5. und 6. Bauabschnitt des Bremer Industrieparks — Mülldeponie im Blockland

Der Weser-Kurier hat­te kürz­lich über die zur Nei­ge gehen­den Kapa­zi­tä­ten der Müll­de­po­nie im Block­land berich­tet. Erwar­tet wird eine Erschöp­fung der Kapa­zi­tä­ten etwa um das Jahr 2030. Dar­aus fol­ger­te der Repor­ter, das es lang­sam Zeit wäre, mit den Pla­nun­gen für eine Nach­fol­ge­lö­sung anzu­fan­gen. Das Umwelt­res­sort sähe dafür aller­dings kei­ne Eile.

WIR GRÜNEN Im BREMER WESTEN sehen das eher ähn­lich wie der Repor­ter und hat­ten das auch schon desöf­te­ren vor­ge­bracht. Inhalt­lich ist dem Repor­ter u.E. ein Feh­ler unter­lau­fen. Denn er hat­te Flä­chen im Indus­trie­ha­fen bzw. dem Bre­mer Indus­trie­park als mög­li­che Alter­na­tiv­flä­che dar­ge­stellt. Dazu hat­te es vor eini­gen Jah­ren aller­dings schon eine gemein­sa­me Bei­rats­sit­zung in Burg-Grambke in der Alwin-Lon­ke-Schu­le gege­ben. Hier­zu holen wir auch einen Bei­trag aus dem jahr 2020 vor — sie­he unten.

In dem Bei­trag erkennt man die Sand­flä­chen des im Abschluss befind­li­chen 5. Bau­ab­schnit­tes. Bzw. der Bau­ab­schnitt soll­te Ende Juni 2021 fer­tig­ge­stellt sein. Ein Grund mal wie­der vor­bei­zu­schau­en 🙂 . In Vor­be­rei­tung ist dann die Bepla­nung des 6. und unse­res Wis­sens letz­ten Bau­ab­schnitts im Anschluss an die­se Sand­flä­che auf dem Foto von 2020. In der o.g. Bei­rats­sit­zung war dies die damals als ein­zi­ge Opti­on gese­he­ne Flä­che in Bre­men für eine gro­ße Müll­de­po­nie. Dage­gen hat­te aller­dings das Wirt­schafts­res­sort inter­ve­niert, weil es die­se Flä­che als Gewer­be­flä­che ver­mark­ten woll­te. Und sie schaf­fen ja auch Fakten.

Somit dürf­te es in der Stadt Bre­men selbst kei­ne öffent­li­che Erwei­te­rungs­flä­che mehr für eine gro­ße und über Jahr­zehn­te ange­leg­te Müll­de­po­nie mehr geben. Die ein­zi­ge wei­te­re Opti­on war damals die gering­fü­gi­ge­re Erwei­te­rung der bestehen­den Depo­nie Rich­tung Wal­ler Feld­mark­see. Ob das heu­te noch so ist, das wol­len WIR GRÜNE auch im Gewer­be­ent­wick­lungs­plan 2030 fest­ge­legt wis­sen, denn da gehört es zwin­gend hinein.

Lei­der ist das Wirt­schafts­res­sort immer noch nicht in die Bei­rats­be­tei­li­gung zum Gewer­be­ent­wick­lungs­plan ein­ge­stie­gen, son­dern hat bis­her offen­bar nur mit Unter­neh­men und (Wirtschafts?)-verbänden dazu Gesprä­che geführt. WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN erwar­ten kei­ne Ent­wurfs­pla­nung die wir nur noch kom­men­tie­ren sol­len, son­dern eine ech­te Betei­li­gung! Um eben auch das The­ma Müll­de­po­nie abzubilden.

 


Klar — es ist das Bei­rats­ge­biet von Burg-Grambke. Aber an der Gren­ze zu Grö­pe­lin­gen. Da ist es auch mal inter­es­sant zu gucken, wie weit die Flä­chen­ent­wick­lung dort bereits ist. Und man kann sagen, das dort gewal­ti­ge Erd­men­gen bewegt wer­den. Zu beach­ten ist auch die Videoüberwachung.

.

Wenn nicht jeder sofort weiss, wo das Bild ent­stan­den ist, zur Ori­en­tie­rung die Gesamtübersicht:

© Geo­Ba­sis-DE / Geo­In­for­ma­ti­on Bre­men [2020]

Etwa in der Bild­mit­te erkennt man den Ölha­fen mit dem Grund­stück im Kur­ven­be­reich ein­gangs der Hüt­ten­stra­ße, das im Besitz einer Fir­ma der Zech-Grup­pe ist und so ziem­lich saniert sein soll. Auf wei­ter­füh­ren­den Grund­stü­cken im Besitz der Stadt Bre­men wird seit Jah­ren Öl aus dem Boden gepumpt. Dar­an schliesst sich das Gelän­de von Weser­port mit dem Con­tai­ner­ter­mi­nal und wei­ter links im Bild der Schleu­se zum Indus­trie­ha­fen­be­cken an, das diess von der Weser trennt. Das ist noch Grö­pe­lin­ger Gebiet.

Von die­sem Ein­gangs­be­reich der Hüt­ten­stra­ße kann man in der Kur­ve rechts in den Bre­mer-Indus­trie­park abbie­gen, wo ein­gangs der­zeit Arbei­ten für die A281 Weser­que­rung statt­fin­den. Dann geht es über die Carl-Benz-Stra­ße in die Tie­fe des Indus­trie­parks, wo am der­zei­ti­gen Krei­se­len­de der Carl-Benz-Stra­ße das Foto ent­stand. Im Bild rechts ist der Grambker Sport­park­see zu sehen. Links dane­ben Glei­se der Hafen­ei­sen­bahn bzw. von Arcelor Mit­tal. Dann folgt links davon ein grö­ße­rer weis­ser Fleck, was die Sand­flä­chen sind, die der­zeit für die Erwei­te­rung des Indus­trie­parks auf­ge­schüt­tet wer­den. Im Anschluss wer­den dort wohl auch Stra­ßen und Bau­fel­der wie in den vor­he­ri­gen Bau­ab­schnit­ten errichtet.

Selt­sam ist, das dort vie­le Stra­ßen nach der auto­mo­bi­len Geschich­te benannt wur­den, obwohl Auto­zu­lie­fer­fir­men selbst ja im Gewer­be­ge­biet Han­sa­li­nie ange­sie­delt sind. Viel­leicht sind für die Erwei­te­rung jetzt mal Namen von Erfin­de­rIn­nen der Fahr­rad­ge­schich­te dran. 😉

Senat stimmt Ausweitung der Verkehrsüberwachung zu

ENDLICH!

Zur Pres­se­mit­tei­lung des Senats: https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.362918.de

In der Ver­gan­gen­heit sind wir von ver­gleichs­wei­se sehr vie­len Bür­gern auf Bei­rats­sit­zun­gen und auch hier per direk­ten Kon­takt zu unse­rer Bei­rats­frak­ti­on auf ver­bots­wid­ri­ges Par­ken auf­merk­sam gemacht wor­den. Z.B. vor Schu­len wie etwa im Wen­de­krei­sel der Hil­de-Adolf-Stra­ße, von Trans­por­tern etwa im Lin­den­hof­vier­tel, beid­sei­tig ent­lang der Grö­pe­lin­ger- und Oslebs­hau­ser Heerstraße.

Die genann­ten 34 Bediens­te­ten in der Ver­kehrs­über­wa­chung waren schwer­punkt­mä­ßig in der Innen­stadt aktiv und nur in Aus­nah­me­fäl­len in ande­ren Stadt­tei­len. Wir hat­ten in der Ver­gan­gen­heit genau nach­ge­fragt und tat­säch­lich auch die Anto­wrt bekom­men, das es kein Per­so­nal für die regel­mä­ßi­ge Über­wa­chung des ruhen­den Ver­kehrs in Grö­pe­lin­gen gibt. Des­halb konn­ten wir den Anlie­gen der Bür­ge­rIn­nen auch nie wirk­lich Abhil­fe leisten.

Wir hof­fen jetzt, das sich das ein biß­chen ab 2022 ändert. Eine Lis­te mit oft genann­ten Orten an denen gegen Park­ge­set­ze ver­sto­ßen wird hat der Bei­rat schon vor eini­gen Mona­ten an die Innen­be­hör­de übergeben.

Aktu­ell wer­den z.B. 9 neue Rei­hen­häu­ser im hin­te­ren Bereich der Oslebs­hau­ser Heer­stra­ße 150 ver­mark­tet. Dort gibt es der­zeit 6 (an Nach­barn) ver­mie­te­te Gara­gen die weg­fal­len. Mit den 9 neu­en Rei­hen­häu­sern sol­len 4 Car­ports errich­tet wer­den. Dem­nach müss­ten 5 zukünf­ti­ge Rei­hen­haus­be­woh­ner kein Auto besit­zen — bzw. sich selbst dar­um küm­mern, irgend­wo einen Stell­platz zu fin­den. Also ins­ge­samt wären das ggf. 11 Autos, die einen neu­en Park­platz suchen. Mit ggf. mehr als einem Auto pro neu­em Rei­hen­haus noch mehr. Es kann dann nicht sein, das die­se PKW-Besit­zer ihr Auto ver­bots­wid­rig auf Rad- oder Fuß­we­gen der Oslebs­hau­ser Her­stra­ße abstellen.

Wir hat­ten an ande­rer Stel­le auf die­ser Sei­te bereits ein­mal geschrie­ben, das nach unse­rer Aus­wer­tung der sta­tis­ti­schen Daten min­des­tens 1.000 in Bre­men gemel­de­te PKW in den letz­ten 10 Jah­ren in Grö­pe­lin­gen hin­zu­ge­kom­men sein müss­ten — plus Fahr­zeu­ge von aus­wärts und aus dem Aus­land, plus all­ge­mein grö­ße­rer Autos, plus viel mehr Trans­por­ter als noch vor 20 Jah­ren und eben plus dem Fakt, das wie im o.g. Bei­spiel Park­raum wie Gara­gen­hö­fe für Neu­bau­ten weg­ge­fal­len ist. Das schafft logi­scher­wei­se ver­mehrt Kon­flik­te und führt zur For­de­rung, das der öffent­li­che Park­raum einen Preis bekom­men muss.

Aller­dings haben wir auch gehört, das es maxi­ma­le Dienst­zeit­fens­ter für die Beschäf­tig­ten geben soll und das heisst, das abends und ganz früh mor­gens nicht kon­trol­liert wird. Das wür­de für das fahr­rad­be­hin­dern­de Par­ken etwa an der Heer­stra­ße weni­ger brin­gen. Das wäre dann die nächs­te Auf­ga­be für den Bei­rat ein­zu­grei­fen. Aber erst­mal ist Bes­se­rung für vie­le Bür­ger in 2022 in Sicht. Natür­lich aber auch Ver­schlech­te­run­gen für die­je­ni­gen, die ver­bots­wid­rig parken.

Man weiss was man machen müsste — aber kann man es wirklich machen?

Um die Erde auch für die kom­men­den Genera­tio­nen — unse­re Kin­der, unse­re Nich­ten und Nef­fen, dem Nach­bars­kin­dern, den Enkeln und deren Kin­dern — bewohn­bar zu hal­ten, kön­nen wir nicht wei­ter wie bis­her fos­si­le Ener­gien nut­zen. Soweit so klar. Aber was folgt dar­aus? — Weche Kon­se­quen­zen ist die Gesell­schaft, sind wir alle bereit dar­aus zu tra­gen bzw. zu ertragen?

Das wird der­zeit inner­halb unse­rer Par­tei dis­ku­tiert. Einen Dikus­si­ons­bei­trag gibt es z.B. hier:

Was es braucht auf Bre­mer Ebe­ne für 1,5 Grad: https://gruene-bremen.de/kristina-koetterheinrich-was-es-braucht-auf-bremer-ebene-fuer-15-grad/

Wich­tigs­te Erkennt­nis: Es ergibt sich eine gewal­ti­ge Lücke zwi­schen dem, was wir gesell­schaft­lich für umsetz­bar hal­ten, und dem, was wir errei­chen müssen.

Wie mutig und wie bereit für Ver­än­de­run­gen sind wir alle gemein­sam als Gesell­schaft, um auch unse­ren Kin­dern und deren Kin­dern noch ein akzep­ta­bles Leben und ein Bre­men, wie wir es heu­te ken­nen, zu ermöglichen?

Beiratssitzung am 07.07.2021 um 19:00 Uhr

Unser Bei­rats­mit­glied Lutz Lif­fers hat für die kom­men­de vir­tu­el­le Bei­rats­sit­zung 2 Anträ­ge ein­ge­reicht, die sich mit der Situa­ti­on um den Lie­gnitz­platz und den Fol­gen von Coro­na für Kin­der und Jugend­li­che im Stadt­teil befassen:

Sofort­maß­nah­men für das Lie­gnitz­quar­tier auflegen

Antrag_Situation Kin­der und Jugend

Klar ist, das das Bre­mer Abfall­orts­ge­setz geän­dert wer­den muss, da dort das neue Kon­zept für die Recy­cling­sta­tio­nen recht­lich ver­an­kert ist. Es liegt nahe, das man in die­sem Zuge auch wei­te­re Ände­run­gen vor­nimmt, die man im Zuge der Tätig­kei­te der DBS, des Ord­nungs­diens­tes bzw. der Sicher­heits­part­ner­schaft in Grö­pe­lin­gen gewon­nen hat. Lei­der haben in die­se Rich­tung noch kei­ne Signa­le bekommen.

The­ma­tisch geht es auf der Bei­rat­sit­zung ansons­ten um die Vor­stel­lung des pro­jek­tes “Urba­ner Wald­park in Oslebs­hau­sen” und vor allem um die Vor­stel­lung der Ergeb­niss der Lärm­mes­sun­gen vom Dach des DIAKO und wel­che Fol­gen sich dar­aus ergeben.

Aktu­ell wird wie­der ein Schiff ent­la­den und es jeden­falls aus Rich­tung Walt­jen­stra­ße und Grö­pe­lin­ger Heer­stra­ße lei­ser als bei vor­he­ri­gen Entladungen:

Das liegt wohl dar­an, das dies­mal der Kran sich tat­säch­lich bis zum Schrott­berg absenkt und dann erst öff­net. Eher nicht an der rela­ti­ven Wind­stil­le. Wenn man die Höhe des Schrott­ber­ges in Rela­ti­on zur Greifer­grö­ße sieht, dann erkennt man, das die­ser Vor­gang meh­re­re hun­dert Mal für ein Schiff durch­ge­führt wird. Da kom­men für das Absen­ken und Hoch­fah­ren des Grei­fers schon Stun­den zusam­men, die mehr benö­tigt wer­den, als wenn man den Grei­fer oben öff­net. Umge­kehrt bei einer Schiffs­be­la­dung, wobei dies vllt. kom­pli­zier­ter ist für den Kran­füh­rer. Aber genau das ist mit der Fir­ma ver­ein­bart und wur­de von ihr auch zuge­sagt — aber wur­de offen­bar nicht immer eingehalten.

Hören bzw. Sehen sie doch in die­se Sit­zung — Zugangs­link: https://global.gotomeeting.com/join/729619525

Beim Run­den Tisch Oslebs­hau­sen ist unser Bei­rats­mit­glied Die­ter Stein­feld ver­tre­ten. Es wur­de aller­dings Still­schwei­gen wäh­rend der Lauf­zeit des Run­den Tisches ver­ein­bart, so dass wir inhalt­lich nichts dar­über berich­ten kön­nen. Wir hof­fen natür­lich, das am Ende etwas Sinn­haf­tes für die auf­ge­wen­de­te Lebens­zeit der Teil­neh­mer greif­bar ist.

Bovenschulte betont Bedeutung der Häfen in der Stadt Bremen

Der SPD-Bür­ger­meis­ter spricht kla­re Wor­te — die sicher auch nach innen an sei­ne Par­tei­mit­glie­der in Oslebs­hau­sen gerich­tet sind, denn ein Hafen und eigent­lich auch ein Indus­trie­ge­biet wie der Bre­mer Indus­trie­park benö­ti­gen auch eine ent­spre­chend dimen­sio­nier­te Hafen­ei­sen­bahn. Vllt. in den letz­ten Jah­ren auf­grund der Bevor­zu­gung des LKW auch durch die Deut­sche Bahn selbst nicht so sehr. Aber mit dem stei­gen­dem CO2-Preis im Zwei­fel zukünf­tig wie­der deut­lich stärker.

Zur Pres­se­mit­tei­lung des Senats: https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.362323.de

Die 24-Stunden-Pflege gerät ins Wanken

Agen­tu­ren ver­mit­teln Pfle­ge­kräf­te aus Rumä­ni­en oder Bul­ga­ri­en, die alte Men­schen zuhau­se rund um die Uhr ver­sor­gen. Auch sie haben Anspruch auf Min­dest­lohn, ent­schied das Bun­des­ar­beits­ge­richts nun. Kann sich das Modell halten?

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/pflegekraefte-ausland-mindestlohn-urteil-101.html

Bu&Bi Bericht zu Weddewarden

Unglei­che Nach­barn: Wo sich Frie­sen­dorf und Con­tai­ner­ha­fen treffen

https://www.butenunbinnen.de/videos/friesendorf-weddewarden-bremerhaven-hafenterminal-100.html

In dem Bei­trag wird auf die dama­li­gen Rechts­strei­tig­kei­ten ein­ge­gan­gen. Dies ist auch die Grund­la­ge für die Lärm­emis­sio­nen aus dem Indus­trie­ha­fen­ge­biet. Auf der nächs­ten Bei­rats­sit­zung am 7.7.2021 soll es Erläu­te­run­gen zu den durch­ge­fuhr­ten Mes­sun­gen und den Kon­se­quen­zen dar­aus geben.

Anlage eines “Urbanen Klima-Waldparks” in Oslebshausen

Es war bereits im Inte­net ver­ein­zelt zu lesen — jetzt gibt es auch die offi­zi­el­le Bre­mer Mit­tei­lung dazu, wie wir zuvor auch bereits aus­ge­hend von unse­rem Antrag geschrie­ben hatten.

Da behaup­te noch­mal jemand, Oslebs­hau­sen wür­de nicht im Blick sein: Nicht irgend­wo in Bre­men, son­dern in Oslebs­hau­sen Beim Pul­ver­berg und der heu­te “Tep­pich­flä­che” genann­ten Flä­che zwi­schen der Wohn­sied­lung Woh­lers Eichen und dem Gewer­be­ge­biet Rie­de­mann­stra­ße wird ein Wald­park ange­legt — geför­dert durch ein Natio­na­les Pro­gramm . Fast 1,2 von bun­des­weit 100 Mil­lio­nen Euro flie­ßen so nach Oslebshausen.

Das Pro­jekt ‘Urba­ner Kli­ma-Wald­park’ ist ein tol­les Bei­spiel, wie mit einer Grün­flä­chen­ent­wick­lung sowohl ein Gewer­be­stand­ort als auch das wohn­bau­li­che Umfeld ent­schei­dend auf­ge­wer­tet wer­den kann”, sagt Kris­ti­na Vogt, Sena­to­rin für Wirt­schaft, Arbeit und Euro­pa. “Hier ent­steht ein Kli­ma-Wald­park, der sowohl den Men­schen, ins­be­son­de­re des Wohn­stand­or­tes ‘Woh­lerts Eichen’ als auch den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Gewer­be­ge­bie­tes Rie­de­mann­stra­ße die­nen und ins­ge­samt die Bedin­gun­gen in Oslebs­hau­sen auf­wer­ten wird.”

Im Orts­teil Oslebs­hau­sen plant Bre­men einen ca. 1,3 Hekt­ar gro­ßen Wald­park zwi­schen zwei nahe­zu kom­plett ver­sie­gel­ten Gewer­be- und Indus­trie­ge­bie­ten. Im Rah­men die­ses Pro­jek­tes sol­len die Stra­ßen des Gewer­be­ge­biets auf einer Stre­cke von 1.300 Metern begrünt und umge­stal­tet wer­den. Fuß- und Rad­we­ge sol­len ent­ste­hen, um die kli­ma­freund­li­che Erreich­bar­keit zu ver­bes­sern. Sitz‑, Erho­lungs- und Fit­ness­mög­lich­kei­ten sol­len geschaf­fen wer­den, die von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern des Gewer­be- und Indus­trie­ge­bie­tes und Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­nern genutzt wer­den können.

Die posi­ti­ve Ent­wick­lung des Bre­mer Wes­ten und die Ver­bes­se­rung der Lebens- und Arbeits­qua­li­tät der Men­schen in den Stadt­tei­len sind mir ein wich­ti­ges Anlie­gen”, sagt Sena­to­rin Vogt. “Es ist eine beson­de­re Aus­zeich­nung, dass die­ses Pro­jekt mit der För­de­rung des Bun­des in sei­ner Bedeu­tung für den Orts­teil Oslebs­hau­sen aner­kannt wird.”

Zur Pres­se­mit­tei­lung des Senats: https://www.senatspressestelle.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen146.c.360956.de

Irreführende Plakatierung der Bürgerinitiative an der Zentralkreuzung

Offen­bar hat auch die Evan­ge­li­sche Kir­che ihre Neu­tra­li­tät ver­las­sen, in dem sie ihr Grund­stück für die­ses Pla­kat zur Ver­fü­gung stell­te — bedau­er­lich. Denn die­se Infor­ma­ti­on der Men­schen ist lei­der gleich mehr­fach falsch — und das müss­te eigent­lich auch den Initiatoren*innen bekannt sein.


.

  1. Per­so­nen­zü­ge sind lei­ser als Güter­zü­ge. Ins­be­son­de­re die Aus­füh­rung hier als elek­tri­sche Trieb­wa­gen ggü. Die­sel­lo­ko­mo­ti­ven. Die gekauf­ten Züge sol­len laut der Aus­schrei­bung die lei­ses­ten Regio­nal­zü­ge über­haupt in Deutsch­land sein.
  2. In vie­len Betrie­ben — etwas auch im DIA­KO-Kran­ken­haus — wird nachts gear­bei­tet. Das sagt an sich nichts aus. Die wohl beab­sich­tig­te Unter­stel­lung, das es des­we­gen Lärm gibt, ist sach­lich nicht rich­tig, da alle Arbei­ten die Lärm ver­ur­sa­chen, in der geschlos­se­nen Werk­statt­hal­le statt­fin­den. Sie­he die gera­de an der Debsted­ter Stra­ße ent­ste­hen­de BSAG-Werkstatt.
  3. Das Gelän­de war und ist NICHT als Grü­ne Puf­fer­zo­ne vor­ge­se­hen. Rich­tig, ist, das ein klei­ner Teil der Flä­che als Wald­flä­che vor­ge­se­hen ist. WIR GRÜNEN GRÖPELINGEN hat­ten im Novem­ber 2020 einen Antrag dazu ein­ge­bracht: Beschlussvorlage_Wald_WohlersEichen . Wie zu hören ist, ist die­sem Antrag auch gefolgt wor­den und es soll dazu auf der nächs­ten Bei­rats­sit­zung am 7.7.2021 sehr schö­ne Neu­ig­kei­ten zur Neu­an­pflan­zung von Bäu­men geben.
  4. Bre­men ist der Netz­kno­ten­punkt der 3 Regio­nal­ex­press­li­ni­en. Daher hat man die gerings­ten Leer­fahr­ten, wenn man die Bahn­werk­statt am Netz­kno­ten­punkt baut und nicht an einem End­hal­te­punkt einer Linie wie etwa Han­no­ver, Wil­helms­ha­ven oder Osna­brück, wo die Züge der ande­ren bei­den Lini­en dann immer erst hin­trans­por­tiert wer­den müs­sen. Inso­fern ist Bre­men der opti­ma­le Stand­ort. WO in Bre­men dann der Stand­ort ist, das ist rela­tiv belang­slos im Ver­gleich zu Stand­or­ten am Netzrand.
  5. Die CO2-Anga­be ist nicht nach­voll­zieh­bar. Klar ist jedoch, das der Ver­kehr auf der Schie­ne gestärkt wer­den muss, weil er extrem viel weni­ger CO2 ver­ur­sacht und auch weni­ger ande­re Emis­sio­nen. Die Anga­ben rei­chen bis zu 110 x mehr CO2-Aus­stoß auf der Schie­ne als auf der Stra­ße. Die neue Dop­pel­stock­wa­gen sol­len die Beför­de­rungs­ka­pa­zi­tät in Rich­tung Oster­holz-Schar­m­beck um ca. 15 — 20 % erhö­hen. Wenn gleich die Züge nicht öfters fah­ren. Aber es ist ein klei­ner Fort­schritt ggü. der Situa­ti­on heu­te und für mehr muss ohne­hin auf den Regio­nal­bahn­ver­kehr und nicht die RE-Züge geschaut werden.
  6. Und was soll mit dem Ver­spre­chen gemeint sein — ??? Viel­leicht die Absicht im Koali­ti­ons­ver­trag, in Oslebs­hau­sen die The­men Müll, Lärm und Ver­kehr beson­ders im Blick zu behal­ten? - Der groß­flä­chi­ge Bau der Bahn­werk­statt auf der Reit­bra­ke wür­de die Staub­pro­ble­ma­tik aus der der heu­ti­gen Nut­zung für die Wohn­an­la­ge Woh­lers Eichen besei­ti­gen. Und die Bau­hö­he könn­te Lärm aus dem Indus­trie­ge­biet abhal­ten. Auch den Lärm der in Zukunft mög­li­cher­wei­se noch ent­steht, wenn es zu wei­te­ren Fir­men­an­sied­lun­gen z.B. im Ein­gangs­be­reich der Hüt­ten­stra­ße kommt. Die geplan­te Abstell­an­la­ge ent­lang An der Fin­ken­au wür­de vor­aus­sicht­lich den Bau einer Lärm­schutz­wand not­wen­dig machen, da dafür erst­ma­lig auch in die­sem Bereich die TA Lärm anzu­wen­den ist, was sonst im See­ha­fen­ge­biet nicht gilt. Der Lärm von den Glei­sen müss­te nachts von heu­te erlaub­ten 49 db(A) auf maxi­mal 40 db(A) sin­ken. D.h., mit der Abstell­an­la­ge wird sowohl der maxi­mal mög­li­che Lärm von den Glei­sen ver­rin­gert als auch mög­lich­wei­se Lärm aus dem Indus­trie­ha­fen abge­hal­ten, was sonst recht­lich gar nicht erziel­bar wäre. Mit der Ansied­lung der Bahn­werk­statt wür­de also das o.g. evtl. gemein­te Ver­spre­chen nicht gebro­chen, son­dern im Gegen­teil mög­li­cher­wei­se ein stück­weit eingelöst.

Rea­lis­tisch betrach­tet ist die­se mög­li­che Ansied­lung also so ziem­lich die am gerings­ten belas­ten­de Neu-Ansied­lung über­haupt. Möch­te man noch mehr bei tro­cke­nen Wet­ter­la­gen staub­pro­du­zie­ren­de Lage­run­gen dort? — Möch­te man lie­ber eine Aus­wei­tung des Schad­stoff­la­gers Nord von Nehlsen oder ähn­li­ches auf die­se Flä­che? — Oder eine Aus­deh­nung der benach­bar­ten Tank­la­ger? Oder einen (nächt­li­chen) Umschlags­punkt von Güter­wag­gons auf LKW’s?

Zu glau­ben, das man die Glei­se abbaut und Wald dafür anpflanzt, das ist ein­fach Träu­me­rei. Gera­de wo man doch weiss, das der CO2-Preis die nächs­ten Jah­re wei­ter anstei­gen wird und damit auch der Güter­ver­kehr wie­der kos­ten­sei­tig Vor­tei­le bekommt, die auch in eine wie­der stär­ke­ren Nut­zung der Glei­se der Hafen­ei­se­bahn mün­den kön­nen. Und Gewer­be­flä­chen gehen in Bre­men zur Nei­ge, mit dem Weser­tun­nel bekom­men Gewer­be­flä­chen in Oslebs­hau­sen eine ganz neue Zen­tra­li­tät und da wird das von DIE LINKE geführ­te Wirt­schafts­res­sort doch nicht vor­han­de­ne Gewer­be­flä­chen auf­ge­ben! Im Gegen­teil will die Wirt­schafts­sei­te ja neue Gewer­be­flä­chen wie das Nord-West-Zen­trum jen­seits der A28 zwi­schen der JVA Block­land und der Lan­des­stra­ße Rich­tung Rit­ter­hu­de bauen.

Man muss den Men­schen die Wahr­heit sagen und darf die ver­ant­wor­tungs­vol­le Poli­tik der Koali­ti­on aus SPD, DIE LINKE und Bünd­nis 90 / DIE GRÜNEN nicht ver­ächt­lich machen, wie es die Bür­ger­initia­ti­ve Oslebs­hau­sen und umzu auch mit ihrer Peti­ti­on lei­der betreibt. Trau­rig, das sich auch die Evan­ge­li­sche Kir­che dar­an aktiv beteiligt.