Bovenschulte betont Bedeutung der Häfen in der Stadt Bremen

Der SPD-Bür­ger­meis­ter spricht kla­re Wor­te — die sicher auch nach innen an sei­ne Par­tei­mit­glie­der in Oslebs­hau­sen gerich­tet sind, denn ein Hafen und eigent­lich auch ein Indus­trie­ge­biet wie der Bre­mer Indus­trie­park benö­ti­gen auch eine ent­spre­chend dimen­sio­nier­te Hafen­ei­sen­bahn. Vllt. in den letz­ten Jah­ren auf­grund der Bevor­zu­gung des LKW auch durch die Deut­sche Bahn selbst nicht so sehr. Aber mit dem stei­gen­dem CO2-Preis im Zwei­fel zukünf­tig wie­der deut­lich stärker.

Zur Pres­se­mit­tei­lung des Senats: https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.362323.de

Die 24-Stunden-Pflege gerät ins Wanken

Agen­tu­ren ver­mit­teln Pfle­ge­kräf­te aus Rumä­ni­en oder Bul­ga­ri­en, die alte Men­schen zuhau­se rund um die Uhr ver­sor­gen. Auch sie haben Anspruch auf Min­dest­lohn, ent­schied das Bun­des­ar­beits­ge­richts nun. Kann sich das Modell halten?

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/pflegekraefte-ausland-mindestlohn-urteil-101.html

Bu&Bi Bericht zu Weddewarden

Unglei­che Nach­barn: Wo sich Frie­sen­dorf und Con­tai­ner­ha­fen treffen

https://www.butenunbinnen.de/videos/friesendorf-weddewarden-bremerhaven-hafenterminal-100.html

In dem Bei­trag wird auf die dama­li­gen Rechts­strei­tig­kei­ten ein­ge­gan­gen. Dies ist auch die Grund­la­ge für die Lärm­emis­sio­nen aus dem Indus­trie­ha­fen­ge­biet. Auf der nächs­ten Bei­rats­sit­zung am 7.7.2021 soll es Erläu­te­run­gen zu den durch­ge­fuhr­ten Mes­sun­gen und den Kon­se­quen­zen dar­aus geben.

Anlage eines “Urbanen Klima-Waldparks” in Oslebshausen

Es war bereits im Inte­net ver­ein­zelt zu lesen — jetzt gibt es auch die offi­zi­el­le Bre­mer Mit­tei­lung dazu, wie wir zuvor auch bereits aus­ge­hend von unse­rem Antrag geschrie­ben hatten.

Da behaup­te noch­mal jemand, Oslebs­hau­sen wür­de nicht im Blick sein: Nicht irgend­wo in Bre­men, son­dern in Oslebs­hau­sen Beim Pul­ver­berg und der heu­te “Tep­pich­flä­che” genann­ten Flä­che zwi­schen der Wohn­sied­lung Woh­lers Eichen und dem Gewer­be­ge­biet Rie­de­mann­stra­ße wird ein Wald­park ange­legt — geför­dert durch ein Natio­na­les Pro­gramm . Fast 1,2 von bun­des­weit 100 Mil­lio­nen Euro flie­ßen so nach Oslebshausen.

Das Pro­jekt ‘Urba­ner Kli­ma-Wald­park’ ist ein tol­les Bei­spiel, wie mit einer Grün­flä­chen­ent­wick­lung sowohl ein Gewer­be­stand­ort als auch das wohn­bau­li­che Umfeld ent­schei­dend auf­ge­wer­tet wer­den kann”, sagt Kris­ti­na Vogt, Sena­to­rin für Wirt­schaft, Arbeit und Euro­pa. “Hier ent­steht ein Kli­ma-Wald­park, der sowohl den Men­schen, ins­be­son­de­re des Wohn­stand­or­tes ‘Woh­lerts Eichen’ als auch den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Gewer­be­ge­bie­tes Rie­de­mann­stra­ße die­nen und ins­ge­samt die Bedin­gun­gen in Oslebs­hau­sen auf­wer­ten wird.”

Im Orts­teil Oslebs­hau­sen plant Bre­men einen ca. 1,3 Hekt­ar gro­ßen Wald­park zwi­schen zwei nahe­zu kom­plett ver­sie­gel­ten Gewer­be- und Indus­trie­ge­bie­ten. Im Rah­men die­ses Pro­jek­tes sol­len die Stra­ßen des Gewer­be­ge­biets auf einer Stre­cke von 1.300 Metern begrünt und umge­stal­tet wer­den. Fuß- und Rad­we­ge sol­len ent­ste­hen, um die kli­ma­freund­li­che Erreich­bar­keit zu ver­bes­sern. Sitz‑, Erho­lungs- und Fit­ness­mög­lich­kei­ten sol­len geschaf­fen wer­den, die von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern des Gewer­be- und Indus­trie­ge­bie­tes und Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­nern genutzt wer­den können.

Die posi­ti­ve Ent­wick­lung des Bre­mer Wes­ten und die Ver­bes­se­rung der Lebens- und Arbeits­qua­li­tät der Men­schen in den Stadt­tei­len sind mir ein wich­ti­ges Anlie­gen”, sagt Sena­to­rin Vogt. “Es ist eine beson­de­re Aus­zeich­nung, dass die­ses Pro­jekt mit der För­de­rung des Bun­des in sei­ner Bedeu­tung für den Orts­teil Oslebs­hau­sen aner­kannt wird.”

Zur Pres­se­mit­tei­lung des Senats: https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.360956.de

Irreführende Plakatierung der Bürgerinitiative an der Zentralkreuzung

Offen­bar hat auch die Evan­ge­li­sche Kir­che ihre Neu­tra­li­tät ver­las­sen, in dem sie ihr Grund­stück für die­ses Pla­kat zur Ver­fü­gung stell­te — bedau­er­lich. Denn die­se Infor­ma­ti­on der Men­schen ist lei­der gleich mehr­fach falsch — und das müss­te eigent­lich auch den Initiatoren*innen bekannt sein.


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  1. Per­so­nen­zü­ge sind lei­ser als Güter­zü­ge. Ins­be­son­de­re die Aus­füh­rung hier als elek­tri­sche Trieb­wa­gen ggü. Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven. Die gekauf­ten Züge sol­len laut der Aus­schrei­bung die lei­ses­ten Regio­nal­zü­ge über­haupt in Deutsch­land sein.
  2. In vie­len Betrie­ben — etwas auch im DIA­KO-Kran­ken­haus — wird nachts gear­bei­tet. Das sagt an sich nichts aus. Die wohl beab­sich­tig­te Unter­stel­lung, das es des­we­gen Lärm gibt, ist sach­lich nicht rich­tig, da alle Arbei­ten die Lärm ver­ur­sa­chen, in der geschlos­se­nen Werk­statt­hal­le statt­fin­den. Sie­he die gera­de an der Debsted­ter Stra­ße ent­ste­hen­de BSAG-Werkstatt.
  3. Das Gelän­de war und ist NICHT als Grü­ne Puf­fer­zo­ne vor­ge­se­hen. Rich­tig, ist, das ein klei­ner Teil der Flä­che als Wald­flä­che vor­ge­se­hen ist. WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN hat­ten im Novem­ber 2020 einen Antrag dazu ein­ge­bracht: Beschlussvorlage_Wald_WohlersEichen . Wie zu hören ist, ist die­sem Antrag auch gefolgt wor­den und es soll dazu auf der nächs­ten Bei­rats­sit­zung am 7.7.2021 sehr schö­ne Neu­ig­kei­ten zur Neu­an­pflan­zung von Bäu­men geben.
  4. Bre­men ist der Netz­kno­ten­punkt der 3 Regio­nal­ex­press­li­ni­en. Daher hat man die gerings­ten Leer­fahr­ten, wenn man die Bahn­werk­statt am Netz­kno­ten­punkt baut und nicht an einem End­hal­te­punkt einer Linie wie etwa Han­no­ver, Wil­helms­ha­ven oder Osna­brück, wo die Züge der ande­ren bei­den Lini­en dann immer erst hin­trans­por­tiert wer­den müs­sen. Inso­fern ist Bre­men der opti­ma­le Stand­ort. WO in Bre­men dann der Stand­ort ist, das ist rela­tiv belang­slos im Ver­gleich zu Stand­or­ten am Netzrand.
  5. Die CO2-Anga­be ist nicht nach­voll­zieh­bar. Klar ist jedoch, das der Ver­kehr auf der Schie­ne gestärkt wer­den muss, weil er extrem viel weni­ger CO2 ver­ur­sacht und auch weni­ger ande­re Emis­sio­nen. Die Anga­ben rei­chen bis zu 110 x mehr CO2-Aus­stoß auf der Schie­ne als auf der Stra­ße. Die neue Dop­pel­stock­wa­gen sol­len die Beför­de­rungs­ka­pa­zi­tät in Rich­tung Oster­holz-Schar­m­beck um ca. 15 — 20 % erhö­hen. Wenn gleich die Züge nicht öfters fah­ren. Aber es ist ein klei­ner Fort­schritt ggü. der Situa­ti­on heu­te und für mehr muss ohne­hin auf den Regio­nal­bahn­ver­kehr und nicht die RE-Züge geschaut werden.
  6. Und was soll mit dem Ver­spre­chen gemeint sein — ??? Viel­leicht die Absicht im Koali­ti­ons­ver­trag, in Oslebs­hau­sen die The­men Müll, Lärm und Ver­kehr beson­ders im Blick zu behal­ten? - Der groß­flä­chi­ge Bau der Bahn­werk­statt auf der Reit­bra­ke wür­de die Staub­pro­ble­ma­tik aus der der heu­ti­gen Nut­zung für die Wohn­an­la­ge Woh­lers Eichen besei­ti­gen. Und die Bau­hö­he könn­te Lärm aus dem Indus­trie­ge­biet abhal­ten. Auch den Lärm der in Zukunft mög­li­cher­wei­se noch ent­steht, wenn es zu wei­te­ren Fir­men­an­sied­lun­gen z.B. im Ein­gangs­be­reich der Hüt­ten­stra­ße kommt. Die geplan­te Abstell­an­la­ge ent­lang An der Fin­ken­au wür­de vor­aus­sicht­lich den Bau einer Lärm­schutz­wand not­wen­dig machen, da dafür erst­ma­lig auch in die­sem Bereich die TA Lärm anzu­wen­den ist, was sonst im See­ha­fen­ge­biet nicht gilt. Der Lärm von den Glei­sen müss­te nachts von heu­te erlaub­ten 49 db(A) auf maxi­mal 40 db(A) sin­ken. D.h., mit der Abstell­an­la­ge wird sowohl der maxi­mal mög­li­che Lärm von den Glei­sen ver­rin­gert als auch mög­lich­wei­se Lärm aus dem Indus­trie­ha­fen abge­hal­ten, was sonst recht­lich gar nicht erziel­bar wäre. Mit der Ansied­lung der Bahn­werk­statt wür­de also das o.g. evtl. gemein­te Ver­spre­chen nicht gebro­chen, son­dern im Gegen­teil mög­li­cher­wei­se ein stück­weit eingelöst.

Rea­lis­tisch betrach­tet ist die­se mög­li­che Ansied­lung also so ziem­lich die am gerings­ten belas­ten­de Neu-Ansied­lung über­haupt. Möch­te man noch mehr bei tro­cke­nen Wet­ter­la­gen staub­pro­du­zie­ren­de Lage­run­gen dort? — Möch­te man lie­ber eine Aus­wei­tung des Schad­stoff­la­gers Nord von Nehlsen oder ähn­li­ches auf die­se Flä­che? — Oder eine Aus­deh­nung der benach­bar­ten Tank­la­ger? Oder einen (nächt­li­chen) Umschlags­punkt von Güter­wag­gons auf LKW’s?

Zu glau­ben, das man die Glei­se abbaut und Wald dafür anpflanzt, das ist ein­fach Träu­me­rei. Gera­de wo man doch weiss, das der CO2-Preis die nächs­ten Jah­re wei­ter anstei­gen wird und damit auch der Güter­ver­kehr wie­der kos­ten­sei­tig Vor­tei­le bekommt, die auch in eine wie­der stär­ke­ren Nut­zung der Glei­se der Hafen­ei­se­bahn mün­den kön­nen. Und Gewer­be­flä­chen gehen in Bre­men zur Nei­ge, mit dem Weser­tun­nel bekom­men Gewer­be­flä­chen in Oslebs­hau­sen eine ganz neue Zen­tra­li­tät und da wird das von DIE LINKE geführ­te Wirt­schafts­res­sort doch nicht vor­han­de­ne Gewer­be­flä­chen auf­ge­ben! Im Gegen­teil will die Wirt­schafts­sei­te ja neue Gewer­be­flä­chen wie das Nord-West-Zen­trum jen­seits der A28 zwi­schen der JVA Block­land und der Lan­des­stra­ße Rich­tung Rit­ter­hu­de bauen.

Man muss den Men­schen die Wahr­heit sagen und darf die ver­ant­wor­tungs­vol­le Poli­tik der Koali­ti­on aus SPD, DIE LINKE und Bünd­nis 90 / DIE GRÜNEN nicht ver­ächt­lich machen, wie es die Bür­ger­initia­ti­ve Oslebs­hau­sen und umzu auch mit ihrer Peti­ti­on lei­der betreibt. Trau­rig, das sich auch die Evan­ge­li­sche Kir­che dar­an aktiv beteiligt.

 

 

12.06.2021: Baufortschritte am Depot und in Oslebshausen

Beim Neu­bau des Stra­ßen­bahn­de­pots lie­gen die ers­ten Gleis­kör­per in der dar­über zu bau­en­den Wartungshalle:
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Auch ist der Bau der Lärm­schutz­wand zur Bas­dah­ler Stra­ße hin schon weit fort­ge­schrit­ten. Der Weg zum Apfel­kul­tur­pa­ra­dies hin­ter der Wand ist zur Zeit nicht begehbar:
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Der Neu­bau der Turn­hal­le an der Grund­schu­le Oslebs­hau­ser Heer­stra­ße wächst eben­falls sichtlich:
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Der ver­brei­ter­te Rad­weg ent­lang des Oslebs­hau­ser Parks ist in einer gesam­ten Län­ge noch nicht fer­tig. Dafür erkennt man bereits die schö­ne Gestal­tung des Leh­rer­park­plat­zes vor dem Bun­ker. Eine Weg­nah­me des Bun­ker­ein­gangs, mit dem die Park­platz­an­zahl noch­mals zuge­mom­men hät­te, hat sich lei­der offen­bar aus Kos­ten­grün­den nicht ermög­li­chen lassen.
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Der Abriss des Schlacht­ho­fes an der Schrage­stra­ße für den anschlie­ßen­den Neu­bau des Bau­mark­tes geht zügig voran:
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Hate Kirschlorbeer — love Feuerdorn :-)

Im Miet­gar­ten eines unse­rer Mit­ar­bei­ten­den wächst ein Feu­er­dorn, der mitt­ler­wei­le einen Durch­mes­ser von 2,5 Metern erreicht hat. In die­sem Jahr ist es auf­grund des sehr kal­ten April alles etwas spä­ter und man­ches wächst auch gar nicht mehr. Der Feu­er­dorn steht mit Ver­zö­ge­rung jetzt aber in vol­ler Blü­te und lockt gro­ße Men­gen an Bie­nen, Hum­meln etc. an.

 

 

Im Lau­fe des Jah­res bil­den sich klei­ne oran­ge Früch­te her­an, die man abge­kocht und aus­ge­presst zu Mar­me­la­den­ge­lee ver­ar­bei­ten kann. Alle­dings sind die Früch­te im Herbst/Winter ein wah­res Fest­ge­richt für z.B. Amseln und auch ande­re Vögel und man lässt das dann vllt. bes­ser. Wich­tig ist zum Herbst ein nicht so regen­rei­ches Wet­ter,  damit die Früch­te nicht ver­fau­len. Außer­dem ist je nach Regen­la­ge auf Blatt­schim­mel zu ach­ten — das ist mit leicht mit Spül­mit­tel ver­dünn­ten Was­ser aber gut in den Griff zu bekommen.

Der Feu­er­dorn besteht aus einer männ­li­chen klei­nern Pflan­ze und dem gro­ßen weib­li­chen Wuchs. Er bil­det sehr har­te Sta­cheln an sei­nen Zwei­gen aus und lässt sich über die Jah­re auch in Form schnei­den. Man kann ihn also auch als Hecke alter­na­tiv z.B. zu einem für die Tier­welt nutz­lo­sen Kirsch­lor­beer pflan­zen. Über oder durch die­se Hecke geht ein Ein­bre­cher nicht freiwillig!

EuGH: Entsendung mit heimischer Sozialversicherung muss Ausnahme bleiben

Ein Gerichts­ent­scheid auf euro­päi­scher Ebe­ne, das auch für Grö­pe­lin­gen prak­ti­sche Bedeu­tung haben könnte:

In Deutsch­land täti­ge Leih­ar­beit­neh­mer aus ande­ren EU-Staa­ten unter­lie­gen meist der deut­schen Sozi­al­ver­si­che­rung. Ihre Rekru­tie­rung im Her­kunfts­land reicht nicht aus, um sie auch dem dor­ti­gen Sozi­al­sys­tem zu unter­wer­fen, wie am Don­ners­tag der Euro­päi­sche Gerichts­hof (EuGH) in Luxem­burg ent­schied. (Az: C‑784/19) …

https://www.nau.ch/news/europa/hiesige-leiharbeitnehmer-aus-dem-eu-ausland-meist-in-deutschland-sozialversichert-65939964

Berichterstattung des Weser-Kuriers am 22.05.2021 im Kontext zur geplanten Bahnwerkstatt

Der Weser-Kurier geht unter dem Titel:

Tun­nel­bau stößt Inves­ti­tio­nen an

A 281: Geplan­ter Lücken­schluss unter der Weser zeigt posi­ti­ve Auswirkungen

in einem Arti­kel auf das jahr 2025  ein, an dem der Weser-Tun­nel vor­aus­sicht­lich fer­tig­ge­tellt sein soll. Es wird die gro­ße Zeit­er­spar­nis vom GVZ in Rich­tung Bre­mer­ha­ven erwähnt. Und ein Arbeits­kräf­te­po­ten­ti­al in Bre­men-Nord, das für die Fir­men im GVZ erschlos­sen wer­den könn­te. Dito wird über die in der Till­mann­stra­ße ansäs­si­ge Fa. CHS Con­tai­ner kurz geschrie­ben, die im Ver­trau­en auf die Fer­tig­stel­lung einen Erwei­te­rungs­bau im Bre­mer Indus­trie­park vor­nimmt. In einer dazu­ge­hö­ri­gen Gra­fik sind auch die Gewer­be­ge­bie­te Rie­de­mann­stra­ße und Rei­her­stra­ße eingezeichnet.

Wir haben hier in meh­re­ren Bei­trä­gen bereits dar­auf hin­ge­wie­sen, das die Indus­trie- und Gewer­be­ge­bie­te in Oslebs­hau­sen durch den Weser­tun­nel eine star­ke Auf­wer­tung ihrer Lage­qua­li­tät erfah­ren — gera­de vor dem Hin­ter­grund, das die Flä­chen­ver­füg­bar­keit im GVZ gemäß dem Flä­chen­nut­zungs­plan wohl an ihr Ende ange­kom­men ist. Man muss also damit rech­nen, das es in den nächs­ten Jah­ren und Jahr­zehn­ten noch eini­ge Gewer­be- oder auch Indus­trie­an­sied­lun­gen in Oslebs­hau­sen und im Indus­trie­ha­fen geben wird.

Das mag man gut fin­den oder auch nicht. Aber es wird so kom­men, da die frei­en Gewer­be­flä­chen in Bre­men ins­ge­samt zur Nei­ge gehen. Daher wird es wesent­lich dar­um gehen, mög­lichst wenig stö­ren­de Ansied­lun­gen zu bekom­men, wie es z.B. aktu­ell mit der Bahn­werk­statt mög­lich wäre. Denn dort fin­den alle Arbei­ten die irgend­wie Lärm ver­ur­sa­chen in einer Hal­le statt, es gibt sehr wenig LKW-Ver­kehr und außer einer Behei­zung der Hal­le auch kei­ne Abga­se oder der Umschlag von Abfäl­len wie beim Schad­stoff­la­ger der Fa. Nehlsen unmit­tel­bar in der Nähe.

Da par­al­lel via bun­des­po­li­ti­schen Ent­schei­dun­gen z.B. zur CO2-Beprei­sung der Güter­ver­kehr über die Schie­ne wie­der wirt­schaft­lich attrak­ti­ver wer­den wird, wird es viel­leicht auch wie­der zu deut­lich mehr (nächt­li­chen) Ran­gier­ver­kehr durch die Hafen­ei­sen­bahn kom­men als in den letz­ten 20, 30 Jah­ren. Auch mit die­sem Blick wäre der jetzt mög­lich erschei­nen­de Bau einer Lärm­schutz­wand zumin­dest für die Bewoh­ner An der Fin­ken­au auch zur Abhal­tung von Lärm aus dem Hafen­ge­biet eine gera­de­zu ein­ma­li­ge Chan­ce. Dito die Umnut­zung der direkt an den Häu­sern angren­zen­den bis­he­ri­gen Güter­glei­se mit Die­sel­loks für lei­se­re Per­so­nen­zü­ge mit elek­tri­schem Antrieb.

Die aktu­ell lau­fen­de Falsch­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne der Bür­ger­initia­ti­ve “Oslebs­hau­sern und umzu” ist daher unse­rer Mei­nung nach nicht im bes­ten Sin­ne der Men­schen in Oslebshausen.

Grund­le­gen­de Vor­aus­set­zung für eine mög­li­che Ansied­lung bleibt ent­spre­chend unse­rem Posi­ti­ons­pa­pier natür­lich die umfas­sen­de unzwei­deu­ti­ge geschicht­li­che Auf­klä­rung. Aktu­ell gibt es Zwei­fel, das dies geschieht, da die über Jahr­zehn­te gesam­mel­ten auch Zeit­zeu­gen­be­rich­te aus einer ört­li­chen Geschichts­grup­pe bzw. des His­to­ri­kers Har­ry Win­kel offen­bar bis­her nicht Bestand­teil der amt­li­chen Recher­chen sind.