschlos­sen, die Umset­zung dau­ert aber wohl. Hier woll­te der Bei­rat unbü­ro­kra­tisch vor­ab hel­fen. Natür­lich kann er das nur im klei­nen Umfang und auch die höhe­ren poli­ti­schen Gre­mi­en müs­sen “zu Pot­te” kom­men.

WIR GRÜNEN stell­ten dann einen Antrag zur Wie­der­ein­füh­rung des Haus­meis­ter­ser­vice bei der LEG. Nach Mög­lich­keit sol­len LEG Ver­tre­ter auch in den Bau­aus­schuss kom­men, wenn der wie­der tagt. Bei­des Zustim­mung.

Es gab dann von DIE LINKE einen Antrag zur Nach­bes­se­rung des neu­en Über­gangs von der Rit­ter­hu­der Heer­stra­ße in das Par­zel­len­ge­biet. Jetzt fah­ren die Par­zel­lis­ten nicht mehr über den Rand­weg, son­dern kön­nen gera­de über die abge­häng­te Rit­ter­hu­der Heer­stra­ße fah­ren. Aller­dings ist die Rit­ter­hu­der Heer­stra­ße kom­plett eine 30 km/h Zone, was dabei lei­der nicht ein­ge­hal­ten wird.

In der Stub­bener Stra­ße soll 1x ein 30km/h Sym­bol auf­ge­malt wer­den, im Mit­tel­wisch­weg min­des­tesn 2 x.

Die SPD stell­te wie­der einen Antrag zum Schad­stoff­kat­as­ter. WIR GRÜNEN waren die ein­zi­gen, die dage­gen gestimmt haben, weil es das längst gibt und man dar­über hin­aus nicht erwar­ten kann, das jede Lager­be­we­gung in einer Fir­ma oder auch in einem grö­ße­ren Pri­vat­haus­halt sogleich per Daten­lei­tung in Echt­zeit an die Feu­er­wehr wei­ter­ge­mel­det wer­den kann.

Es gab dann einen wei­te­ren Antrag zu den Recy­cling­sta­tio­nen und zur aktu­el­len Müll­si­tua­ti­on gene­rell. Da einig­te man sich auf die Über­ar­bei­tung für den nächs­ten Umlauf.  Das es ein Unding ist, das die Recy­cling­sta­ti­on in Oslebs­hau­sen immer noch geschlos­sen ist, das hat­te der Beri­at bereits Kund getan und die sofor­ti­ge Öff­nung gefor­dert. Wir sehen nicht, das das “Coro­na-kon­form” nicht mög­lich sein soll­te. Soll­te die Bre­mer Stadt­rei­ni­gung coro­na-bedingt zu wenig Per­so­nal haben, kann nicht die mehr­mo­na­ti­ge Schlie­ßung die Lösung sein. Dann muss (befris­tet?) mehr Per­so­nal ein­ge­stellt wer­den.

Auch wur­den meh­re­re Bau­din­ge beschlos­sen oder mit­ge­teilt, die aber im Zwei­fel im jet­zi­gen Sta­di­um nicht für die Öffent­lich­keit bestimmt sind bzw. pri­va­te Inter­es­sen berüh­ren.

 

Neue Bewohner gesucht

Wir wis­sen, das es nicht leicht ist für Anhän­ger unse­rer Par­tei. Poli­tik heisst auch immer Ziel­kon­flik­te. In den Zei­ten eines wach­sen­den Stadt­teils ins­be­son­de­re bei den Punk­ten “Ver­dich­tung” ver­sus “Bewah­rung von Grün­flä­chen”. Wir wis­sen aus unse­rer Tätig­keit, das es im Stadt­teil an sehr gro­ßen Woh­nun­gen  — 100 qm — und an klei­ne­ren Woh­nun­gen mit Fahr­stuhl fehlt.

Mit Zustim­mung der Behör­den sind auf dem ehe­ma­li­gen rei­nen Gara­gen­hof — Beim Ohlen­hof 17a — eini­ge gro­ße Bäu­me gefällt wor­den. Dafür ist in zen­tra­ler Innen­hof­la­ge ein gro­ßes Haus mit (17?) neu­en klei­ne­ren Woh­nun­gen von 21- 46 qm ent­stan­den. Letz­ter Stand war die Ver­mie­tung im Rah­men von Betreu­tem Woh­nen: http://www.rhein-group.de/de/real-estate/bremen-ohlenhof-15–17

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Die Ver­mie­tung müss­te eigent­lich star­ten oder hat es im Zwei­fel bereits. Namens­schil­der sind noch nicht ange­bracht wor­den:

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Wich­tig ist es dann, das ein Aus­gleich für die Baum­fäl­lun­gen erfolgt. Wenn das nicht direkt vor Ort mög­lich ist, dann mög­lichst orts­nah. Eine Mög­lich­keit dafür soll sich im Bereich Woh­lers Eichen erge­ben. Auch konn­te man in den letz­ten Wochen eini­ge Baum­pflan­zun­gen z.B. im Grün­zug West sehen (Sturm­schä­den­aus­gleich). Über Anre­gun­gen von Ihnen wo man noch neue Bäu­me pflan­zen könn­te freu­en wir uns immer ger­ne.

Ähn­li­che Ziel­kon­flik­te hat es im Bereich der Rit­ter­hu­der Heer­stra­ße mit der Errich­tung eines Mobil­baus für die 4. Klas­sen der Grund­schu­le gege­ben und wird es dort auch wei­ter geben. Oder vor Ort zuvor mit dem Bau der Häu­ser neben­an auf dem Kir­chen­ge­län­de.

Der­zeit wer­den rund­her­um die zuvor abge­bau­ten Gara­gen wie­der neu errich­tet. Wie man hört, soll es in direk­ter Nähe auch einen wei­te­ren Neu­bau­plan geben. Grö­pe­lin­gen scheint in die­ser zen­tra­len Lage mit vie­len Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten, Schu­len, KiTa’s, Gesund­heits­ein­rich­tun­gen, der direk­ten Nähe mit dem Stra­ßen­bahn­an­schluss in die Innen­stadt oder zum Haupt­bahn­hof und gleich­zei­tig auch der Nähe zum Grün­zug West oder den Par­zel­len­ge­bie­ten sehr attrak­tiv zu sein.

Per­spek­ti­visch auf Sicht von 20, 30 … Jah­ren kann man anneh­men, das mit die­ser hohen Wohn­la­ge­qua­li­tät auch die Werk­statt und Ver­wal­tung der Bre­mer Bäder an einen ande­ren Stand­ort umzie­hen wird, wenn sie eine geeig­ne­te Flä­che gefun­den hat. Das gestal­tet sich offen­bar schwie­rig, da die Bedürf­nis­se über einen rei­nen Büro­stand­ort weit hin­aus­ge­hen. Dann wird es wich­tig sein, Park­flä­chen für Besu­cher des Nach­bar­schafts­hau­ses etc. zu sichern.

Hausmeister, Concierge und Service

Die BREBAU hat aus­ge­baut:

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Wie man dem Weser-Kurier ent­neh­men konn­te, hat hin­ge­gen der neue Eigen­tü­mer LEG der grö­ße­ren Häu­ser in der Ros­to­cker Stra­ße den Ser­vice nach unten gefah­ren. Wir den­ken, das der Stadt­teil­bei­rat hier­zu in der kom­men­den Woche aktiv wer­den wird. Denn das setzt ein völ­lig fal­sches Signal in den Auf­wer­tungs­be­mü­hun­gen für den Stadt­teil.

Quartierstreffpunkt Greifswalder Platz

Auf www.gröpelingen.de kann man sich über die Umge­stal­tung des dor­ti­gen Spiel­plat­zes und den Betei­li­gungs­pro­zess auf die­sem Weg infor­mie­ren: https://www.groepelingen.de/stadterneuerung/stadterneuerungsprojekte/pf-siedlungsschaetze/quatierstreffpunkt-greifswalder-platz/

Jetzt haben die Arbei­ten mit dem Abbau der bis­he­ri­gen Spiel­ge­rä­te begon­nen. Die kon­kre­ten Bau­ar­bei­ten sol­len am 18. Mai star­ten und im Novem­ber 2020 abge­schlos­sen sein. Die­sen Som­mer kann der Platz also nicht genutzt wer­den. Aber der zeit­li­che Aus­fall wird es wert sein. Denn so soll es ein­mal wer­den:

 

 

Nicht ein­ge­zeich­net sind in der Zeich­nung oben zwei Hoch­pflas­te­run­gen auf den Längs­sei­ten des Plat­zes, die das Amt für Stra­ßen und Ver­kehr eben­falls beauf­tra­gen wird. Der Platz wird the­ma­tisch unter­teilt sein in Ange­bo­te für Kin­der unter 3 Jah­re, über 3 Jah­re, für Jugend­li­che und für Erwach­se­ne.

Vor­ge­se­hen sind so ein Spiel­be­cken mit Spiel­sand, ein Werft­spiel­be­cken mit Was­ser­pum­pe und Was­ser-Masch­be­reich [schön für den “ordent­li­chen Haus­mann” wenn die Kin­der wie­der nach Hau­se kom­men ;-)]; Balan­cier­bal­ken, Hän­ge­ses­sel, Dreh­schei­be, ein Hügel mit einem Rutsch­turm, Schau­kel und Klet­ter­netz; ein Bewe­gungs­feld für Bol­zen, Bas­ket­ball und Vol­ley­ball mit ent­spre­chen­den Mar­kie­run­gen, Fit­ness­ge­rä­te; vie­le Sitz­bän­ke rund­um, eine Pick­nick­flä­che mit einer Tisch-/Bank­kom­bi­na­ti­on, eine Som­mer­blu­men­wie­se, eine Auf­stell­flä­che für den Wagen des Mobi­len Ate­liers, Fahr­rad­bü­gel.

Wenn man sich die tol­le Neu­ge­stal­tung des Spiel­plat­zes an der Fischer­hu­der Stra­ße ansieht, dann kann das für alle Bewoh­ner rings­rum in Rich­tung Akti­vi­tät und fami­li­en­freund­li­cher Treff­punkt auch hier ein rich­tig gro­ßer Wurf wer­den.

Pas­send dazu schrei­tet die BREBAU mit ihren grund­le­gen­den Sanie­rungs­ar­bei­ten bei den Häu­sern rund um den Platz wei­ter vor­an:

Grüner wird es nicht ;-)

Im Zeit­plan konn­ten die neu­en Stra­ßen­bahn­glei­se im Heer­stra­ßen­zug ver­legt wer­den — jetzt mit der Hoch­le­gung nur einer Schie­nen­stre­cke. Der Stre­cken­ab­schnitt der Have­mann­stra­ße (Foto) muss­te von zwei auf eine Spur redu­ziert wer­den. Im direk­ten Anschluss haben die ange­kün­dig­ten Lang­zeit­bau­ar­bei­ten im Bereich des Stra­ßen­bahn­de­pots Fahrt auf­ge­nom­men.

 

Aus gegebenem Anlass: Der Islam gehört zu Gröpelingen – und ein Gebetsruf zur Moschee

Anläss­lich der Unmög­lich­keit, wäh­rend des Rama­dan zum Gebet zusam­men zu kom­men, haben die bei­den gro­ßen Moscheen Grö­pe­lin­gens, Mev­la­na- und Fatih-Moschee, dar­um gebe­ten, den öffent­li­chen Gebets­ruf zu geneh­mi­gen. Die Frak­ti­on der Grü­nen im Bei­rat Grö­pe­lin­gen hat sich dafür aus­ge­spro­chen: Es ist längst über­fäl­lig, dass die bei­den Grö­pe­lin­ger Gemein­den ganz nor­mal wie alle ande­ren reli­giö­sen Gemein­schaf­ten mit ihren Riten und reli­giö­sen Tra­di­tio­nen im Stadt­teil prä­sent sind.

Mit­te der 90er Jah­re über­nahm der in Grö­pe­lin­gen auf­ge­wach­se­ne und ehe­ma­li­ger Bre­mer Bür­ger­meis­ter Hans Koschnick eine unmög­li­che Mis­si­on: Er soll­te für die vom Krieg zer­ris­se­ne Stadt Mostar wie­der eine gemein­sa­me zivi­le Ver­wal­tung auf­bau­en. Koschnick kam in eine zer­stör­te Stadt, in der sich mus­li­mi­sche und kroa­ti­sche und ser­bi­sche Mili­zio­nä­re bekämpf­ten. Nur weni­ge Jah­re vor­her war Mostar zwar kein Para­dies – aber eine Stadt, in der ser­bisch-ortho­do­xe, römisch-katho­li­sche, mus­li­mi­sche Men­schen und auch Athe­is­ten fried­lich zusam­men leb­ten. Gebets­ru­fe von Mina­ret­ten und Glo­cken­ge­läut misch­ten sich mit dem nor­ma­len Lärm der Stadt. Mostar war das kul­tu­rel­le und wirt­schaft­li­che Zen­trum der Her­ze­go­wi­na und der Reich­tum Mostars war sei­ne Viel­falt. Erst der im Jugo­sla­wi­en­krieg mobi­li­sier­te fana­ti­sche Natio­na­lis­mus zer­stör­te das fried­li­che Zusam­men­le­ben die­ser ver­schie­de­nen Grup­pen. Die Zer­stö­rung der „Alten Brü­cke“ über die Neret­va wur­de zum Sym­bol die­ses sinn­lo­sen Krie­ges.

Als Hans Koschnick nach Mostar kommt, glaubt er fest dar­an, dass Mostar als tole­ran­te und viel­fäl­ti­ge Stadt wie­der erste­hen kann. Viel­leicht hat Koschnick an sei­ne Hei­mat, an Grö­pe­lin­gen, gedacht, das für ihn auch immer ein Ort der Tole­ranz, der Soli­da­ri­tät und des sozia­len Mit­ein­an­ders war. Es ist längst über­fäl­lig, dass auch die Grö­pe­lin­ger Moscheen die Mög­lich­keit haben, zum Gebet zu rufen. Wie die christ­li­chen Kir­chen, gehö­ren auch die Moscheen zum höchst viel­fäl­ti­gen Leben in unse­rem Stadt­teil. Es war und ist eine groß­ar­ti­ge Stär­ke Grö­pe­lin­gens, dass unab­hän­gig von der eige­nen per­sön­li­chen Ein­stel­lung, alle Gröpelinger*innen ihre reli­giö­sen und poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen leben kön­nen — so lan­ge nicht ande­re Grup­pen oder Indi­vi­du­en dis­kri­mi­niert oder ange­grif­fen wer­den.

Eini­ge befürch­ten, der Gebets­ruf kön­ne Men­schen beläs­ti­gen. Ja, das mag sein. Aber für vie­le Gröpelinger*innen wird es eine gegen­tei­li­ge und sehr posi­ti­ve Erfah­rung sein: Ihr Glau­ben, ihre Tra­di­ti­on wird im öffent­li­chen Raum hör­bar und wird respek­tiert. Denn der Islam gehört zu Grö­pe­lin­gen – um ein­mal das Wort des ehe­ma­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten Chris­ti­an Wul­ff (CDU) auf­zu­grei­fen. Die mus­li­mi­schen Gemein­schaf­ten sind kei­ne „Gäs­te“, son­dern sie gehö­ren zu Grö­pe­lin­gen. Und des­halb soll­ten sie auch hör- und sicht­bar sein. Nur eine respek­tier­te und selbst­be­wuss­te mus­li­mi­sche Gemein­schaft kann ein guter Part­ner sein für das Bemü­hen um eine demo­kra­ti­sche, sozi­al gerech­te Stadt­teil­ge­sell­schaft.