Senat beschließt Einführung des Ordnungsdienstes

Das ist ein sehr gutes Beispiel, das man mit Hart­näck­igkeit in der Sache auch von der Ebene “ganz unten” etwas erre­ichen kann.

Denn wir von der Stadt­teil­gruppe Gröpelin­gen von Bünd­nis 90 / DIE GRÜNEN hat­ten nach der Wahl 2015 mehrere Posi­tio­nen für die nach­fol­gen­den Koali­tionsver­hand­lun­gen for­muliert und auf ein­er Lan­desmit­gliederver­samm­lung einge­bracht. U.a. war ein Punkt der Ord­nung­di­enst. Wir hat­ten dazu u.a. in den Vor­jahren Kon­takt mit dem Bürg­er- und Ord­nungsamt in Bre­mer­haven aufgenom­men und auch immer wieder daran erin­nert, das sich der Staat nicht qua­si aus der Öffentlichkeit zurückziehen darf. Es darf eben nicht nor­mal sein, das man in einem “Scheiße-Egal-Ver­hal­ten seinen Mit­men­schen gegenüber” seinen Haus­müll irgend­wo in die Grü­nan­la­gen kippt, seinen Cof­fee-To-Go-Bech­er oder seine Ener­gy-Drink-Blech­dose in’s Gebüsch, seinen Hund auf den Gehweg scheis­sen lässt und — ja auch die Zigaret­tenkippe auf den Fußweg wegzippt.

Das Anliegen wurde dann in den Koali­tionsver­trag aufgenom­men. 3 Jahre später Mitte 2018 wird der Ord­nungs­di­enst ges­tartet — man kann das als zu lange Umset­zungszeit anse­hen. Und natür­lich noch mit zu wenig Mitar­beit­ern und aus unser­er Sicht nicht per­fekt. Aber immer­hin ist es ein großer Schritt nach vorn nach all den Jahren der Überzeu­gungsar­beit an diesem Punkt.

Zur Pressemit­teilung des Sen­ats

Ver­weis zur Sen­atsvor­lage mit sehr detail­lierten Angaben zur Prob­lem­lage. Dort gibt es auch Infor­ma­tio­nen zum Pro­graamm “LAZLO II”, mit dem ca. 200 Per­so­n­en lan­desweit im Auf­gaben­feld “Saubere Stadt” zeitlich begren­zt einge­set­zt wer­den sollen.

 

Und es ist auch ein gutes Beispiel gegen die “Poli­tikver­drossen­heit”. Wenn man nur rum­meck­ert und sich über “die da oben” beschw­ert, dann ändert sich nichts. Man muss selb­st aktiv wer­den und “denen da oben” auf die Pelle rück­en, wenn man Änderun­gen erre­ichen will. Und hart­näck­ig bleiben — über Jahre. Denn ganz viele unter­schiedliche Grup­pen arbeit­en für ihre Inter­essen, das Geld kann man nur ein­mal aus­geben und man darf nicht erwarten, das “da oben” jemand auf einen wartet, weil da schon längst andere sind, die “da oben” für ihre Inter­essen arbeit­en. Trotz­dem: Anpack­en und nicht ein­pack­en.

 

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