Quo vadis Gröpelinger Sozialdemokraten?

Wir haben ehr­li­cher­wei­se schon Pro­ble­me, uns in die Gedan­ken­welt der Grö­pe­lin­ger Sozi­al­de­mo­kra­ten hin­ein­zu­ver­set­zen. Beim Punkt Radverkehr.

Am 16.09.2020 hat­ten wir eine Bei­rats­sit­zung zur Fort­schrei­bung des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans. Dort fand ein Vor­schlag der SPD-Frak­ti­on eine Mehr­heit, die Geschwin­dig­keit für alle Rad­fah­rer im Grün­zug West auf 12 km/h zu begren­zen. 12 km/h ist nicht viel — es kann ja jeder mit sei­nem Rad auf den Tacho schau­en und damit ein­mal durch den Grün­zug West fah­ren. Ganz abge­se­hen davon, wie und wer soet­was kon­trol­lie­ren soll.

Nun hat­ten wir am 26.01.2022 eine Bau­aus­schuss­sit­zung, auf der ein wei­te­rer Antrag der SPD-Frak­ti­on zum Rad­ver­kehr vor­lag und mit 4 zu 3 Stim­men eine Mehr­heit fand. Der Antrag sah vor, das die Kenn­zeich­nung des Grün­zugs West als Haupt­rou­te aus dem Rad­we­ge­plan ent­fernt wer­den soll. Statt­des­sen soll der Heer­stra­ßen­zug, der der­zeit als ergän­zen­de Rad­rou­te ein­ge­teilt ist, die Haupt­rad­rou­te werden.

Mit ande­ren Wor­ten möch­ten die Grö­pe­lin­ger Sozi­al­de­mo­kra­ten, das Rad­fah­rer nicht mehr auf den vor­fahrts­be­rech­tig­ten und damit siche­ren und schnel­le­ren Weg durch den Grün­zug fah­ren, son­dern ent­lang der Haupt­stra­ße, wo sie kei­nen Vor­rang haben, also an Ampeln ste­hen und den Gefah­ren des Rechts­ab­bie­ge­ver­kehrs aus­ge­setzt sind. Gera­de ja auch für Kin­der, die auch leicht hin­ter gepark­ten Autos an Kreu­zun­gen ver­schwin­den kön­nen und wo Auto­fah­rer auf­grund der Ver­kehrs­dich­te ver­stärkt unter Ent­schei­dungs­stress stehen.

Wir kön­nen das kaum glau­ben, da es auch unter den Grö­pe­lin­ger Sozi­al­de­mo­kra­ten Rad­fah­rer gibt.

Klar ist es nicht in Ord­nung, wenn Rad­fah­rer ein­sei­tig ihr Recht durch­set­zen wol­len. Der Grün­zug West ist eine Park­an­la­ge, in dem der Rad­ver­kehr nur bei gegen­sei­ti­ger Rück­sicht­nah­me mit Fuß­gän­gern erlaubt ist. Es darf da nie­mand schnel­len fah­rend (E‑Bike) um Fuß­gän­ger drum­rum­kur­ven! Schon gar nicht dür­fen dort ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Räder fah­ren, die schnel­ler als 25 km/h Motor­leis­tung fah­ren. Es ist also gegen­sei­ti­ge Rück­sichts­nah­me angesagt!

Aber auch wenn das mal nicht der Fall sein soll­te, kann man doch nicht alle Rad­fah­rer die sich an die Regeln hal­ten, auf viel gefähr­li­che­re Rou­ten umlei­ten wol­len. WIR GRÜNE GRÖPELINGEN haben durch unse­rem ver­stor­be­nen Bei­rats­mit­glied Hel­mut Kas­ten erreicht, das die vor­he­ri­gen Umlauf­sper­ren im Grün­zug West abge­baut und es eine kla­re Vor­warts­re­ge­lung für Rad­fah­rer gibt. Was die Sicher­heit erhöht hat. Die Nut­zung durch den rela­tiv umwelt­freund­li­chen Rad­ver­kehr hat dadurch auch zuge­nom­men und das fin­den wir gut. Ein schwer­wie­gen­der Unfall ist uns bis­her nicht bekannt. Das Auto­fah­rer beim Rechts­ab­bie­gen von der Heer­stra­ße z.B. in die Moor­stra­ße, in die Mor­gen­land­stra­ße usw. Rad­fah­rer über­se­hen, das gab es unse­res Wis­sens schon öfters.

Quo vadis Sozialdemokraten?

Noch abstru­ser wird der Antrag, da gleich­zei­tig ein wei­te­rer Antrag der SPD vor­ge­legt wur­de, der in der Park­an­la­ge Oslebs­hau­ser Park nicht die Her­aus­nah­me des Rad­ver­kehrs zum Ziel hat­te, son­dern im Gegen­teil die Umwand­lung des gera­de erst fer­tig­ge­stell­ten sehr schö­nen Pro­me­na­den­weg für Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger in einen rei­nen Rad­weg. Dabei soll­ten die Park­bän­ke abge­baut und der Weg begra­digt wer­den, damit dort Rad­fah­rer mit hohem Tem­po durch­ra­sen kön­nen. Das ist so ziem­lich das Gegen­teil von dem was zeit­gleich für den Grün­zug West bean­tragt wurde.

Wir den­ken auch der ganz nor­ma­le Bür­ger kann damit der Rad­ver­kehrs­po­li­tik der Grö­pe­lin­ger Sozi­al­de­mo­kra­ten nicht mehr fol­gen. War­um muss man immer alles iso­liert sehen und der eine gegen den ande­ren? War­um Rad­fah­rer gegen Fuß­gän­ger aus­spie­len? War­um kann es kei­ne gemein­sa­me Nut­zung unter gegen­sei­ti­ger Rück­sicht­nah­me geben, wovon sowohl Rad­fah­rer als auch Fuß­gän­ger und Erho­lungs­su­chen­de etwas haben?

Einig sind wir uns mit den Sozi­al­de­mo­kra­ten, das für schnel­le Rad­fah­rer die Pre­mi­um­rad­rou­te nicht durch den Grün­zug West füh­ren darf, son­dern dafür der Mäh­lands­weg aus­ge­baut wer­den soll. Aber auch dann wird es erfor­der­lich sein, das Rad­fah­rer z.B. im Abschnitt des Hel­mut-Kas­ten-Weges Rück­sicht auf Schü­ler der angren­zen­den Schu­len bzw. in den Schul­gär­ten nehmen.

3. öffentliche Informationsveranstaltung zur Bauvorhaben EBN-ServiceCenter am 02.02.2022

Das ist bereits die 3. Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung vor der eigent­li­chen Ein­rei­chung des Pla­nung durch den Bau­herrn und dem Beginn des Plan­fe­stel­lungs­ver­fah­rens, in dem es dann wei­te­re vor­ge­schrie­be­ne Betei­li­gungs­ele­men­te gibt.

Jeden­falls nach der aktu­el­len Rechts­la­ge. Man kann nicht 100% sicher sein, ob sich am Pla­nungs­recht nicht noch etwas durch die neue Bun­des­re­gie­rung ändert, um Plan­ver­fah­ren ins­ge­samt zu beschleu­ni­gen. Ziel­be­reich dabei ist aktu­ell aller­dings nur der Bereich Erneu­er­ba­re Ener­gien und Ener­gie­in­fra­struk­tur. Wenn man dort von 6 Jah­ren auf 6 Mona­te Geneh­mi­gungs­zeit kom­men will wie es im Wahl­kampf vllt. auch über­spitzt von Herrn Scholz for­mu­liert wur­de, müss­te man etli­ches ziem­lich straf­fen. Der Ein­la­dungs­text nachfolgend:

Ein­la­dung zur öffent­li­chen Online-Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung über das Bau­vor­ha­ben „EBN-Ser­vice­Cen­ter“ in Bre­men-Oslebs­hau­sen am Mitt­woch, 02.02.2022. von 17:00 bis 18:30 Uhr

Die Sena­to­rin für Wis­sen­schaft und Häfen sowie die Sena­to­rin für Kli­ma­schutz, Umwelt, Mobi­li­tät, Stadt­ent­wick­lung und Woh­nungs­bau laden zur drit­ten­öf­fent­li­chen Online-Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung über das Bau­vor­ha­ben „EBN-ServiceCenter“in Bre­men-Oslebs­hau­sen ein.

Für das soge­nann­te Express­kreuz Bremen/Niedersachsen (EBN), des­sen Züge die Städ­te Bre­men, Han­no­ver, Olden­burg, Wil­helms­ha­ven, Nord­deich-Mole, Osna­brück und Bre­mer­ha­ven mit­ein­an­der ver­bin­den wird ein Ser­vice­Cen­ter geplant, das durch die Fir­ma Als­tom errich­tet wer­den soll. Die Lan­des­nah­ver­kehrs­ge­sell­schaft Nie­der­sach­sen (LNVG) hat dazu den ins­ge­samt rund 760 Mil­lio­nen Euro umfas­sen­den Auf­trag Anfang des Jah­res 2021 an die Fir­ma Als­tom ver­ge­ben, die die Instand­hal­tung die­ser Züge in dem neu zu errich­ten­den Gebäu­de in Bre­men-Oslebs­hau­sen durch­füh­ren möch­te. Ab Dezem­ber 2024 sol­len die Züge dann im kli­ma­freund­li­chen Schie­nen­per­so­nen­ver­kehr zum Ein­satz kommen.

Bereits am 13. April 2021 sowie am 13. Juli 2021 gab es Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen und im Rah­men einer wei­te­ren Online-Ver­an­stal­tung wer­den die LNVG und die Fir­ma Als­tom nun über den der­zei­ti­gen Pla­nungs­stand des EBN-Ser­vice­Cen­ters in Bre­men-Oslebs­hau­sen infor­mie­ren. Dabei wird es auch einen aktu­el­len Sach­stand zu dem für die Anla­ge vor­ge­se­he­nen Grund­stück durch die Lan­des­ar­chäo­lo­gie Bre­men geben. Zum bevor­ste­hen­den Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren, das vor dem Bau der Anla­ge durch­ge­führt wer­den wird, infor­miert eine Ver­tre­te­rin der Sena­to­rin für Kli­ma­schutz, Umwelt, Mobi­li­tät, Stadt­ent­wick­lung und Woh­nungs­bau. Im Anschluss an die Vor­trä­ge besteht die Mög­lich­keit, Fra­gen an die Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten zu stellen.

Die öffent­lich zugäng­li­che und mode­rier­te Ver­an­stal­tung fin­det am Mitt­woch, den 2.02. von 17:00 bis 18:30 Uhr als Video­kon­fe­renz statt. Bereits ab 16:45 Uhr ist die Kon­fe­renz zur Prü­fung der Tech­nik geöff­net. Der Zugang zur Ver­an­stal­tung erfolgt ohne vor­he­ri­ge Anmel­dung über den fol­gen­den Zoom-Link:

 

https://hs-bremen.zoom.us/j/92691258283.

Der Kenn­code lau­tet: EBN

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Ergän­zung nach der Veranstaltung:

Es gab eini­ge wich­ti­ge neue Erkenntnisse:

  1.  Eine Ent­schei­dung der Stadt, ob das Gelän­de Reit­bra­ke verpachtet/verkauft wer­den soll oder nicht, wird erst dann gemacht, wenn die Lan­des­ar­chä­lo­gie mitt­teilt, das die Aus­gra­bun­gen been­det sind.
  2. Die vor­han­de­nen Glei­se sind so maro­de, das sie im Fal­le einer Nut­zung der Flä­che nicht für die Abstell­an­la­ge nach­ge­nutzt wer­den kön­nen. D.h., sie wer­den dann ent­fernt und es wer­den neue Glei­se ver­legt. Eine even­tu­el­le Lärm­schutz­wand wird einen Abstand von ca. 5 Metern zur Böschung An der Fin­ken­au haben, da an der Böschung eine Fern­wär­me­Lei­tung liegt, die nicht über­baut wer­den darf. Auch das Zulei­tungs­gleis von der Bahn­werk­statt wür­de wohl neu ver­legt bzw. die bis­he­ri­ge Anhö­he des Glei­ses eingeebnet.
  3. D.h., es ist auch gene­rell kei­ne Baum­be­pflan­zung in die­sem Abschnitt mög­lich. Auf­grund der Mäch­tig­keit von Wur­zeln über die Jah­re dürf­te das Pflanz­ver­bot sogar noch deut­lich brei­ter als ca. 5 Meter von der Böschung aus sein.
  4. Soll­te die Flä­che Reit­bra­ke nach­ge­nutzt wer­den, wird die Bedin­gung sein, das jede Erd­be­we­gung außer­halb des jet­zi­gen Grab­stel­le des “Fried­ho­fes” im Rah­men der Bau­tä­tig­keit unter Auf­sicht der Lan­des­ar­chä­lo­gie geschieht.
  5. Soll­te eine Bahn­werk­statt nicht recht­zei­tig vor der Inbe­trieb­nah­me der neu­en Fahr­zeu­ge fer­tig­ge­stellt wer­den kön­nen, müs­sen die Fahr­zeu­ge für eine Zwi­schen­zeit woan­ders gewar­tet wer­den. Dafür gibt es ers­te Über­le­gun­gen bei der Lan­des­nah­ver­kehrs­ge­sell­schaft. Einen Zeit­druck auf die Aus­gra­bun­gen gibt es nicht.

Wohnraumschutzgesetz — konkrete Umsetzung in 2022

Mit der Neu­fas­sung des Bre­mi­schen Wohn­raum­schutzg­set­zes muss leer­ste­hen­der Wohn­raum der Behör­de ange­zeigt wer­den. Wir gehen davon aus, das dies noch nicht in der Brei­te bekannt ist.

Des­halb haben wir selbst die Initia­ti­ve ergrif­fen und qua­si als Dienst­leis­tung für die Eigen­tü­mer bis­her 17 meist seit vie­len Jah­ren leer­ste­hen­de Woh­nun­gen und Häu­ser im Stadt­teil dem zustän­di­gen Mit­ar­bei­ter im Bau­res­sort gemel­det. Viel­leicht sind auch 1, 2 Objek­te dar­un­ter, die tat­säch­lich gar nicht leer­ste­hen und nur von außen betrach­tet den Anschein erwe­cken. Schließ­lich kann jeder auch ver­wahr­lost leben oder ohne Gar­di­nen, Rol­la­den, Licht etc.. Vor Feh­lern ist nie­mand geschützt. Aber wir den­ken, das wir bei allen bis­her genann­ten Objek­ten rich­tig liegen.

Uns sind noch wei­te­re leer­ste­hen­de Woh­nun­gen und Häu­ser bekannt, die von außen betrach­tet aller­dings nicht als sol­che zu erken­nen sind. Von deren Mel­dung haben wir erst­mal abge­se­hen, da wir den Fort­gang bei den o.g. Woh­nun­gen und Häu­sern abwar­ten wol­len. Es macht ja kei­nen Sinn, der Behör­de sovie­le Nen­nun­gen zu machen, das die die­se gar nicht zeit­nah mit Kon­tak­ten zu den Eigen­tü­mern, neu­tra­ler Hin­weis­ge­bung zur Nut­zung und ggf. Ein­lei­tung von Buß­geld­ver­fah­ren bear­bei­ten kann.

Unse­re Erwar­tung ist, das wenn nicht alle, so doch etli­che Leer­stän­de bis zur Jah­res­mit­te 2022 wie­der genutzt wer­den bzw. Sanie­rungs­ar­bei­ten für die anschlie­ßen­de Nut­zung ergrif­fen wur­den. Sicher wird auch man­cher der Eigen­tü­mer ein Buß­geld­ver­fah­ren (mehr­mals! bis zu 100.000 Euro sind mög­lich) in Kauf neh­men. Aus Daten­schutz­grün­den kön­nen wir nur jeweils vor Ort von der Stra­ße aus die Ent­wick­lung beobachten.

Soll­te das nicht der Fall sein, muss man auch die Novel­lie­rung des Geset­zes lei­der ohne eine Treu­hän­der­re­ge­lung als erneut “hal­ben Kram” betrach­ten und auf die Auf­nah­me einer Treu­hän­der­re­ge­lung pochen, wie es sie auch in ande­ren Bun­des­län­dern bereits gibt. War­um das nicht auch in Bre­men gleich gemacht wur­de, dafür haben wir wei­ter kein Ver­ständ­nis. Nun denn — die Immo­bi­li­en sind gemel­det und jetzt bleibt uns nur abwarten.

Gewerbeentwicklungsplan 2030 geht endlich in die Beiratsbefassung

Die Press­mit­tei­lung dazu: https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/gewerbeentwicklungsprogramm-gep-2030-leitlinien-und-entwicklungsziele-oeffentlich-diskutiert-376168

Erstaun­lich ist erneut, das die Abfall­wirt­schaft als wich­ti­ge Bran­che in Bre­men kei­ne Erwäh­nung fin­det. Und es bleibt unklar, ob im Plan auch Flä­chen für eine Neu­an­sied­lung einer Müll­de­po­nie vor­ge­se­hen sind oder nicht, wenn die der­zei­ti­ge Müll­de­po­nie im Block­land im Jahr 2030 voll­stän­dig genutzt sein soll. Das sind 2 The­men, die nach­be­ar­bei­tet gehören.

Weitere Funde vollständiger Gräber an der Reitbrake

https://www.senatspressestelle.bremen.de/pressemitteilungen/weitere-funde-vollstaendiger-graeber-an-der-reitbrake-376072

Die Fun­de bele­gen, das die Lan­des­ar­chä­lo­gie mit ihrer Erfah­rung äußerst gewis­sen­haft vor­geht und auch an der rich­ti­gen Stel­le gräbt. Das wur­de im Vor­feld von man­chem auch anders gese­hen. Dazu bei­getra­gen hat auch die akri­bi­sche Vor­ar­beit mit der Ein­sicht­nah­me in teil­wei­se bis­her nicht ver­füg­ba­re Doku­men­te im In- und Ausland.

Es gilt aus unse­rer Sicht wei­ter abzu­war­ten, bis die Gra­bun­gen aus Sicht der Lan­des­ar­chä­lo­gie als voll­stän­dig durch­ge­führt gel­ten. Ein Datum dafür kann es und gibt es dafür nicht. Dann muss man die Reak­tio­nen aus den Her­kunfts­län­dern abwar­ten. Bis­lang sol­len die iden­ti­fi­zier­ten Opfer wohl nur aus 2 Län­dern kom­men. Bekannt ist aus den Umbet­tun­gen direkt nach der Nach­kriegs­zeit, das es Opfer aus noch mehr Län­dern gibt, die vor dem Zer­fall der Sowjet­uni­on als ein Land galten.

Bezüg­lich dem anvi­sier­ten Bau der Bahn­werk­statt auf dem Gelän­de soll wohl jetzt im Früh­jahr der Bau­an­trag von Als­tom gestellt wer­den. Das soll­te eigent­lich noch in 2021 gesche­hen, ist es u.W. aber doch noch nicht. All­ge­mein wird von einem Jahr Geneh­mi­gungs­zeit aus­ge­gan­gen. Dann muss noch gebaut werden.

Inso­fern wird es viel­leicht auch lang­sam Zeit, das eine Antrag­stel­lung erfolgt. Bzw. es ist bereits högschte Eisen­bahn, wenn Als­tom doch noch auf eine Alter­na­tiv­flä­che umschwen­ken und die Risi­ken der aktu­ell in’s Visier genom­me­nen Flä­che ver­mei­den will. Was aus Sicht der Anwoh­ner aller­dings nega­tiv wäre, denn nur mit dem Bau der Bahn­werk­statt bekom­men sie einen bes­se­ren Lärm­schutz als heu­te gege­ben. Nimmt der Güter­ver­kehr mit der anvi­sier­ten Ver­la­ge­rung von der Stra­ße auf die Schie­ne so zu, dann haben die Anwoh­ner kei­nen Anspruch auf Lärmschutz.

Irgend­wie ist die Situa­ti­on vor Ort “ver­kehr­te Welt”. Denn über­all in der Bun­des­re­pu­blik gibt es Anwoh­ner­initia­ti­ven, die für einen bes­se­ren Schutz vor Bahn­lärm ein­tre­ten und sich z.B. gute Lärm­schutz­wän­de wün­schen. Auch in Bre­men. Hier vor Ort An der Fin­ken­au soll das mög­li­cher­wei­se gesche­hen — und flugs bil­det sich eine Bür­ger­initia­ti­ve dage­gen. Es scheint nur noch “ein Haupt­sa­che dage­gen” zu geben. Das macht Kom­mu­nal­po­li­tik zum Woh­le der Bür­ger schon sehr anstrengend. 🙁

Meldung: DB und Nord-Bundesländer schließen Bündnis für schnelleren Schienenausbau

• Bre­men, Ham­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Nie­der­sach­sen, Schles­wig-Hol­stein und die DB unter­zeich­nen MoU zur „Zukunft Schie­ne Nord“
• 30 Mil­li­ar­den Euro bis 2030 für die För­de­rung und Beschleu­ni­gung des Schienenausbaus
• Stär­kung von Nah‑, Fern- und Güterverkehr 

Zur Mel­dung der Deut­schen Bahn AG: https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Gemeinsam-besser-DB-und-Nord-Bundeslaender-schliessen-Buendnis-fuer-schnelleren-Schienenausbau–7037716

Das ist eine Ent­wick­lung, die gera­de auch für den Logis­tik- und Indus­trie­stand­ort Bre­men wich­tig ist. Und somit auch für Grö­pe­lin­gen und umzu, in dem vie­le Indus­trie­be­trie­be ansäs­sig sind und wo sich viel­leicht auch noch mehr Logis­tik­be­trie­be ansie­deln wer­den, weil die­se mit dem Weser­tun­nel näher an das GVZ kommen.

Es geht dabei nicht nur um den Per­so­nen­ver­kehr, son­dern auch um den Güter­ver­kehr. Und dafür ist es not­wen­dig, das man heu­te bereits in Zeit­räu­men von plus 10 oder gar plus 20 Jah­ren denkt. Das heisst für Grö­pe­lin­gen, das man mit einer Zunah­me des (nächt­li­chen) Güter­ver­kehrs auch auf den Schie­nen der Hafen­bahn rech­nen muss. Und sei es als Dienst­leis­tung für ande­re Bahn­be­trie­be, wie man es in den letz­ten Mona­ten bereits auf den Glei­sen in Grö­pe­lin­gen mit sehr vie­len Auto­trans­port­wa­gen sehen konnte.

Ein Blick nach New York

Ein Blick in das Aus­land scha­det nie — auch in Bei­rat hat­ten wir ja kürz­lich eine Dis­kus­si­on, als es um die Zen­tral­kreu­zung in Oslebs­hau­sen ging.

(Auch) in New York voll­zieht sich gera­de im Zuge von Coro­na offen­bar eine klei­ner Ände­rung und es gibt wesent­lich mehr Las­ten­fahr­rä­der. Auf der berühm­ten Brook­lyn Bridge wur­de eine abge­trenn­te Rad­spur ein­ge­rich­tet — wie im Video kurz zu sehen. Man sieht auch eine Viel­zahl an unter­schied­li­chen Las­ten­rä­dern. Und es wer­den auch kurz die Pro­ble­me wie feh­len­de siche­re Park­flä­chen ange­spro­chen, da die Stadt ja dicht und hoch bebaut ist und man z.B. ein Urban Arrow Las­ten­fahr­rad nicht groß­ar­tig Trep­pen rauf- oder run­ter­be­we­gen kann. Auf­fäl­lig ist wei­ter die Nut­zung offen­bar über­wie­gend für den Kin­der­trans­port. Die älte­re Genera­ti­on tut sich dem Video nach schwe­rer mit der kli­ma­na­ge­pass­ten Umstel­lung der Mobi­li­tät und z.B Ein­käu­fen per E‑Lastenfahrrad, obwohl dies auch für sehr vie­le älte­re Men­schen mög­lich sein soll­te, die noch selbst ein Auto fah­ren können.

Nichts Politisches: Kleine Hilfe für die Ein- und Ausgaben

Gera­de in Grö­pe­lin­gen ist der finan­zi­el­le Reich­tum nicht weit ver­brei­tet. Hat man wenig Ein­nah­men, dann muss man mit den Aus­ga­ben um so mehr haus­hal­ten. Ein hand­schrift­li­ches Haus­halts­buch ist gut — aber man hat am Jah­res­en­de damit nie den Über­blick, den man mit einem Aus­ga­ben­pro­gramm hat. Und das ist ja das Wesent­li­che: Am Jah­res­en­de ana­ly­sie­ren zu kön­nen, wo das ein­ge­nom­me­ne Geld geblie­ben ist und was man im nächs­ten Jahr viel­leicht ändern kann oder sollte.

Unser Bei­rats­mit­glied Die­ter Stein­feld führt als gelern­ter Kauf­mann seit über 35 Jah­ren auch eine pri­va­te klei­ne Buch­hal­tung über sei­ne Ein- und Aus­ga­ben. Dazu nutzt er ein Finanz­pro­gramm. Es geht aber auch viel leich­ter mit einer ein­fa­chen Tabel­len­kal­ku­la­ti­on. Will man das auch machen, steht man am Anfang häu­fig vor einem lee­ren Tabel­len­blatt und weiss nicht so recht wie man es machen soll. Und gibt viel­leicht doch wie­der auf mit dem guten Jahresvorsatz.

Dafür gibt es — Tusch TARA! — eine schö­ne klei­ne Excel-Tabel­le über die­sen Verweis

Man kann die Tabel­le sowohl zur Jah­res­pla­nung für die Zukunft, als auch zur täg­li­chen (wöchent­li­chen) Notie­rung sei­ner Ein- und Aus­ga­ben nut­zen und bekommt so eine ers­te gute Über­sicht über sein Ein- und Aus­ga­ben­ver­hal­ten bzw. sei­ne Finanzen.

Die Tabel­le ist dabei absicht­lich ein­fach gehal­ten — aber der prak­ti­sche Nut­zen ist dann doch erstaunlich!

Eine kur­ze Erläu­te­rung zur Hand­ha­bung der Tabelle:

Bei­spiel­fo­to des Übersichttabellenblattes:

E_A_Buchhaltung_Leerdatei

Die Datei besteht aus einem Über­sichts­blatt in dem man auch die fes­ten Ein- und Aus­ga­ben ein­trägt. Dafür gibt es 5 Ein­nah­me- und 9 Aus­ga­be­ka­te­go­rien. Das kön­nen z.B. das Gehalt oder die Hart­z4-Bezü­ge sein, Kin­der­geld, Mini-Job … . Bei den Aus­ga­ben sind es die (monat­lich) anfal­len­den fes­ten Kos­ten wie Mie­te, Tele­fon, GEZ, Ver­si­che­run­gen … . Natür­lich kann man monat­li­che Abwei­chun­gen wie etwa Nach­zah­lung von Strom- oder Heiz­kos­ten auch dort über die Zah­len­ein­ga­ben unter­schied­lich eingeben.

Dann gibt es mit dem Über­sichts­blatt ver­knüpf­te 12 Tabel­len­blät­ter für die Mona­te Janu­ar — Dezem­ber, in denen man die täg­li­chen Aus­ga­ben wie­der ver­teilt auf bis zu 10 Kate­go­rien ein­trägt. Die Namen der Kate­go­rien trägt man dabei im Über­sichts­ta­bel­len­blatt ein und sie wer­den dann in die Monats­blät­ter über­nom­men. Eben­so wer­den die Monats­sum­me die­ser 10 Kate­go­rien in das über­sichts­blatt überommen.

Dann gibt es noch ein Tabel­len­blatt für fle­xi­bles Ein­kom­men, was über die 5 fes­ten Ein­nah­me­ka­te­go­rien hin­aus­geht. Das wird wohl in der Pra­xis weni­ger häu­fig gebraucht werden.

Als letz­tes Blatt gibt es noch eine gra­fi­sche Übersicht.

Bei­spiel­haft sind eini­ge Daten im Über­sichts­blatt und für den Mona­te Janu­ar vor­ge­tra­gen, um das Prin­zip noch bes­ser zu ver­ste­hen. Die­se kön­nen ein­fach gelöscht werden.

Man kann die Anzahl der Kate­go­rien nach Auf­he­bung des Blatt­schut­zes (kein Kenn­wort) durch Erwei­te­rung der Kate­go­rien auch ver­grö­ßern — dann passt das Bild der Jah­res­über­sicht in 100%-Ansicht aber nicht mehr voll auf eine übli­che Moni­tor­sei­te. In Sum­me 19 ver­schie­de­ne Aus­ga­be­ka­te­go­rien — das dürf­te für den Anfang genü­gen. Man kann ja zusam­men­fas­sen z.B. in “Essen und Trin­ken” und muss nicht “Aldi, “Lidl”, “ReWe”, “Ede­ka” getrennt auf­füh­ren. Dito “Klei­dung” anstatt “Ober­be­klei­dung”, “Unter­be­klei­dung”, “Kin­der­be­klei­dung”, “Schu­he”.

Im Über­sichts­blatt in der Spal­te E ist eine Pro­zent­funk­ti­on inte­griert, mit der man den pro­zen­tua­len Anteil einer der 20 Aus­ga­be­ka­te­go­rien an den Aus­ga­ben sehen kann.

Ganz oben wer­den alle Ein- und Aus­ga­ben auto­ma­tisch zusam­men­ad­diert und man erhält dann die Monats­sal­den und eine Jahreszahl.

Für eine Vor­aus­pla­nung des Jah­res bie­tet es sich zur Ver­ein­fa­chung an, “den täg­li­chen Klein­kram” in einer Gesamt­zahl im Über­sichts­blatt ein­zu­tra­gen. Man kann auch die Datei kopie­ren, die Vor­aus­pla­nung geson­dert abspei­chern, in einer neu­en Datei die tat­säch­li­chen Ein- und Aus­ga­ben ein­tra­gen und dann am Ende des Jah­res einen Soll-Ist-Ver­gleich machen, was ein­ge­tre­ten ist und was nicht.

Die­se Vor­ge­hens­wei­se genügt kei­nen Pro­fi-Ansprü­chen mit mehr­jäh­ri­ger Pla­nung, Abschrei­bun­gen, Umsatz­steu­er­bu­chun­gen etc.. Aber für einen Ein­stieg in eine Buch­hal­tung bie­tet die­se klei­ne Datei schon eini­ges und ist weit bes­ser als ein hand­schrift­li­ches Haus­halts­buch, mit dem man nie die­se län­ger­fris­ti­ge Über­sicht “auf einem Blick” bekommt.

Wich­tig: Regel­mä­ßi­ges Sichern der Datei auf immer zwei Medi­en — etwa Fest­plat­te und einem USB-Stick oder der Spei­cher­kar­te des Smart­pho­nes — nicht ver­gess­sen.

Enquete-Kommission Klimaschutzstrategie 2030

Auf der Inter­net­sei­te des Grü­nens Lan­des­ver­ban­des wer­den eini­ge (vie­le) Fra­gen beantwortet:

FAQ: Alle Infos zur Kli­ma­schutz­stra­te­gie 2030 und der Enquete-Kommission

https://gruene-bremen.de/faq-alle-infos-zur-klimaschutzstrategie-2030-und-der-enquete-kommission/

Letzt­lich gibt es eine Rei­he von Maß­nah­men, die durch­aus auch im Bereich des Lan­des bzw. der Stadt gemacht wer­den könn­ten. Auch ohne Bun­des­re­gie­rung. Ges­tern, Heu­te, Mor­gen. Stichworte:

  • Solar­dach­pflicht, Pho­to­vol­ta­ik­fas­sa­den mit Nut­zung der Mög­lich­kei­ten der Lan­des­bau­ord­nung und der Bebauungspläne
  • Aus­wei­sung von Windkraftanlagenflächen
  • Wind­kraft­an­la­gen und Gewer­be­flä­chen nicht als Gegen­satz sehen — wie in den letz­ten Bau­ab­schnit­ten des Bre­mer Industrieparks
  • Wesent­lich schnel­le­re Ein­schrän­kung von Park­mög­lich­kei­ten am Stra­ßen­rand (gegen hef­tigs­te Bürgerproteste)
  • Geneh­mi­gung von neu­en frei­ste­hen­den Häu­sern oder Rei­hen­häu­sen nur noch dann, wenn auf den Bau­flä­chen auch Park­mög­lich­kei­ten für Autos vor­ge­se­hen sind
  • Viel mehr öffent­li­cher Per­so­nen­nah­ver­kehr in deut­lich güns­ti­ge­ren und schnel­le­ren Vari­an­ten als eine Stra­ßen­bahn mit etwa Trollybussen
  • Bau min­des­tens einer Bio­gas­an­la­ge für bio­ge­nen städ­ti­schen Abfall (z.B. Laub) in Koope­ra­ti­on mit pri­va­ten Zulieferern
  • Kei­ne Stel­ler­laub­nis für Imbis­se mit tie­ri­schen Pro­duk­ten (z.B. Döner­spie­ße) auf öffent­li­chen Flächen

Man könn­te noch viel mehr Punk­te anfüh­ren. Alles Maß­nah­men, für die es von einem Groß­teil der Bevöl­ke­rung im Zwei­fel kei­nen Applaus geben wird. Wird man das AB JETZT umset­zen? 2030 ist ja nicht mehr lan­ge hin, wo schon viel umge­setzt sein soll.

Letzt­lich gilt: “Man kann die Ener­gie­wen­de nicht her­beil­a­bern, man muss sie machen.! Und das eben auch gegen erheb­li­che Wider­stän­de brei­ter Bevöl­ke­rungs­krei­se und gro­ßer Unter­neh­men. Wenn etwa ein Daim­ler-Werk in Bre­men ein 2,5 Ton­nen Elek­tro-SUV her­stellt, ist das NICHT die Zukunft. Die Zukunft wäre es, wenn das Werk ein wet­ter­ge­schütz­tes Las­ten-E-Bike her­stellt. Oder wenigs­tens E‑Autos im Maß­stab eines japa­ni­schen Kei-Cars. Wer sagt denen das?