Stand Bauvorhaben 24.04.2021

Wir hat­ten im letz­ten Bei­trag die enorm vie­len Bau­vor­ha­ben in Grö­pe­ling­ne auf­ge­zählt. Noch eini­ge Bil­der dazu:

Beim Ohlen­hof-Car­rée ist das obers­te Stock­werk erreicht. Man kann jetzt schon sehen, wie das Gebäu­de den Platz davor ver­än­dert. Ggü. Beim Ohlen­hof 15 haben die Bau­ar­bei­ten noch nicht angefangen.
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Der Neu­bau für die Grund­schu­le Humann­stra­ße am bald Hel­mut-Kas­ten-Weg geht offen­bar “im Rake­ten­tem­po” vor­an. Gefühlt ist die Hälf­te des Roh­baus bereits erstellt
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Unter ande­rem das aus der Innen­stadt nach Grö­pe­lin­gen umge­zo­ge­ne Kla­vier­haus Thein und Gru­nau hat jetzt kei­nen Schot­ter­weg, son­dern eine gepflas­ter­te Flä­che vor sei­nem Ein­gang. Wenn man vor Ort ist, fühlt es sich etwas wie eine Stein­wüs­te an. Aller­dings muss man die län­ger­fris­ti­ge geschäft­li­che Ent­wick­lung auf der gesam­ten Zei­le abwar­ten. Und es wird sich erst noch zei­gen, ob die der­zeit ein­ge­plan­ten recht weni­gen Fahr­rad­bo­xen (9 Stück?) aus­rei­chend sind, wenn der Trend zu teu­re­ren E‑Bike noch wei­ter zunimmt. Noch ist die Zei­le nicht fer­tig, das Haupt­bau­ge­sche­hen hat sich jedoch auf die Depot­sei­te verschoben.
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Aktu­ell gibt es erneue ein Dis­kus­si­on über das ehe­ma­li­ge Eisen­bah­ner­wohn­heim bzw. die Eisen­bah­ner­kan­ti­ne am Schwar­zen Weg. Argu­men­ta­tiv fällt es schwer, das Gebäu­de als letz­ten Schritt einer Gebäu­de­rei­he zu sehen — es steht schon eher allei­ne. Trotz­dem kann es aus unse­rer Sicht nicht die Lösung sein, das Gebäu­de auf ewig ver­rot­ten zu las­sen, auch wenn es eine Nähe zur Eisen­bahn hat, was eine Nut­zung für Wohn­zwe­cke nicht erlaubt. Eine geord­ne­te (!) und groß­zü­gi­ge (!) Nut­zung für tem­po­rä­re Mon­teurs­woh­nun­gen erscheint uns die rich­ti­ge Nut­zung, denn dafür wur­de es ja auch gebaut. Auch wenn es dann Arbei­ter per Auto sind und nicht mehr Eisen­bahn­ar­bei­ter. Das könn­te dazu bei­tra­gen, das bis­her im Stadt­teil umge­wan­del­te grö­ße­re Woh­nun­gen wie­der für Fami­li­en frei wer­den bzw. nicht wei­te­re Wohnungen/Häuser zu Mon­teurs­woh­nun­gen umge­wan­delt werden.
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Stadtteilgruppentreffen vom 19.04.2021

Wie der Ein­la­dung zu ent­neh­men war, haben wir eine Rei­he von Din­gen bespro­chen. Inhalt­li­cher Schwer­punkt war die Ver­an­stal­tung zur Bahn­werk­statt, wozu wir ggf. ein Posi­ti­ons­pa­pier bzw. eine Pres­se­mit­tei­lung ver­öf­fent­li­chen wer­den. Zwi­schen­zeit­lich gab es (nach unse­rer Nach­fra­ge) auch eine E‑Mail der Ver­an­stal­ter, das alle im Chat gestell­ten Fra­gen bis Ende Mai 2021 beant­wor­ten wer­den. Soge­se­hen wäre es vom Ablauf dann eine gute Ver­an­stal­tung, weil die Viel­zahl der Fra­gen — wir haben 25 DIN A4 Sei­ten mit­ge­schnit­ten — auf einer her­kömm­li­chen Prä­senz­ver­ans­al­tung so wohl nie beant­wor­tet hät­ten wer­den können.

Neu war die Erkennt­nis, das bei Jugend­li­chen mitt­ler­wei­le wohl eine Art “Video­kon­fe­renz- bzw. Digi­tal-Müdig­keit” ein­ge­tre­ten ist. Zuviel von etwas ist eben auch nicht gut. Eine erstaun­li­che Erkennt­nis im Smartphone-Zeitalter. 😉

Inwie­weit die Aus­ar­bei­tung zum Rad­ver­kehr Berück­sich­ti­gung in der Zukunft fin­det, das blieb etwas unklar. “Umsonst” war das aber auf kei­nen Fall, da eng mit dem ADFC abge­stimmt und der ver­fügt im Zwei­fel über mehr poli­ti­sche Kon­tak­te bei die­sem Thema.

Unser sozi­al­po­li­ti­sche Spre­cher infor­mier­te über die Sit­zung mit dem Schwer­punkt der Oslebs­hau­ser Mul­tis­ports-Are­na. Ob bei den OJA-Mit­teln im Stadt­teil soviel Geld vor­han­den ist, das die­ses Pro­jekt dau­er­haft finan­ziert wer­den kann, das erscheint unklar, da bei den bereits finan­zier­ten Ein­rich­tun­gen auch Kos­ten­stei­ge­run­gen anfal­len wer­den. Es müss­ten neben dem Sport­ver­ein SVGO mehr Insti­tu­tio­nen mit­ma­chen. Vllt. meh­re­re Schul­ver­ei­ne aus dem Stadt­teil zusam­men? Aber auch eher unmög­lich, das die län­ger­fris­tig in eine Trä­ger- oder Finanz­ver­ant­wor­tung gehen können.

Vom Bei­rä­te­tref­fen wur­de über das schwie­ri­ge The­ma des Bewoh­ner­par­kens und der Zwick­müh­le in der sich z.B. die Fin­dorf­fer befin­den berich­tet. In Grö­pe­lin­gen haben wir die­ses The­ma bis­her nicht for­ciert, da erst Erfah­rungs­wer­te in Mit­te und Fin­dorff gesam­melt wer­den sol­len. Sicher gibt es aber auch in Grö­pe­lin­gen die ein oder ande­re Stra­ße, wo auch auf Rad- oder Fuß­we­gen so auf­ge­setzt geparkt wird, das der Ver­kehrs­raum für die­se Teil­neh­mer genom­men wird.

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Z.B. im Schwar­zen Weg wird oft der kom­plet­te Rad­weg zum Par­ken genutzt. Man kann dort aller­dings meist noch auf den Fuß­weg aus­wei­chen. Soll­te man des­we­gen aktiv wer­den, wenn man mit einem Schlen­ker vor­bei kom­men kann? In vie­len ande­ren Sei­ten­stra­ßen kann man an Müll­ab­fuhr­ta­gen nicht mit einem Kin­der­wa­gen, Roll­stuhl o.ä. den Fuß­weg pas­sie­ren. Über kurz oder lang wird das The­ma wohl auch in Grö­pe­lin­gen anstehen.

Dann ging es um den Ent­wurf zur Fort­schrei­bung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans. 189 Sei­ten sind das — nicht so ein­fach das alles in der Frei­zeit durch­zu­le­sen. Beschluss im Bei­rat dazu am 28.4.

Ein wei­te­rer Punkt war dann die bevor­ste­hen­de nächs­te Bei­rats­sit­zung am 05.05.2021. Am 27.4. gibt es einen Ter­min zu Hun­de­aus­lauf­flä­chen. Zuvor geht es im IEK Gre­mi­um u.a. um die Zen­tral­kreu­zung in Oslebs­hau­sen. Am 12.5. geht es im Umwelt­aus­schuss u.a. um Alt­glas­be­häl­ter und die mög­li­chen neu­en Stand­or­te dafür im Stadt­teil –> sie­he http://www.gruene-in-groepelingen.de/altglas.html. Der mög­li­che Stand­ort Goh­grä­fen­stra­ße kam nicht von uns — das sei vor­sorg­lich bereits angemerkt.

Ins­ge­samt stell­ten wir fest, das es trotz Coro­na soviel Bau­tä­tig­kei­ten im Stadt­teil gibt, wie es vllt. nie zuvor gege­ben hat. Man kann da leicht die Über­sicht ver­lie­ren. Trotz­dem mal ohne Anspruch auf Voll­stän­dig­keit aufgezählt:

Orts­teil Grö­pe­lin­gen: Neu­bau Neue Ober­schu­le Ohlen­hof, Bau gro­ßes Wabeq-Vor­ha­ben See­wen­je­stra­ße, Gemein­schafts­platz Bromberger/Marienwerder Stra­ße, anste­hend Schul­hof Fischer­hu­der Straße

Orts­teil Ohlen­hof: Sanie­rung Neue Ober­schu­le Grö­pe­lin­gen, Bau Ohlen­hof-Car­rée, Neu­bau BSAG Umstei­ge­an­la­ge und Poli­zei­re­vier, Neu­ge­stal­tung Stra­ßen­raum davor, Neu­bau Grund­schu­le Humann­stra­ße, abseh­bar Neu­bau KiTa Mari­en­wer­der Straße

Orts­teil In den Wischen: Umge­stal­tung mit neu­en Rad­fahr­stre­cken und einer Brü­cke im Kleingartengebiet

Orts­teil Lin­den­hof: Bau Bil­dungs­zen­trum der Fatih-Moschee, Umbau Schiff­bau­er­weg 6 zur KiTa, Umbau KiTa Pas­to­ren­weg (fer­tig?), Neu­bau KiTa Lin­den­hof­stra­ße, Umbau ehe­ma­li­ges evan­ge­li­sches Gemein­de­ge­bäu­de Dan­zi­ger Stra­ße zur KiTa, Umge­stal­tung Park­ge­län­de vor der Waterfront

Orts­teil Indus­trie­hä­fen: Bau des Weser-Tun­nels, Bau der Klär­schlamm­ver­bren­nungs­an­la­ge, anste­hend Still­le­gung des Hafenkraftwerks

Orts­teil Oslebs­hau­sen: Neu­bau Turn­hal­le und Jahr­gangs­haus Grund­schu­le Oslebs­hau­ser Heer­stra­ße, Bau von bzw. einer Doppelhaushälfte(n) an der Rit­ter­hu­der Heer­stra­ße, Neu­bau KiTa Alter Heer­weg, erwar­tet Neu­bau KiTa Im Wein­ber­ge, erwar­tet Bau­markt Schrage­stra­ße bzw. Abbruch­ar­bei­ten zuvor

Etli­che wei­te­re Bau­vor­ha­ben ver­schie­dens­ter Art sind bereits in ver­schie­de­nen Pla­nungs­pha­sen. Hof­fent­lich brem­sen die der­zei­ti­gen enor­men Preis­an­stie­ge bei Holz, Stahl, Edel­me­tal­len etc. die wich­ti­gen Vor­ha­ben nicht aus.

Novellierung des Bremer Wohnraumschutzgesetzes im April 2021

Auf der kom­men­den Depu­ta­ti­ons­sit­zung ist die Novel­lie­rung des Bre­mer Wohn­raum­schutz­ge­set­zes auf der Tages­ord­nung. Das Lan­des­ge­setz muss zur Anwend­bar­keit anschlie­ßend noch mit städ­ti­schen Ver­ord­nun­gen ergänzt wer­den. Ins­ge­samt wird das Gesetzt verschärft.

Teil_A_Neufassung_Wohnraumschutzgesetz

Teil_B_Neufassung_Wohnraumschutzgesetz Teil_A_Neufassung_Wohnraumschutzgesetz

 

So gilt ein Leer­stand bereits nach 6 Mona­ten als unzu­läs­sig und nicht mehr nach 1 Jahr.

In § 3 wird eine Anzei­ge­pflicht für Feri­en­woh­nun­gen eingeführt.

In § 4 wird eine Geneh­mi­gungs­pflicht für Woh­nungs­leer­stän­de ein­ge­führt. Das heisst die Eigen­tü­mer müs­sen sich von sich aus mel­den und mit­tei­len, das sie eine Woh­nung bis zu 6 Mona­ten unge­nutzt lass­sen wol­len. Im Zwei­fel wer­den sie dies nicht selbst tun, weil sie von dem neu­en Gesetz gar nichts wis­sen. Dann könn­ten die Mel­dung Drit­te für sie übernehmen.

In § 5 wird der zustän­di­gen Behör­de das Recht gege­ben, das sie ein Wohn­nut­zungs­ge­bot aus­spre­chen kann, das inner­halb von 2 Mona­ten durch­zu­füh­ren ist. Kla­gen dage­gen vor Gericht haben kei­ne auf­schie­ben­de Wirkung.

In § 6 wird gere­gelt, das die zustän­di­gen Behör­den­mit­ar­bei­ter den Wohn­raum zur Inspek­ti­on betre­ten dürfen.

In § 7 wird der Buß­geld­rah­men mit bis zu 100.000 Euro fest­ge­legt. Wer also leer­ste­hen­den Wohn­raum nach Aus­spra­che eines Wohn­nut­zungs­ge­bots nicht inner­halb von 2 Mona­ten z.B. ver­mie­tet, der muss mit einer hohen Geld­bu­ße rechnen.

Jetzt kommt aller­dings aus unse­rer Sicht der Knack­punkt: Er kann gegen die­se Geld­bu­ße wie gegen jede ande­re Geld­bu­ße auch Wider­spruch vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt ein­le­gen. Mit­un­ter kann sich unse­rer Mei­nung nach dann ein Ver­fah­ren wei­te­re Jah­re hin­zie­hen, ohne das es tat­säch­lich zur Wie­der­ver­mie­tung des Leer­stands kommt. Gleich­falls könn­te die Anwen­dung des Geset­zes dar­an schei­tern, das man den Eigen­tü­mer einer Immo­bi­lie schlicht nicht aus­fin­dig machen oder rechts­s­si­cher anspre­chen kann. In Zei­ten in denen die Mobi­li­tät der Erben zuge­nom­men hat und immer mehr Immo­bi­li­en ver­erbt wer­den, wird dies unse­rer Mei­nung nach zuneh­mend passieren.

Wir hät­ten uns gewünscht, das wie in ande­ren Bun­des­län­dern in deren Geset­zen ver­an­kert und auch recht­lich bereits kom­plett durch­ge­führt, eine Treu­hän­der­re­ge­lung auf­ge­nom­men wird. Das wür­de in der Pra­xis bedeu­ten, das wenn der Eigen­tü­mer einem Wohn­nut­zungs­ge­bot nicht nach­kommt, ein Treu­hän­der die Woh­nung über­nimmt und in Ersatz­hand­lung des Eigen­tü­mers eine ggf. not­wen­di­ge Instandsetzung/Renovierung und anschlie­ßen­de Neu­ver­mie­tung durch­führt. Der Eigen­tü­mer blie­be Eigen­tü­mer und es ändern sich nichts an sei­nem Eigen­tums­recht. Die Kos­ten des Treu­hän­ders wür­den per Grund­schuld in das Grund­buch ein­ge­tra­gen. Über die Miet­ein­nah­men wür­de die Grund­schuld getilgt und anschlie­ßen­de über­schüs­si­ge Miet­ein­nah­men wür­den an den Eigen­tü­mer über­wie­sen werden.

Somit wäre sicher­ge­stellt, das ein Leer­stand auch sicher besei­tigt wird. Die jet­zi­ge Novel­le garan­tiert das unse­rer Mei­nung nach nicht. Lei­der ist es nicht so gekom­men. Trotz­dem wer­den wir nach Inkraft­tre­ten der auch städ­ti­schen Rechts­ver­ord­nung ver­su­chen, das Best­mög­lichs­te aus dem Gesetz her­aus­zu­ho­len. Und wei­ter auf eine Novel­lie­rung mit Treu­hän­der­re­ge­ung drängen.

Vorfahrt für Radfahrer auf der Grünen Dockstraße Strecke

Auf der Sit­zung des Ver­kehrs­aus­schus­ses des Bei­ra­tes am 24.03.2021 wur­de unser Antrag ange­nom­men, der eine Vor­fahrts-Rege­lung für Rad­fah­rer ent­lang der soge­nann­ten “Grü­nen Dock­stra­ße-Stre­cke” von der Gras­ber­ger Stra­ße bis zur Walt­jen­stra­ße vor­sieht. Damit wäre die­ser Par­al­lel­weg wie der Grün­zug West gere­gelt und die durch Hoch­pflas­te­run­gen nur vor­ge­täusch­te Vor­fahrt für Rad­fah­rer wür­de auch recht­lich klar geregelt.

Antrag-Vor­fahrt-Rad­fah­rer

Potential der Solarenergie in Deutschland

O.K. — Bre­men ist von der Ein­strah­lungs­in­ten­si­tät zwar nicht mit süd­li­che­ren Gegen­den Deutsch­lands zu ver­glei­chen. Aber auch hier funk­tio­niert es. Nur wird das Poten­ti­al halt viel zu wenig genutzt, wie man in die­sem Video gut erken­nen kann:

Es gibt noch immer zuvie­le Wider­stän­de bei eta­blier­ten Markt­teil­neh­mern. Auch wenn die letz­te EEG-Novel­le beim Mie­ter­strom und bei der Benut­zung über Grund­stücks­gren­zen hin­weg Ver­bes­se­run­gen gebracht hat. Den­noch: Im Sep­tem­ber 2021 ist wie­der Bun­des­tags­wahl und die Chan­ce auf wirk­li­che Ver­än­de­run­gen ist da.

Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt vom 13.04.2021 – Teil 7

Lärm — An der Fin­ken­au und Rei­her­sied­lung sowie abschlie­ßend der Koalitionsvertrag

Das ist aus unse­rer Sicht vllt. der wich­tigs­te Punkt. Denn seit ca. Ende 2010 war es u.W. so, das an den Glei­sen des obe­ren Bahn­hofs zur Fin­ken­au über­haupt kein Zug- bzw. Ran­gier­ver­kehr statt­ge­fun­den hat. Und auch davor vie­le Jah­re nicht mehr oder nur wenig. Die Anwoh­ner sind also lan­ge Zeit einem Lärm von Null gewöhnt gewe­sen, obwohl 59/49 db(A) tags/nachts im berech­ne­ten Mit­tel­pe­gel zuläs­sig sein sollen.

Aller­dings muss man anneh­men, das dies nicht ewig so blei­ben wird. Denn fast jede poli­ti­sche Par­tei will Ver­kehr von der Stra­ße auf die Schie­ne ver­le­gen. Und die stei­gen­de CO2-Besteue­rung macht den Güter­bahn­ver­kehr wie­der wirt­schaft­li­cher. Der Bau einer Abstell­an­la­ge führt nach den Anga­ben im Infor­ma­ti­ons­pa­pier vom 25.02.2021 zu einer neu­en recht­li­chen Bewer­tung. Denn dann ist die TA Lärm anzu­wen­den und erlaubt sind dann nur noch Lärm­grenz­wer­te von 55/40 db(A) tags/nachts im berech­ne­ten Mit­tel­pe­gel. Nur mit dem Bau der Abstell­an­la­ge heu­te lie­ßen sich also lang­fris­tig die Lärm­emis­sio­nen der Hafen­bahn ggü. dem heu­te Erlaub­ten sen­ken. Und vllt. sin­ken damit auch gleich­zei­tig die Lärm­wer­te aus ande­ren Hafen­be­trie­ben, die Höhe An der Fin­ken­au noch ankommen?

Kommt es nicht dazu und es gibt wie­der einen star­ken nächt­li­chen Ran­gier­ver­kehr mit Güter­zü­gen, wären die Anwoh­ner rück­bli­ckend sicher froh, wenn sie damals die Abstell­an­la­ge für Per­so­nen­zü­ge und eine Lärm­schutz­wand bekom­men hät­ten. Das gilt es abzuwägen.

 


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Oben ist der Gleis­plan von der Inter­net­sei­te der Hafen­ei­sen­bahn zu sehen. Die Glei­se der Bahn­werk­statt wür­den wohl über ein neu­es Anschluss­gleis auf das Gleis 88 geführt wer­den. Die­ses Gleis teilt sich in 9 obe­re kür­ze­re Glei­se auf, von denen 8 schon län­ger nicht mehr genutzt sind. Und in 6 wei­te­re Glei­se die noch genutzt wer­den. Ob alle die­se 15 Glei­se zukünf­tig für die Abstell­an­la­ge genutzt wer­den sol­len, das wur­de noch nicht beant­wor­tet. Dito nicht, wie hoch und in wel­cher Art ein Lärm­schutz aus­fal­len wür­de. Es war nur eine durch­ge­hen­de Lärm­schutz­wand ein­ge­zeich­net, was aber bereits sehr wich­tig ist und dahin­ter kann man im wei­te­ren mög­li­chen Ver­fah­ren dann eigent­lich auch nicht mehr zurück.

Der unte­re Bahn­hof dient der Anbin­dung der hin­te­ren Hafen­be­cken und als zwei­te Zufahrt zur Pri­vat­bahn von ArcelorMittal.

Gar nicht erwähnt wur­de das Teil­stück vom Bahn­hof Oslebs­hau­sen Rich­tung Reit­bra­ke. Der Über­gangs­punkt von der Deut­schen Bahn zur Pri­vat­bahn ist Höhe In den Freu­en /Autobahnbrücke. D.h. die­ser Abschnitt fällt wohl noch in die Zustän­dig­keit der Deut­schen Bahn und hier gibt es ja auch kei­ne Abstell­an­la­ge und damit kein Fall unter die TA Lärm. Gleich­wohl wer­den die Züge des Express­kreu­zes auch alle an dem tie­fer­lie­gen­dem Gleis der Rei­her­stra­ße lang­fah­ren. Man wird dort vllt. nichts hören, weil es bis zur Mit­te der Rei­her­sied­lung eine Lärm­schutz­wand gibt. Aber eben nicht auf der zwei­ten Hälf­te der Rei­her­sied­lung und hin­ter der zuge­ge­ber­ma­ßen wei­ter von der Bahn­li­nie ent­fernt lie­gen­den Tuchol­sky­stra­ße. Da in den dor­ti­gen Wohn­ge­bie­ten ca. 80 neue Wohn­häu­ser mit auch neu hin­zu­zie­hen­den Kin­dern ent­ste­hen sol­len, wäre eine Voll­endung der Lärm­schutz­wand an die­ser Stel­le aus unse­rer Sicht auch wichtig.

Wei­te­re Fra­gen behan­del­ten die abge­stell­ten Züge und wel­chen Lärm die z.B. durch Klim­an­la­gen, Frost­schutz­hei­zun­gen o.ä. machen. Wenn die Abstell­an­la­ge selbst nicht elek­tri­fi­ziert wer­den soll, gäbe es dort eigent­lich auch kei­nen Strom — ???

Meh­re­re Fra­gen gab es auch zum Koali­ti­ons­ver­trag und den Ausa­gen dort, das Oslebs­hau­sen im Bereich Lärm, Ver­kehr und Müll ent­las­tet wer­den soll. Ein Run­der Tisch wur­de dazu beschlos­sen und der müss­te bald mal tagen. Beim The­ma Müll wird wohl aktu­ell das Sys­tem der Umwelt­wäch­ter aus Bre­men-Nord bzw. des Quar­tiers­ser­vices im Lin­den­hof­vier­tel über­legt. Mit den Restrik­tio­nen durch Coro­na beim Job­cen­ter komplizierter.

Wie aus­ge­führt kann dann gera­de die Ansied­lung der Bahn­werk­statt ein Bau­stein zur Erfül­lung des Koali­ti­ons­ver­tra­ges sein. Denn durch neue Züge wird die Bahn attrak­ti­ver und es könn­ten evtl. weni­ger Autos aus dem Umland auch durch Oslebs­hau­sen fah­ren. Ins­be­son­de­re könn­te aber der Bau einer Lärm­schutz­wand, der vllt. auch ande­ren Lärm aus dem Hafen bes­ser abschirmt, zumin­dest für die Anwoh­ner An der Fin­ken­au eine deut­li­che dau­er­haf­te Lärm­ent­las­tung sein. Immer betrach­tet von dem was heu­te recht­lich mög­lich ist und nicht dem, was durch die Ver­la­ge­rung von Güter­ver­kehr auf die Stra­ße in der ver­gan­ge­nen Deka­de und aktu­ell nicht stattfindet.

Fra­gen zu Zukunfts­aus­sa­gen zum Bahn­ver­kehr sind gera­de in Coro­na-Zei­ten wohl nicht mög­lich. Dann blie­be im wesent­li­chen noch eine wich­ti­ge tech­ni­sche Anmer­kung für die Pla­ner von einem offen­bar Bahn­kun­di­gen mit fol­gen­dem Hinweis:

Die Anbin­dung die­ser Werk­statt im Bf. Brm.Inland erfolgt über einen ein­glei­si­gen Abschnitt zwi­schen Brm.Rbf und den Stell­werk IF. Bei netz­sei­ti­gen Bau­ak­ti­vi­tä­ten wird die­se Stre­cke i.d.R. an Wochen­en­den gesperrt. Das bedeu­tet, die Werk­statt ist nicht erreichbar.”

Wir haben uns noch­mal heu­te bei den Ver­ant­wort­li­chen erkun­digt. Es wur­de uns mit­ge­teilt, das alle gestell­ten Fra­gen auch beant­wor­tet wer­den sol­len. Sonst macht es ja auch kei­nen Sinn die Men­schen fra­gen zu las­sen. Aller­dings muss man bei dem enor­men Umfang der Fra­gen schon damit rech­nen, das dies eini­ge Wochen dau­ern kann, bis man eine Ant­wort auf sei­ne im Chat gestell­te Fra­ge bekom­men hat.

Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt vom 13.04.2021 – Teil 6

Fra­gen zur Umwelt und Emis­sio­nen — hier Lärm, Licht und Wasser

Wir gehen nicht davon aus, das von der Anla­ge beson­de­re Gerü­che oder Luft­schad­stof­fe aus­ge­hen. Die Hal­le wird beheizt wer­den wie jedes Wohn­haus oder ande­re Gewer­be­hal­le auch beheizt wird. Da es elek­tri­sche Züge sind, wer­den auch kei­ne wei­te­ren Groß­tankla­ger wie heu­te in der Stra­ße Gro­ße Rie­hen hinzukommen.

Bei den Anfor­de­run­gen an die Hal­le war im Vor­trag der LNVG zu lesen, das es eine Was­ser­auf­be­rei­tung geben soll. Das bezieht sich wohl auf die Wasch­an­la­ge. Für Bre­men mit sei­nem jetzt schon sehr kri­tisch gese­he­nen hohem Trink­was­ser­be­darf aus der süd­li­chen Regi­on ein wich­ti­ges The­ma. Opti­mal wäre natür­lich auch auf Grund der Lage die Nut­zung von Weser­was­ser zur Rei­ni­gung der Fahr­zeu­ge. Ein Punkt im wei­te­ren Verfahren.

Beim The­ma Licht geht es um die nächt­li­che Beleuch­tung. Für Woh­lers Eichen eher kein The­ma, da Woh­lers Eichen expli­zit als Lärm­schutz­bau kon­zi­piert wur­de und u.W. nur die Aus­zugs­häu­ser und die Küchen zur Bahn­sei­te lie­gen, wäh­rend Bal­kons, Auf­ent­halts- und Schlaf­räu­me Rich­tung Orts­mit­te ange­legt wur­den. Sehr wohl ist es aber ein The­ma für die Sied­lung An der Fin­ken­au. Sowohl nachts mit Lich­tern als auch tags­über von einer evtl. höhe­ren Lärm­schutz­wand, die mehr als heu­te den Licht­ein­fall auf Gär­ten oder obe­re Räu­me neh­men könn­te. Dazu gab es noch kei­ne Aus­sa­gen — aber Fra­gen im Chat, die auf ihre Beant­wor­tung warten.

Dann ist man beim The­ma Lärm. Hier blieb eben­falls vie­les offen und wird im Rah­men des Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens geklärt wer­den — wenn es dazu kommt.


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Es wur­de ein mög­li­cher Lage­plan der Bahn­werk­statt gezeigt, aus denen man die Funk­tio­nen Wasch­an­la­ge, Rad­satz­be­ar­bei­tung und Ser­vice­hal­le erse­hen konn­te. Dito den Bedarf für not­wen­di­ge Gleis­weg­nah­men und Gleis­bau­ten an der Werk­tstatt und im Aus­lauf zur Abstell­flä­che. Alle mit Lärm ver­bun­de­nen Arbei­ten müs­sen laut der Aus­schrei­bung in der Hal­le statt­fin­den und es gibt Lärm­grenz­wer­te die dann maxi­mal aus der Hal­le drin­gen dür­fen. Ein Aspekt sind erfah­rungs­ge­mäß z.B. lau­te Sicher­heits­si­re­nen aus dem Arbeits­schutz die auch bei einem offe­nen Hal­len­tor zu hören sein könn­ten — wie z.B. bei Klöck­ner Stahl­han­del ggü. vom Job­cen­ter West. Von der Instand­hal­tungs­werk­statt der BSAG direkt an der Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße / Bas­dah­ler Stra­ße ist und das aller­dings nicht bekannt geworden.

Da Woh­lers Eichen expli­zit als Lärm­schutz­bau zu den Hafen­ak­ti­vi­tä­ten kon­zi­piert wur­de, gehen wir nicht von Belas­tun­gen aus. Viel­mehr hat es frü­her untrag­ba­re Belas­tun­gen gege­ben, als die Flä­che An der Reibra­ke zur Zwi­schen­la­ge­rung von Erden genutzt wur­de und es dann an tro­cke­nen Tagen “wüs­ten­sturm­ähn­li­che” Staub­ver­we­hun­gen in die Wohn­an­la­ge gege­ben hat — sie­he einen der Vor­bei­trä­ge mit Fotos von der dama­li­gen Mond­land­schaft. Auch schon durch eine aktu­ell aus­ge­wei­te­te Nut­zung könn­te es in die­ser Hin­sicht erneut Kon­flik­te an tro­cke­nen Tagen geben. Eine ordent­li­che Bebau­ung hät­te den Vor­teil, das so etwas nicht erneut pas­sie­ren kann.

Ganz anders stellt sich die­se The­ma­tik bei der Abstell­an­la­ge Rich­tung An der Fin­ken­au und der unkla­ren Gleis­nut­zu­ung dafür dar. Teil 7.

Informationsveranstaltung zur Bahnwerkstatt vom 13.04.2021 – Teil 5

Arbeits­platz­ar­gu­ment

Die­ses Argu­ment wur­de von der SPD Bür­ger­schafts­frak­ti­on ganz noch vor­ne gestellt. Die Bür­ger­initia­ti­ve “Oslebs­hau­sen und umzu” rech­net aller­dings nach ihren ver­öf­fent­lich­ten Bei­trä­gen wie folgt:

0,9 Arbeits­ein­hei­ten für jeden der 34 Zug­ein­hei­ten bzw. 154 Fahr­zeug­ein­hei­ten = 31 Arbeits­plät­ze die geschaf­fen werden.

Bei der Werk­statt der Bahn sol­len für die­se Arbei­ten aller­dings 75 Arbeits­plät­ze weg­fal­len. Obwohl die heu­ti­gen Züge weni­ger Sitz­platz­ka­pa­zi­tät und Fens­ter etc. haben und daher an den Fahr­zeug­ein­hei­ten eher weni­ger als mehr zu machen ist. Durch die Blu­me wird also sug­ge­riert, das die Bahn-Mit­ar­bei­ter weni­ger als die Hälf­te eines Als­tom-Mit­ar­bei­ters leis­ten. Obwohl bekannt ist, das die Bahn allein im Jahr 2021 gigan­ti­sche 12 Mil­li­ar­den Euro bun­des­weit inves­tiert und auch ihr Zug­ma­te­ri­al aus­baut. Obwohl bekannt ist, das es bei der Deut­schen Bahn kei­nen betriebs­be­ding­ten Been­di­gungs­kün­di­gun­gen gibt und nach Aus­sa­ge der Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ten für Bre­men jeder Mit­ar­bei­ter benö­tigt wird. Und obwohl Als­tom ange­sichts des Fach­kräf­te­man­gels nach Aus­sa­ge in der Kon­fe­renz ger­ne erfah­re­ne Instand­hal­tungs­mit­ar­bei­ter der DB über­neh­men würde.

Gleich­falls wer­den völ­lig ver­ant­wor­tungs­los 15 Arbeits­plät­ze der heu­te auf der Flä­che Reit­bra­ke täti­gen Men­schen in Abzug gebracht und damit die­se Men­schen in Exis­tenz­ängs­te getrie­ben. Obwohl bekannt ist, das die Lösungs­ge­sprä­che mit den Fir­men und städ­ti­schen Ver­tre­tern erst begon­nen haben und das Ziel selbst­ver­ständ­lich der Fort­be­stand der Akti­vi­tä­ten ist. Natür­lich dür­fen die betrof­fe­nen Fir­men dabei auch mit ihren For­de­run­gen nicht über­rei­zen, was u.W. der­zeit aber auch nicht der Fall ist. Glück­li­cher­wei­se gibt es auch in der Umge­bung noch freie Gewer­be­flä­chen — wenn auch eher im pri­va­ten Besitz und nur rela­tiv weni­ge im Besitz des Häfen­res­sorts bzw. der Wirtschaftsförderung.

Nach Rech­nung der BI fal­len dann 59 Arbeits­plät­ze weg. Das ist an Falsch­be­haup­tun­gen eigent­lich nicht mehr zu über­bie­ten und schä­digt die Glaub­wür­dig­keit der BI irgend­wie selbst.

Für UNS GRÜNE ist das Arbeits­platz­ar­gu­ment nicht vor­ran­gig. Da geht es eher um Din­ge wie einen bes­se­ren Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr der mit moder­ne­ren Zügen erreicht wer­den kann. Und Züge müs­sen nun­mal auch gewar­tet wer­den. Wenn es dann eine bereits ver­sie­gel­te, plan­fest­ge­stell­te, aber unter­ge­nutz­te Eisen­bahn­flä­che im städ­ti­schen Besitz gibt, liegt der Fokus auf die­se Flä­che nahe, solan­ge z.B. die Deut­sche Bahn nicht eine evtl. vor­han­de­ne Flä­che anbietet.